Rheinische Fachhochschule Köln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rheinische Fachhochschule Köln
Logo
Gründung 1971
Trägerschaft privat
Ort Köln
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Land Deutschland
Präsident seit 1. September 2015: Martin Wortmann[1]
Studenten 5302 WS 2013/14[2]
Website www.rfh-koeln.de
Rheinische Fachhochschule Köln in der Schaevenstraße
Neubau der RFH in der Vogelsanger Straße
Standort Lindenstraße

Die Rheinische Fachhochschule Köln (kurz: RFH) ist eine staatlich anerkannte Fachhochschule in privater, gemeinnütziger Trägerschaft. Sie bietet zehn akkreditierte Bachelor- und sieben Masterstudiengänge in den Fachbereichen Ingenieurwesen, Wirtschaft & Recht, Medizinökonomie und Medien an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rheinische Fachhochschule Köln wurde am 1. August 1971 gegründet und hat ihren Ursprung in der von Gottfried Päffgen im Jahre 1958 gegründeten und 1966 staatlich anerkannten Rheinischen Ingenieurschule für Bau- und Maschinenbauwesen Köln. Zum Zeitpunkt der Umwandlung der höheren Berufsfachschulen in Fachhochschulen hatte die Stadt Köln damals keinen eigenen Lehrbetrieb für Maschinenwesen anbieten können. Da sie aber das volle für Fachhochschulen vorgesehene Fachspektrum abdecken wollte, wurde die Rheinische Ingenieurschule bei der Umwandlung entsprechend vom Land NRW unterstützt, damit das seinerzeitige Hochschulrahmengesetz erfüllt werden konnte. Mit aktuell über 5000 eingeschriebenen Studenten gehört die RFH mittlerweile neben der Universität zu Köln und der Fachhochschule Köln zu den größten Bildungsträgern der Stadt.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelehrt wird an vier Kölner Standorten:

  • Schaevenstraße 1a/b, 50676 Köln (Hauptverwaltung und Seminarräume)
  • Weyerstraße 41, 50676 Köln (Seminar- und Projekträume der Medienfächer)
  • Lindenstraße 16-22, 50674 Köln (Seminarräume, Bibliothek)
  • Vogelsanger Straße 295, 50825 Köln (großer Campus, Rechenzentrum, Ingenieurlabore, Seminarräume)

Das Gebäude in der Schaevenstraße ersetzt seit August 2008 die alte Hauptverwaltung am Hohenstaufenring.

Auf dem Campus Vogelsanger Straße ist ein modernes, energiesparendes Bildungsgebäude errichtet worden, das seit Beginn des Wintersemesters 2011/12 den Ingenieurfächern zur Verfügung steht.

In den Räumlichkeiten des Berufskollegs Bergisch Land in Wermelskirchen, an der seit dem Wintersemester 2007/08 der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre angeboten wird, sowie in Schleiden, Bergheim und Geilenkirchen hat die RFH außerdem Außenstellen [3]

Zum 20. Juni 2015 wurde bekannt gegeben, dass die Rheinische Fachhochschule Köln die insolvente Hochschule Neuss für Internationale Wirtschaft übernimmt[4].

Fachbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingenieurwesen
  • Medien
  • Medizinökonomie
  • Wirtschaft & Recht

Forschung und Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Institut für Medizinökonomie & Medizinische Versorgungsforschung

Aufgabe des Institutes ist die wissenschaftliche Begleitung von Studien- und Projektarbeiten, die im Rahmen des Studiengangs Medizinökonomie an der RFH verfasst werden. Zentrale Themenbereiche sind hierbei Prozess- und Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung sowie Versorgungsforschung. Das Institut arbeitet in Kooperation mit Krankenkassen, Verbänden des Gesundheitswesens und Krankenhäusern.[5]

Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik

Das Institut übernimmt verschiedene Forschungs- und Entwicklungsaufgaben im Bereich der Produktionstechnik. Hauptziel ist die Förderung und Stärkung des Lehrangebots durch aktive Forschung sowie die Heranführung von Nachwuchskräften an wissenschaftliche Tätigkeitsfelder. Es bietet den Studenten der RFH eine Vielzahl von Themen für Projekt- und Abschlussarbeiten, die sowohl intern als auch als Industrieprojekte durchgeführt werden können.[6]

Medizinische Werkzeuge

Das von Wilfried Saxler geleitete Forschungsprojekt arbeitet an der Entwicklung und Validierung einer Prüfmethode zur Beurteilung der Einsatzeigenschaften von mikrochirurgischen Skalpellen aus innovativer Keramik.[7]

Faseroptische Sensoren

Unter der Leitung von Ulrich Glombitza wird ein faseroptischen Hybrid-Sensorsystem entwickelt und erprobt, das an benachbarten und weit entfernten Messorten die gleichzeitige Messung von Größen wie Dehnung, Temperatur, Schwingung etc. möglich machen soll.[8]

Automatisiertes Lernen aus Fehlerinformationen (ALaF)

