St. Egidien

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde St. Egidien in Sachsen. Eine Übersicht von Kirchen mit diesem Namen findet sich unter Ägidienkirche.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
St. Egidien
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde St. Egidien hervorgehoben
Koordinaten: 50° 47′ N, 12° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs­gemeinschaft: Rund um den Auersberg
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 21,26 km2
Einwohner: 3302 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km2
Postleitzahl: 09356
Vorwahlen: 037204, 03723 (Kuhschnappel), 03763 (Lobsdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 280
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Glauchauer Str. 35
Webpräsenz: www.st-egidien.de
Bürgermeister: Uwe Redlich
Lage der Gemeinde St. Egidien im Landkreis Zwickau
Bernsdorf Callenberg Crimmitschau Crinitzberg Dennheritz Fraureuth Gersdorf Glauchau Hartenstein Hartmannsdorf Hirschfeld Hohenstein-Ernstthal Kirchberg Langenbernsdorf Langenweißbach Lichtenstein Lichtentanne Limbach-Oberfrohna Meerane Mülsen Neukirchen/Pleiße Niederfrohna Oberlungwitz Oberwiera Reinsdorf Remse Schönberg St. Egidien Waldenburg Werdau Wildenfels Wilkau-Haßlau Zwickau Sachsen Thüringen Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Chemnitz Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild

St. Egidien ist eine Gemeinde im sächsischen Landkreis Zwickau. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Rund um den Auersberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Egidien befindet sich etwa elf Kilometer nordöstlich von Zwickau und fünf Kilometer südöstlich der großen Kreisstadt Glauchau im Erzgebirgsvorland, welches im Gemeindegebiet Höhen von 370 Meter erreicht. Durch den Ort fließt der Lungwitzbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Bernsdorf, Callenberg sowie die Städte Glauchau, Hohenstein-Ernstthal und Lichtenstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Kuhschnappel, Lobsdorf und St. Egidien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Egidien wurde in der Zeit zwischen 930 und 968 als „Tilling“ gegründet. Dieses kann urkundlich nicht bestätigt werden. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahr 1320 in der Naumburger Urkunde als „Ecclesia Sancti Egidii in Lunwicz“.

Datenquelle: Festschrift zur 1000-Jahrfeier 1956

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 zählte St. Egidien 3516 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

  • 1998: 3827
  • 1999: 3844
  • 2000: 3820
  • 2001: 3802
  • 2002: 3704
  • 2003: 3707
  • 2004: 3701
  • 2005: 3655
  • 2006: 3603
  • 2007: 3552
  • 2008: 3548
  • 2012: 3422
  • 2013: 3358
Datenquelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[2]
Wahlbeteiligung: 49,8 % (2009: 48,1 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,1 %
21,7 %
22,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,4 %p
-6,0 %p
+8,4 %p

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mineralienkabinett
Das Mineralienkabinett beherbergt eine Mineraliensammlung des ehemaligen Betriebes „Nickelhütte St. Egidien“
  • Eulenhaus
Das Eulenhaus wurde um 1600 als Umgebindehaus erbaut. Im Jahr 1707 wurde es grundlegend erneuert und 1983 rekonstruiert. Jetzt dient es als Heimatstätte für Schnitzer und Klöpplerinnen des Ortes St. Egidien.
Eisenbahnviadukt
  • Kirche „Unserer lieben Frauen“
Die Kirche ist eines der ältesten Gebäude des Ortes.
Das Eisenbahnviadukt ist ein fünfbögiges Viadukt von 1879 an der eingleisigen Bahnlinie nach Stollberg

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatmuseum „Gerthturm“
In diesem Museum befindet sich eine Ausstellung von ca. 400 Exponaten, die einen Eindruck über die Lebensweise der Bevölkerung in vergangenen Jahrhunderten vermittelt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Egidien liegt an der B 173 zwischen Zwickau und Chemnitz und an der Bahnstrecke Dresden–Werdau, der Sachsen-Franken-Magistrale, außerdem endet im Bahnhof von St. Egidien die von Stollberg kommende Bahnstrecke Stollberg–St. Egidien.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1950er-Jahren wurde in dem Ort eine Nickelhütte errichtet und Nickelerz-Lagerstätten im Nachbarort Callenberg im Tagebau abgebaut. Die Errichtung der Nickelhütte St. Egidien war eine Fehlinvestition der DDR – die Lagerstätte wies keinesfalls die erhoffte Ergiebigkeit aus – und so produzierte dann die Hütte überwiegend Mineralwolle. Nach 1990 wurde die Nickelhütte abgerissen und das Gelände saniert. Im Gebiet von St. Egidien finden sich Achatlagerstätten.

Die Flächen der ehemaligen Nickelhütte werden heute als Gewerbefläche für das Gewerbegebiet „Achat“ genutzt. Des Weiteren besitzt die Gemeinde das Gewerbegebiet „Am Auersberg“.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Egidien hat eine Grundschule „Bergschule“ in kommunaler Trägerschaft sowie eine Oberschule „Achatschule“, die sich in freier Trägerschaft befindet. Weiterhin gibt es 3 Kindertageseinrichtungen.

Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sanct Aegidien, Sanct Egidien. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 10. Band. Schumann, Zwickau 1823, S. 137–144.
  • Richard Steche: St. Egidien. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 13. Heft: Amtshauptmannschaft Glauchau. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Egidien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • St. Egidien im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014