Weichs

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Weichs (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weichs
Weichs
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weichs hervorgehoben
Koordinaten: 48° 23′ N, 11° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Dachau
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 18,81 km2
Einwohner: 3345 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85258
Vorwahl: 08136
Kfz-Kennzeichen: DAH
Gemeindeschlüssel: 09 1 74 151
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Frühlingstr. 11
85258 Weichs
Webpräsenz: www.weichs.de
Bürgermeister: Harald Mundl (Weichser Bürgervertretung)
Lage der Gemeinde Weichs im Landkreis Dachau
Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Freising Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis München Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm München Altomünster Bergkirchen Dachau Erdweg Haimhausen Hebertshausen Hilgertshausen-Tandern Karlsfeld Markt Indersdorf Odelzhausen Petershausen Pfaffenhofen an der Glonn Schwabhausen (Oberbayern) Sulzemoos Vierkirchen (Oberbayern) WeichsKarte
Über dieses Bild

Weichs ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Dachau.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weichs liegt in der Region München im Glonntal im nördlichen Landkreis Dachau. Die angrenzenden Gemeinden sind Markt Indersdorf, Petershausen, Vierkirchen und die Gemeinde Jetzendorf, die allerdings schon zum Landkreis Pfaffenhofen gehört. Strukturräumlich ist Weichs dem ländlichen Raum zuzuordnen.

Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rund 1880 ha große Gemeinde Weichs besteht aus den folgenden Gemarkungen: Asbach, Pasenbach, Weichs. Ortsteile sind Albertshof, Aufhausen, Biechlhof, Breitenwiesen, Daxberg, Ebersbach, Edenholzhausen, Edenpfaffenhofen, Erlbach, Erlhausen, Fränking, Holzböck, Weichs und Zillhofen.

Landschaft und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weichs liegt im weiten, landschaftlich reizvollen Glonntal. Nach Süden geht das Tal in die sanfte Hügellandschaft des Dachauer Landes über. Ebenso nach Norden in die Hügellandschaft des Landkreises Pfaffenhofen. Diese Hügellandschaften werden als Donau-Isar-Hügelland bezeichnet.

Die Glonn, ein etwa 50 km langer, linker Zufluss der Amper in Oberbayern, quert das Gemeindegebiet von Südwesten nach Nordosten. Die beiden wichtigsten Zuflüsse der Glonn im Gemeindegebiet sind der Erlbach und der Ebersbach. Der Erlbach fließt der Glonn am westlichen Ortsrand zu. Der Ebersbach fließt östlich von Weichs in Höhe der Gemarkung Ebersbach der Glonn zu. Östlich von Weichs und links der Glonn liegt das Weichser Moos. Das Naturschutzgebiet „Weichser Moos“ weist ca. 55 ha Größe aus. Hier finden sich seltene, vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Weichs liegt am historischen Altbaierischen Oxenweg, der als einer von mehreren Ochsentriebwegen von Augsburg ins Dachauer Land führte.

Etwa 15 % des Gemeindegebiets sind bewaldet, fast 80 % landwirtschaftlich genutzt. Nur fünf Prozent sind besiedelt oder durch Straßen und Nutzungen belegt.

Panorama der Gemeinde Weichs, von Süden gesehen, mit der Pfarrkirche St. Martin - im Vordergrund die Auen der Glonn (2016)

Topografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weichs liegt auf 468 m über NN. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der Lackenberg (523 m) nordwestlich von Fränking. Der tiefste Punkt (458 m) liegt beim Austritt der Glonn aus dem Gemeindegebiet in der Nähe von Asbach.

Räumliche Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weichs liegt im geografischen Dreieck der Städte Ingolstadt im Norden, München im Süden, und Augsburg im Westen.

Die Entfernungen zu größeren Orten der Umgebung betragen:

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weichs kreuzen sich die Staatsstraße 2054 und die Kreisstraße DAH 11. Die nächstgelegene S-Bahn-Station der Linie S2 des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) befindet sich ca. vier Kilometer in östlicher Richtung in Vierkirchen. Die kürzeste Anbindung an die Autobahn A 9 (Nürnberg-München) liegt in Allershausen. Die kürzeste Anbindung an die Autobahn A 8 (Stuttgart-München) liegt in Sulzemoos.

