Rockeskyll

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Rockeskyll
Rockeskyll
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Rockeskyll hervorgehoben
Koordinaten: 50° 15′ N, 6° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Gerolstein
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 5,88 km2
Einwohner: 230 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54570
Vorwahl: 06591
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 058
Adresse der Verbandsverwaltung: Kyllweg 1
54568 Gerolstein
Webpräsenz: www.rockeskyll.de
Ortsbürgermeister: Volker Oos
Lage der Ortsgemeinde Rockeskyll im Landkreis Vulkaneifel
Scheid Hallschlag Ormont Kerschenbach Reuth Stadtkyll Jünkerath Schüller Gönnersdorf Esch Feusdorf Lissendorf Birgel Steffeln Wiesbaum Berndorf Hillesheim (Eifel) Oberbettingen Basberg Kerpen (Eifel) Üxheim Nohn Oberehe-Stroheich Walsdorf Dohm-Lammersdorf Duppach Kalenborn-Scheuern Rockeskyll Pelm Berlingen Hohenfels-Essingen Gerolstein Neroth Birresborn Kopp (Vulkaneifel) Mürlenbach Densborn Salm Dreis-Brück Betteldorf Daun Dockweiler Hinterweiler Kirchweiler Kradenbach Nerdlen Sarmersbach Gefell Hörscheid Darscheid Utzerath Schönbach Steiningen Steineberg Demerath Winkel (Eifel) Immerath Strotzbüsch Mückeln Strohn Gillenfeld Ellscheid Saxler Udler Mehren Schalkenmehren Üdersdorf Brockscheid Bleckhausen Oberstadtfeld Wallenborn Niederstadtfeld Weidenbach Schutz Meisburg Deudesfeld Borler Bongard Boxberg Neichen Beinhausen Katzwinkel Hörschhausen Berenbach Kötterichen Höchstberg Kaperich Lirstal Oberelz Arbach Retterath Uersfeld Mannebach Bereborn Kolverath Sassen Gunderath Horperath Ueß Mosbruch Kelberg Gelenberg Bodenbach Reimerath Welcherath Brücktal Kirsbach Drees Nitz Landkreis Mayen-Koblenz Landkreis Cochem-Zell Landkreis Bernkastel-Wittlich Eifelkreis Bitburg-Prüm Nordrhein-Westfalen Landkreis Ahrweiler BelgienKarte
Über dieses Bild
Vulkanische Schichtungen am Rockeskyller Kopf

Rockeskyll in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rockeskyll liegt in der Osteifel im Naturpark Vulkaneifel. Etwa 4,5 Kilometer südsüdwestlich befindet sich die Kernstadt von Gerolstein, 4 km nordnordwestlich jene von Hillesheim und 11,5 km (jeweils Luftlinie) südöstlich jene der Kreisstadt Daun. Westlich der Ortschaft erhebt sich der 554,6 m hohe Rockeskyller Kopf, ein erloschener Strato- oder Schichtvulkan. Durch das Dorf fließt der Kaulbach als rechter Quellbach des Hangelsbachs, der in die südwestlich verlaufende Kyll mündet. Im Westen der Gemarkung von Rockeskyll liegen Teiles des Landschaftsschutzgebiets Gerolstein und Umgebung.

Rockeskyll, Luftaufnahme (2015)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Urkunde des Kaisers Heinrich IV. aus dem Jahre 1098, in der er dem Trierer Stift St. Simeon seine Besitzungen bestätigt, wurde neben anderen Ortschaften auch 'kila' erwähnt.[2] Dieses 'kila', wie auch ein bereits 1084 urkundlich erwähntes 'kila', ist nach Auffassung regionaler Heimatforscher mit hoher Wahrscheinlichkeit das heutige Rockeskyll.[3] Der Historiker Heinrich Beyer ordnete die Urkunde aus dem Jahre 1098 dem Ort Stadtkyll zu.

Seit dem 15. Jahrhundert hatte Rockeskyll Marktrecht. Die letzten Vieh- und Krammärkte wurden in den 1920er Jahren abgehalten. An den Marktplatz erinnern heute noch zwei als Naturdenkmal ausgewiesene Eichen, die im Süden des Dorfes stehen.[3]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Rockeskyll zum Amt Daun im Kurfürstentum Trier.

Nach der Annexion des Linken Rheinufers im Ersten Koalitionskrieg (1794) gehörte Rockeskyll von 1798 an zum Kanton Gerolstein im Arrondissement de Prüm, das zum Saardepartement gehörte. Rockeskyll wurde Sitz einer Mairie. Zur Mairie Rockeskyll gehörten die Orte: Rockeskyll, Berlingen, Betteldorf, Bewingen, Essingen, Gees, Hinterweiler, Hohenfels, Pelm und Roth. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam u.a. der Eifeler Teil des Saardepartements zum Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung wurde Rockeskyll Sitz einer Bürgermeisterei, die bezüglich der zugeordneten Gemeinden denselben Umfang hatte wie die vorherige Mairie. Die Bürgermeisterei Rockeskyll gehörte zum Kreis Daun im Regierungsbezirk Trier und von 1822 an zur Rheinprovinz.[4] Seit 1946 gehört Rockeskyll zum damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz und seit dem 7. November 1970 der Verbandsgemeinde Gerolstein an.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Rockeskyll, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 191
1835 235
1871 269
1905 247
1939 291
Jahr Einwohner
1950 322
1961 232
1970 248
1987 280
2005 289

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Rockeskyll besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Von Blau über Silber geteilt, oben eine goldene Waage, unten ein aus je drei roten Fäden gebildetes Gitterkreuz.“

Die Waage nimmt Bezug auf das alte Marktrecht der Gemeinde. Das Gitterkreuz symbolisiert ein markantes Architekturdetail aus der 1728 errichteten Kirche. Die Farben Rot und Silber weisen auf die frühere Zugehörigkeit des Ortes zu Kurtrier.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rockeskyll liegt unmittelbar an der B 410. Die Landesstraße L 27 führt durch den Ort. In Rockeskyll ist die Rockeskyller Brennerei seit 1842 ansässig, sie stellt Liköre und Brände her.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rockeskyll – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, Urkunde 397
  3. a b Wilhelm Tarter: Von kila bis Rockeskyll, Heimatjahrbuch 1999 Kreis Daun
  4. Erwin Schaefer: Die preußische Verwaltungseinteilung in den Anfangsjahren des Kreises Daun. Heimatjahrbuch 1980 Kreis Daun
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen