Mathis Orgelbau

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Mathis Orgelbau AG
Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Gründung 1960
Sitz Näfels, Schweiz
Leitung Hubert Stucki (VR-Präsident) / Franz Xaver Höller[1]
Mitarbeiterzahl 16 (2016)
Umsatz 1.5 Mio CHF (2016)
Branche Musikinstrumentenbau
Website www.mathis-orgelbau.ch

Die Mathis Orgelbau AG ist ein Orgelbauunternehmen in Näfels im Schweizer Kanton Glarus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1960 von Manfred Mathis als Familienfirma gegründet. 1977 wurde die bis dahin als Kommanditgesellschaft organisierte Orgelbau M. Mathis & Co. in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Sie hat sich neben der Fabrikation von Orgeln durch die Restaurierung von historischen Musikinstrumenten aus verschiedenen Epochen weltweit einen Namen gemacht. Das Unternehmen ist Mitglied der Gesellschaft Schweizerischer Orgelbaufirmen.

Die Anzahl der von Mathis erbauten Orgeln beläuft sich auf mehr als 350 Stück.

Werkliste (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Anmerkungen
1966 Unterstrass (Stadt Zürich) Bruder Klaus
Bruder Klaus Zürich Orgel.JPG
III/P 40
1974 Eichstätt Schutzengelkirche
Eichstaett Schutzengelkirche Orgel.jpg
III/P 34
1975 Affoltern (Stadt Zürich) St. Katharina II/P 22
1978 Ried im Innkreis Stadtpfarrkirche III/P 35 hinter historischem Gehäuse[2]
1981 Zürich-Altstetten Heilig Kreuz
Heilig-Kreuz (Zürich-Altstetten) Orgel.JPG
III/P 35
1982 Neumarkt in der Oberpfalz Stadtpfarrkirche St. Johannes
Neumarkt St.Johannes Orgel.jpg
III/P 43
1985 Mallersdorf Kloster- und Pfarrkirche St. Johannes Evangelist
Mallersdorf Pfarrkirche Orgel.jpg
III/P 35 Neubau im historischen Prospekt der Bayr-Orgel von Christian Jorhan d. Ä. (1783)[3]
Orgel
1985 Schlierbach (Oberösterreich) Stiftskirche
Schlierbach Stiftskirche Schlierbach Innen Orgel 2.JPG
II/P 31 Konsequent barocke Disposition. Prospekt von Valentin Hochleitner (1770)
1986 Zürich-Riesbach Erlöser
Kirche Erlöser Zürich Blick zur Mathis-Orgel.JPG
III/P 32
1992 Olten St. Martin
Die heutige Hauptorgel..jpg
III/P 50 Neubau als Ersatz für die 1932 erbaute Orgel
1995 Freiburg im Breisgau Ludwigskirche
Ludwigskirche (Freiburg) 07.jpg
III/P 41
1997 Görlitz St. Peter und Paul
Görlitz - Bei der Peterskirche - Peter+Paul in 28 ies.jpg
IV/P 88 „Sonnenorgel“, Neubau (III/P/64) hinter dem Prospekt von Eugenio Casparini (1703); 2004 Rekonstruktion der Sonnenmixtur (III/P/65); 2006 Einbau des Schwellwerks[4]
1999 München Klosterkirche St. Anna im Lehel
Muenchen St Anna Kloster Orgel.jpg
II/P 23
1999 Pilsach Pfarrkirche St. Peter und Paul
St Peter und Paul - Pilsach 076.JPG
III/P 43
1999 Vatikanstadt St. Martin II/P 12 [5]
2000 Mariazell Basilika
Mariazell Foto Reinhard Sock 18.jpg
II/P 29 Neubau, sog. „Mariazeller Orgel“
2001 Kyōto Dōshisha-Universität I 6 Neubau, mechanische Spiel- und Registertraktur[6]
2002 Rom Sixtinische Kapelle II/P 14 Josef Schibig aus Steinen (SZ), fertigte die Schnitzarbeiten zur Mathis-Orgel.[7]
2002 Tokyo Aoyama-Gakuin-Universität III/P 39 Neubau, mechanische Spiel- und Registertraktur mit elektronisch gesteuerter Setzeranlage (Doppeltraktur)[8]
2003 Basel Basler Münster
Basel Cathedral Organ.jpg
IV/P 78 Neubau, mechanische Spiel- und Registertraktur mit elektronisch gesteuerter Setzeranlage (Doppeltraktur).[9]
2003 Mariazell Basilika
2005.12.26 - Mariazell - Basilika - 04.jpg
III/P 54 Neubau in historischem Gehäuse, sog. „Wiener Orgel“
2004 Au am Inn Klosterkirche
Kloster Au Orgel.jpg
II/P 21 Prospekt aus dem 18. Jahrhundert, vermutlich von Johann Christoph Egedacher.
Orgel
2006 Regensburg Stiftskirche zur Alten Kapelle
Alte Kapelle Regensburg.JPG
II/P 40 Neubau in klassizistischem Prospekt von Josef Kollhaupt mit Schnitzarbeiten von Simon Sorg und Fassung von Johann Georg Kollmüller (1797), Orientierung an der barocken Disposition von Andreas Weiß (1797)
Orgel
2009 Schrobenhausen St. Jakob
Schrobenhausen St Jakob Orgel.jpg
II/P 30
2009 Lissabon Klosterkirche Santa Maria de Belém des Mosteiro dos Jerónimos
Mosteiro dos Jerónimos - 69 (6954239866).jpg
II/P 18 Neubau mit 2 Spielregistern, mechanische Spiel- und Registertraktur.[10]
2012 Schliersee St. Sixtus
Schliersee St Sixtus Orgel.jpg
II/P 28
2012 Feldbach Leonhardskirche
Orgel Leonhardskirche Feldbach.JPG
III/P 46
2015 Ingolstadt St. Anton
Ingolstadt St Anton Orgel.jpg
II/P 36

