Wikipedia:Arbeitsgemeinschaft Kunstwissenschaften + Wikipedia/Living handbook

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Das Living Handbook für kunstwissenschaftliche Artikel in der Wikipedia[Quelltext bearbeiten]

Zur Einführung[Quelltext bearbeiten]

Die Wikipedia ist für viele Menschen eine wichtige Informationsquelle. Wie zu anderen Themengebieten sollen die Leser:innen auch zum Themenfeld Kunst und Kultur verständliche, wissenschaftlich fundierte und sorgfältig nachgewiesene Informationen finden. Das gemeinsam von Kunstwissenschaftler:innen und Wikipedianer:innen erarbeitete – und weiter zu bearbeitende – Living Handbook soll dazu beitragen, die Online-Enzyklopädie in diesem Bereich aktuell zu halten, zu verbessern und zu erweitern. Es richtet sich gleichermaßen an Wikipedianer:innen mit Interesse an Kunst und Künstler:innen wie an Kunstwissenschaftler:innen mit Interesse an der Wikipedia.

Das Living Handbook versammelt zahlreiche Hinweise und Empfehlungen, die beim Korrigieren und Verfassen von Wikipedia-Artikeln zu kunstwissenschaftlichen Themen helfen können. Bislang ist das Handbuch auf Artikel zu Kunstwerken beschränkt. Trägerin des Projekts ist kuwiki. AG Kunstwissenschaften+Wikipedia; die Mitarbeit am Handbuch und in der AG steht selbstverständlich allen Interessierten offen.

In allen fachspezifischen terminologischen und methodischen Fragen bemüht sich kuwiki. AG Kunstwissenschaften+Wikipedia um aktuelle, reflektierte und nachvollziehbare Positionen. Bei grundlegenden Zweifeln und größerem Überarbeitungsbedarf bittet kuwiki um die Benutzung der Diskussionsseite. Wie in der Wikipedia üblich, ist das Living Handbook versionierbar, in jeder Version zitierbar und als fortzuschreibendes Handbuch seinerseits jederzeit zu ergänzen, zu berichtigen und zu aktualisieren.

Folgendes ist im Living Handbook unter anderem zu finden:


Einen Einstieg findet ihr auch über Frequently Asked Questions.

Für Technik-Hinweise, bei denen auch Fortgeschrittenere etwas Neues entdecken können, orientiert euch bitte an dem Kuwiki lightbulb livinghandbook.png-Symbol.

Die Sektionen „Zum Weiterlesen“ führen an weitergehenden Informationen Interessierte zu problemorientierten Inhalten und laden zur vertiefteren Lektüre ein.

Mitschreiben: Fehlende Links bitte ergänzen, inaktive Links bitte aktualisieren. Ergänzungen und Korrekturen bitte eintragen.

Wikipedia: Grundsätze[Quelltext bearbeiten]

Neutraler Standpunkt[Quelltext bearbeiten]

Wikipedia-Artikel sind grundsätzlich der Neutralität verpflichtet. Da die Qualität von Informationen bzw. die Stichhaltigkeit von Argumenten unterschiedlich hoch sein kann, ist eine – begründete – Positionierung möglich.

Keine Theoriefindung[Quelltext bearbeiten]

Die Wikipedia ist nicht der Ort, um neue Thesen zu entwickeln oder zu veröffentlichen. Als Enzyklopädie erfasst Wikipedia nur das Wissen, das bereits in publizierter Form – in unserem Themenfeld als wissenschaftliche Literatur – vorliegt. Wikipedia:Keine Theoriefindung

Wissenschaftliche Nachweise[Quelltext bearbeiten]

Informationen sind in der Wikipedia durch Angabe der verwendeten Fachliteratur nachzuweisen.

Verständlichkeit[Quelltext bearbeiten]

Die Wikipedia ist ein Lexikon für alle. Texte sollten deshalb allgemeinverständlich und zugänglich sein; eine Orientierung bieten die Leitlinien für einfache Sprache. Kurze Sätze, die sich auf eine Aussage konzentrieren, erleichtern zudem das gemeinsame Schreiben bzw. spätere Ergänzungen und Korrekturen.

Ohne fachspezifische Begriffe geht es nicht. Links auf Wikipedia-Artikel, die die Terminologie erklären, helfen den Leser:innen weiter.

Bei monographischen Artikeln zu komplexeren Kunstwerken können Aufbau und Gliederung des Textes entscheidend zum Verständnis beitragen. Ein den Artikel einleitender Überblickstext und eine Infobox bieten eine schnelle Orientierung und erleichtern das Auffinden von Informationen.

Gemeinsame Bearbeitung[Quelltext bearbeiten]

Die freie Enzyklopädie lebt von der fortlaufenden Überprüfung und Erweiterung ihrer Inhalte. Deshalb ist nicht nur das Anlegen neuer Artikel willkommen, sondern auch die Überarbeitung bestehender Artikel. Tipps für Ergänzungen und Korrekturen an bereits existierenden Artikeln zu Kunstwerken sind hier zu finden.

Ansonsten:
Die Wikipedia bietet viel, ist aber vieles auch nicht: Wikipedia:Was Wikipedia nicht ist.

Vor dem Schreiben[Quelltext bearbeiten]

Prüfen[Quelltext bearbeiten]

  • Besteht der Artikel bereits?
    Als erstes ist zu prüfen, ob zu dem Thema bereits ein Artikel angelegt wurde. Diese Suche ist am einfachsten durch die Eingabe des Begriffes in das Suchfeld durchzuführen. Dabei ist auf die genaue Schreibweise zu achten.
Hier kannst du eine Suche durchführen:
  • Gibt es den Artikel in anderen Sprachen?
    Über eine Eingabe in https://www.wikidata.org/, eine digitale Plattform, die die Vernetzung von Daten in der Wikipedia offen legt, lässt sich darüber hinaus ermitteln, ob entsprechende Artikel bereits auf anderssprachigen Wikipedia-Seiten publiziert worden sind. Hinweis: Diese Recherche ist für die Anlage eines neuen Artikels für die deutschsprachige Wikipedia nicht entscheidend. Jede Wikipedia-Sprachversion gilt als eigenständige Enzyklopädie.
  • Wie sieht es mit den benötigten Abbildungen aus?
    Für die Disziplin der Kunstgeschichte stellt die Bebilderung einen hohen Informationswert dar. Vor der Anlage des Artikels empfiehlt sich eine Überprüfung, ob bereits entsprechende Bilder frei lizensiert auf https://commons.wikimedia.org/ oder https://picsome.org/ eingestellt worden sind. Werden andere Reproduktionen verwendet, sind Bildrechte zu berücksichtigen. https://kunsthistoriker.org/leitfaden-bildrechte-zweite-auflage/ Eine Übersicht für das Hochladen von Abbildungen bei Wikimedia ist hier zu finden.

Informieren, Recherchieren, Lesen[Quelltext bearbeiten]

Vor dem Bearbeiten von bestehenden Artikeln oder dem Anlegen eines neuen Lemmas steht das Erarbeiten und Sichern von Informationen. Hierfür bietet das Living Handbook nicht nur eine umfassende Liste mit Links für die kunstwissenschaftliche Recherche, sondern auch für die Bewertung von Informationen: Nachweise/Literaturhinweise

Links für die kunstwissenschaftliche Recherche[Quelltext bearbeiten]

Folgende Links werden zur Literaturrecherche des aktuellen Forschungsstands empfohlen:

Benutzer:innen, die länger als sechs Monate angemeldet sind und mindestens 500 Bearbeitungen durchgeführt haben, bekommen Zugang zur Wikipedia Library. Zahlreiche Inhalte der Wikipedia Library sind auch zur Bearbeitung von kunstwissenschaftlichen Artikeln geeignet, u.a. JSTOR, ProQuest, Oxford Art Online oder Brill. Weitere Zugänge (Anzahl begrenzt) sind über eine nachfolgende Bewerbung u.a. für De Gruyter (Allgemeines Künstlerlexikon), Art – Das Kunstmagazin und Berg Fashion Library erhältlich.

Wikipedia-Artikel bearbeiten und neu anlegen[Quelltext bearbeiten]

Wikipedia-Artikel bearbeiten[Quelltext bearbeiten]

In der Wikipedia gibt es bereits viele Artikel zu einzelnen Kunstwerken. Es ist wichtig, diese Artikel immer wieder zu aktualisieren, sie weiter zu verbessern, sie zu korrigieren. Wenn man auf einen Fehler stößt, rasch einen Nachweis ergänzen möchte oder über überholte Ordnungskategorien stolpert: einfach oben auf den Reiter Bearbeiten gehen und – natürlich unter Berücksichtung der Wikipedia-Regeln – loslegen.
Wer gezielt Artikel mit Überarbeitungsbedarf angehen möchte, z.B. um vor dem Verfassen eines neuen Artikels zu üben, findet eine täglich aktualisierte Liste überarbeitungsbedürftiger Artikel der Kategorien Bildende Kunst, Kunstmuseum, Kunstausstellung, Kunsthandel, Kunstverlag und Fotokünstler auf der „Arbeitsliste“ des WikiProjekts Bildende Kunst. Neue Artikel sind natürlich ebenfalls willkommen. Hinweise hierzu findet ihr hier.

Vor größeren Eingriffen in einen Artikel[Quelltext bearbeiten]

Eine Versionsgeschichte. Hier hat z.B. Benutzer:Wiegels am 29. Januar 2017 um 22.07 Uhr 159 Bytes im Abschnitt "Weblinks" entfernt, sein Kommentar: "Ungültigen Weblink entfernt". Seine Änderung hat er mit einem "K" für "Kleine Änderung" markiert.

Vor einer größeren Überarbeitung eines Artikels sollte man sich einen Überblick zu seiner Entstehungsgeschichte verschaffen.

  • Die WP:Versionsgeschichte anschauen: Wann wurde der Artikel erstellt? Wann und von wem wurde die letzte substanzielle Ergänzung vorgenommen (Versionen vergleichen)? Oft lohnt es sich, sich einige vergangene Versionen des Artikels anzuschauen, um ein Gefühl für den Artikel zu bekommen. In der Versionsgeschichte steht hinter jeder gespeicherten Version die Menge der hinzugefügten Bytes in grün bzw. der gelöschten Bytes in rot (große Mengen sind fett markiert), außerdem der Benutzer:innenname und eine kurze Erläuterung der Benutzer:in, was er:sie verändert hat.
  • Die Seitenanalyse anschauen: dazu ans Artikelende scrollen. Neben der „Abrufstatistik“ findet sich der Link „Autoren“, mithilfe des Helferleins xtools liegt hier eine Artikelstatistik. Gab es in letzter Zeit eine:n Hauptautor:in und was hat diese Person verändert? Falls ja, wäre es bei größeren Veränderungsvorhaben, z.B. umfassende Löschungen oder eine veränderte Struktur, sinnvoll, den:die Hauptautor:in entweder auf der Artikeldiskussion (mit Ping) oder auf der Benutzer:innendiskussion dazu anzuschreiben, um gemeinsam an der Verbesserung des Artikels weiterzuarbeiten.
  • Die Diskussionsseite etc. lesen: Schließlich sollte man sich die Artikeldiskussionsseite durchlesen: Was wurde bislang an dem Artikel kritisiert? Gab es vielleicht schon einmal eine Diskussion zur geplanten Veränderung? Hat der Artikel einen Bewertungsbaustein, auch Wartungsbaustein genannt, sollte man sich auch die dort verlinkte Diskussion durchlesen (z.B. bei den Bausteinen Redundanz, Review oder Qualitätssicherung).

Artikel umstrukturieren[Quelltext bearbeiten]

Entspricht ein Artikel nicht Wikipedia:Wie gute Artikel aussehen oder WP:Formatierung, so können entsprechende Anpassungen vorgenommen werden. Sind mehrere formale Lösungen verbreitet und erlaubt, so sollte eine erlaubte, aber persönlich ungeliebte Variante nicht in eine andere erlaubte, persönlich favorisierte Variante verändert werden. Z.B. ist es erlaubt, den Abschnitt „Einzelnachweise“ sowohl vor als auch nach „Literatur“ und „Weblinks“ anzuordnen, das sollte danach nicht mehr willkürlich geändert werden. Auch sind in der Wikipedia sowohl das generische Maskulinum („Die Künstler“) als auch die Doppelnennung („Die Künstlerinnen und Künstler“) erlaubt. Die von eine:r Autor:in einmal gewählte Variante sollte respektiert werden. Eine Ausnahme besteht, wenn man eine so große Überarbeitung eines Artikels vornimmt, dass man danach Hauptautor:in sein wird.

Wenn es um eine Strukturfrage geht, die in keiner formalen Leitlinie der Wikipedia festgelegt ist und im Ermessen der Autor:innen liegt, so bietet es sich an – insbesondere, wenn es sich um eine große Umstrukturierung handelt – diese auf der Artikeldiskussion zunächst vorzuschlagen. Wikipedianer:innen, die diesen Artikel auf ihrer „Beo“ (kurz für Beobachtungsliste) haben, werden sich dann ggfs. dazu zu Wort melden. Um zu sehen, wieviele Wikipedianer:innen einen Artikel beobachten, kann man in der linken Spalte unter „Werkzeuge“ auf „Seiteninformationen“ klicken (Beispiel: Artemisia Gentileschi hat 58 Beobachter:innen). Bei unter 30 Beobachter:innen wird keine exakte Zahl angegeben.