Geschichte und Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 807 wurde Weichs erstmals urkundlich erwähnt.[2] Am 16. Mai 807 schenkte die edle Deotpurc de Uuihse ihren dortigen Grundbesitz der Domkirche zu Freising. Es war die Zeit Karls des Großen, der Bischofssitz Freising war kultureller und administrativer Zentralort Oberbayerns. In den nächsten Jahrhunderten erschien der Ort Weichs gelegentlich in den Urkunden, häufiger aber eine ritterliche Familie, die „die Weichser“ oder „von Weichs“ genannt wurde. Sie führten das heute noch von der Gemeinde gebrauchte Wappen, zogen auf Turniere, gehörten zu den Landständen, die den bayerischen Herzögen auf 50 Landtagen ihre Freiheiten als Hofmarksherren abrangen.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weichs gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Kranzberg des Kurfürstentums Bayern. Die Freiherrn von Weichs sowie die Grafen von Spreti besaßen hier offene Hofmarken.

Die Adelsfamilie von Weichs wurde zum herzoglichen Pfleger und auch Domherren zu Freising. Urkunden, Siegel und Grabsteine zeugen von ihnen. Vom Ort Weichs und seinen Menschen hört man jedoch bis zum Ausgang des Mittelalters fast nichts. Im Jahre 1266 wurde der erste Pfarrherr erwähnt. Im Jahre 1367 war von einem Wirt Geiselbrecht die Rede. Damit waren die drei Eckpfeiler der damaligen Welt bestimmt: Herrschaft, Kirche und Wirtshaus.

Im Jahre 1458 teilten die drei Söhne des Ritters Paul von Weichs die Hofmark in drei Teile. Um 1540 kamen jedoch zwei davon wieder in einer Hand zusammen. Im Jahre 1560, mit dem Tode des kinderlosen Georg von Weichs, wurde sein restliches Drittel testamentsgemäß in einen Fideicommiss, d. h. das unveräußerliche Treuhandvermögen "⅓ Weichs" umgewandelt. Seitdem sind die beiden Teile fast immer in verschiedenen Händen geblieben.

Spätmittelalter bis zur Aufklärung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Spital Weichs (2016)

Ende des 15. Jahrhunderts wurde St. Martin als gotische Pfarrkirche erbaut. Im Jahre 1490 stiftete der Freisinger Domherr Wolfgang von Weichs das Frühmess-Benefizium zu Weichs. Sein Vetter Georg von Weichs wünschte sich kurz vor seinem Tod die Gründung eines Spitals in Weichs. Es öffnete im Jahr 1566, um alte, gebrechliche Menschen aufzunehmen. Diese beiden Institutionen prägen das Ortsleben mehr als 300 Jahren.

Die Herren von „⅔ Weichs“, ab 1623 Freiherren, starben 1655 auf dem Stammschloss aus. Das Stammschloss wechselte danach häufig den Besitzer. In Dasing und anderen Orten blühte jedoch die Linie Wiguläus weiter. Diese Linie stellte den bayerischen Herrschern in jeder Generation tüchtige Beamte und Soldaten. Die Linie Engelhart wanderte um 1610 ins Rheinland aus, wo nachgeborene Wittelsbacher 200 Jahre Erzbischöfe und Kurfürsten von Köln sowie Bischöfe mehrerer anderer Bistümer waren. Die dortigen Weichser dienten ihnen in hohen geistlichen und weltlichen Ämtern. Als gelegentliche Inhaber von „⅓ Weichs“ blieben sie mit dem Ort Weichs in Verbindung.

Vom Dreißigjährigen Krieg wurde auch Weichs betroffen: In den Jahren 1634, 1646 und 1648 zogen Schweden, Spanier, Franzosen, Kaiserliche und Bayern raubend und plündernd durch das Land. Viele Höfe und das Spital erlitten große Schäden. Im Jahre 1643 begann das älteste erhaltene Kirchenbuch. Im Jahre 1652 wurde darin der erste Lehrer verzeichnet. Von 1720 bis 1725 wurde die Kirche vergrößert und erhielt eine barocke Ausstattung. Im Jahre 1736 wurde das Müllerhaus nach einem Brand neu errichtet.

