Scheid (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Scheid
Scheid (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Scheid hervorgehoben
50.3592972222226.4205222222222590Koordinaten: 50° 22′ N, 6° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Obere Kyll
Höhe: 590 m ü. NHN
Fläche: 5,49 km²
Einwohner: 134 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54611
Vorwahl: 06557
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 237
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausplatz 1
54584 Jünkerath
Webpräsenz: www.oberekyll.de
Ortsbürgermeister: Willi Heinzius
Lage der Ortsgemeinde Scheid im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild

Scheid ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Obere Kyll an, deren Verwaltungssitz in Jünkerath ist.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt in der Eifel.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname wird von Wasserscheide abgeleitet.

Scheid gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur luxemburgischen Herrschaft Kronenburg.

Nach der Einnahme der Region durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte Scheid von 1795 bis 1814 zum französischen Kanton Kronenburg im Departement Ourthe.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kamen aus dem Departement Ourthe die drei Gemeinden Hallschlag, Ormont und Scheid zum Königreich Preußen. Die drei Gemeinden wurden der Bürgermeisterei Hallschlag im 1816 neu errichteten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier zugeordnet.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in der Nähe von Scheid eine Granatenfabrik gebaut, die nach dem Ersten Weltkrieg durch einen Brand zerstört wurde. Ab 1938 wurde nahe an der Gemeinde Scheid ein Teil des Westwalls errichtet, der die deutsche Westgrenze als Verteidigungssystem abschirmen sollte. Im Zweiten Weltkrieg lag Scheid von September 1944 bis März 1945 unmittelbar an der Westfront und wurde fast völlig zerstört. Nach dem Kriegsende waren große Teile der Gemeinde Scheid wegen Minengefahr gesperrt.[2]

Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wurde die Gemeinde Scheid zusammen mit 14 weiteren Gemeinden am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Scheid , die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 101
1835 150
1871 161
1905 126
1939 131
1950 125
Jahr Einwohner
1961 139
1970 131
1987 116
1997 123
2005 124
2014 134

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Scheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber durch einen blauen schräglinken Wellenbalken geteilt, vorne eine grüne Fichte mit Astwerk, hinten ein rotes schäglinkes Hifthorn.“

Der blaue Wellenbalken, der den Wappenschild schräglinks teilt, steht für die vielen Bäche, die die Gemarkung Scheid durchfließen. Die Fichte steht für den Ortsnamen, der sich auf eine keltische Bedeutung für Wald oder Holz zurückführen lässt, gleichzeitig aber auch auf die bedeutsame Waldwirtschaft in der Gemeinde hindeutet. Das Hifthorn symbolisiert den Heiligen Cornelius, der Patron der Kapelle und der Gemeinde Scheid ist und gleichzeitig als Patron der Bauern und des Viehs gilt, was auf die landwirtschaftliche Struktur der Gemeinde hinweist.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Alter Altar der ehemaligen Kapelle
  • Reste des grenznah (Belgien) verlaufenden ehemaligen Westwalls (Höckerlinie) westlich des Ortes.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Scheid

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Scheid (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Darstellung der Ortsgeschichte auf der Internetpräsenz der Verbandsgemeinde Obere Kyll
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 160, 161 (PDF; 2,03 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Wappenbeschreibung auf der Internetpräsenz der Verbandsgemeinde Obere Kyll