Wenn man sich einen Austausch zur Umstrukturierung eines Artikels wünscht, kann man sich auch an ein thematisch passendes Portal oder WikiProjekt wenden. Wenn aktiv, kann man die dortigen Wikipedianer:innen meist über die Diskussionsseite erreichen. Für die Kunstwissenschaft interessante Diskussionsseiten (Auswahl):

Wikipedia-Artikel neu anlegen[Quelltext bearbeiten]

Das Anlegen eines neuen Artikels setzt etwas Vorbereitung – vor allem das Recherchieren und Lesen der Fachliteratur – voraus.

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Wie lege ich einen neuen Artikel in der Wikipedia an?[Quelltext bearbeiten]

Zur Erstellung eines neuen Artikels im sog. Artikelnamensraum gib im folgenden Kasten den Titel des Artikels ein, danach klicke auf den Button:


Zur Erstellung eines neuen Artikels im sog. Benutzernamensraum, d.h. wenn du dich mit einem Benutzerkonto angemeldet hast:
Der Artikel wird dann vorläufig als Unterseite (zu deinem Benutzernamen) gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt (wann du magst) in den Artikelnamensraum verschoben, Hilfe zum Verschieben.
Vor dem Klick auf „Unterseite erstellen“ kann man in das Eingabefeld an der Stelle von „Artikelentwurf“ auch einen anderen Seitennamen eintragen, z.B. für den Namen „Manet_AbendessenimFreien“ bitte eintragen: „Spezial:Meine Benutzerseite/Manet_AbendessenimFreien“.

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweise
Infoseite: Neuen Artikel anlegen
Abbildung einfügen
Infobox einfügen
Tabelle erstellen

Wikipedia-Artikel zu Kunst- und Bauwerken[Quelltext bearbeiten]

Aufbau/Gliederung[Quelltext bearbeiten]

  • Lange, ungegliederte Texte lesen sich schlecht und verweigern sich dem Informationsinteresse der Leser:innen. Deshalb empfiehlt sich eine Gliederung der Informationen durch den sinnvollen Einsatz von Zwischenüberschriften.
  • Die Abschnitte sollten eine gewisse Mindestzahl an Sätzen bzw. Zeilen nicht unterschreiten (weiteres siehe Artikellänge).
  • Artikel sollten für andere Autor:innen „zugänglich“ sein, d.h. Korrekturen und Erweiterungen durch einen übersichtlichen Aufbau eher ermöglichen, als durch mangelnde Gliederung erschweren.

kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

  • Zum Miro-Board mit Hinweisen und Bemerkungen zur Gliederung werkmonografischer Wikipedia-Artikel.

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Wie füge ich ein Inhaltsverzeichnis in den Artikel ein?[Quelltext bearbeiten]

Artikellänge[Quelltext bearbeiten]

  • Ein sehr kurzer Artikel kann unfertig wirken; ausufernde Artikel hingegen können zu detailreich sein, sodass das Wesentliche aus dem Blick gerät.
  • Trotzdem: Eine Faustregel für ein Minimum oder Maximum an Zeichen gibt es nicht.

kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

  • Der Artikel sollte wenigstens 4 bis 5 Zeilen lang sein – er kann nun durch Erweiterungen anwachsen.
  • Durch spätere Ergänzungen und/oder Überarbeitungen deutlich angewachsene Abschnitte können – wenn das Thema des Abschnitts einen Artikel mit eigenem Lemma rechtfertigt – dort weiterverwendet werden. Im Ausgangsartikel sollten jedoch weiterhin alle Grundinformationen verfügbar sein. Die durch Auslagerung entstandenden Artikel müssen selbst auch den Wikipedia-Anforderungen (z.B. Verlinkungen, Nachweise) entsprechen.
  • Auch für besonders umfangreiche Erklärungen zum Kontext und/oder die Darstellung intensiv geführter kunstwissenschaftlicher/öffentlicher Debatten etc. bietet sich ggfs. die Auslagerung in einen eigenen Artikel (mit entsprechender Verlinkung) an.

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Wie überführe ich einzelne Abschnitte in eigene Artikel?[Quelltext bearbeiten]

Technik-Hinweis: Wie überführe ich einzelne Abschnitte in eigene Artikel?

Kuwiki lightbulb livinghandbook.pngTechnik-Hinweise: Wie überführe ich einzelne Abschnitte in eigene Artikel?

Wenn es um den eigenen Text geht

  • Erster Schritt: In einem neuen Tab einen neuen Wikipedia-Artikel anlegen. Aus dem ursprünglichen Artikel den auszugliedernden Text mit dem Cursor markieren und die Tastenkombination „strg“+„x“ (Apple: „cmd“+„x“) drücken (Alternative: „strg“+„c“ (Apple: „cmd“+„c“), danach die Textstelle löschen). Der Text ist im ursprünglichen Artikel nun gelöscht, aber (zwischen-)gespeichert. (Hinweis: Bitte nun keine weiteren Textstellen kopieren, weil die Zwischenablage dann mit diesen Informationen überschrieben würde und der ursprünglich gespeicherte und für das neue Lemma benötigte Text verloren ginge.)
  • Zweiter Schritt: Solange man noch im ursprünglichen Artikel arbeitet, empfiehlt es sich, diejenige Textstelle bzw. diejenigen Begriffe auszuwählen, die später als Anschlussstelle für den Link auf den neuen, den ursprünglichen Artikel erweiternden, Artikel fungieren werden. Es kann sich auch anbieten, einen neuen Text für den ursprünglichen Artikel zu schreiben: Die Informationen, die ausgelagert werden, sind nun komprimiert darzustellen. Die Begriffe, z.B. „Sebaldusgrab“, die später für die Verlinkung verwendet werden sollen, bitte im Hinterkopf behalten. Bitte die Änderungen im ursprünglichen Artikel speichern/veröffentlichen.
  • Dritter Schritt: Im neuen Artikel neues Lemma anlegen: Hinweise für die Wahl des Lemmas finden sich im Handbook.
  • Vierter Schritt: Schreiben: Neben dem einzufügenden Text („cmd“ + „v“ Tastenkombination) werden einleitende und abschließende Sätze zu formulieren sein. Neue Zwischenüberschriften können sich anbieten. Der Artikel kann nun auf der Grundlage der zu vermittelnden Informationen gegliedert werden. Basisinformationen, die im ursprünglichen Artikel enthalten sind, gilt es zu wiederholen. D.h. der neue Artikel kann nun als eigenständiger Artikel gelten. Der neue Artikel beinhaltet die wesentlichen Informationen für das neue Lemma. Das Verständnis des neuen Lemmas ist auch möglich, ohne den ursprünglichen Artikel gelesen zu haben. Eine Textstelle, an der auf den ursprünglichen Artikel verlinkt werden kann, wird sich anbieten. Den neuen Artikel bitte speichern.
  • Letzter Schritt: Im ursprünglichen Artikel bitte auf das neue Lemma verlinken. Dazu kann auch die Vorlage {{Hauptartikel|Lemma}} verwendet werden.
Wenn mehrere Autor:innen am Text beteiligt waren
Für eine lizenzkonforme Auslagerung eines Unterartikels ist in diesem Fall das in Hilfe:Artikelinhalte auslagern beschriebene Vorgehen ratsam.

Beispiel

Beispiel eines Verweises auf den Hauptartikel Anzeige unter der Überschrift des Abschnitts in einem Wikipedia-Artikel, hier: Verweis auf „Dresdner Holbeinstreit“ im Artikel Darmstädter Madonna

Darmstädter Madonna -> Dresdner Holbeinstreit
Im Artikel zur Darmstädter Madonna von Hans Holbein d.J. wird der berühmte Holbein-Streit – die Diskussion um die korrekte Zuschreibung dieses und eines weiteren Gemäldes – in einem eigenen Abschnitt erwähnt. Dort wird aber auch auf die ausgegliederte, ausführlichere Darstellung dieser kunsthistorischen Debatte in einem eigenen Hauptartikel verwiesen (siehe Abb.).

Nachweise/Literaturhinweise[Quelltext bearbeiten]

  • In der Wikipedia besteht eine Nachweispflicht für alle aus der Fachliteratur entnommenen Informationen; die Regeln sind hier zu finden. Deshalb sollte die für das Verfassen des Artikels genutzte (und für das Lemma relevante) Fachliteratur unbedingt angegeben werden.
  • Nachgewiesene und deshalb nachprüfbare Informationen erhöhen die Qualität eines Artikels.
  • Die Fachliteratur ist auf ihre Relevanz hin zu prüfen. Zu den Hauptkriterien zählen wiederum Nachweise (meist in Form eines wissenschaftlichen Apparats mit Fuß- bzw. Endnoten und einer Liste der verwendeten Literatur) und die Arbeit mit Quellen.
  • Allgemeine Hinweise für die Recherche von Literatur finden sich auf der Wikipedia-Seite zur Literatur.
  • Weitere Hinweise und Begründungen zu Belegen findet ihr im Wikipedia-Lehrbuch: Belege und Literatur.

kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

  • Möglichst nach aktueller (Aufsatz-)Literatur und internationaler Literatur suchen. Diese findet sich u.a. auf kubikat.org.
  • Statt der Verwendung reich bebilderter Überblickswerke wird ein Blick in die wissenschaftliche Standardliteratur empfohlen. Kunsthistorische Literatur lässt sich etwa über kubikat.org und die Links zur kunstwissenschaftlichen Recherche recherchieren.
  • Recherchewege kombinieren. Ein Beispiel: Literatur zu Marina Abramović kombinieren mit Standardliteratur zum Genre Body Art. Auch nach relevanter Literatur über einige der Links zur kunstwissenschaftlichen Recherche parallel suchen.
  • Open Access-Literatur einpflegen und mit einem Link versehen: Offen zugängliche Quellen werden häufiger konsultiert und stoßen weitere Recherchen an.
  • Nachlassorte und -archive nennen, ebenso Werkverzeichnisse oder digitale Datenbanken: Anhand jener Informationen lässt sich bei Bedarf gut weiter recherchieren. Tipp: Wenn man zufällig auf eine Quelle stößt, nachsehen, ob sie in der Wikipedia zu finden ist.
  • Gerne die Werkverzeichnisnummer angeben, wenn ein Werkverzeichnis der Künstler:innen existiert.

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Nachweise einfügen[Quelltext bearbeiten]

  • Eine Hilfestellung zum Setzen der Nachweise findet sich auf der Seite Einzelnachweise in der Wikipedia.
  • Die Zitierrichtlinien der Wikipedia geben Hinweise zur Formatierung.
  • Für das Zitieren hilft der Transformator bei der Transformation in Wikitext unter der Berücksichtigung von Formatvorlagen.

Zum Weiterlesen
Werkmonographien sind eine verhältnismäßig junge Gattung der kunstwissenschaftlichen Literatur und des kunstwissenschaftlichen Schreibens. Handelt es sich um Wikipedia-Artikel, ist ohnehin von einer recht neuen Art von Texten und einer neuen Art des Schreibens auszugehen. Für monographische Artikel gilt dies aber auch sogar im Rahmen der traditionellen kunsthistorischen Literatur. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts etabliert, fand die Gattung der Werkmonographie jedoch in herkömmliche Enzyklopädien des allgemeinen Wissens keinen Eingang, anders als etwa die Gattung der Künstler:innenbiografie. Die Aufnahme monographischer Artikel zu Einzelwerken ist eine ganz besondere Neuerung der Wikipedia.

Verlinkungen[Quelltext bearbeiten]

  • Der Link, Kurzform für Hyperlink, ist im World Wide Web ein wesentliches Element zur Verknüpfung von Inhalten.
  • Links bieten sich nicht nur zwischen Worten und Wikipedia-Einträgen, z.B. zwischen Begriffen und Begriffserklärungen, an, sondern auch zwischen Bildern, zwischen Daten sowie zwischen Worten und Bildern.
  • Verlinkungen dienen der eindeutigen Zuordnung. Wikipedia-interne Links, sog. Wikilinks, binden den Artikel in die digitale Enzyklopädie ein. Die Menge an Wikilinks auf einen Artikel trägt wesentlich zu seiner Auffindbarkeit bei und wirkt der „Verwaisung“ entgegen. Alle Links auf einen Artikel sind in der Linkliste aufgeführt, die auch am linken Bildschirmrand zu finden ist („Links auf diese Seite“).
  • Die Devise „sparsam und sinnführend“ wurde für wikipedia-interne Verlinkungen, die Wikilinks, formuliert.
  • Für den ersten Satz eines Wikipedia-Artikels (siehe Überblickstext) lässt sich die Devise formulieren: Im ersten Satz eines Wikipedia-Artikels, der das Lemma lexikographisch erfasst, sollten grundlegende Begriffe (z.B. „Glasmalerei“, „Installation“, „Environment“) mit Wikilinks versehen werden.
  • Wenn ein Begriff im Fließtext mehrmals vorkommt, soll er in der Regel nur beim ersten Auftreten in einem Abschnitt verlinkt werden. Bei längeren Texten, die nicht notwendigerweise von oben nach unten komplett durchgelesen werden, ist es häufig sinnvoll, ihn in einer späteren Passage eines anderen Abschnitts noch einmal zu verlinken, insbesondere, wenn es für das Verständnis spezieller Absätze oder Sachverhalte sinnvoll scheint.
  • Fachtermini sollten zur Erläuterung primär mit Wikilinks verlinkt werden, nur zur Not mit externen Links, im Sinne des enzyklopädisch-umfassenden Gedanken. Hierfür kann mitunter auch das Anlegen neuer Lemmata erforderlich sein. Doch eine sofortige Anlage der neuen Lemmata ist kein Muss. Denn es besteht auch die Möglichkeit, auf noch nicht existierende Artikel zu verlinken. Der Begriff im Text wird dann (vorläufig) rot erscheinen, bis ein solcher Artikel angelegt wurde. Sämtliche Links zu bestehenden Artikeln erscheinen hingegen im Text in blauer Schrift.
  • Erläuterungen und Regeln zu wikipedia-internen Verlinkungen, sog. Wikilinks.

kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

  • Begriffe innerhalb der Wikipedia per Wikilinks zu verlinken (statt eine externe Verlinkung zu Texten ausserhalb der Wikipedia zu wählen) ist im Sinne des weiteren Ausbaus (und der Verbesserung) der Wikipedia auch für Fachbegriffe sinnvoll. Dies kann im konkreten Fall bedeuten, dass auf einen vergleichsweise weniger aussagekräftigen und aktuellen Wikipedia-Artikel (z.B. eine Begriffserklärung) verlinkt wird (während ein externer Link zu diesem Zeitpunkt die treffenderen Informationen vermitteln könnte). Korrekturen und weitere Überarbeitungen des zu diesem Zeitpunkt noch mangelhaften Wikipedia-Artikels wären ein idealer nächster Schritt (Tipps findet ihr im Abschnitt Artikel bearbeiten).
  • Die Verlinkung auf noch nicht existierende Artikel signalisiert Informationsbedarf; die Begriffe erscheinen in rot. Bekannt ist in diesem Zusammenhang die Aktion Women in Red.
  • Nicht alle, sondern nur jene Begriffe, die für das Verständnis des Artikels grundlegend bzw. besonders relevant sind, sind zu verlinken.
  • Eine Verlinkung zu Wikidata, bzw. das Anlegen oder Ergänzen des Wikidata-Eintrags und anschließende Verlinkung, trägt zur Vernetzung der Wiki-Schwesterprojekte (durch sog. Interwiki-Links) bei (hier findet ihr weitere Informationen zum Verknüpfen der Seiten). Der Wikipedia-Artikel hat nun ein sog. Wikidata-Datenobjekt („wikidata item“ mit entity ID, einer mit Q beginnenden Nummer). Ihr findet das Wikidata-Datenobjekt des Wikipedia-Artikels im linken Menübereich unter „Werkzeuge“: „Wikidata-Datenobjekt“.
  • Zum Thema Bilder: Die Verlinkung zu Wikidata empfiehlt sich bei Abbildungen genau dann, wenn auf eine umfassendere Dokumentation bei Wikidata zu verweisen ist, während der monographische Artikel vergleichsweise weniger Abbildungen enthält (Bilder mit Farbbalken z.B. werden im Sichtungsprozess meist entfernt). Eine ganze Reihe an weiteren Varianten und Modifikationen von Abbildungen findet sich meist in der Versionsgeschichte bei Wikimedia („Dateiversionen“). Diese Vielzahl und Auswahl mag für den individuellen Zugriff von Interesse sein.

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Wie verlinke ich?[Quelltext bearbeiten]

Beispiele

  • Zum Beispiel verweisen wir mit dem letzten Wort dieses Satzes per Hyperlink auf das Wiki zur Kunstgeschichte. Da der Artikel ein Wikipedia-Artikel ist, darf sich der Link Wikilink nennen.
  • Im Wikipedia-Artikel zum Trompe-l’œil heißt es: „Ein Trompe-l’œil ist eine illusionistische Malerei, die mittels perspektivischer Darstellung Dreidimensionalität vortäuscht.“ Die Begriffe „illusionistische Malerei“, „perspektivische Darstellung“ und „Dreidimensionalität“ werden im Text nicht definiert, es wird auf die Begriffe verlinkt. Die interessierten Leser:innen werden unter dem Link nachsehen.
  • Über die Kirche San Miniato al Monte ist in der Wikipedia zu lesen: „Die Fassade im Inkrustationsstil ist mit weißem Carrara-Marmor und dunkelgrünem Serpentin aus Prato verkleidet.“ Wer hier weitere Informationen erhalten möchte, kann die verlinkten Worte „nachschlagen“. In der Folge des Artikels zu der Kirche wird auf diese nicht weiter eingegangen. So wird der Lesefluss nicht durch Definitionen und Begriffserklärungen aufgehalten, der Artikel nicht in die Länge gezogen und die allgemeine lexikographische Ökonomie gewahrt.

Zum Weiterlesen
Rote Links: Links to nowhere
Artikel zu Künstlerinnen, (Kunst-) Wissenschaftlerinnen und zu Werken von Frauen in der Wikipedia

Oft bereits wurde die Anekdote erzählt, dass Donna Strickland einen eigenen Wikipedia-Artikel erst an jenem Tag bekam, als der anerkannten Wissenschaftlerin der Nobelpreis verliehen wurde. Diese Geschichte verweist auf den irritierenden Umstand, dass es kaum Wikipedia-Artikel zu Frauen und ihren Leistungen gibt bzw. (optimistisch ausgedrückt:) sie einfach noch nicht geschrieben worden sind.
An dieser Stelle sammeln wir Links und Hinweise – im Sinne eines living documents, um gegenseitig zu informieren und Rat zu geben. Die Protokolle zum Labor „Leerstellen: Kunsthistorikerinnen und Künstlerinnen in der Wikipedia“ des Studientags der AG kuwiki am 13. November 2021 können veröffentlicht und verlinkt werden (eine knappe Beschreibung des Verlaufs ist bereits hier einzusehen).

Linkliste
Projektart Name Jahr Link
Wiki-Seite Women Artists 2013–heute https://en.wikipedia.org/wiki/Women_artists
Initiative Women in the Art History Field 2014–heute https://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_the_art_history_field
Projekt Who writes his_tory? 2016–heute https://whowriteshistory.me
Veranstaltungsreihe 60 Minuten – Gender und Diversity in der Wikipedia 2020–heute https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:60_Minuten
Lehrveranstaltung Representing Women: Feministische Strategien in Wissenschaft, Kunst und Netzaktivismus 2020/21, 2021 http://www.kunstgeschichte.hu-berlin.de/2021/11/representing-woman-feministische-strategien-in-wissenschaft-kunst-und-netzaktivismus/
Veranstaltung Leerstellen: Kunsthistorikerinnen und Künstlerinnen in der Wikipedia 2021 https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Arbeitsgemeinschaft_Kunstwissenschaften_%2B_Wikipedia/Studientag
Projekt Female Art Historians in Blue 2021 https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Edit-a-thon/Female_Art_Historians_In_Blue
Lehrveranstaltung Ein Raum für uns allein? Kollektives Schreiben und feministische Strategien in der Wikipedia 2022/23 https://www.uni-mannheim.de/zlbi/bildungsinnovation/projekte/aktuelle-projekte/wissen-bewegen-programm/ein-raum-fuer-uns-allein/#c288776
Feministische Vernetzungsinitiative FemNetz ongoing Wikipedia:WikiProjekt_FemNetz
ergänzen ergänzen ergänzen
ergänzen ergänzen ergänzen
ergänzen ergänzen ergänzen
– Bitte: die Liste fortschreiben –

Abbildungen[Quelltext bearbeiten]

  • Die Abbildung dient der Veranschaulichung.
  • Bildrecherche: Wikimedia Deutschland unterhält Picsome als Portal zur Recherche gemeinfreier Abbildungen.
  • Für Bildlegenden (Bildunterschriften, Abbildungslegenden) gilt:
    • Mit Großbuchstaben anfangen, ohne Punkt enden. Die Bildlegende endet jedoch dann mit einem Punkt, wenn sie mehr als einen Satz enthält. Verlinkungen innerhalb der Bildlegende sind möglich.
      Wiki-Seite mit Informationen und Hinweisen zum Setzen der Bildlegende.
    • Bildlegenden für Abbildungen enthalten die Angaben: Künstler:in, Werktitel. Erweiterte Angaben beinhalten: Datierung, Material, Maße, Aufbewahrungsort, besondere Umstände (z.B.: „hier gezeigt im Rahmen der Frieze London 2004“).
    • Bei Architektur, architektonischen Aufnahmen: zudem Angabe von Koordinaten (z.B.: „Aufnahme von Nordosten“; diese Angaben fehlen häufig).
    • Eine den wissenschaftlichen Publikationen vergleichbare Nummerierung der Abbildungen gemäß ihrer Erwähnung im Text (z.B. „Abb. 1“) und die entsprechende Aufnahme in den Fließtext („vgl. Abb. 1“) ist für Wikipedia-Artikel nicht gebräuchlich. Abbildungen werden weder bei ihrer Erwähnung im Text noch im Rahmen der Abbildungslegende nummeriert.
    • Nicht zu verwechseln ist die Bildlegende mit den Informationen in der sog. Infobox (z.B. ist die Bildlegende bei Manets „Musik im Tuileriengarten“: „Musik im Tuileriengarten (Édouard Manet)“, siehe Abb.)
      Beispiel: Infobox und eingeblendete Bildlegende (grau hinterlegter Text mitten im Bild)
      . Die Bildlegende erscheint, wenn man den Cursor etwas länger über die Abbildung hält (Anders verhält es sich mit den Informationen der Infobox. Diese stehen zwar unter der Abbildung, würden aber streng gesehen nicht als „Bildlegende“ bezeichnet).
  • Thema Bildrechte:
  • Zur Seite Frequently Asked Questions zu Abbildungen in der Wikipedia.

kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

  • Zur Qualität der Abbildung:
    • Bildgröße: mind. 600 Pixel (Längsseite).
    • Bei fotografischen Reproduktionen zu beachten: Beleuchtung, ohne: Verzerrungen, stürzende Linien, Lichtreflexe.
    • Bei Gemälden: ideal mit Malkante, nicht beschnitten. Alle weiteren Versionen, mit Farbbalken, verschiedenen Rahmungen etc. als Verlinkung bei Wikidata.
    • Plus: ggfs. mehrere Ansichten, Details, Arbeitsspuren, Schäden.
  • Ziel: möglichst vollständige Dokumentation des (aktuellen Erhaltungszustand des) Kunstwerks, aber auch ursprünglicher Erhaltungszustände:
    • Bei Gemälden: Für die umfassende Darstellung von Bildern a) mit Farbbalken, b) mit Rahmen und c) „plain" eignet sich die Erfassung bei Wikidata. Für den Artikel eine Version wählen (beachte: Abbildungen mit Farbbalken werden im Begutachtungsprozess meist entfernt) und auf die umfassendere Dokumentation bei Wikidata verlinken.
    • Im Fall mehrerer Versionen eines Kunstwerks (v.a. für Bilder) gibt es die Möglichkeit einer übersichtlichen Darstellung mit der Vorlage: Vorlage:Infobox Gemäldeversionen.
    • Für die Dokumentation von Installationen, ephemeren Werken etc. können sich Fotografien anbieten. Bitte die Nutzungsrechte beachten.
    • Für mehrere/weitere Ansichten eines Kunstwerks, Erhaltungszustände etc. eignet sich als Darstellung die sog. „Galerie-Ansicht“. Zudem kann auf Verlinkungen zurückgegriffen werden.
  • Verhältnis Text und Abbildung:
    • Die Abbildung des Kunstwerks entbindet nicht von einer Beschreibung des Kunstwerks. So sollten z.B. Farbeigenschaften trotz einer Abbildung Teil der Beschreibung sein.
    • Hinweis: Die Leichtigkeit, mit der sich heute farbige Reproduktionen digital einbinden lassen, hat immer wieder dazu geführt, dass ein Abgleich mit dem Original entfallen ist. So sollte z.B. auch die Farbigkeit des originalen Artefakts beschrieben oder über einen Farbbalken authentifiziert werden.

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Wie füge ich eine Abbildung in den Artikel ein? Wie erstelle ich eine Galerie-Ansicht?[Quelltext bearbeiten]

  • Zur Wikipedia Vorlage Galerie-Ansicht für Bilderreihen zum Durchblättern („Weiter-Klicken“), max. 35 Bilder können auf diese Weise präsentiert werden (beachte: z.Zt. unterstützt nicht jeder Internet-Browser die korrekte Darstellung der Scroll-Galerie, beim Ausdrucken entstehen stets Verschiebungen im Layout des Artikels, da alle Bilder dann nicht „im Album“, sondern untereinander dargestellt werden).

Beispiele

En bateau / Im Boot / Boating (Édouard Manet)
  • Édouard Manét: Im Boot, Öl auf Leinwand, 1874
    Gut: Die Abbildung beachtet den Rand, d.h. das Bild ist nicht beschnitten.
    Die Bildlegende: „En bateau / Im Boot / Boating (Édouard Manet)“, mit Bildtitel in drei Sprachen, separiert mit Schrägstrichen, Künstlernamen in Klammern am Schluss, ohne Jahresangabe.
  • Richard Serra: Terminal (Skulptur), Cortenstahlskulptur, 1977
    Die Skulptur im öffentlichen Raum ist begehbar. Es wurde eine Reihe von Fotografien mit unterschiedlichen Ansichten und Zuständen der Skulptur in den Artikel eingefügt.

