AS Livorno

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AS Livorno
Logo
Basisdaten
Name Associazione Sportiva
Livorno Calcio S.r.l.
Sitz Livorno
Gründung 14. Februar 1915
Präsident ItalienItalien Aldo Spinelli
Vorstand ItalienItalien Nicola Pecini
Website livornocalcio.it
Erste Mannschaft
Trainer ItalienItalien Andrea Sottil
Spielstätte Stadio Armando Picchi
Plätze 18.150
Liga Serie B
2017/18 1. Platz (Serie C, Gruppe A)
Heim
Auswärts

Die Associazione Sportiva Livorno Calcio ist ein italienischer Fußballklub aus der toskanischen Hafenstadt Livorno. Die Vereinsfarbe ist Amaranto (bordeauxrot). Die bislang besten Platzierungen waren zwei italienische Vizemeisterschaften in den Jahren 1919/20 und 1943.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Logo des AS Livorno

Die AS Livorno Calcio wurde im Jahre 1915 nach dem Zusammenschluss der Vereine SPES Livorno und Virtus als U.S. Livorno gegründet. 1919/20 wurde der Verein nach einer Niederlage gegen Inter Mailand (2:3) italienischer Vizemeister. Ein Jahr später schieden sie im Halbfinale gegen den Erzrivalen Pisa Calcio aus. 1929 war Livorno Gründungsmitglied der Serie A, wo er mit Unterbrechungen bis zum Abstieg im Jahre 1949 spielte. Im Jahr 1933 zog die AS Livorno in das noch heute genutzte Stadion Stadio Armando Picchi um, das allerdings anfangs nach der Tochter von Benito Mussolini benannt wurde und „Stadio Edda Ciano Mussolini“ hieß.

Heimspiel im Stadio Armando Picchi

Das beste Resultat jener Jahre war der zweite Platz in der Saison 1942/1943, hinter der später legendär gewordenen Mannschaft „Grande Torino“ des AC Turin. 1949 stieg Livorno aus der Serie A ab. Kurz darauf folgte gar der Abstieg in die Serie C, wo der Klub von nun an viele Jahre – mit Unterbrechungen im Jahr 1955 und in den Jahren 1964 bis 1972 spielen – sollte.

1991 wurde Livorno die Lizenz entzogen, was zur Folge hatte, dass Livorno in der sechsten italienischen Liga einen Neuanfang starten musste. Der Verein stieg in den folgenden zwei Jahren jeweils auf und erreichte die Serie C2. 1997 erfolgte der Aufstieg in die Serie C1, zwei Jahre später die Übernahme durch Aldo Spinelli. Mit der Finanzkraft von Spinelli stieg man 2001 wieder in die Serie B auf.

Im Jahr 2003 kehrte Cristiano Lucarelli wieder in seine Heimatstadt zurück und führte Livorno mit seinen 29 Toren in 41 Spielen zum dritten Platz in der Serie B 2003/2004 und damit zum Aufstieg in die Serie A. Nach 55 Jahren war Livorno nun wieder erstklassig und erreichte den neunten Tabellenplatz in der Saison 2004/2005. Mit Cristiano Lucarelli, der 24 Treffer erzielte, stellte Livorno zudem den Torschützenkönig.

In der Saison 2005/06 belegte man zur Winterpause den sechsten Platz. Dennoch wurde der Trainer von Livorno, Roberto Donadoni, von Klubpräsident Aldo Spinelli kritisiert, was Donadoni im Februar 2006 zum Rücktritt veranlasste. Er wurde durch Carlo Mazzone ersetzt, unter dem Livorno – trotz sieben Niederlagen in Folge – den neunten Platz erreichte. Durch den Fußball-Skandal in Italien 2005/06, bei dem die vor Livorno liegenden Vereine Juventus Turin, Lazio Rom und die AC Florenz mit Punktabzug bestraft worden, rückte Livorno auf Platz sechs vor und qualifizierte sich damit erstmals für den UEFA-Pokal.

Neuer Trainer zur Saison 2006/2007 wurde Daniele Arrigoni. Im UEFA-Pokal 2006/07 erreichte man durch zwei Siege über Pasching die Gruppenphase, in der sich Livorno überraschend gegen den AJ Auxerre und Partizan Belgrad durchsetzen konnte. In der Zwischenrunde war allerdings gegen den späteren Finalisten Espanyol Barcelona Endstation.