Ziel des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts ist die nachhaltige Verbesserung von Softwareentwicklungsprozessen. Entwickelt wird ein Verfahren, das für die Verbesserung von Prozessen relevante Fehlermuster analysiert und sie systematisch zur Prozessverbesserung nutzbar macht.[9]

Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen

Gemeinsam mit dem Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) und dem Fraunhofer Institut für Lasertechnik (ILT) arbeitet die RFH unter der Leitung von Ulrich A. Russek am Projekt „Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen – Verfahrensvariantenvergleich und Prozessmodellierung zur Vereinfachung der Prozessqualifizierung und -auswahl“. Das zentrale Ziel des Forschungsvorhabens ist der systematische experimentelle, analytische und simulative Vergleich der Verfahrensvarianten Kontur-, Simultan-, Quasi-Simultan- und Globo-Schweißen sowie des Twist-Verfahrens beim Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen.[10]

Elektromobilität

Die RFH wirkt als Teilverbundpartner an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundvorhaben „eProduction – Produktionsforschung zu Hochvoltspeichersystemen für die Elektromobilität“ mit. Innerhalb dieses Teilvorhabens sollen lasergestützte Verbindungstechnologien von Batteriekomponenten aus Kunststoffen und Metallen sowie das lasergestützte Markieren sämtlicher Batteriekomponenten erforscht werden.[11]

C³ Cologne Career Center – Karrierezentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 steht das C³ Cologne Career Center [12] als professionelle Coaching- und Karriereberatung Akademikern in allen Phasen der beruflichen Laufbahn beratend zur Seite, d.h. während des Studiums ebenso wie über die gesamte berufliche Laufbahn hinweg. Die Karrieredienstleistungen und Seminare können sowohl von Studierenden und Alumni, als auch von externen Kunden in Anspruch genommen werden. Das Cologne Career Center der RFH ist auf Karrierecoaching spezialisiert und entwickelt Lösungen zur akademischen Nachwuchsgewinnung, Potenzial- und Führungskräfteentwicklung.

Alumni Aktivitäten und Begleitforschung zur Laufbahnentwicklung

Des Weiteren werden im Karrierezentrum die Alumniaktivitäten der RFH gesteuert. Hierzu zählt auch die wissenschaftliche Begleitforschung zur Laufbahnentwicklung der Studierenden und Absolventen der RFH über das Alumni-Netzwerk. Das Alumni-Netzwerk ist eine Plattform, die eine Vernetzung unter RFH-Absolventen und Studierenden ermöglicht. Die Absolventen bleiben auf diese Weise mit der Hochschule verbunden und können Kontakte unter freundschaftlichen und beruflichen Gesichtspunkten knüpfen und pflegen. In einem Suchportal kann gezielt nach Freunden, Geschäftskontakten, Abschlussarbeitsthemen, Jobs und Praktika gesucht werden. Ein Newsletter informiert über Veranstaltungen und wichtige Informationen der RFH.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die RFH Köln veranstaltet zahlreiche Events, wie z. B. Ringvorlesungen, den Rheinischen Kongress für Versorgungsforschung,[13] den Studientag des Fachbereichs Medienwirtschaft,[14] das Forum Mediendesign,[15] den Europäischen Wirtschaftsjuristenkongress[16] (gefördert durch EU-Mittel) sowie das WI-Forum[17] des Studiengangs Wirtschaftsinformatik. Unter den Vortragenden sind vielfach Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dabei waren u. a. Kurt Weidemann, Armin Maiwald, Peter Kloeppel, Helmut Thoma (Manager) und Hellmuth Karasek.

Zusatzqualifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem regulären Studium gibt es die Möglichkeit, Zusatzqualifikationen zu erwerben. Zu jedem Fachbereich gibt es eine Vielzahl von Kursen.[18] Einige Kurse bilden gezielt nach Industrievorgaben aus; der erfolgreiche Kursabschluss wird dann von den entsprechenden Unternehmen (z. B. Cisco, EPLAN, Apple) zertifiziert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neuer Präsident an der Rheinischen Fachhochschule, Rheinische Fachhochschule Köln vom 14. September 2015, abgerufen am 15. September 2015
  2. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2013/14, S. 42, abgerufen am 27. März 2014
  3. [1] rfh-koeln.de, abgerufen am 22. Juni 2015.
  4. [2] rfh-koeln.de, abgerufen am 22. Juni 2015.
  5. Institut für Medizinökonomie & Medizinische Versorgungsforschung
  6. Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik
  7. Forschungsprojekt Medizinische Werkzeuge
  8. Forschungsprojekt Faseroptische Sensoren
  9. Forschungsprojekt Automatisiertes Lernen aus Fehlerinformationen
  10. Forschungsprojekt Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen
  11. Forschungsprojekt Elektromobilität
  12. Karrierezentrum
  13. 11. Rheinischer Kongress für Versorgungsforschung
  14. 12. Kölner Medienkongress 2013
  15. Forum Mediendesign 2013
  16. 4. Europäischer Wirtschaftsjuristenkongress
  17. WI-Forum
  18. Weiterbildung an der RFH Köln

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rheinische Fachhochschule Köln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Koordinaten: 50° 58′ 48″ N, 6° 56′ 31″ O