Lemma/Objektbezeichnung/Titel[Quelltext bearbeiten]

In einem Lexikon benötigt jedes Objekt eine eigene Bezeichnung (Lemma), unter der es gespeichert, beschrieben und gefunden werden kann. Anders als moderne Kunstwerke haben aber die meisten vor dem 19. Jahrhundert entstandenen Kunstwerke keinen feststehenden Namen oder Titel, den ihnen die Künstler:innen gegeben haben. Nur sehr wenige Objekte besitzen einen fixen, in Fachwelt und Öffentlichkeit akzeptierten und üblichen Namen (z.B. Sixtinische Madonna). Für Objekte des Kunsthandwerks gilt dies im selben Maße. Die in Museen oder der Fachliteratur verwendeten Bezeichnungen benennen deshalb in knapper Form meist nur einen oder mehrere Aspekte des Objekts, z.B.:

  • Motiv/Ikonografie (z.B. Kreuzigung, Venus und Mars)
  • Funktion (z.B. Altar, Bildnis)
  • Bildform (z.B. Pala, Triptychon, Statue)
  • Auftraggeber:in (z.B. Heller-Altar, Porträt der Ginevra de’ Benci)
  • Herkunfts-/Aufstellungs-/Aufbewahrungsort (z.B. Brügger Madonna)
  • Sammler:in (z.B. Madonna Norton Simon)
  • legendarische Namen (z.B. La Fornarina)
  • Die Bezeichnungen können je nach Fokus, Forschungsstand und aktuellem Sprachgebrauch variieren. So kann ein Bild in einem älteren Museumskatalog ganz anders benannt sein als in einer jüngeren Künstler:innenmonografie oder in einer Verkaufsnotiz anders als auf einem Objektschild in einer Sonderausstellung.
  • Diese Bezeichnungen sind also, anders als die Titel moderner Kunstwerke, nicht Teil eines Kunstwerks, sondern Teil von dessen (späterer) Wahrnehmung und Interpretation. Das gilt auch für Objekte des Kunsthandwerks. Aus diesem Grund konnten sich falsche, unvollständige und diskriminierende Bezeichnungen etablieren.
  • Sprache: In der deutschsprachigen Kunstwissenschaft sind Bezeichnungen auf Deutsch – mit Ausnahme tradierter anderssprachiger Bezeichnungen (z.B. Sacra conversazione) oder Angaben in Werkverzeichnissen – üblich.

kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

  • Auch die Bezeichnungen in kunstwissenschaftlichen Publikationen sind keine Titel, die in jeder Hinsicht Autorität beanspruchen dürfen, selbst wenn sie die Grundlage für die Wahl eines Lemmas geliefert haben. Die Verwendung diskriminierender Begriffe ist durch deren Gebrauch in kunstwissenschaftlichen Publikationen nicht gerechtfertigt.
  • Für das Lemma eines vormodernen Kunstwerks ohne allgemein akzeptierten Namen ist eine beschreibende Bezeichnung in einem bereits in der Forschung üblichen Format sinnvoll. Bei Werken mit gleicher Bezeichnung, wie beispielsweise „Kreuzigung“ oder „Madonna mit Kind“, kann zusätzlich eine Spezifizierung durch den Künstler:innennamen, den Aufbewahrungsort, die Datierung oder die Inventarnummer erfolgen. Entsprechendes gilt für Lemmata von Objekten des Kunsthandwerks.
  • Im Überblickstext am Beginn des Artikels sind Formulierungen zu wählen, die den Eindruck eines feststehenden Titels („Die Kreuzigung ist ein Ölgemälde von...“) vermeiden. Deshalb ist auch von einer Hervorhebung der Objektbezeichnung (fett/kursiv, Anführungsstriche) abzuraten. Stattdessen können Formulierungen wie die folgenden benutzt werden:
    • „Das unter der Bezeichnung Annalena-Altar bekannte Gemälde Fra Angelicos...“
    • „Das Relief mit der Darstellung der Madonna mit Kind und zwei Putten...“
    • „Botticellis Bildnis eines jungen Mannes mit Medaillon...“
    • „Das heute in Berlin aufbewahrte Altarbild Andrea del Castagnos zeigt die Himmelfahrt Mariens.“
  • Auch im Artikeltext sollte eine titelartige Verwendung der Bezeichnung vermieden werden. Da der Artikel ein bereits benanntes Objekt behandelt, bieten sich Begriffe wie „Werk“, „Arbeit“, „Objekt“ bzw. darüberhinaus je nach Objekttyp spezifischere Begriffe an. Hier einige Beispiele:
    • Tafelbild: „Gemälde“, „Tafel“, „Bild“
    • Marmorstatue: „Skulptur“, „Bildwerk“, „Statue“, „Standbild“


Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweise: Wie lege ich ein neues Lemma an?

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Wie lege ich ein neues Lemma an?

Beispiele: Lemmata

Beispiele für Lemmata in der Wikipedia

  • Essener Domschatzkammer Hs. 1“ – Beispiel für das Lemma einer Handschrift, bei der im Überblickstext alternative Bezeichnungen genannt werden.
  • Für eine Grafik Rembrandts, die Christus bei den Kranken zeigt, wurde als Lemma „Das Hundertguldenblatt“ gewählt: Diese Bezeichnung ist zwar nicht der Titel des Werks, als „Hundertguldenblatt“ aber ist die Grafik bekannt. Der Wikipedia-Artikel enthält Erklärungen dazu, wie es zu der Bezeichnung gekommen ist.
  • Das Lemma „Michaeliskirche (Hildesheim)“ wurde für die Kirche St. Michael in Hildesheim ausgewählt, der Ortsname wird hier in Klammern nach dem Kirchennamen angeführt.
Zum Weiterlesen: Lemma, Objektbezeichnung und Titel

Lemma, Objektbezeichnung und Titel
Nahezu alle vormodernen Kunstwerk könnten – als subversive Antwort auf die zuweilen ins Kraut schießenden aktuellen Bezeichnungen – mit „Ohne Titel“ überschrieben werden. Bildtitel im heutigen Sinne waren lange Zeit nicht üblich. Stattdessen bezeichnete man bei Bedarf – zeitgenössische Dokumente wie Verträge und Inventare oder die Viten Giorgio Vasaris liefern hierfür gute Beispiele – einfach das Motiv (Kreuzigung, Anbetung usw.) oder die Gattung (Porträt, Stillleben usw.), gelegentlich ergänzt um Hinweise auf eventuelle Besonderheiten. Nur wenige Werke haben aufgrund ihrer Prominenz im Laufe der Zeit eine Art Spitznamen erhalten, der sie klar von anderen Objekten unterscheidet. Für die Enzyklopädie und ihre Systematik ergibt sich hieraus die Frage, wie eigentlich „namenlose“ Kunstwerke und Objekte des Kunsthandwerks so benannt werden können, dass die Zuordnung eindeutig ist. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie in einem objektmonografischen Artikel mit der Bezeichnung umgegangen werden kann, ohne aus ihr einen Titel zu machen, den ein:e Künstler:in bewusst gewählt hätte.

In der Moderne haben sich bewusst ironische und paradoxe Titelverweigerungen wie „Ohne Titel“ etabliert (dazu Tobias Vogt, Untitled. Zur Karriere unbetitelter Kunst in der jüngsten Moderne, München 2006). Das Erstellen des geeigneten Lemmas für einen Wikipedia-Artikel erfordert sowohl bei absichtsvoller wie absichtsloser Nichtbetitelung besondere Aufmerksamkeit.

Überblickstext[Quelltext bearbeiten]

  • Der Überblickstext enthält die grundlegenden Informationen zum Lemma in konzentrierter und verständlicher Form sowie in sinnvoller Reihenfolge. Sinnvoll bedeutet: vom Allgemeinen zum Spezifischen.
  • Der Überblickstext soll den Leser:innen eine schnelle Orientierung ermöglichen.
  • Dabei sollte insbesondere der erste Satz so wenig Informationen wie möglich und so viele wie nötig enthalten, die es braucht, um das Lemma zu erfassen. Im ersten Satz sollten zudem auch grundlegende Begriffe (z.B. „Skulptur“, „Gemälde“, „Kunst im öffentlichen Raum“, „1994“) mit Wikilinks versehen werden.
  • Zu den grundlegenden Informationen im Überblickstext eines Artikels zu einem Kunstwerk zählen üblicherweise:
    • Objektbezeichnung (siehe: Lemma/Objektbezeichnung/Titel)
    • Objektgattung
    • Künstler:in
    • Datierung/zeitliche Einordnung
    • Material/Technik
    • Aufbewahrungsort
    • ggfs. Erhaltungszustand
  • Darüber hinaus können knappe Aussagen auch zu folgenden Aspekten in den Überblickstext aufgenommen werden:
    • Die Bedeutung für die (Kunst-)Wissenschaft (z.B. „gilt in der Forschung als das früheste...“; „in der Kunstwissenschaft intensiv diskutiert“ usw.).
    • Zur Intensität der Rezeption (z.B. „diente zahlreichen späteren Bauwerken als Vorbild“; „sorgte 2010 für eine intensive öffentliche Debatte“; „war bis zu seiner Entdeckung weitgehend vergessen“).
    • Herausragende Besonderheiten, die unmittelbar mit dem Kunstwerk verbunden sind.
  • Überschneidungen und Lücken sind natürlich möglich.

kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

  • Abzuraten ist von:
    • Epochenzuweisungen (Mittelalter, Renaissance usw.) – weil zeitlich wie inhaltlich unscharfe, mit Bewertungen und pauschalisierenden Vorstellungen verknüpfte Begriffe, die wenig erklären.
      • Besser sind – je nach Situation – konkrete Angaben zur Entstehungszeit und zum Entstehungsort.
    • Einordnungen in Entwicklungsmodelle (Vorläufer, Nachfolger, Vorwegnahme, Weichenstellung, wegweisend, noch/schon etc.) – weil sich (Kunst-)Geschichte nicht linear oder gesetzmäßig „entwickelt“ und deshalb solche Einordnungen in den Kunstwissenschaften überwiegend als überholt gelten. Beispiele:
      • Bsp. „Vorläufer des Expressionismus“, „Werke Giottos als Vorläufer der Renaissance“
    • Bewertungen (v.a. Superlative, „Hauptmeister“, „Genie“, „Meisterwerk“, „Hauptwerk“) – weil die Kategorien für solche Bewertungen meist unscharf bleiben. Beispiele:
      • Bsp. „sein bestes Werk“, „bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte“, „Hauptmeister“; „sein Genie setzt sich durch“, „Hauptwerk“ und „eines der bedeutendsten Meisterwerke der deutschen Tafelmalerei“
    • Inspiration/Einfluss – weil weder Epochen oder Werke noch Künstler:innen passive Empfänger:innen „inspirieren“ oder „beeinflussen“, sondern im Gegenteil Künstler:innen sich im Rahmen bestimmter (und zu untersuchender) Voraussetzungen an Vorbildern oder künstlerischen Lösungen orientieren. Beispiele:
      • Bsp. „...wurden stark von Tizian beeinflusst“, „...von der Antike beeinflusst“
      • Besser sind – je nach Situation – Formulierungen wie:
        • „orientierte sich an ...“
        • „nahm sich ... zum Vorbild“
        • „folgte dem Entwurf von ...“
    • Trivia

Beispiele

Infobox[Quelltext bearbeiten]

  • In Wikipedia-Artikeln zu Kunstwerken wird an zentraler Stelle eine Abbildung des Werkes mit seinen Werkdaten gezeigt. Dies kann entweder unter der Verwendung von Vorlagen (Infobox Gemälde bzw. Infobox Kunstwerk) oder einfach durch das Einfügen eines Bildes mit entsprechender Bildlegende erfolgen. Beide Möglichkeiten sind in der Wikipedia verbreitet.
  • Zu beachten: Die Option, das Bild mit Bildlegende (ohne Infobox) einzustellen, erlaubt eine freiere Auswahl der dargestellten Informationen. Bei der Infobox sind die Anzeige-Optionen beschränkt. Z.B. könnten Informationen wie „Kriegsverlust“ und sehr Spezifisches bei den individuellen Bildlegenden (jederzeit auch im Nachhinein) angeführt werden.
  • Für den Spezialfall eines Gemäldes, von dem mehrere Versionen existieren, gibt es die Vorlage Infobox Gemäldeversionen.
  • Wer statt der Arbeit im Quelltext lieber die Funktionen des Visual Editors nutzen möchte, kann in der Menüleiste am oberen Rand des Eingabefensters unter „Einfügen“ die jeweilige Vorlage anwählen. Es öffnet sich dann ein Formular, in dem einzelne Parameter erläutert werden und eingefügt werden können.
  • Während bei der „Infobox Gemälde“ alle Parameter direkt abgefragt werden, ist das bei der „Infobox Kunstwerk“ nicht der Fall. Soll mit der „Infobox Kunstwerk“ ein dreidimensionales Objekt beschrieben werden, ist in der linken Spalte mit den einzelnen Parametern das Häkchen bei „Tiefe“ zu setzen, so dass sich dann im rechten Feld ein entsprechendes Eingabefenster öffnet. Mit einem Klick auf „Einfügen“ wird dann eine entsprechende Infobox im Artikel erstellt.

Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Infobox Kopiervorlagen[Quelltext bearbeiten]

Vorlage Quelltext Ansicht
Keine Vorlage, einfache Bildeinbindung [[Datei:Edouard Manet - Asparagus - Google Art Project.jpg|mini|320x450px|<div align="center">'''''Der Spargel'''''<br/>[[Édouard Manet]], 1880<br/>16,5 × 21,5 cm<br/>Öl auf Leinwand<br/>[[Musée d’Orsay]] in Paris</div>]]
Der Spargel
Édouard Manet, 1880
16,5 × 21,5 cm
Öl auf Leinwand
Musée d’Orsay in Paris
Vorlage:Infobox Gemälde {{Infobox Gemälde | bilddatei = | bildlink = | alt = | hochkant = | titel = | künstler = | jahr = | technik = | höhe = | breite = | museum = | ort = }}
Berthe Morisot mit Veilchenstrauß (Édouard Manet)
Berthe Morisot mit Veilchenstrauß
Édouard Manet, 1872
Öl auf Leinwand
55,5 × 40,5 cm
Musée d’Orsay, Paris
Vorlage:Infobox Kunstwerk {{Infobox Kunstwerk |bilddatei = |alt = |bildlink = |vorlagenbreite = |titel = |künstler = |künstler2 = |künstler-alt = |jahr = |technik = |höhe = |breite = |tiefe = |museum = |ort = }}
Alamo (Bernard Rosenthal)
Alamo
Bernard Rosenthal, 1967
Bronze,
2400 cm × 2400 cm × 2400 cm
Astor Place; Manhattan, New York City

Objektbeschreibung[Quelltext bearbeiten]

  • In einem Wikipedia-Artikel erschließt die Beschreibung ein Werk oder eine Werkgruppe auf der sprachlichen Ebene. Sie hilft, die sichtbaren Eindrücke in eine sprachliche Ordnungsstruktur zu überführen, um daran anschließend weitere Operationen – wie bspw. Erläuterungen oder Deutungen – nachvollziehbar zu machen.
  • Eine Beschreibung erfolgt stets vom Allgemeinen zum Konkreten und konzentriert sich auf das Sichtbare bzw. leicht Feststellbare und gesicherte Informationen.
  • Üblich ist es, die wesentlichen Informationen in möglichst wenigen Sätzen zu konzentrieren. Eine feste Ordnung gibt es nicht.

kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt ist das Objekt in seiner Gesamtheit; Aussagen zu Gattung, Funktion, Material und Technik sowie zum Zustand stehen immer an erster Stelle. Der Gegenstand der Darstellung, Motive usw. sind in einer Beschreibung nachgeordnete Aspekte.
  • Die Beschreibung ist von der Interpretation zu trennen. Auch die stilistische Einordnung ist eher der vertiefenden Analyse bzw. der Interpretation und Deutung zuzurechnen.
  • Wenn die Kategorien ohne ausführlichere Analysen nicht bestimmbar oder in der Forschung umstritten sind, entweder auslassen oder entsprechend offen formulieren.
Allgemeine Kategorien zur Beschreibung

Allgemeine Kategorien zur Beschreibung von Kunst und Kunsthandwerk

  • Medium und Gattung
  • Objekt-/Bild-/Bautypus
  • Material und Technik
  • Funktion
  • Ausrichtung, Format
  • Maße
  • (nur Bilder:) Sujet/Motiv/Thema bzw. Hauptbestandteil(e) der Darstellung
  • Gestaltungszusammenhang/Teil einer Serie
  • Rahmung, örtliche/räumliche Situation'
  • Inschriften, Zahlen und Zeichen, Signaturen, Datierungen
  • aktueller Aufbewahrungsort/räumlicher Kontext, evt. Bestimmungsort
  • Zustand (sichtbare Beeinträchtigung durch Schäden, erkennbare Veränderungen, Reparaturen, Restaurierungen usw.)
  • Die Beschreibung muss nicht alle Aspekte eines Objekts erfassen, sollte sich aber um eine Vollständigkeit der wesentlichen Informationen bemühen.
  • Die Kategorien der Beschreibung hängen von dem jeweiligen Objekttyp bzw. Medium ab. Manche Kategorien sind nicht immer klar zu benennen, für manche gibt es gemeinsame Bezeichnungen.
  • Für die Darstellung von Maßen, Inventar- und Werkverzeichnis-Nummern empfiehlt sich eine Infobox.
  • Einzelne Aspekte (wie Ikonografie, Rezeption, Auftraggeber:innenschaft, Gebrauch) können im Artikel – im Überblick oder in ausführlicheren Absätzen – vertieft werden. Hier ist auch Raum für Erklärungen, Deutungen und Bewertungen.
  • In den folgenden Abschnitten sind Beschreibungskategorien für unterschiedliche Kunstformen zu finden. Diese sind wie folgt geordnet: Gemälde, Skulptur und Plastik, Grafik (Handzeichnung, Reproduktionsgrafik), Architektur, performative, installative und technische Künste, „Angewandte Kunst“, Fotografie, Bildgeschichte und Comics und Graffiti und Street Art.
  • Gemälde (z.B. Tafelbild, Wandmalerei, Buchmalerei)[Quelltext bearbeiten]

    Kategorien zur Beschreibung

    Kategorien zur Beschreibung von Gemälden

    • Medium und Gattung
    • Bildtypus
    • Funktion
    • aktueller Aufbewahrungsort/räumlicher Kontext, evt. Bestimmungsort
    • Material: Bildträger, Grundierung (z.B. Kreide/gesso, Leim), Farbe (Pigmente, Bindemittel), Firnis
    • Technik: Grundierung, Vorzeichnung, Untermalung, Farbauftrag (z.B. deckend, lasierend, pastos), Pinselduktus (z.B. flächig, tupfend), Änderungen/Pentimenti
    • Zustand (z.B. sichtbare Beeinträchtigung durch Schäden, erkennbare Veränderungen, Reparaturen, Restaurierungen usw.)
    • Ausrichtung, Format
    • Sujet/Motiv/Thema bzw. Hauptbestandteil(e) der Darstellung
    • Maße
    • Gestaltungszusammenhang/Teil einer Serie
    • Rahmung, örtliche/räumliche Situation
    • Inschriften (z.B. Signaturen, Datierungen, Widmungen, Gebete usw.)
    • Kategorien einer vertiefenden Beschreibung der Darstellung
      • Haupt- und Nebenmotive
      • Vordergrund/Mittelgrund/Hintergrund/Bildzentrum
      • Ordnungen, Gruppierungen, Symmetrien/Asymmetrien
      • Beziehungen (kompositorisch, linear, Blicke, Gesten, Gegenstände usw.)
      • Bewegungen
      • Bildaufbau/Bildausschnitt
      • Beziehung zu Betrachter:innen, Blickführung der Betrachter:innen
      • Einsatz von Licht/Schatten
      • Einsatz von Farbe (auch Farbharmonien, Kontraste)
      • Rolle der Bildgrenze
      • Proportionen von Dingen und Menschen
      • Raum, Räumlichkeit, Plastizität, Erzeugung einer Raumillusion, perspektivische/atmosphärische Mittel
      • Darstellungsmodus: vereinfachend-abstrahiert oder nuanciert-naturalistisch?
      • Ikonographie
    • Kategorien einer vertiefenden Beschreibung des Einsatz von Farben
      • Helligkeitswert der Farben (Hell-Dunkel-Kontrast)
      • Farbtemperatur (Kalt-Warm-Kontrast)
      • Farbgegensätze (Komplementärkontrast)
      • Farbverteilung (Quantitätskontrast)
      • Farbklarheit (Qualitätskontrast/ leuchtend - stumpf)
      • Farbbestimmtheit (transparent – opak)
      • Farbcoleur (bunt - tonig)
      • Farbvaleur (Tonwerte und Abstufungen)
      • räumliche Wirkung von Farbe (vorne - hinten)
      • Prinzip der Farbverwendung: Dominiert der darstellende Wert (Lichtfarbe) oder der Eigenwert der Farbe (Gegenstandsfarbe ohne Beleuchtungsverhältnisse)? Wird Farbe als Symbolfarbe oder als autonome Farbe (völlig losgelöst von gegenständlichem Bezug) eingesetzt?
      • Farbbedeutung/Farbsymbolik
    • Kategorien einer vertiefenden Beschreibung der Beziehung zwischen Bild und Betrachter:innen
      • Aufsicht, Untersicht, Augenhöhe?
      • Erkennt man die Dinge aus Nahsicht oder Fernsicht?
      • Existiert eine „Identifikationsbrücke“, z.B. eine Rückenfigur oder eine zeigende Figur?
      • Nehmen die Bildgestalten Blickkontakt zum/zur Betrachter:in auf (Nähe - Distanz)?
      • Wie wirkt das Gemälde auf den/die Betrachter:in und warum?
      • Ist der dargestellte Raum betretbar? Führt ein Weg in die Bildtiefe oder ist der Zugang versperrt?
    Beispiele für die Beschreibung von Gemälden

    Beispiele für die Beschreibung von Gemälden

    • Lucca-Madonna - Detaillierte und anschauliche Gliederung, die auch unbestimmte Aspekte (Äpfel oder Orangen auf der Fensterbank?) transparent macht
    • Gebetbuch Ottos III. - Sehr übersichtlich erarbeitet, gute Zwischenüberschriften und Beispiele, wissenschaftliche Diskussion knapp und präzise erläutert (ausgezeichnet als exzellenter Wikipedia-Artikel)
    • Tauberbischofsheimer_Altar - Standortgeschichte des Kunstwerks, gut bebildert, gute Gliederung (ausgezeichnet als exzellenter Wikipedia-Artikel)
    • Monatsbilder - Guter Überblick, gut geliedert und bebildert (ausgezeichnet als exzellenter Wikipedia-Artikel)
    • Darmstädter Madonna - gut aufgebaut und gegliedert, ausreichend bebildert und verlinkt (ausgezeichnet als exzellenter Wikipedia-Artikel)
    • (weiteres folgt)

    Skulptur und Plastik[Quelltext bearbeiten]

    Kategorien zur Beschreibung von Skulptur und Plastik

    Kategorien zur Beschreibung

    • Bildtyp: vollplastische Arbeit, Relief (z.B. Hochrelief, Flachrelief, rilievo schiacciato)
    • Funktion (wenn ablesbar; z.B. Brunnenfigur, Grabmal, Andachtsbild, Porträtbüste usw.)
    • räumlicher Kontext (v.a. für Objekte in situ, also am ursprünglichen Ort) bzw. aktuelle Präsentation (v.a. im Museum)
    • Maße
    • Material
    • Technik der Herstellung, eventuell Arbeits-/Werkzeugspuren
    • Oberflächengestaltung (z.B. Politur)
    • Fassung/Farbigkeit
    • Zustand (z.B. sichtbare Beeinträchtigung durch Schäden, erkennbare Veränderungen, Reparaturen, Restaurierungen usw.)
    • Ansichtigkeit (Allansichtigkeit, Ansichtsseite)
    • Verhältnis der Figur zum Raum (dazu: Schatten, geschlossene/offene Form, raumgreifend etc.)
    • Darstellung des Körpers (z.B. Kontrapost, Ponderation, Schwere, Anspannung etc.)
    • Proportionen
    • Verhältnis von „Kern“ und „Schale“ (vor allem Verhältnis von Körper und Gewand)
    • Rahmung, Sockel
    • Inschriften (z.B. Signaturen, Datierungen, Widmungen, Gebete usw.)
    Beispiele für die Beschreibung von Skulptur und Plastik

    Beispiele für die Beschreibung von Skulptur und Plastik

    Grafik[Quelltext bearbeiten]

    Grafik I: Handzeichnung, Kategorien zur Beschreibung

    Kategorien zur Beschreibung von Grafik: Handzeichnung

    • Bildtyp/Funktion (z.B. Skizze, Modell, autonome Zeichnung)
    • aktueller Aufbewahrungsort
    • Maße
    • Material des Trägers (z.B. Pergament, Hadernpapier, gefärbtes Papier), eventuell Charakteristika des Trägers (z.B. Stärke, Fasern, Farbigkeit)
    • Material/Technik der Zeichnung (z.B. Silberstift, Kohle, Rötel, Feder+Eisengallustinte, Pinsel+Rußtusche), eventuell Charakteristika von Zeichenmaterials/-technik
    • Änderungen/Pentimenti
    • Zustand (z.B. sichtbare Beeinträchtigung durch Schäden, erkennbare Veränderungen, Reparaturen, Restaurierungen usw.)
    • Ausrichtung, Format
    • Rahmung
    • Sujet/Motiv/Thema bzw. Hauptbestandteil(e) der Darstellung
    • Zusammenhang mit anderen Zeichnungen/Kunstobjekten (z.B. als Serie, Entwurf)
    • In- bzw. Aufschriften: Inhalt, Ort, Charakteristika (z.B. Künstler:innensignaturen, Datierungen, Sammler:innennamen, Sammlungsnummern, Zuschreibungen, Kommentare etc.)
    Grafik II: Druckgrafik, Kategorien zur Beschreibung

    Kategorien zur Beschreibung von Grafik: Druckgrafik

    • Beschreibung der Merkmale einer Serie, nicht des einzelnen Blattes
    • grafisches Verfahren (z.B. Kupferstich, Radierung, Mezzotinto, Chiaroscuro)
    • Maße: Höhe mal Breite in cm bzw. mm, ohne Rand (alternativ: Angaben mit und ohne Rand)
    • Material des Trägers (z.B. Hadernpapier, gefärbtes Papier), eventuell Charakteristika des Trägers (z.B. Stärke, Fasern, Farbigkeit)
    • Ausrichtung, Format
    • Rahmung
    • Sujet/Motiv/Thema bzw. Hauptbestandteil(e) der Darstellung
    • Inschriften: Inhalt, Ort, Charakteristika (z.B. Legenden, Künstler:innensignaturen, Angaben zum Drucker, Verleger und „Inventor“, Datierung etc.)
    • Aufschriften: Inhalt, Ort, Charakteristika (z.B. Auflagenangaben/Blattnummer, Sammler:innennamen, Sammlungsnummern, Zuschreibungen, Kommentare etc.)
    • Aufbewahrungsorte
    • Unterschiede zwischen Drucken
    Beispiele für die Beschreibung von Grafik

    Beispiele für die Beschreibung von Grafik

    Architektur[Quelltext bearbeiten]

