Nordleda

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordleda
Nordleda
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordleda hervorgehoben
Koordinaten: 53° 46′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Hadeln
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 21,29 km2
Einwohner: 1047 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21765
Vorwahl: 04758
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 041
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Otterndorfer Straße 11
21765 Nordleda
Webpräsenz: www.nordleda.de
Bürgermeister: Eugen Böhm (CDU)
Lage der Gemeinde Nordleda im Landkreis Cuxhaven
NordseeSchleswig-HolsteinBremerhavenLandkreis OsterholzLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis StadeLandkreis WesermarschArmstorfArmstorfBelumBeverstedtBülkauCadenbergeCuxhavenGeestlandHagen im BremischenHechthausenHemmoorHollnsethIhlienworthLamstedtLoxstedtMittelstenaheNeuenkirchen (Land Hadeln)Neuhaus (Oste)NordledaOberndorf (Oste)OdisheimOsten (Oste)OsterbruchOtterndorfSchiffdorfSteinau (Niedersachsen)StinstedtStinstedtWannaWingstWurster NordseeküsteKarte
Über dieses Bild

Nordleda (niederdeutsch De Lee) ist eine Gemeinde im Land Hadeln im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Sie ist Gründungsmitglied der Samtgemeinde Land Hadeln.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauernhäuser in Nordleda

Nordleda liegt im Niederelbegebiet.

Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 1 m über NN liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet sein wird. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer Stack beschrieben.

Die Wilster hat ihre Quelle in Nordleda, die bis zu ihrer Mündung in die Medem zahlreiche Wetterungen aufnimmt. Der Ort besitzt zudem ausgedehnte Agrarflächen und das Naturschutzgebiet Aßbütteler Moor.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordleda besteht aus den Ortsteilen Fresenhörne, Heringskoop, Kampen, Mittelteil, Neuer Weg, Oberwettern, Osterende und Westerende.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cuxhaven-Lüdingworth Cuxhaven-Lüdingworth Neuenkirchen-Hörfelde
Cuxhaven-Seehausen (Lüdingworth) Nachbargemeinden Neuenkirchen-Süderende (Neuenkirchen)
Cuxhaven-Feuerstätte (Lüdingworth) Wanna-Osterwannaer Kampen Ihlienworth

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die St. Nicolai-Kirche

Nordleda wurde erstmals 1312 urkundlich erwähnt, ist aber älter, denn die dem Heiligen Nikolaus geweihte Kirche wurde bereits um 1200 errichtet.

Einwohnerentwicklung
  • 1. Dezember 1910: 1.104
  • 17. Mai 1939: 937
  • 23. September 1950: 1.687
  • 6. Juni 1961: 1.270
  • 31. Dezember 1968: 1.235
  • 27. Mai 1970: 1.226
  • 30. Juni 1987: 1.165
Jahr 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999
Einwohner 1.168 1.175 1.185 1.176 1.186 1.202 1.164 1.160 1.143 1.155 1.176 1.203 1.214
Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2015
Einwohner 1.211 1.234 1.229 1.206 1.196 1.175 1.160 1.153 1.111 1.110 1.138 1.084

(jeweils zum 31. Dezember)[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Nordleda besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1.001 und 2.000 Einwohnern.[3] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 58,97 % 7
SPD 28,67 % 3
Grüne 9,51 % 1
FDP 2,83 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 57,14 %[4] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Eugen Böhm (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode. Seine Stellvertreter sind Uwe Blohm (CDU) und Uwe Haase (SPD).[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommunalwappen wurde im Jahre 1938 von dem Rat der Gemeinde Nordleda beschlossen.[7]

Wappen von Nordleda
Blasonierung: „In Rot über grünem, mit silbernem Fluss belegten Schildfuß ein silberner Sparren, in den drei Ecken von je einem silbernen sechszackigen Stern begleitet.“[7][8]
Wappenbegründung: Der im grünen Schildfuß sichtbare Fluss, soll einen Hinweis auf die Entstehung der Gemeinde Nordleda geben. Die dortigen ersten Siedlungen entstanden an dem natürlichen Wasserweg der alten Lee (Leh). Der Sparren mit den drei Sternen im oberen Wappenteil ist das Lappesche Wappen. In alten Chroniken werden die Lappes als erste und angesehenste Sippe Nordledas erwähnt, die bei der Ansiedelung hervorragend beteiligt waren. Ein Ritter Konrad Lappe hatte 1342 das Patronat über die St. Nicolai-Kirche in Nordleda. Ein Wölke Lappe fiel vor Nordleda nach dem Fall Ritzebüttels im Jahre 1395.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Nicolai-Kirche
  • Hadler Sagenweg: Auf 32 Stationen werden auf einem Radweg die Sagen aus Land Hadeln dargestellt.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr

Nordleda hat keine große verkehrstechnische Bedeutung. Es führt keine Fernverkehrsstraße durch die Gemeinde. Die Landesstraße L118 durchquert den Ort und verbindet Langen mit Wanna, Neuenkirchen und Otterndorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Geistermesse in Nordleda
  • Das Zauberbuch
  • Der schwarze Rock
  • Die weiße Jungfrau in Campen
  • Der Hexenhof in Nordleda
  • Latten Tamm
  • Fresenhörn

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiko Völker, Fritz Hörmann u. a.: Chronik der Gemeinde Nordleda. Hrsg.: Volksbank Cuxhaven-Hadeln eG. Nordleda Dezember 1995 (Sonderdruck, 242 Seiten).
  • Männer vom Morgenstern (Hrsg.): „Hake Betken siene Duven“ – Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung. 3. Auflage. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nordleda – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Landesamt für Statistik Niedersachsen. Abgerufen am 1. März 2018.
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Internetseite Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 1. März 2018.
  4. a b Gesamtergebnis Gemeinderatswahl Nordleda. In: Internetseite Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO). 16. September 2016, abgerufen am 1. März 2018.
  5. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. In: Internetseite des NDR. 12. September 2016, abgerufen am 13. Februar 2017.
  6. Gemeinderat und Bürgermeister von Nordleda. In: Ratsinfosystem der Samtgemeinde Land Hadeln. Abgerufen am 1. März 2018.
  7. a b Heiko Völker, Fritz Hörmann u. a.: Chronik der Gemeinde Nordleda. Hrsg.: Volksbank Cuxhaven-Hadeln eG. Nordleda Dezember 1995, S. 45 (Sonderdruck, 242 Seiten).
  8. Das Wappen von Nordleda. In: Internetseite der Samtgemeinde Land Hadeln. Abgerufen am 10. November 2017.