Schönberg (Sachsen)

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Schönberg (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönberg hervorgehoben

Koordinaten: 50° 52′ N, 12° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs­gemeinschaft: Meerane-Schönberg
Höhe: 287 m ü. NHN
Fläche: 15,43 km2
Einwohner: 899 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08393
Vorwahl: 03764
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 270
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 51
08393 Schönberg
Website: www.schoenberg-sachsen.de
Bürgermeister: Dietmar Öhler (CDU)
Lage der Gemeinde Schönberg im Landkreis Zwickau
BernsdorfCallenbergCrimmitschauCrinitzbergDennheritzFraureuthGersdorfGlauchauHartensteinHartmannsdorfHirschfeldHohenstein-ErnstthalKirchbergLangenbernsdorfLangenweißbachLichtensteinLichtentanneLimbach-OberfrohnaMeeraneMülsenNeukirchen/PleißeNiederfrohnaOberlungwitzOberwieraReinsdorfRemseSchönbergSt. EgidienWaldenburgWerdauWildenfelsWilkau-HaßlauZwickauSachsenThüringenVogtlandkreisErzgebirgskreisChemnitzLandkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild
Blick zur Kirche in Schönberg

Schönberg ist eine Gemeinde im Nordwesten des sächsischen Landkreises Zwickau. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Meerane-Schönberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönberg liegt im äußersten nordwestlichen Zipfel des Landkreises Zwickau an der Grenze zu Thüringen, in einem dicht besiedelten Gebiet am Nordwestrand des Erzgebirgischen Beckens. Die Stadt Meerane liegt 2 km westlich der Gemeinde. Die südlich verlaufende A 4 ist über den Anschluss Glauchau zu erreichen. Westlich der Gemeinde verläuft die B 93 und östlich die B 180.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Meerane, Oberwiera und Remse im Landkreis Zwickau sowie die Stadt Gößnitz und Nobitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Schönberg, Köthel, Pfaffroda und Tettau.[2] Zudem befinden sich im Ortsteil Tettau die Ortslagen Oberdorf und Wünschendorf und im Ortsteil Pfaffroda befindet sich die Ortslage Breitenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Schönberg wurde im Jahr 1390 als „Schönberg“ erwähnt. Bezüglich der politischen Verwaltung gehörte Schönberg zu den Schönburgischen Herrschaften. Der Ort unterstand zunächst einem schönburgischen Vasallengericht,[3] das um 1599 zur Grundherrschaft des Ritterguts Mosel und im Jahr 1820 zur Grundherrschaft des schönburgischen Ritterguts Hainichen im Herzogtum Sachsen-Altenburg gehörte. Im 19. Jahrhundert unterstand Schönberg um 1816 der schönburgischen Herrschaft Glauchau und um 1843 der schönburgischen Herrschaft Waldenburg.[4] Schönberg erhielt im Jahr 1836/37 eine neue Kirche. Ein Vorgängerbau war im Jahr 1592 durch einen Blitzschlag völlig abgebrannt.[5]

Nachdem auch auf dem Gebiet der Rezessherrschaften Schönburg im Jahr 1878 eine Verwaltungsreform durchgeführt wurde, kam Schönberg im Jahr 1880 zur neu gegründeten Amtshauptmannschaft Glauchau.[6] Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam die Gemeinde Schönberg im Jahr 1952 zum Kreis Glauchau im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Glauchau fortgeführt wurde und 1994 im Landkreis Chemnitzer Land bzw. 2008 im Landkreis Zwickau aufging.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Breitenbach[7][8] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Pfaffroda
Dittrich[7] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Pfaffroda, am 1. Januar 1974 nach Meerane umgegliedert
Köthel[7] 1. März 1965
Oberdorf[7][8] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Tettau
Pfaffroda[7] 1. Januar 1974
Tettau[7] 1. Januar 1974
Wünschendorf[7][8] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Tettau

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 zählte Schönberg 897 Einwohner. Die nachstehenden Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des jeweiligen Jahres:

  • 1998: 993
  • 1999: 993
  • 2000: 979
  • 2001: 997
  • 2002: 989
  • 2003: 1001
  • 2004: 1002
  • 2005: 1007
  • 2006: 1003
  • 2007: 0990
  • 2008: 975
  • 2009: 967
  • 2010: 956
  • 2011: 953
  • 2012: 941
  • 2013: 949
Datenquelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[10]
Wahlbeteiligung: 70,7 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,8 %
29,0 %
14,8 %
4,4 %
THV
FwFV
SVS

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 10 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • Tettauer Dorf- und Heimatverein (THV): 3 Sitze
  • Feuerwehrförderverein (FwFV): 1 Sitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirchen in Schönberg, Tettau und Pfaffroda
  • Tettauer Windmühle

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Krause (* 1946), Chemiker, Theologe und Schriftsteller – seit 1982 in Schönberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schönberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Schönberg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen nach Gemeinden am 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Schönberg. Gemeindegliederung. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 3. Januar 2016; abgerufen am 7. September 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schoenberg-sachsen.de
  3. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 92 f.
  4. Schönberg im Handbuch der Geographie, S. 506
  5. Die Gemeinde Schönberg auf der Webseite der Verwaltungsgemeinschaft Meerane
  6. Die Amtshauptmannschaft Glauchau im Gemeindeverzeichnis 1900
  7. a b c d e f g Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  8. a b c Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  9. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Regionaldaten
  10. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014