    Kategorien zur Beschreibung

    Kategorien zur Beschreibung von Architektur

    • Bautyp
    • Funktion
    • Lage/Beziehung zum Umraum/baulicher Kontext
    • Orientierung, Form
    • Material
    • Technische Verfahren
    • Zustand (z.B. sichtbare Beeinträchtigung durch Schäden, erkennbare Veränderungen, Reparaturen, Restaurierungen usw.)
    • Abmessungen
    • Grundriss
    • Geschosszahl
    • Dachform
    • Fassade
    • Achsen (=Fensteröffnungen)
    • Erschließung/Zugänge
    • Inneres
    • Raumwahrnehmung (z.B. Akustik)
    Beispiele für die Beschreibung von Architektur

    Beispiele für die Beschreibung von Architektur

    • Alte Synagoge (Heilbronn) - gut gegliedert und bebildert (mit Fotos und Plänen des Gebäudes), Zerstörung als eigener Punkt, auch Orgel extra behandelt (ausgezeichnet als exzellenter Wikipedia-Artikel)
    • Haus zum Walfisch - übersichtlich gegliedert und bebildert (ausgezeichnet als exzellenter Wikipedia-Artikel)
    • Schloss Sanssouci - gute Gliederung, die alle nötigen Aspekte beinhaltet, Bauherr, Bewohner, Beschreibung der Architektur, gut bebildert (ausgezeichnet als exzellenter Wikipedia-Artikel)
    • Goetheanum - ausführliche Beschreibung der Anlage
    • Auditorium Maximum (Universität Hamburg) - ausführliche Beschreibung, außerdem sind Akustik und Technik eigene Kategorien
    Links: Architekturbeschreibung

    Links zur Architekturbeschreibung

    Performative, installative und technische Künste[Quelltext bearbeiten]

    Kategorien zur Beschreibung

    Hinweise für die Beschreibung performativer, installativer und technischer Künste

    Die Bildkünste der Moderne und der Gegenwart sind nicht immer durch die etablierten Klassifikationssysteme (z.B. Gattungen, Bildtypus, Funktion) und Methodologien (z.B. Ikonografie) zu erschließen. Zur Beschreibung moderner und zeitgenössischer Kunst war/ist die Entwicklung neuer Instrumente und Begriffe notwendig.

    • Häufig verstehen die performativen, installativen und technischen Künste die Betrachtenden als aktiv Partizipierende. Dies kann in der Beschreibung berücksichtigt werden (dazu Juliane Rebentisch, Ästhetik der Installation, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2003 [1]).
    • Die meisten Künstler:innen der Moderne und der Gegenwart arbeiten gattungsübergreifend - viele Werke oder Werkgruppen sind intermedial angelegt. Rosalind Krauss hat deshalb von einer „post-medium condition“ der Moderne und der Gegenwart gesprochen (vgl. Rosalind Krauss, A Voyage on the North Sea: Art in the Age of the Post-Medium Condition, London: Thames & Hudson 2000 [2]).
    • Material ist auch in der Moderne und Gegenwart ein Bedeutungsträger. Die Beschreibung und Analyse verwendeter Materialen, ephemerer Prozesse und immaterieller Stoffe kann Aufschluss geben über soziale und geschlechtsspezifische Zuschreibungen (vgl. Monika Wagner, Das Material der Kunst. Eine andere Geschichte der Moderne, München: C.H. Beck 2001 [3]).
    • Die performativen, installativen und technischen Künste legen häufig die Reflektion ihres räumlichen oder institutionellen Kontexts nahe.
    • Eine besondere Herausforderung in der Beschreibung performativer, installativer und technischer Künste ist ihre Überlieferung in Textdokumenten, Fotografien, Filmen, Video, etc. Einmalige Happenings haben sich nur indirekt erhalten. Dieser Umstand und eine damit zusammenhängende selektive Überlieferungslage soll in der Beschreibung bedacht werden.
    • Zusätzlich ist zu beachten, was die Beschreibungsgrundlage(n) ist (sind). Wird eine eigene Erinnerung, eine fotografische und/oder eine filmische Dokumentation beschrieben? Gerade bei letzteren verkompliziert sich dann noch die Frage der Autor:innenschaft, Auftraggeber:innenschaft etc., allein weil damit die Grenzen von dokumentarischer oder eigener künstlerischen Arbeit unscharf werden.
    Beispiele für die Beschreibung performativer, installativer und technischer Künste

    Beispiele für die Beschreibung performativer, installativer und technischer Künste

    Angewandte Kunst, Kunstgewerbe, Kunsthandwerk, Design[Quelltext bearbeiten]

    Kategorien zur Beschreibung

    Hinweise und Kategorien zur Beschreibung angewandter Kunst

    Angewandte Kunst, Kunstgewerbe, Kunsthandwerk bzw. Design sind seit dem 19. Jh. etablierte Sammelbezeichnungen für Objekte, die im europäischen Kulturkreis als „Gebrauchsgegenstände“ nicht vorrangig wegen ihrer ästhetisch-visuellen Wirkung bzw. ihrer ästhetisch-ideellen Bedeutung (Seemann Lexikon der Kunst, 2004, „Angewandte Kunst“, Bd. 1, S. 168) hergestellt wurden, trotzdem aber einen gestalterischen/künstlerischen Anspruch erkennen lassen. Sie können aus handwerklicher, maschineller oder industrieller Produktion stammen.
    Der (konstruierte) Gegensatz zur „echten“ bzw. „freien“ Kunst wird in den Kunstwissenschaften allerdings gerade im Hinblick auf vormoderne Objekte in Frage gestellt, da viele vormoderne Kunstwerke durchaus nicht als „autonome“ Kunst entstanden sind, sondern eindeutig Gebrauchsobjekte (beispielsweise Altarbilder) waren und weder das Material, die Technik oder der Aufwand noch die Größe oder die Motive eine klare Zuweisung zur „angewandten Kunst“ bzw. zur „Kunst“ rechtfertigen. Hinzu kommt, dass Hierarchisierungen zwischen verschiedenen Kunstformen dem Zeitgeschmack unterlagen, also beispielsweise Objekte in ihrer Entstehungszeit durchaus als Kunst galten, während sie später nur noch Kunstgewerbemuseen angemessen schienen.
    Im Artikel sollte deshalb zumindest bei vormodernen Objekten auf eine Charakterisierung als angewandte Kunst, Kunstgewerbe, Kunsthandwerk bzw. Design verzichtet werden.

    • Funktion (z.B. Trinkgefäß, Wandbehang)
    • räumlicher Kontext (v.a. für Objekte in situ, also am ursprünglichen Ort) bzw. aktuelle Präsentation (v.a. im Museum)
    • Maße in cm, Höhe x Breite (ggfs. x Tiefe, ggfs. Umfang)
    • Material
    • Technik
    • Zustand (z.B. sichtbare Beeinträchtigung durch Schäden, erkennbare Veränderungen, Reparaturen, Restaurierungen usw.)
    • Ansichtigkeit (z.B. Allansichtigkeit, Hauptansichtsseite)
    • Rahmung, Sockel
    • Inschriften (z.B. Signaturen, Datierungen, Widmungen)
    Beispiele für die Beschreibung angewandter Kunst

    Beispiele für die Beschreibung angewandter Kunst

    Fotografie[Quelltext bearbeiten]

    Kategorien zur Beschreibung

    Kategorien zur Beschreibung von Fotografie

    Einzelfotografie
    Materielle Ebene: Um welche Art von Fotografie handelt es sich?
    Handelt es sich um eine Daguerreotypie, eine Carte de Visite oder die Unterscheidung nach dem Druckverfahren? An dieser Stelle kann auch unterschieden werden, ob es sich bei dem Objekt um Fotogramme oder andere Arten von kameraloser Fotografie handelt.

    Inhaltliche Ebene: Was ist abgebildet?

    • Detaillierte Beschreibung des Motivs, wobei man sich an den generellen Aspekten der Beschreibung z.B. von Gemälden orientieren kann.
    • Unterschied: Der Gegenwartsbezug. Das Motiv einer Fotografie ist - wenn es sich nicht um Fotogramme handelt - vor der Kamera anwesend gewesen. Fiktive Darstellungen wie Mythologien sind nur als Inszenierungen denkbar.

    Formale Ebene: Wie ist es abgebildet?
    Auch hier gibt es für die Fotografie viele Überschneidungen mit Beschreibungsvorgängen bspw. der Malerei. Zusätzlich zu den oben genannten Punkten ist aber eine medienspezifische Konkretisierung durch die folgenden Punkte ratsam:

    • Format: Welche Auswirkungen hat das Format auf die Bildkomposition? Bei einem Hochformat, das im englischen auch portrait format genannt wird, werden besonders vertikale Motivlinien betont, beim Querformat (landscape format) hingegen horizontale.
    • Perspektive: Aus welcher Perspektive wurde die Fotografie aufgenommen (Aufsicht, Untersicht, Normalsicht, Schrägsicht)?
    • Schärfe: Welche Bereiche des Bildes sind scharf rspt. unscharf und warum? Lassen sich anhand der Schärfe Aussagen über die Blende oder Verschlusszeiten treffen?
    • Licht: Wie ist die Lichtsetzung in der Fotografie? Gibt es ausschließlich natürliche Lichtquellen, oder werden auch künstliche Lichtquellen verwendet (wie bspw. Studiolicht oder Blitz). Welche Folgen hat die Lichtsetzung für das Bild?
    • Brennweite des Objektivs: Welchen Bildwinkel nutzt die Fotografie (Weitwinkel-, Normal-, Teleobjektiv) und welche Auswirkungen hat die Wahl auf die Bildebene? Das Teleobjektiv bspw. verkleinert den Ausschnitt. Die Bilder wirken übersichtlich, ruhig und statisch, aber auch flächig. Die geringe Tiefenschärfe fokussiert auf das Zentrum. Ein Weitwinkelobjektiv vergrößert den Ausschnitt. Es bewirkt dadurch Unübersichtlichkeit und Unruhe, Dynamik und Raumtiefe. Der Vordergrund wird betont. Weitwinkelobjektive haben oft einen großen Tiefenschärfebereich. Auch Blende und ISO sind hier als Kameraeinstellungen zu beachten.
    • Belichtungszeit: Als Zeitspanne, in der der Kameraverschluss geöffnet ist und Licht auf den Kamerasensor oder das Negativ o.ä. projiziert wird, hat die Belichtungszeit großen gestalterischen Einfluss auf die Fotografie. Wählt der/die Fotograf:in eine lange Belichtungszeit, entsteht ein Effekt, der Bewegungsunschärfe genannt wird. Bewegte Motive erscheinen entlang der Bewegungsrichtung verschwommen. Bei einer kurzen Belichtungszeit wird Bewegung gestoppt.
    • Ausschnitt: Welchen Bildausschnitt wählt der/die Fotograf:in? Und warum? Was wird dadurch sichtbar, was möglicherweise unsichtbar? Bei der Benennung der Ausschnittsgrößen kann man sich an der Einstellungsgröße beim Films orientieren.

    Affektive Ebene: Welche Affekte oder Emotionen versucht die Fotografie abzurufen und wie macht sie das? Spielt der Wirklichkeitsbezug der Fotografie dabei eine Rolle?

    Fotografische Serie
    Gegenüber der Beschreibung eines Einzelbildes werden in der seriellen Beschreibung mehrere Fotos vergleichend betrachtet. Diese Form der Analyse hat das Ziel, wiederkehrende Auffälligkeiten, Entwicklungen oder Differenzen zu ermitteln. Mithilfe dieser Aspekte sind Häufungen und Abweichungen erkennbar. Das Fotobuch bspw. bietet nicht nur die Möglichkeit, mehrere Bilder miteinander zu kombinieren. Die Seitenfolge erlaubt es dem/der Fotograf:in, einen Vorgang in einer zeitlichen Entwicklung abzubilden, während die Doppelseite eine vergleichende Gegenüberstellung zweier oder mehrerer Bilder ermöglicht. Durch unterschiedliche Abbildungsgrößen lassen sich einzelne Fotos hervorheben und die Sequenz rhythmisieren.

    • Beziehung: Welche Beziehungen entstehen zwischen den einzelnen Aufnahmen? Die Beziehungen können sowohl auf der inhaltlichen, der formalen als auch der affektiven Ebene bestehen. Werden bspw. Elemente wiederholt und wenn ja, welche Folgen hat eine Wiederholung? Wird mit erzählerischen Elementen gearbeitet und wenn ja, wie?
    • Trägermedium: Wie wird die fotografische Serie dargestellt? In einem Ausstellungskontext, einem Album, einem Buch? Beschreibung des Trägermediums und dessen Konsequenzen für die Beziehungen zwischen den einzelnen fotografischen Aufnahmen.
    • Kontext: In welchem Kontext existiert die fotografische Serie? Handelt es sich um ein Artefakt, das in einem Kunstkontext entstanden ist, ein privates Album oder ein Unternehmensjahrbuch? Welche Auswirkungen hat der Kontext auf die Gestaltung, die Beziehung und den Vertrieb der einzelnen Aufnahmen? Eine sozialdokumentarische Fotoreportage wird bspw. Arbeitsbedingungen anders darstellen als ein firmeneigenes Werbeprospekt.
    Beispiele für die Beschreibung von Fotografie

    Beispiele für die Beschreibung von Fotografie

    Links: Fotografie

    Links zur Fotografie

    Bildgeschichte und Comic[Quelltext bearbeiten]

    Kategorien zur Beschreibung

    Kategorien zur Beschreibung von Bildgeschichte und Comic

    Die Bildgeschichte, auch Sequentielle Kunst oder modern Comic, weist als Kunstform einige Eigenheiten auf, die besonders beschrieben werden können. Aus der Comicforschung stammen Analysemethoden zu Bildgeschichten, über deren Anwendung sich zu einem Werk Quellen finden lassen können.

