Schlag & Söhne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grabstelle der Familie Schlag in Schweidnitz

Schlag & Söhne war ein Orgelbauunternehmen in Schweidnitz in Schlesien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1831 übernahm der Orgelbauer Christian Gottlieb Schlag die Orgelbaufirma von Gottfried Kiesewatter in Jauer in Niederschlesien nach dessen Konkurs.[1] 1834 zog er mit der Firma nach Schweidnitz um. 1869 wurde diese in Schlag & Söhne Schweidnitz umbenannt, nachdem die Brüder Carl Johann und Heinrich ausgeschieden waren. Die Leitung übernahmen die Söhne Theodor und Oscar (Oskar) Schlag. 1877 schied Christian Gottlieb Schlag aus der Firma aus.

1903 wurde sie in Schlag & Söhne Schweidnitz Commanditgesellschaft umgewandelt unter Mitwirkung der Enkel Reinhold und Bruno. Die Firma entwickelte sich zur wichtigsten Orgelbaufirma in Schlesien bis zum Ersten Weltkrieg. Das Opus 1000 (das 1000ste Instrument) wurde 1914 gebaut. 1923 wurde der Firmenbetrieb eingestellt

Die Unternehmensgeschichte wurde von zahlreichen Innovationen geprägt. Die Firma war weit über die Grenze von Schlesien bekannt.

Werkliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orgelbauten

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1872 (etwa) Ludwigsdorf (Görlitz) Pfarrkirche
1891 Senftenberg Peter-Paul-Kirche Im Zweiten Weltkrieg zerstört
1893 Dobbertin Klosterkirche Dobbertin 1945 zerstört, 1953 durch eine Orgel von Schuke Orgelbau ersetzt, → Orgel
1894 Liegnitz (Legnica), Niederschlesien Kathedralkirche St. Peter und Paul Das barocke Gehäuse der Orgel wurde 1722–1725 von Ignatius Mentzel geschaffen.
1898 Travemünde St. Lorenz (Travemünde) 1966 ersetzt durch ein Werk von Rudolf von Beckerath Orgelbau
1898 Großschönau, Sachsen Kirche [2]
1899 Koszalin (Köslin) Kathedrale St. Marien 50
1899 Vetschau/Spreewald Wendisch-Deutsche Doppelkirche
Vetschau Doppelkirche Innere.jpg
II/P Restauriert 1990
1904 Berlin-Gesundbrunnen Stephanuskirche III/P 39 Das Opus 681 wurde bereits vor dem Einbau in die Kirche auf der Ausstellung für Handwerk und Kunstgewerbe in Breslau gezeigt.
1905 oder 1906 Zedtlitz bei Leipzig Kirche Um 1905 Oberwerk umdisponiert[3]
1908 Berlin-Tegel Herz-Jesu-Kirche
Herz-Jesu-Kirche (Berlin-Tegel) Orgelempore.jpg
II/P 26 Aufgrund von technischen Mängeln wurde 1929 eine neue Orgel von G. F. Steinmeyer & Co. unter Verwendung der alten Orgelpfeifen in den neogotischen Prospekt eingebaut. →Orgel
1915 Großräschen St. Antonius-Kirche 1976 durch eine Jehmlich-Orgel ersetzt
Breslau Christophorikirche
Wnętrze kościoła św. Krzysztofa - organy fot BMaliszewska.jpg
II/P 12
Stettin St. Trinitatiskirche Die Orgel wurde 1917 aus einer aufgegebenen Kapelle im schlesischen Hermsdorf bei Waldenburg geholt.
Lärz Dorfkirche Lärz Laerz Kirche8.jpg < 2005 durch Mecklenburger Orgelbau restauriert
Poischwitz Dreifaltigkeitskirche Organy firmy Schlag & Söhne ze Świdnicy Fotopolska 208903 (Danuta B).jpg
1916 Daubitz Georgskirche II/P Daubitz, Stankt-Georgskirche
Łódź Dreifaltigkeitskirche[4] Organy Koscol Zeslania Ducha Swietego w Lodzi.JPG
Łódź St.-Johannes-Kirche (heute Jesuitenkirche)[5] 44
Kieritzsch bei Leipzig Kirche [6]

Orgelumbauten

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlag & Söhne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Gottlieb Schlag Universität Leipzig
  2. Kirche Großschöna
  3. Orgeln in Sachsen (162)
  4. pl:Kościół Zesłania Ducha Świętego w Łodzi
  5. pl:Kościół luterański św. Jana w Łodzi
  6. Orgel in der Kirche zu Kieritzsch
  7. Orgel der St. Marien-Kirche in Berlin
  8. Die Orgel der evangelischen Sophienkirche in Carlsruhe (Pokój)