Umbertide

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Umbertide
Wappen
Umbertide (Italien)
Umbertide
Staat Italien
Region Umbrien
Provinz Perugia (PG)
Koordinaten 43° 18′ N, 12° 20′ OKoordinaten: 43° 18′ 0″ N, 12° 20′ 0″ O
Höhe 247 m s.l.m.
Fläche 200 km²
Einwohner 16.607 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 83 Einw./km²
Postleitzahl 06019
Vorwahl 075
ISTAT-Nummer 054056
Volksbezeichnung Umbertidesi
Schutzpatron Madonna della Reggia (8. September)
Website Umbertide
Panorama von Umbertide
Panorama von Umbertide

Umbertide ist eine Kleinstadt in der umbrischen Provinz Perugia in Italien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am linken Flussufer des Tiber, in einer grünen Hügellandschaft, die von dem Bild der höchsten Erhebung der Gegend, des Berges Monte Acuto mit seinen 926 Metern dominiert wird. Die Stadt liegt 247 Meter über dem Meeresspiegel[2] und hat 16.607 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016), die Umbertidesi genannt werden. Die Fläche beträgt 200,16 km². Der Ort liegt ca. 25 km nördlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Perugia in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 192 GG[3]. Die Kirchen von Umbertide gehören zum Bistum Città di Castello und zum Erzbistum Perugia-Città della Pieve.

Zu den Ortsteilen gehören Badia di Montecorona, Bastia Creti, Borgo Baraglia (236 m), Calzolaro (273 m), Comunaglia (236 m), Galera, Molino Vitelli (270 m), Montecastelli (263 m), Monestevole, Niccone (249 m), Nestore, Pian d’Assino (241 m), Polgeto (429 m), Pierantonio (247 m), Preggio (613 m), Racchiusole, Romeggio, Ranchi, San Silvestro delle Arcelle, Spedalicchio (281 m) und Verna (260 m).[4]

Die Nachbargemeinden sind Città di Castello, Cortona (AR), Gubbio, Lisciano Niccone, Magione, Montone, Passignano sul Trasimeno, Perugia und Pietralunga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals dokumentiert wurde der Ort 1189 als Fracta filiorum Uberti.[2] Am 25. Januar 1863 wurde der Ortsname Fratta zu Umbertide geändert. Der Ort unterstand Perugia ab 1189, als Ugolino di Uguccione seine Ländereien Perugia schenkte. 1362 erhielt der Ort seine Statuten, die 1521 bestätigt wurden. Schwer beschädigt wurde der historische Ortskern in der Zeit der französischen Besetzung und im Zweiten Weltkrieg.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santa Maria della Reggia
Santi Cassiano e Ippolito
San Bartolomeo dei Fossi
  • Santa Maria della Reggia, Kirche kurz außerhalb der Stadtmauer, ab 1559 entstanden. Enthält von Niccolò Circignani das Gemälde Trasfigurazione, 1578 datiert.[2]
  • San Bernardino, ehemalige Kirche im Borgo inferiore, 1426 entstanden und 1768 restauriert.[2]
  • Santa Croce, ehemalige Kirche im Borgo inferiore, 1610 entstanden. Ist heute ein Museum und enthält von Luca Signorelli das Werk Deposizione della Croce, 1516 entstanden.[2]
  • San Francesco, Kirche im Borgo inferiore, 14. Jahrhundert.[2]
  • Santa Maria della Pietà, Kirche nördlich des Ortskern, 1486 entstanden. Enthält Werke, die dem Pinturicchio zugeschrieben werden.[2]
  • Abbazia di San Salvatore di Montecorona. Gegründet wurde das Kloster vom Heiligen Romuald als Kamaldulenserabtei um 1008. Die dreischiffige Kirche wurde in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts restauriert. Im erhöhten Chorraum steht ein Ziborium aus dem 8. Jahrhundert. Eigentlich eine „Unterkirche“ ist die fünfschiffige Krypta, für deren Säulen und Kapitelle antikes und frühmittelalterliches Baumaterial verwendet wurde.
  • Santi Cassiano e Ippolito, Kirche an der Straße nach Verna, die erstmals 1126 in einem Dokument von Papst Honorius II. erwähnt wurde.[6]
  • San Pietro, Kirche im Ortsteil Montecastelli, die von 1890 bis 1897 entstand.[7]
  • Madonna del Sasso, Kirche in Polgeto, 12. Jahrhundert.[8]
  • San Bartolomeo dei Fossi, heutige Kirchenruine an der Straße nach Preggio, die um 1350 entstand.[9]
  • Madonna delle Grazie, Kirche im Ortsteil Preggio, 15. Jahrhundert.[10]
  • Santissima Trinità in San Francesco, Kirche im Ortsteil Preggio, 12. Jahrhundert, erstmals 1163 als Canonica S.S. Trinità de Pejo erwähnt.[11]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ökonomie der Kommune von Umbertide ist traditionell und beruht auf den Erträgen aus der Landwirtschaft (Produktion von Olivenöl, Wein, Getreide, Tabak und auf der Rinder- und Schweinezucht); aber heute sichern auch die hier angesiedelten Industrieniederlassungen (in den Bereichen: Textilien, Metall- und Maschinenbau, Lebensmittel und Baustoffe), die lokalen Handwerksbetriebe (im Bereich Keramikherstellung und Holzverarbeitung) und der Fremdenverkehr dem Gebiet beachtliche Ressourcen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Umbertide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. a b c d e f g Touring Club Italiano: Umbria.
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 14. Mai 2018 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. Höhenangaben: Istituto Nazionale di Statistica, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)
  5. La storia e le origini della città - The origins and history of the town, offizielle Webseite von Umbertide, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch und englisch)
  6. Onlineausgabe der La Repubblica zur Kirche Santi Cassiano e Ippolito, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)
  7. Onlineausgabe der La Repubblica zur Kirche San Pietro, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)
  8. Chiesa della Madonna del Sasso ‹Polgeto, Umbertide›, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)
  9. Chiesa di San Bartolomeo dei Fossi ‹Preggio, Umbertide›, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)
  10. Chiesa della Madonna delle Grazie ‹Preggio, Umbertide›, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)
  11. Onlineausgabe der La Repubblica zur Kirche Chiesa di San Francesco Chiesa della Santissima Trinità in Preggio, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)