    • Inhalt (die erzählte Geschichte oder Ereignis), wiederkehrende Figuren
    • Herkunft des Inhalts (Adaption oder originärer Inhalt)
    • Stilisierung der Figuren, Mimik und Gestik, Verwendung von dem Leser über das Einzelwerk hinaus bekannten Symbolen sowie visuellen Codes und Metaphern
    • Darstellung des Bildraums im Verhältnis zu den handelnden Figuren (z.B. Gefälle im Grad der Stilisierung und Detailreichtum)
    • Dramaturgie (z.B. linear, parallel), Erzählperspektive, Diegese
    • Bildfolge und Erzählrhythmus (z.B. enge oder weite Bildfolge, Übergänge bzw. Schrittweite der Induktion zwischen den Bildern), Vermittlung von Zeit
    • Perspektive und Bildeinstellung im Einzelbild und deren Veränderung im Übergang zwischen den Einzelbildern
    • Layout, Panelgestaltung, Leserichtung
    • Medium (z.B. Buchform, Sammlung von Drucken) und entsprechend das Publikum, das erreicht werden sollte oder konnte
    • Einheit von Bild und Text (Bild- oder Textlastigkeit; Mittel der Verbindung wie z.B. Sprechblase)
    • Lautmalerei, Typografie, Lettering
    Beispiele für die Beschreibung von Comics

    Beispiele für die Beschreibung von Bildgeschichten und Comics

    Graffiti und Street Art[Quelltext bearbeiten]

    Kategorien zur Beschreibung

    Hinweise und Kategorien zur Beschreibung von Graffiti und Street Art
    Graffiti und Streetart sind Formen von nicht-kommerziellen Zeichen oder Kunst im öffentlichen Raum.

    • [folgt]
    • [folgt]
    • [folgt]
    Beispiele für die Beschreibung von Graffiti und Street Art

    Beispiele für die Beschreibung von Graffiti und Street Art

    • Beispiel einer Beschreibung von Graffiti (folgt)
    • Street Art: Blu, MEGUNICA#Bilder, 2006-07
    Links: Graffiti und Street Art

    Links zur Beschreibung von Graffiti und Street Art

    Objektgeschichte[Quelltext bearbeiten]

    Mit dem Begriff der Objektgeschichte wird die Geschichte von Kunstwerken von ihrer Planung, Konzeption und Vorbereitung an bezeichnet. Da Kunst innerhalb bestimmter historischer Bedingungen („Kontext“) entsteht und existiert, kann die Objektgeschichte um Informationen zum Kontext ergänzt werden.
    Zur Objektgeschichte eines Kunstwerks können Informationen zu folgenden Kategorien gehören: Entstehungsgeschichte/Werkgenese, Funktion, räumliche Situation, historischer Kontext, sozialhistorische Aspekte, Aufbewahrungsort(e), Translokationen, Provenienz und Ausstellungsgeschichte, Informationen zu Restaurierungen und Quellen.

    Entstehungsgeschichte/Werkgenese[Quelltext bearbeiten]

    • Welche Informationen sind bekannt zur Entstehung des Werks?
    • Was ist bekannt zur Konzeption und den Ideen der Werkentstehung?
    • Existieren Vorzeichnungen, Skizzen, Studien?
    • Gibt es mehrere Versionen?
    • Welche Informationen gibt es zu dem verwendeten Material? Z.B. woher stammt das Material? Was ist Spezielles zu den evt. angewandten technischen Verfahren bekannt?

    Entstehungshintergrund[Quelltext bearbeiten]

    • Auftrag: Ist etwas zur Auftragslage bekannt? Gab es eine/n Auftraggeber:in?
    • Welche weiteren Rahmenbedingungen zur Entstehung des Kunstwerks sind bekannt?

    Funktion[Quelltext bearbeiten]

    Welche Funktion erfüllte das Werk ursprünglich und welche im Laufe seiner Geschichte?

    Räumliche Situation[Quelltext bearbeiten]

    Für welchen räumlichen Zusammenhang/Kontext wurde das Kunstwerk geschaffen?

    Historischer Kontext[Quelltext bearbeiten]

    • Informationen zu zeithistorischen Umständen
    • sozialhistorische Aspekte

    Aufbewahrungsort(e)/Translokationen/Provenienz/Ausstellungsgeschichte[Quelltext bearbeiten]

    Wo befindet sich das Kunstwerk heute? Wo und in wessen Besitz befand sich das Werk im Laufe der Zeit? Bestehen Lücken in der Geschichte der Provenienz? Ggfs. Informationen zur Ausstellungsgeschichte.

    Veränderungen/Restaurierungen[Quelltext bearbeiten]

    Ist etwas zu Restaurierungen und Überarbeitungen bekannt? Gibt es das Kunstwerk noch, wurde es zerstört? Ist es z.B. zu Kriegsverlusten zu rechnen oder wird dies angenommen?

    Quellen[Quelltext bearbeiten]

    Haben sich Dokumente, z.B. Verträge, Zahlungsbelege, Inventare, zeitgenössische oder spätere Erwähnungen oder z.B. literarische Beschreibungen erhalten? Welche Informationen haben sich überliefert? Hier kann es ggfs. zu Überschneidungen mit der Rezeptionsgeschichte kommen.

    Nachweise[Quelltext bearbeiten]

    Auch die Informationen zur Objektgeschichte sind durch Nachweise/Literaturhinweise zu belegen.

    kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

    • Die verschiedenen Aspekte der Objektgeschichte eines Kunstwerks lassen sich in dem Artikel, je nach Datenlage und Informationsstand, unterschiedlich gewichten und evt. durch sinnvoll gewählte Abschnittüberschriften gliedern (-> Aufbau/Gliederung). Zum Beispiel erhält die Reichstagsverhüllung ob ihrer fast 25-jährigen Planungsphase einen eigenen Abschnitt „Realisierungsgeschichte“ mit weiteren Gliederungspunkten „Planung und Vorbereitung“, „Umsetzung“ etc. und einen eigenen Abschnitt für den zur Verhüllung verwendeten Stoff: „Arbeitsmaterial Stoff“, daneben aber auch wegen vielfältigen Kontroversen die Abschnitte „Rezeption und Interpretation“ und „Bildrechte“.
    • Für mehrere Versionen eines Werks bietet sich als Darstellung eine Liste (-> Liste), Galerie-Ansicht oder eine Infobox an.
    • In den Informationen zur Provenienz sind nach Möglichkeit die Besitzverhältnisse chronologisch anzugeben und gleichzeitig der Wikidata-Eintrag zu ergänzen. Offene Fragen und Lücken in der Provenienz sind als solche anzugeben. Als Darstellung bietet sich die Form der Liste oder Tabelle an.

    Beispiele

    Rezeptionsgeschichte/Forschung/Deutung[Quelltext bearbeiten]

    Auch wenn Objektgeschichte und Rezeptionsgeschichte, also die Geschichte der sich wandelnden Wahrnehmungen und Deutungen eines Kunstwerks, nicht immer präzise zu trennen sind (ein besonders prägnantes Beispiel wäre z.B. die Ausstellungsgeschichte eines Kunstwerks: Objektgeschichte und Rezeptionsgeschichte fließen hier ineinander), lohnt bei den meisten Objekten eine gesonderte Darstellung dieser Aspekte - nicht zuletzt, weil auch die kunstwissenschaftliche Forschung eine Form der Rezeption ist. Neben der Darstellung der unterschiedlichen Perspektiven auf ein Kunstwerk im Laufe seiner Existenz ist immer auch nach den jeweiligen Rezipient:innen zu fragen. So ist es im Zusammenhang mit Forschungsdiskussionen nicht irrelevant, ob ein:e Kunsthistoriker:in aus einem kolonialen Blickwinkel schreibt, von einer – inzwischen überholten – Vorstellung „nationaler“ Kunst ausgeht oder in einer Zeit geforscht hat, in der bestimmte Objekte nicht als Kunstwerke angesehen wurden.

    Kunsthistorische Forschung zum Objekt[Quelltext bearbeiten]

    Eine kurzer Überblick zur Forschung zeigt, welche Aspekte eines Objekts bislang untersucht und in der Forschung diskutiert wurden. Knappe Informationen zu den Wissenschaftler:innen (Name) bzw. ihrem Beitrag zur Forschung (Erscheinungsjahr und -kontext) können den Leser:innen die Einordnung der unterschiedlichen Positionen erleichtern. Die Forschungsliteratur ist durch Einzelnachweise und Literaturhinweise zu belegen.

    Ordnungsbegriffe[Quelltext bearbeiten]

    Viele kunstwissenschaftliche Ordnungskategorien für Kunstobjekte wie z.B. die Ordnung nach Stilmerkmalen, zeitlichen Kategorien, geografischen Räumen, „Künstlerschulen“, der „Nationalität“ der Künstler:innen usw. sind teils problematische, teils überholte Konstruktionen, von deren Verwendung im Überblickstext und in der Beschreibung abzuraten ist. Sie gehören zur Rezeptionsgeschichte; die Geschichtlichkeit sowie der Entstehungs- und Gebrauchskontext der Ordnungskategorien ist hier mitzubedenken. Vorstellungen davon, wie die Kunst (oder besser: das Wissen über Kunst) zu ordnen sei, haben sich im Laufe der Zeit häufig verändert. Die heute bekannte Epochen-, Schul- und Stilbezeichnungen etablierten sich überwiegend erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts, als die noch junge Disziplin der Kunstgeschichte begann, nach dem Vorbild der scheinbar objektiven Naturwissenschaften eigene Ordnungskategorien zu entwickeln. Die Begriffe sind selbst Teil der Geschichte der Kunstgeschichtsschreibung.
    Die in der Fachliteratur und Museumskatalogen zum Teil noch anzutreffenden Epochenbegriffe, Stilbezeichnungen und Entwicklungsnarrative sind kein Beleg für ihre Korrektheit oder prinzipielle Gültigkeit. In werkmonographischen Artikeln sollten Einordnungen, z.B. Epochenzuordnungen, nur mit Verweis auf die Autor:innen bzw. Publikationen vorgenommen werden.

    Umgang mit nicht-wissenschaftlichen Positionen[Quelltext bearbeiten]

    „Die Ausstellung war der Brüller“, „Das Werk schlug ein wie eine Bombe“, „Das Enfant Terrible der Kunstszene machte seinem Namen alle Ehre“ – nur falls subjektiv gefärbte (und umgangssprachliche) Äußerungen auf der objektiven Ebene (konkret: Besucher:innenzahlen, Verkaufserlöse, Ereignisse etc.) eine sachliche Entsprechung finden (Belegpflicht), können diese Einordnungen/Bewertungen als objektiv formulierte Informationen (unter Beachtung der Sprachwahl, siehe Verständlichkeit/wissenschaftliche Sprache) in den Teil zur Rezeption in einen Wikipedia-Artikel aufgenommen werden.

    Äußerungen von Künstler:innen zum eigenen Werk[Quelltext bearbeiten]

    Aussagen von Künstler:innen zum eigenen Werk liefern eine interessante Perspektive, sind aber wegen ihrer nicht ganz interessefreien Subjektivität mit einer gewissen Vorsicht zu behandeln. Als historische Dokumente sind sie wertvolle Quellen, benötigen aber eine kritische Einordnung. Künstler:innen besitzen keine Deutungshoheit über ihre Werke; Aussagen sollten deshalb kontextualisiert und hinterfragt werden und nicht für sich stehen. Zitate von Künstlerinnen und Künstlern können keinesfalls die Beschreibung eines Werks oder einer Werkgruppe ersetzen. Solche Aussagen sind entsprechend zu kennzeichnen („Nach Aussage von x…“ / „Nach eigener Aussage…“).

    Deutung[Quelltext bearbeiten]

    Dieser Abschnitt widmet sich den Interpretationen und Deutungsansätzen, die an das Kunstwerk herangetragen wurden. Welche Intentionen verbindet der/die Künstler:in damit und welche Erfahrungen die Betrachtenden? Die Einzelergebnisse der Analyse werden auf einer höheren Sinnebene zusammengefasst. Dabei ist zu beachten, dass unterschiedliche Analysen auf die jeweiligen Wissenschaftler:innen und ihre Methodik zurückgeführt werden. Wissenschaftliche Standpunkte sollten außerdem in einer Weise dargestellt werden, die die relative Bedeutung widerspiegelt, die ihnen von den Expert:innen beigemessen wird. Häufig werden in Artikeln unterschiedliche Perspektiven weder transparent gemacht noch auf Einzelforscher:innen zurückgeführt. Es scheint eine Art allwissende:r Erzähler:in zu geben, was charakteristisch für die Rhetorik von Überblickswerken ist. Das gilt es zu vermeiden.

    Künstlerische Rezeption[Quelltext bearbeiten]

    Bestimmte Qualitäten bzw. Aspekte – vor allem bekannter – Kunstwerke wie Motive, kompositorische Lösungen, Techniken oder Ikonografien wurden von anderen Künstler:innen aufgenommen und weiterentwickelt. Diese Form der künstlerischen Rezeption gehört zur Objekt- und Rezeptionsgeschichte eines Werks und kann kurz skizziert werden. Ausführlichere Darstellungen gehören allerdings eher in einen Artikel, der dem Resultat der künstlerischen Rezeption gewidmet ist.