In der Liga hatte Livorno gegen den Abstieg zu kämpfen. Nach einer 0:4-Niederlage bei Udinese Calcio im März 2007 wurde Trainer Daniele Arrigoni, der bereits im Januar dieses Jahres entlassen worden war, aber auf Drängen Cristiano Lucarellis wieder eingestellt wurde, erneut entlassen. Ihm folgte Fernando Orsi, der bis dahin der Co-Trainer von Inter Mailand an der Seite von Roberto Mancini gewesen war. Mit Orsi erreichte Livorno den 11. Platz.

In der Saison 2007/08 musste Livorno die beiden Leistungsträger Morrone (Wechsel zum FC Parma) und Lucarelli (Wechsel zu Schachtar Donezk) abgeben. In den ersten sieben Spielen holte die Mannschaft nur zwei Punkte, was dazu führte, dass Trainer Orsi entlassen und durch Giancarlo Camolese ersetzt wurde. Dieser wurde drei Spieltage vor Schluss wieder durch seinen Vorgänger ersetzt. Livorno stieg als Tabellenletzter in die Serie B ab.

Bereits ein Jahr später gelang Livorno nach einem dritten Platz in der Serie B 2008/09 und zwei Siegen über US Grosseto FC und Brescia Calcio in den Relegationsspielen der sofortige Wiederaufstieg in die Serie A.[1] Ein Jahr später stand jedoch drei Spieltage vor dem Saisonende trotz einem 3:1-Sieg gegen Catania Calcio der erneute Abstieg in die zweithöchste Spielklasse fest.[2] Für die Serie B wurde der erfahrene Trainer Giuseppe Pillon verpflichtet, nach anfänglichen guten Ergebnissen wurde er jedoch letztendlich nach einer Niederlage gegen Calcio Portogruaro Summaga am 12. Februar 2011 entlassen. Nachfolger wurde Walter Novellino. Doch auch unter dem neuen Trainer gelang Livorno nicht der ersehnte Aufstieg.

In der Saison 2011/12 kam es nach einem relativ guten Beginn zu einer Serie von Niederlagen, nach dem letzten verlorenen Spiel gegen Brescia Calcio wurde Walter Novellino am 21. Dezember 2011 entlassen. Nachfolger wurde Armando Madonna der ehemalige Mittelfeldspieler von Lazio Rom und Atalanta Bergamo und Ex-Trainer von AlbinoLeffe und Piacenza Calcio, der am 22. Dezember 2011 offiziell präsentiert wurde.

Am 14. April 2012 ereignete sich in Pescara im Stadio Adriatico während der Begegnung zwischen Pescara Calcio und der AS Livorno ein tödlicher Zwischenfall. Mittelfeldspieler Piermario Morosini brach in der 30. Minute auf dem Spielfeld aufgrund eines Herzstillstandes zusammen und konnte auch im Krankenhaus nicht mehr reanimiert werden. Er wurde nur 25 Jahre alt.[3]

Die Serie B 2012/13 schloss Livorno auf Platz 3 ab und stieg schließlich unter Trainer Davide Nicola wieder in die Serie A auf. Nach einer Negativserie wurde Davide Nicola am 13. Januar 2014 von Präsident Spinelli entlassen, als Nachfolge wurde neuerlich Attilio Perotti bestimmt, der bisher als Technischer Direktor bei Livorno tätig war und bereits in der Saison 2011/2012 als Interimstrainer fungierte. Nach nur einem Spiel wurde schließlich der erfahrene Domenico Di Carlo zum neuen Trainer ernannt. Unter seiner Führung erreichte der Verein lediglich drei Siege und konnte die Abstiegszone zu keinem Zeitpunkt verlassen. Di Carlo wurde aus diesem Grund am 11. Mai 2014 neuerlich von Davide Nicola abgelöst. Trotz allem stieg Livorno am Ende der Saison 2013/14 auf dem letzten Tabellenplatz liegend in die Serie B ab.