Aufklärung und Säkularisation im Königreich Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heutiger Klosterladen Weichs (2016)
Innenschulhof Theresia-Gerhardinger-Realschule Weichs (2016)

Im Jahre 1774 erbaute die Fideicommiss-Herrschaft „⅓ Weichs“ ihr baufälliges Schlösschen neu, das heutige Wohnhaus der Armen Schulschwestern. Im Jahre 1818, als Weichs eigenständige Gemeinde wurde, brannte der halbe Ort ab. Von den danach neu erbauten Häusern steht heute nur noch das ehemalige Spital, Freiherrnstraße 30. Im Jahre 1848 endete mit der Bauernbefreiung die über 500-jährige Hofmarksherrschaft. Das Schloss der Freiherrn von Weichs wurde 1852 in ein Kloster mit angeschlossener Schule umgewandelt. Durch die Großherzigkeit der Brüder Baustädter entstanden eine Mädchenschule und die Präparanden-Anstalt der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Der Orden ist auch unter der Bezeichnung „Gerhardinger-Schwestern“, nach der Ordensgründerin Karolina Gerhardinger (1797–1879), bekannt.

1853 wurde das schon lange vernachlässigte Schloss der ehemaligen „23-Herrschaft“ Weichs abgerissen.

1862 entstand die erste kleine Fabrik am Erlbach, eine Maschinengießerei. Ab 1861 wurde die alte Mühle in einen Industriebetrieb umgewandelt, der bis zu seiner Stilllegung im Jahre 1974 immer wieder modernisiert wurde.

Deutsches Kaiserreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1874 bis 1876 änderte sich das Ortsbild nachhaltig: Die Pfarrkirche wurde um zwei Joche verlängert, der alte Satteldachturm zur Hälfte neu errichtet und ihm wurde ein neues Dach mit spitzem Helm aufgesetzt. Das Bücherl´sche Wirtshaus wurde 1894 eingeweiht, das Schmied-Anwesen Freiherrnstraße 7 im Jahre 1910.

Weimarer Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1920er Jahren gründete Adolf Wagner die Hochlandschuhfabrik.

Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1978 gegründete Verwaltungsgemeinschaft mit Vierkirchen wurde im Jahre 1980 wieder aufgelöst.

Im Jahr 2007 konnte Weichs mit einem über das Jahr verteilten Festprogramm die offizielle 1200-Jahr-Feier begehen. Als Datum der Erstnennung weisen die „Freisinger Traditionen“ den 15. Juli 807 aus.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus der Gemeinde Weichs (2016)

Am 1. April 1971 wurden Teile der Gemeinde Frauenhofen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 folgten Teile der ehemaligen Gemeinden Ainhofen und Pasenbach.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1464 Einwohner
  • 1970: 1769 Einwohner
  • 1987: 2410 Einwohner
  • 1991: 2581 Einwohner
  • 1995: 2930 Einwohner
  • 2000: 3004 Einwohner
  • 2005: 3161 Einwohner
  • 2010: 3151 Einwohner
  • 2015: 3345 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Harald Mundl (Weichser Bürgervertretung). Er hat den Amtsinhaber Franz Eichinger (Freie Wähler) am 16. März 2008 mit 63,87 % der Wählerstimmen (in der Stichwahl) abgelöst. Mundl trat sein Amt zum 1. Mai 2008 an.

