Viola Davis

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Viola Davis bei den Screen Actors Guild Awards 2015

Viola Davis (* 11. August 1965 in Saint Matthews, South Carolina) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. 2015 gewann sie für ihre Leistung in der Krimiserie How to Get Away with Murder als erste afroamerikanische Schauspielerin den Emmy in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viola Davis schloss die Juilliard School sowie ein Studium der Theaterkunst am Rhode Island College ab.[1] Sie debütierte an der Seite von Tony Goldwyn, Timothy Hutton und Sarah Jessica Parker in einer kleinen Nebenrolle im Filmdrama The Substance of Fire aus dem Jahr 1996. In der Fernsehkomödie The Pentagon Wars (1998) spielte sie eine der größeren Rollen.

2001 erhielt Davis für ihre Rolle im Theaterstück King Hedley II den Tony Award.[1] Ihre Rolle im Science-Fiction-Film Solaris (2002) von Steven Soderbergh, in dem sie an der Seite von George Clooney und Natascha McElhone in einer größeren Rolle auftrat, brachte ihr 2003 eine Nominierung für den Black Reel Award. Für ihre Rolle im Filmdrama Antwone Fisher (2002) wurde sie 2003 für den Independent Spirit Award nominiert. 2005 gewann sie für die Rolle im Theaterstück Intimate Apparel den Los Angeles Drama Critics Circle Award.[1] Im Filmdrama The Architect (2006) übernahm sie neben Anthony LaPaglia, Isabella Rossellini und Hayden Panettiere eine der größeren Rollen. Für den Part einer verzweifelten Mutter in John Patrick Shanleys Theaterverfilmung Glaubensfrage (2008), deren Sohn angeblich von einem katholischen Priester missbraucht wurde, erhielt sie den Preis des National Board of Review und Nominierungen für den Oscar und Golden Globe. Im Film Knight and Day mit Tom Cruise und Cameron Diaz spielte sie die Rolle einer CIA-Abteilungsleiterin. Nur wenige Monate später feierte der Erfolgsfilm Eat Pray Love Premiere, in dem sie an der Seite von Julia Roberts, Javier Bardem und James Franco auftrat. 2011 spielte Davis die Hauptrolle im mehrfach oscar-nominierten Rassismusdrama The Help. Für den Part der schwarzen Haushälterin Aibileen Clark zur Zeit der Rassentrennung der 1960er wurde sie für den Oscar 2012 als Beste Hauptdarstellerin nominiert, musste sich aber Meryl Streep geschlagen geben, mit welcher Davis bereits im Film Glaubensfrage zusammen spielte. Kurze Zeit später spielte sie die gewichtige Nebenrolle der Abby Black im ebenfalls oscar-nominierten Drama Extrem laut & unglaublich nah. Im Februar 2012 bekam sie eine Hauptrolle in dem Drama Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe, das auf dem gleichnamigen Buchreihe von Kami Garcia und Margaret Stohl beruht. 2015 gewann Davis für ihre Darstellung der ehrgeizigen Rechtsanwältin und Strafverteidigerin Annalise Keating in Shonda Rhimes’ Krimiserie How to Get Away with Murder als erste afroamerikanische Schauspielerin den Emmy in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie. In ihrer Dankesrede kritisierte sie die Rollenauswahl für afroamerikanische Schauspielerinnen.[2]

Davis ist seit 2003 mit dem Schauspieler Julius Tennon verheiratet. 2011 adoptierten die beiden ein Mädchen. Des Weiteren ist sie die Stiefmutter von Tennons zwei Söhnen aus früheren Beziehungen.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viola Davis in New York City (2010)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Davis gemeinsam mit Ehemann Julius Tennon bei der Oscarverleihung 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Viola Davis – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Biografie in der IMDb, abgerufen am 11. Dezember 2007
  2. Wichtigste TV-Auszeichnung der Welt: Endlich ein Emmy für Jon Hamm bei Spiegel Online, 21. September 2015 (abgerufen am 22. September 2015).
  3. Aili Nahas & Elizabeth Raftery: Viola Davis Adopts a Daughter, Genesis. In: people.com. 18. Oktober 2011. Abgerufen am 20. November 2015.