Waschzettel

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Ein Waschzettel ist die Liste von Wäschestücken, die man waschen lässt, meist mit Pflegehinweisen. In der deutschen Werbebranche wird darunter weiter ein Kurztext verstanden, der Redaktionen zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wird.

Textilpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Waschanleitung und ihre einzelnen Symbole siehe Textilpflegesymbol.

Werbung und Public Relations[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Public Relations ist der Waschzettel eine kurze und knappe Faktensammlung, die die wichtigsten Sachinformationen wie Produkt- oder Unternehmensinfos, Beschreibungen agierender Personen o. ä. zusammenfasst. Ein Waschzettel wird normalerweise nicht allein versendet, sondern ergänzt Pressemitteilungen, gibt Hintergrundinfos bei Pressekonferenzen etc.

Speziell in der Werbesprache versteht man unter einem Waschzettel einen Text, der von einer Presse- oder PR-Abteilung eines Unternehmens oder ähnlichem zur Veröffentlichung durch andere Redaktionen verteilt wird. Je kleiner die Zielredaktion, desto wahrscheinlicher ist, dass diese Waschzettel auch ohne größere Eingriffe veröffentlicht werden.[1]

Verlags- und Bibliothekswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits lange vor der Veröffentlichung werden die geplanten Bücher (und andere Verlagsprodukte) intensiv beworben, einerseits bei den Buchhändlern, anderseits bei den Medien und der Presse, um Journalisten und Fachleute für eine Rezension zu gewinnen. Daneben stellen auch Zentralbibliotheken für angeschlossene Bibliotheken „Waschzettel“ als Informationsquelle für neu erschienene Bücher zur Verfügung.

Im Waschzettel steht oft tabellarisch aufgelistet, was man zum Thema, Inhalt und dem Autor alles wissen sollte, heute steht jedoch nicht selten auch eine kurze bis sogar sehr ausführliche Inhaltsbesprechung dabei, teilweise sogar Bilder und Textproben. Der Waschzettel entspricht inzwischen oft dem Klappentext, der jedoch, was seinen Zweck und seine Leserschaft angeht, eine andere Funktion erfüllt.

Umgangssprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgangssprache wird die Bezeichnung Waschzettel auch für den Beipackzettel bei Medikamenten verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Genette, Gérard: Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches. Mit einem Vorwort von Harald Weinrich. Aus dem Französischen von Dieter Hornig. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Frankfurt/Main 2001 (S. 103–114)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PR & Pressefibel von Schulz-Brudoehl ISBN 3934191487