Amtsvorgänger als Bürgermeister von Weichs waren:

  • M. Fottner (1876–1888)
  • S. Ernst (1888–1894)
  • M. Fottner (1894–1906)
  • J. Reindl (1906–1919)
  • J. Geitner (1919–1929)
  • J. Riedl (1929–1937)
  • A. Schönwetter (1937–1945)
  • M. Wallner (1945–1946)
  • J. Erlewein (1946–1948)
  • L. Fischer (1948–1952)
  • Anton Riedl (1952–1978)
  • Georg Hailer (1978–1990)
  • Martin Edelmann (1990–2002)
  • Franz Eichinger (2002–2008)

Politische Gruppierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat sitzen nach der Kommunalwahl 2014 16 Vertreter: [4]

  • CSU mit sechs Gemeinderatsmitgliedern
  • Freie Wähler Weichs mit zwei Gemeinderatsmitgliedern
  • SPD mit zwei Gemeinderatsmitgliedern
  • Weichser Bürgervertretung mit sechs Gemeinderatsmitgliedern

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber eine eingeschweifte und aufsteigende schwarze Spitze. Das Wappen leitet sich vom Adelsgeschlecht von Weichs ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Martin (2016)
Kriegerdenkmal Weichs für die Toten und Vermissten des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71, sowie des I. und II. Weltkrieges (2016)
Kriegsmahnmal Weichs (2016)

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Weichs zählen:

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Martin
  • Filialkirche St. Georg in Ebersbach
  • Filialkirche St. Stephanus in Aufhausen
  • Filialkirche St. Katharina in Eglersried
  • Filialkirche St. Andreas in Gundackersdorf.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vereinsregister der Gemeinde Weichs werden folgende Vereine geführt:

  • Bund Naturschutz Ortsgruppe Weichs
  • FC Ebersbach
  • BC Aufhausen
  • Initiative zur Förderung Kinder und Jugendlicher in Weichs e. V.
  • Maschkera Komitee Weichs
  • Schützengesellschaft Bavaria Weichs 2013
  • Schützenverein "Glück Auf" Aufhausen
  • Sportverein Weichs 1947 e. V.
  • Trachtenverein "D´Kreuzbergler" Weichs
  • Westernclub Weichs "THE UNDERTAKER`S" e. V.
  • Stockschützen
  • Verein für Gartenbau und Landschaftspflege Weichs.

Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einigen Ortsteilen gibt es Sportstätten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 46 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 130 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1064. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 7 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1159 ha, davon waren 986 ha Ackerfläche. Derzeit gibt es noch etwa 25 land- und forstwirtschaftliche Betriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es in Weichs folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 150 Kindergartenplätze mit 127 Kindern
  • Volksschulen: eine Volksschule mit neun Lehrern und 167 Schülern
  • Theresia-Gerhardinger-Realschule der Erzdiözese München und Freising.

Das nächstgelegene Gymnasium ist das Gymnasium Markt Indersdorf.[5]

Theresia-Gerhardinger-Realschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Erzbischöfliche Theresia-Gerhardinger-Realschule Weichs[6] war ab 1853 zunächst eine Lehrerinnenbildungsanstalt für den Ordensnachwuchs, die sog. Präparandie. 1952 wurde die Schule eine Realschule für Mädchen mit Internat. Bis 2004 leiteten die Ordensschwestern die Schule. Seit dem Jahr 2004 nimmt die ehemalige Mädchenrealschule in Weichs auch Jungen auf und trägt den Namen der Ordensgründerin der Armen Schulschwestern: Theresia Gerhardinger. Theresia Gerhardinger gilt als die „Erfinderin“ der Realschule, die als hauswirtschaftlich und kaufmännisch orientierte Schule, die Grundlage für die spätere vierklassige bayerische Realschule bildete.

Die Erzbischöfliche Theresia-Gerhardinger-Realschule Weichs (TGRS) ist eine Realschule als offene Ganztagsschule in Trägerschaft der Erzdiözese München und Freising. Als staatlich anerkannte Schule vermittelt sie das Bildungsangebot der Realschule gemäß dem Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG Art. 101). Für Aufnahme, Leistungsanforderungen und Abschlussprüfung gelten die staatlichen Maßstäbe. Der Abschluss ist staatlich anerkannt und dem der staatlichen Realschulen gleichwertig.

Panorama der Erzbischöflichen Theresia-Gerhardinger-Realschule Weichs (2016)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Freisinger Traditionsbuch
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 444.
  4. http://www.weichs.de/politik/mitglieder/gremium/9153/Gemeinderat%20Weichs
  5. Website des Gymnasiums Markt Indersdorf
  6. Website der Theresia-Gerhardinger-Realschule Weichs

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weichs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien