Vitry-le-François

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Vitry-le-François
Wappen von Vitry-le-François
Vitry-le-François (Frankreich)
Vitry-le-François
Region Grand Est
Département Marne
Arrondissement Vitry-le-François
Kanton Vitry-le-François-Champagne et Der
Gemeindeverband Vitry, Champagne et Der
Koordinaten 48° 43′ N, 4° 35′ OKoordinaten: 48° 43′ N, 4° 35′ O
Höhe 92–112 m
Fläche 6,45 km2
Einwohner 13.144 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 2.038 Einw./km2
Postleitzahl 51300
INSEE-Code
Website www.vitry-le-francois.net

Kollegiatskirche Notre-Dame

Vitry-le-François ist eine Stadt in Frankreich, Hauptort eines Arrondissements im Südosten des Départements Marne in der Region Grand Est. Sie hat eine Bevölkerung von 13.144 Einwohner (Stand 1. Januar 2014), etwa 20.000 im Ballungsraum. Vitry-le-François gehört zum Kanton Vitry-le-François-Champagne et Der, bis zu deren Auflösung 2015 war Vitry-le-François Hauptort der Kantone Vitry-le-François-Est und Vitry-le-François-Ouest.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Marne, etwas nördlich mündet von rechts der Fluss Saulx. Eine Vielzahl von künstlichen Wasserwegen bildet hier ein Drehkreuz für die Binnenschifffahrt im Nordosten Frankreichs. Es treffen folgende Kanäle aufeinander:

Circa 10 km südlich der Stadt befindet sich der größte Stausee Frankreichs, der Lac du Der-Chantecoq.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt verdankt ihren Namen dem König Franz I., der sie wieder aufbauen ließ, nachdem sie durch die Armeen von Karl V. völlig zerstört worden war. Sie wurde jedoch nicht genau an derselben Stelle wieder aufgebaut; auf ihrem alten Standort (etwas nordöstlich der Stadt) befindet sich heute das Dorf Vitry-en-Perthois, das früher Vitry-le-Brûlé hieß.

Im August 1914, dem ersten Monat des Ersten Weltkriegs, war in Vitry-le-François das das Hauptquartier von Joseph Joffre. Im September 1914 war die Gegend um Vitry-le-François einer der Schauplätze der Schlacht an der Marne.

Am 18. Juni 1961 wurde ein Bombenanschlag auf den Schnellzug Straßburg–Paris verübt, der vermutlich von der rechtsgerichteten Terrororganisation OAS durchgeführt wurde. Dabei starben 28 Menschen, 170 weitere wurden verletzt. Die Bombe wurde nahe dem Dorf Blacy zwischen Vitry-le-François und Loisy-sur-Marne gezündet.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Notre-Dame, große Barockkirche aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.
  • Hôtel de Ville (Rathaus), es befindet sich in einem ehemaligen Franziskanerkloster des 17. Jahrhunderts
  • Porte du Pont, barocker Triumphbogen von 1748, der zu Ehren Ludwigs XIV. erbaut worden war.
  • Synagoge Vitry-le-François

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn: Vitry-le-François liegt an der Bahnstrecke Paris–Straßburg, die vollständig elektrifiziert ist. Der Bahnhof wird im Regionalverkehr von folgenden TER-Linien bedient:

Des Weiteren wird Vitry-le-François täglich von einem TGV-Zugpaar (2778/2785) angefahren. Dieses fährt morgens von Bar-le-Duc nach Paris und nutzt ab Saint-Hilaire-au-Temple die Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Est européenne. Dadurch beträgt die Reisezeit zwischen Vitry-le-François und Paris lediglich 1 Stunde und 25 Minuten, Ankunft in Paris ist gegen 8 Uhr. Der Gegenzug verlässt Paris gegen 19:30 Uhr in Richtung Bar-le-Duc.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Mathematiker Werner Boy (1879–1914) verstarb im Ersten Weltkrieg als deutscher Soldat bei Vitry-le-François.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vitry-le-François – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Journal officiel de la république française. 30. Januar 1962. Abgerufen am 16. Januar 2015.