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Mathis-Orgel in der Klosterkirche St. Anna im Münchener Lehel. (Festschrift zur Orgelweihe, 23. Mai 1999.).
  • Die neue Mathis-Orgel in der Pfarrkirche zu Teublitz. Teublitz 1990.
  • Die neue Mathis-Orgel in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu Breitenbrunn. Breitenbrunn 1997.
  • Die neue Papst-Benedikt-Orgel in Regensburg. In: Ars Organi. Band 54, 2006.
  • Die Papst-Benedikt-Orgel in der Stiftskirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg. Schnell & Steiner, Regensburg 2006.
  • Neue Orgel in der Ludwigskirche Freiburg i. Br. In: Der Kirchenmusiker. Band 46, 1995.
  • Neue Orgeln: Mathis Orgelbau AG. In: Musik & Liturgie. Band 133, Nr. 1, 2008, S. 45–47.
  • Orgelbauer der Schweiz. Orgelbau M. Mathis & Söhne, 8752 Näfels GL. In: Singen und Musizieren im Gottesdienst. Band 118, 1993, S. 150–152.
  • Gottfried Allmer: Die Orgeln der Basilika Mariazell. In: Das Orgelforum. Band 6, 2004, S. 6–39.
  • Hans Rudolf Basler: Die neue Orgel der Bruder-Klaus-Kirche Zürich. In: Katholische Kirchenmusik (Chorwächter). Band 100, 1975, S. 241–243.
  • Hans Rudolf Basler: Orgelweihe in Disentis. In: Katholische Kirchenmusik (Chorwächter). Band 86, 1961.
  • Susann Bosshard-Kälin: Schweizer Handwerker und Künstler in der Sixtina. Eine neue Orgel für die Privatkapelle des Papstes. In: Singen und Musizieren im Gottesdienst. Band 127, 2002, S. 242–245.
  • Martin Czernin (Hrsg.): Die neue Chororgel in der Abteikirche Unserer Lieben Frau zu den Schotten. Wien 1994.
  • Martin Czernin: Die neuen Mathis-Orgeln in der Abteikirche Unserer Lieben Frau zu den Schotten in Wien. In: Zur Geschichte der Orgeln im Schottenstift. Wien 1996, S. 2–18.
  • Marc Fitze: Die Basler Münsterorgel. In: Musik und Gottesdienst. Band 58, 2004, S. 91–93.
  • Hansjörg Gerig: Die historische Chororgel in der Kathedrale St. Gallen. Näfels 2007 (221. Veröff. der Gesellschaft der Orgelfreunde).
  • Josef Holtz: Meisterwerk der Orgelbaukunst: Stadtkirche St. Nikolaus Wil SG. In: Katholische Kirchenmusik (Chorwächter). Band 108, 1983, S. 231 f.
  • Egon Krauss: L'organo della Chiesa Parrocchiale di S. Agostino (Stiftskirche) di Bolzano-Gries. In: L'Organo. Band 12, 1974, S. 137–147.
  • Günter Lade: Ambitionierte Orgelarchitektur in Basel. Eine neue Mathis-Orgel entsteht im Basler Münster. In: Organ – Journal für die Orgel. Band 4, Nr. 3, 2001, S. 16–23.
  • Günter Lade: Die Mathis-Orgeln der Basilika Mariazell – Konzept und technischer Aufbau. In: Das Orgelforum. Band 6, 2004, S. 50–71.