Am 4. Juli 2014 folgte auf Nicola als neuer Trainer der ehemalige Mittelfeldspieler und Trainer von AS Bari und AS Varese Carmine Gautieri nach. Dieser wurde nach durchwachsener Wintersaison und anhaltender Kritik an Formation und Aufstellung am 4. Jänner 2015 seines Amtes enthoben und interimistisch durch Ezio Gelain, dem amtierenden Trainer der Nachwuchsmannschaft (Primavera) ersetzt. Die Resultate ließen weiterhin zu wünschen übrig, sodass am 18. März 2015 Gelain durch den ehemaligen Verteidiger von AS Roma und der italienischen Nationalmannschaft Christian Panucci abgelöst wurde. Die Mannschaft beendete die Saison 2014/2015 jedoch nur auf Platz 9 und verpasste den Aufstieg.

In der Saison 2015/2016 wurde Panucci nach einer Misserfolgsserie durch Bortolo Mutti ersetzt, der lediglich zwei Punkte in zehn Spielen erreichte, demzufolge wurde Panucci überraschend zurückgeholt. Dieser wurde nach einer Niederlage gegen Trapani Calcio neuerlich entlassen und Franco Colomba als Nachfolger bestimmt. Ihm folgte nach zahlreichen Niederlagen Ezio Gelain als Interimslösung. Am Saisonende stand Livorno auf dem 20. Tabellenplatz und musste in die Lega Pro absteigen. Als neuer Trainer für die 3. Liga wurde Claudio Foscarini verpflichtet. Die Saison 2016/17 verlief für Livorno nicht nach Wunsch, man erreichte zwar als Tabellendritter der Lega Pro Gruppe A das Playoff, schied jedoch schließlich in der k.o.-Phase aus.

Für die Saison 2017/18 wurde der ehemalige Verteidiger Andrea Sottil, zuletzt bei Siracusa unter Vertrag, verpflichtet.

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 5. März 2018[4]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 ItalienItalien Guido Pulidori 23.03.1997
12 ItalienItalien Thomas Romboli 21.01.1999
22 ItalienItalien Luca Mazzoni 29.03.1984
02 ItalienItalien Gabriele Perico 11.03.1984
03 ItalienItalien Michele Franco 02.02.1985
05 SchweizSchweiz Martino Borghese 05.06.1987
06 ItalienItalien Andrea Gasbarro 07.01.1995
09 ItalienItalien Ivan Pedrelli 08.04.1986
19 ItalienItalien Gabriele Morelli 12.12.1996
21 ItalienItalien Lorenzo Gonnelli 28.06.1993
27 ItalienItalien Nicolas Bresciani 12.05.1997
31 ItalienItalien Roberto Pirrello 30.05.1996
04 ItalienItalien Manuel Giandonato 10.10.1991
07 ItalienItalien Francesco Valiani 29.10.1980
08 ItalienItalien Andrea Luci (C)Kapitän der Mannschaft 30.03.1985
15 ItalienItalien Filippo Gemmi 21.06.1997
17 SlowenienSlowenien Denis Baumgartner 02.02.1998
29 AlbanienAlbanien Elvis Kabashi 20.02.1994
30 BulgarienBulgarien Vladislav Zhikov 19.01.1999
55 ItalienItalien Alessandro Bruno 04.07.1983
10 ItalienItalien Daniele Vantaggiato 10.10.1984
11 BrasilienBrasilien Murilo Otávio Mendes 08.03.1995
14 ItalienItalien Jacopo Manconi 24.04.1994
18 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joshua Pérez 21.01.1998
20 ItalienItalien Pasquale Maiorino 21.06.1989
23 ItalienItalien Mattia Montini 28.02.1992
24 FrankreichFrankreich Abdou Doumbia 07.06.1990

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Livorno ist wieder erstklassig. In: kicker online. 20. Juni 2009.
  2. AS Livorno erster Absteiger. (Memento vom 28. April 2010 im Internet Archive)
  3. Piermario Morosini: Italienischer Fußballer stirbt nach Herzinfarkt. In: Spiegel Online. 14. April 2012.
  4. Rosa. In: livornocalcio.it. Associazione Sportiva Livorno Calcio, abgerufen am 5. März 2018 (italienisch).