Schönberg (Sachsen)

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Schönberg (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 52′ N, 12° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs­gemeinschaft: Meerane-Schönberg
Höhe: 287 m ü. NHN
Fläche: 15,43 km2
Einwohner: 916 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08393
Vorwahl: 03764
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 270
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 51
08393 Schönberg
Website: www.schoenberg-sachsen.de
Bürgermeister: Dietmar Öhler (CDU)
Lage der Gemeinde Schönberg im Landkreis Zwickau
BernsdorfCallenbergCrimmitschauCrinitzbergDennheritzFraureuthGersdorfGlauchauHartensteinHartmannsdorfHirschfeldHohenstein-ErnstthalKirchbergLangenbernsdorfLangenweißbachLichtensteinLichtentanneLimbach-OberfrohnaMeeraneMülsenNeukirchen/PleißeNiederfrohnaOberlungwitzOberwieraReinsdorfRemseSchönbergSt. EgidienWaldenburgWerdauWildenfelsWilkau-HaßlauZwickauSachsenThüringenVogtlandkreisErzgebirgskreisChemnitzLandkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild
Blick zur Kirche in Schönberg

Schönberg ist eine Gemeinde im Nordwesten des sächsischen Landkreises Zwickau. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Meerane-Schönberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönberg liegt im äußersten nordwestlichen Zipfel des Landkreises Zwickau an der Grenze zu Thüringen, in einem dicht besiedelten Gebiet am Nordwestrand des Erzgebirgischen Beckens. Die Stadt Meerane liegt 2 km westlich der Gemeinde. Die südlich verlaufende A 4 ist über den Anschluss Glauchau zu erreichen. Westlich der Gemeinde verläuft die B 93 und östlich die B 180.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Meerane, Oberwiera und Remse im Landkreis Zwickau sowie die Stadt Gößnitz und Nobitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Schönberg, Köthel, Pfaffroda und Tettau.[2] Zudem befinden sich im Ortsteil Tettau die Ortslagen Oberdorf und Wünschendorf und im Ortsteil Pfaffroda befindet sich die Ortslage Breitenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Schönberg wurde im Jahr 1390 als „Schönberg“ erwähnt. Bezüglich der politischen Verwaltung gehörte Schönberg zu den Schönburgischen Herrschaften. Der Ort unterstand zunächst einem schönburgischen Vasallengericht,[3] das um 1599 zur Grundherrschaft des Ritterguts Mosel und im Jahr 1820 zur Grundherrschaft des schönburgischen Ritterguts Hainichen im Herzogtum Sachsen-Altenburg gehörte. Im 19. Jahrhundert unterstand Schönberg um 1816 der schönburgischen Herrschaft Glauchau und um 1843 der schönburgischen Herrschaft Waldenburg.[4] Schönberg erhielt im Jahr 1836/37 eine neue Kirche. Ein Vorgängerbau war im Jahr 1592 durch einen Blitzschlag völlig abgebrannt.[5]

Nachdem auch auf dem Gebiet der Rezessherrschaften Schönburg im Jahr 1878 eine Verwaltungsreform durchgeführt wurde, kam Schönberg im Jahr 1880 zur neu gegründeten Amtshauptmannschaft Glauchau.[6] Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam die Gemeinde Schönberg im Jahr 1952 zum Kreis Glauchau im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Glauchau fortgeführt wurde und 1994 im Landkreis Chemnitzer Land bzw. 2008 im Landkreis Zwickau aufging.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Breitenbach[7][8] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Pfaffroda
Dittrich[7] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Pfaffroda, am 1. Januar 1974 nach Meerane umgegliedert
Köthel[7] 1. März 1965
Oberdorf[7][8] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Tettau
Pfaffroda[7] 1. Januar 1974
Tettau[7] 1. Januar 1974
Wünschendorf[7][8] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Tettau

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 zählte Schönberg 897 Einwohner. Die nachstehenden Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des jeweiligen Jahres:

  • 1998: 993
  • 1999: 993
  • 2000: 979
  • 2001: 997
  • 2002: 989
  • 2003: 1001
  • 2004: 1002
  • 2005: 1007
  • 2006: 1003
  • 2007: 0990
  • 2008: 975
  • 2009: 967
  • 2010: 956
  • 2011: 953
  • 2012: 941
  • 2013: 949
Datenquelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[10]
Wahlbeteiligung: 70,7 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,8 %
29,0 %
14,8 %
4,4 %
THV
FwFV
SVS

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 10 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • Tettauer Dorf- und Heimatverein (THV): 3 Sitze
  • Feuerwehrförderverein (FwFV): 1 Sitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirchen in Schönberg, Tettau und Pfaffroda
  • Tettauer Windmühle

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Krause (* 1946), Chemiker, Theologe und Schriftsteller – seit 1982 in Schönberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schönberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Schönberg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Schönberg. Gemeindegliederung. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 3. Januar 2016; abgerufen am 7. September 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schoenberg-sachsen.de
  3. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 92 f.
  4. Schönberg im Handbuch der Geographie, S. 506
  5. Die Gemeinde Schönberg auf der Webseite der Verwaltungsgemeinschaft Meerane
  6. Die Amtshauptmannschaft Glauchau im Gemeindeverzeichnis 1900
  7. a b c d e f g Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  8. a b c Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  9. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Regionaldaten
  10. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014