  • Günter Lade: Die neue Orgel der Sixtinischen Kapelle in Rom. In: Ars Organi. Band 51, 2003, S. 110–113.
  • Günter Lade: Orgelbau im Basler Münster. In: Ars Organi. Band 51, 2003, S. 243–249.
  • Günter Lade (Hrsg.): Die neue Orgel des Basler Münsters. Basel 2003. (Beiträge von Franz Christ, Peter Burckhardt, Christian Brückner, Andreas C. Albrecht, Felix Pachlatko, Rudolf Scheidegger, Hermann Mathis, Peter Märkli und Urs Fischer.)
  • Franz Lüthi: Die Abbrederis-Orgel im Chor der ehemaligen Klosterkirche Neu St. Johann. In: Bulletin OFSG. Band 26, 2008, S. 33–38 (Sondernummer GdO-Tagung 2008 /Toggenburg).
  • Hermann Mathis: Die Orgel im obern Chor der Stiftskirche zu Einsiedeln. Geschichte und Bericht über die Restaurierung. Näfels/GL 1987.
  • Manfred Mathis: Die neue Orgel in der Evangelischen Kirche Hinwil/ZH. In: Katholische Kirchenmusik (Chorwächter). Band 99, 1974, S. 19 f.
  • Manfred Mathis: Orgelbau M. Mathis & Söhne. Näfels/GL 1985 (Zum 25-jährigen Bestehen der Firma (mit Werkverzeichnis 1960–1985)).
  • Gilberto Sessantini: Suoni e voci del Giudizio. In: Arte Organaria e Organistica. Band 9, Nr. 45, 2002, S. 26–31.
  • Markus Zepp: Quader und Wolke. Die neue Orgel im Kuppelraum der Basilika Mariazell. In: Orgel International. Band 4, 2000, S. 338–342.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mathis Orgelbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eintrag der «Mathis Orgelbau AG» im Handelsregister des Kantons Glarus am 31.03.2016, Firmennummer: CHE-340.878.312
  2. Roman Summereder: Aufbruch der Klänge. Materialien, Bilder, Dokumente zu Orgelreform und Orgelkultur im 20. Jahrhundert. Edition Helbling, Innsbruck 1995, ISBN 3-900590-55-9, S. 321.
  3. Monika Soffner-Loibl: Mallersdorf – Ehem. Benediktinerabteikirche und Pfarrkirche St. Johannes Ev. Kunstverlag Peda, Passau 2009, ISBN 978-3-89643-752-5. S. 21f.
  4. Website der Mathis Orgelbau AG, abgerufen am 9. Dezember 2016
  5. GdO: Orgelspiegel 1999. Gdo.de, abgerufen am 23. Januar 2016.
  6. GdO: Orgelspiegel 2001. Gdo.de, abgerufen am 1. Juli 2010.
  7. Lange Nächte in der Sixtinischen Kapelle. swissinfo. Swissinfo.ch, 24. Dezember 2002, abgerufen am 1. Juli 2010.
  8. Ortsregister 1975–2009 - Standorte von Orgeln. rkv.ch, archiviert vom Original; abgerufen am 7. Dezember 2012 (DOC).
  9. Basler Münster. Baslermuenster.ch, archiviert vom Original am 25. Juni 2012; abgerufen am 25. Juni 2012.
  10. Lissabon (PT), Santa Maria de Belém. mathis-orgelbau.ch, abgerufen am 23. Januar 2016.