Callenberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Callenberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Callenberg
Callenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Callenberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 51′ N, 12° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 39,86 km2
Einwohner: 5078 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km2
Postleitzahl: 09337
Vorwahlen: 03723 und 037608Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 020
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 40, Ortsteil Falken
09337 Callenberg
Webpräsenz: www.callenberg.de
Bürgermeister: Daniel Röthig (CDU)
Lage der Gemeinde Callenberg im Landkreis Zwickau
Bernsdorf Callenberg Crimmitschau Crinitzberg Dennheritz Fraureuth Gersdorf Glauchau Hartenstein Hartmannsdorf Hirschfeld Hohenstein-Ernstthal Kirchberg Langenbernsdorf Langenweißbach Lichtenstein Lichtentanne Limbach-Oberfrohna Meerane Mülsen Neukirchen/Pleiße Niederfrohna Oberlungwitz Oberwiera Reinsdorf Remse Schönberg St. Egidien Waldenburg Werdau Wildenfels Wilkau-Haßlau Zwickau Sachsen Thüringen Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Chemnitz Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild

Callenberg ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Zwickau. Der Sitz der Verwaltung befindet sich im Ortsteil Falken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Callenberg liegt an der B 180 (Altenburg-Stollberg) zwischen den beiden Städten Limbach-Oberfrohna und Glauchau. Beide Städte sind ca. 13 km entfernt. 4 km südlich verläuft die A 4. Diese ist über den Anschluss Hohenstein-Ernstthal (ca. 4 km) zu erreichen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind St. Egidien, die Städte Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Limbach-Oberfrohna und Waldenburg im Landkreis Zwickau sowie die kreisfreie Stadt Chemnitz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Callenberg, Grumbach, Reichenbach mit Obercallenberg, Falken, Langenberg, Langenchursdorf und Meinsdorf.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Callenberg befindet sich die größte Nickelerzlagerstätte Mitteleuropas. Seit den 1960er Jahren wurde hier Nickelerz im Tagebau abgebaut und in der Nickelhütte St. Egidien verarbeitet. Die Restlöcher der Tagebaue wurden nach 1990 saniert. Eines davon ist der heutige Stausee Oberwald. Im Jahr 1977 wurde im Nickeltagebau Callenberg Nord I das sehr seltene Mineral Krokoit oder Rotbleierz (ein Blei(II)-chromat) gefunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle sieben Ortsteile wurden im 12. bis 13. Jahrhundert gegründet. Der namensgebende Hauptort Callenberg wird 1244 als Kallenberc erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet so viel wie Ort am kahlen Berg.

Am 1. März 1974 wurde Grumbach eingemeindet. Reichenbach kam am 1. März 1994 hinzu. Bereits am 1. Januar 1994 wurde die neue Gemeinde Chursbachtal aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Falken, Langenberg (mit dem am 1. März 1974 eingegliederten Meinsdorf) und Langenchursdorf gebildet.[2] Am 1. Januar 1999 wurde Chursbachtal mit seinen Ortsteilen in die Gemeinde Callenberg eingegliedert.[3]

Im Sommer 2012 liefen erste Verhandlungen des Ortsteils Meinsdorf mit der Nachbarstadt Limbach-Oberfrohna über eine Eingemeindung in diese. Grund dafür ist die enge kulturelle Bindung an die Stadt und die Erwartung, dass sich Callenberg künftig mit Hohenstein-Ernstthal zusammenschließen könnte.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 zählte Callenberg 5501 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

1998 bis 2002

  • 1998: 5759
  • 1999: 5750
  • 2000: 5720
  • 2001: 5764
  • 2002: 5755

2003 bis 2007

  • 2003: 5760
  • 2004: 5694
  • 2005: 5689
  • 2006: 5623
  • 2007: 5580

ab 2008

  • 2008: 5444
  • 2009: 5402
  • 2011: 5337
  • 2012: 5216
  • 2013: 5136
Datenquelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 54,7 %
 %
30
20
10
0
22,7 %
13,2 %
28,2 %
17,5 %
12,7 %
3,0 %
2,7 %
n. k.
UBG
FBB (C)
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-6,2 %p
-13,7 %p
+15,0 %p
+5,8 %p
+3,3 %p
-1,6 %p
-0,2 %p
-2,3 %p
UBG
FBB (C)

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 5 Sitze
  • Unabhängige Bürgergemeinschaft (UBG): 4 Sitze
  • Freie Bürgerbewegung Callenberg (FBB C): 3 Sitze
  • FWV: 2 Sitze
  • LINKE: 2 Sitze

'Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2013 wurde Daniel Röthig zum neuen Bürgermeister gewählt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landschaftsschutzgebiete Muldental
  • Stausee Oberwald
  • Autorennstrecke Sachsenring
  • Karl-May-Höhle
  • Mühle Langenchursdorf
  • Sägemühle Wolkenburg
  • Schulmuseum im Café „Zur Alten Schule“ in Callenberg

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Gottlieb Becker (* 4. November 1753 in Obercallenberg; † 3. Juni 1813 in Dresden), Belletrist und Kunstschriftsteller

Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uwe Grüning (* 1942), Schriftsteller und Politiker (CDU, MdL 1990–2004, Medienrat ab 2004), lebte 1944–1951 in Callenberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Callenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  4. Meinsdorfer flirten mit dem Nachbarn
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  6. https://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/HOHENSTEIN-ERNSTTHAL/Daniel-Roethig-neuer-Callenberger-Buergermeister-artikel8309679.php#