    Beispiele

    Zum Weiterlesen
    Die Fiktion des Faktischen
    Forschungsstand und „gesichertes“ Wissen in der Kunstgeschichte
    In vielen Artikeln zu Kunstobjekten in der Wikipedia fehlt der Forschungsstand – vermeintlich gehört „so etwas“ nicht in einen populärwissenschaftlichen Artikel, der kurz, übersichtlich und verständlich die wichtigsten Fakten zu einem Werk vermitteln soll. Aber ist der Forschungsstand tatsächlich etwas, das nur die Fachwissenschaft interessiert? Und was genau ist mit „Fakt“ in der Kunstgeschichte gemeint? Was ist fundierte Forschungsmeinung, was steile These, worauf basiert gesichertes Wissen? Wie ist mit Selbstaussagen von Künstler:innen und (auto)biografischen Informationen umzugehen? Ohne eine Berücksichtigung des Forschungsstandes liefert ein Artikel nur ein Substrat tradierter – aber deshalb noch lange nicht korrekter – Informationen, Interpretationen und Bewertungen. Gegenüber vermeintlich „unzweifelhaften“ Aussagen in der Fachliteratur ist grundsätzlich Skepsis geboten, die sich in der Angabe ihrer Autor:innen und der Publikation (siehe Nachweise) niederschlagen sollte.

    Zum Weiterlesen
    Epochen als Konstrukte
    Hilfreiche Vereinbarungsbegriffe oder gefährliche Konstrukte? Epochenbegriffe in kunstwissenschaftlichen Wikipedia-Artikeln
    Epochenbegriffe sollten in der Vergangenheit dazu dienen, die Geschichte bzw. bestimmte geschichtliche Phänomene zeitlich und kulturell zu ordnen und zu bewerten. In der Kunstgeschichte wurden Epochen meist über willkürlich gewählte formale Gemeinsamkeiten (meist den sog. „Stil“) definiert, denen noch dazu bestimmte Vorstellungen von Epochen (z.B. Renaissance als „Wiedergeburt der Antike“, Eurozentrismus, Fortschrittskonzepte) zugrunde lagen. Wie seit langem in der kunstwissenschaftlichen Forschung diskutiert, sind Epochenbegriffe deshalb eher ein Hemmnis als ein nützlich Beschreibungs- oder gar Analysekategorie.
    Vor dem Hintergrund, dass Epochenbegriffe auf diskursiven, sich wandelnden Routinen beruhen, sind sie beim Schreiben werkmonographischer Artikel zu vermeiden. Eine Formulierung wie „Michelangelo war der Meister der Renaissancekunst“ darf heute nicht nur im Ansatz, sondern ganz grundlegend als wissenschaftlich überholt gelten.
    Für den Umgang mit dieser Problematik gibt es in der Wikipedia bislang keine eindeutigen Festlegungen. In vielen werkmonographischen Artikeln sind Epochen-, Schul- und Stilbegriffe sowohl im Text, als auch in den übergeordneten Kategorien zu finden.

    Listen[Quelltext bearbeiten]

    • Listen erleichtern den Zugriff und die Übersicht.
    • Auflistungen lassen sich als (klassische) abgeschlossene Aufzählung, aber durch das erweiterbare und kollaborative Schreiben in der Wikipedia auch als offene, sukzessive zu ergänzende Liste realisieren.
    • Das Anlegen einer Tabelle erfordert zunächst etwas erweitertes Know-How (und etwas mehr Aufwand). Das Anlegen der Tabelle kann sich für ausgewählte Fälle lohnen: Die Übersicht und der Zugriff sind verbessert (ein Beispiel ist die Liste der Werke des Meisters von Meßkirch). Ist die Tabelle einmal angelegt, ist es ein Leichtes, diese zu ergänzen.

    kuwiki-Empfehlungen[Quelltext bearbeiten]

    • Listen sind besonders für Versionen eines Werks, Teile von Werkserien, Abbildungen von verschiedenen Ansichten (z.B. bei Architektur), für mehrteilige Werke (z.B. Fresken, Glasmalerei) etc. (ab ca. 5 Entitäten) und Werkverzeichnisse geeignet.
    • „Offene Listen“ können leere, ggfs. farbig markierte Felder aufweisen, in denen noch Daten fehlen; z.B. eine Provenienzgeschichte mit Lücken.
    • Zur übersichtlichen Darstellung von Informationen zur Provenienz- und Ausstellungsgeschichte, zu unterschiedlichen Versionen eines Werks etc. können auch Tabellen nützlich sein.
    • Alternativen zur Tabelle sind die Anordnung der Abbildungen nebeneinander („Galerie-Ansicht“) (z.B. für Detaildarstellungen, Teile einer Werkserie bis zu ca. 5–10 Kunstwerke), die Verwendung der Formatvorlage für eine sog. Infobox Vorlage:Infobox Gemäldeversionen (z.B. für unterschiedliche Versionen eines Werks, v.a. Gemälde) und der Einsatz der Galerie-Ansicht zum Durchblättern (bis max. 35 Abbildungen). Bei letzterer ist zu beachten, dass einige Browser Schwierigkeiten haben, die Scroll-Galerie korrekt wiederzugeben.

    Kuwiki lightbulb livinghandbook.png Technik-Hinweis: Wie erstelle ich eine Liste? Wie erstelle ich eine Tabelle?[Quelltext bearbeiten]

    Beispiele

    Wartungsbausteine[Quelltext bearbeiten]

    Ziel ist es jeweils, den Wartungsbaustein aus dem Artikel entfernen zu können. Was zu erledigen ist, damit der Wartungsbaustein entfernt werden kann, ist im Wartungsbaustein selbst und auf der jeweiligen Wartungsbausteinseite erklärt:

    • Löschkandidat: Die Löschung des Artikels wird sieben Tage diskutiert. Die möglichen Gründe für und gegen eine Löschung werden in der Löschdiskussion ausgetauscht.
    • Review: Im Review stellen Autor:innen ihre Artikel ein, wenn sie sich von anderen Wikipedianer:innen Anregungen für Verbesserungen und Ergänzungen wünschen.
    • Qualitätssicherung: Der Artikel entspricht in wesentlichen Passagen nicht den formalen Anforderungen an gute Artikel. Details finden sich in der QS-Diskussion.
    • Überarbeiten: Die jeweils nötige Überarbeitung wird auf der Artikeldiskussionsseite erläutert.
    • Lückenhaft: In der Regel wird im Wartungsbaustein erläutert, welche Informationen fehlen und eingefügt werden sollten - natürlich mit Beleg.
    • Nur Liste: Die Liste sollte in einen Fließtext umgeschrieben werden.
    • Belege fehlen: Unbelegte Aussagen sollten mit Belegen versehen werden. Lässt sich kein Beleg für eine Aussage finden, sollte sie gelöscht werden.
    • Neutralität: Der Artikel entspricht nicht dem Prinzip des Neutralen Standpunkts und sollte dahingehend umformuliert werden.
    • Internationalisierung: Dieser Artikel ist staatslastig, d.h. er stellt z.B. nur die Situation in Deutschland dar. Er sollte auch die Situation in anderen Ländern enthalten.
    • Widerspruch: Der Widerspruch zwischen zwei Artikeln sollte aufgelöst werden, z.B. durch Korrektur und Löschung der falschen Information (korrekte Information belegen!).
    • Redundanz: Die Überschneidung zweier Artikel sollte aufgelöst werden, entweder durch weitere Ausdifferenzierung oder Zusammenführung.
    • Lagewunsch: Das Lemma ist noch nicht georeferenziert und sollte Koordinaten erhalten.
    • Bilderwunsch: Der Artikel sollte mit einem passenden Bild versehen werden, entweder indem man ein solches bei Wikimedia Commons findet, oder in einer anderen Bilddatenbank mit freien Lizenzen, oder indem man selbst ein solches Foto schießt.
    • Veraltet: Die Veränderungen, die seit den letzten beschriebenen Ereignissen geschehen sind, sollten recherchiert und mit Belegen nachgetragen werden.
    • Vorlage veraltet: Die im Artikel verwendete veraltete Vorlage sollte durch eine bessere Vorlage ersetzt werden.
    • Defekter Weblink: Die verwendeten Weblinks sind nicht mehr erreichbar und sollten durch funktionierende Links ersetzt werden. Das Reparieren defekter Weblinks wird hier erklärt.
      Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, defekte Weblinks zu reparieren:
      • Von der Website gibt es eine Archivversion, die angegeben werden kann.
      • Die Website hat eine neue URL, die sich durch Internetsuche herausfinden lässt.
      • Von der Website gibt es weder Archivversion noch neue URL, stattdessen lässt sich ein anderer Beleg finden.
    • Unverständlich: Der Artikel sollte allgemeinverständlich umgeschrieben werden.

    Die oben genannten Überarbeitungen enden bestenfalls immer mit der Entfernung des Wartungsbausteins durch den:die Benutzer:in, der:die die Verbesserung ausgeführt hat, aus dem Artikel. In manchen Fällen, z.B. Redundanz und Qualitätssicherung, sollte die fertige Überarbeitung auch in den entsprechenden Diskussionen am anderen Ort eingetragen werden.

    Wikidata-Blatt bearbeiten[Quelltext bearbeiten]

    Artikelkategorien[Quelltext bearbeiten]

    "Links auf diese Seite"[Quelltext bearbeiten]

    Wo finde ich eine Liste mit Artikeln zur bildenden Kunst, die in der Wikipedia noch fehlen? Wo finde ich die Liste zu allgemeinen Artikeln aus Kunst und Kultur, die in der Wikipedia noch fehlen?
    Welche Wiki-Seite liefert einen allgemeinen Überblick im Sinne eines überblickshaften Wikipedia-Tutorials, das sich für den Einstieg eignet?
    Wie lege ich einen neuen Artikel an?
    Der Artikel, den ich schreiben möchte, gibt es bereits in einer anderssprachigen Wikipedia. Was heißt das und wie gehe ich nun vor?
    Wo finde ich Links für die kunstwissenschaftliche Recherche?
    Welche Wiki-Seite stellt dar, welche Kriterien sich für gelungene Wikipedia-Artikel formulieren lassen und gibt allgemeine Tipps und Hinweise, worauf für einen gut lesbaren (aber nicht weniger informativen) Wikipedia-Artikel zu achten ist?
    Wo finde ich eine Wiki-Seite mit Hilfestellungen für die Formatierung im Artikel?
    Wo finde ich einen Überblick zur zu verwendenden Typografie?
    Was ist zu tun, wenn der Artikel zu lang wird („ausufert") und ich einzelne Abschnitte in einen eigenen Artikel ausgliedern möchte?
    Was ist zu tun, wenn ich nicht weiß, ob ich die Abbildung verwenden und in der Wikipedia publizieren darf?
    Was ist zu tun, wenn der Artikel noch nicht fertig ist? Ich will ihn erst später veröffentlichen.
    Was ist zu tun, wenn ich eine Infobox für meinen Werkartikel verwenden möchte?
    Wie gehe ich vor, wenn ich eine Tabelle erstellen möchte?
    Wie erstelle ich ein Werkverzeichnis?
    Wie kann ich vorgehen, wenn ich bei meiner Recherche keinen Zugang zu einer Quelle habe, da ich als Laie keinen Zugriff habe?
    Wie gehe ich vor, wenn das Kunstwerk einmal als der „Renaissance“ zugehörig dargestellt wird und ein anderes Mal als dem „Manierismus“ zuzuordnen?
    Wie gehe ich vor, wenn es keine gute oder geeignete Abbildung gibt? Oder wenn der Aufwand für eine solche zu groß wird?
    Welche allgemeinen Kategorien zur Werkbeschreibung lassen sich formulieren?
    Wie beschreibe ich ein Gemälde?
    Wie beschreibe ich ein Werk der Skulptur und Plastik?
    Wie beschreibe ich Architektur?
    Wie beschreibe ich eine Grafik?
    Wie beschreibe ich eine Fotografie?
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    Wie beschreibe ich Design?
    Wie beschreibe ich ein Werk der modernen Kunst, z.B. eine Installation oder ein Environment?
    Wie beschreibe ich Comics?
    Wie beschreibe ich Graffiti?
    Wie beschreibe ich Street Art?
    Wie gehe ich damit um, wenn sich Forschungspositionen zu einem Kunstwerk widersprechen?
    Wie gehe ich vor, wenn ich meine eigene Forschungsposition in den Artikel einbinden möchte?
    Wie kann ich Statements, Thesen oder Informationen belegen, die nicht publiziert worden sind?
    Wie nenne ich meinen Artikel? Wie finde ich ein geeignetes Lemma für den neuen Artikel?
    Welche Textstellen sind zu belegen? Wie belege ich Textstellen? Gibt es Formatvorlagen?
    Wo finde ich den „Templator“ für eine Transformation von Text in Wikitext gemäß den Formatvorlagen?
    Wie verlinke ich?
    Was alles passt gut in den Überblickstext? Welche Informationen eignen sich für einen einführenden Überblickstext?
    Welche Formatvorlage gibt es für mein Literaturverzeichnis?
    Wo finde ich Zitierrichtlinien?
    Wie verhält es sich eigentlich mit dem Gendern in der Wikipedia?
    Wo finde ich allgemeine Richtlinien zur verwendeten Literatur?
    Wo finde ich Hilfestellung für Einzelnachweise?
    Welche Themenpat:innen oder Themenpatenschaften bietet die AG kuwiki an?
    Wo finde ich die Veranstaltungsseite für die Reihe kuwiki. tips & tools, so dass ich aktiv entstandene Erfahrungen beim Schreiben in der Wikipedia diskutieren kann?
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    Wo finde ich Hinweise und Vorschläge für die Darstellung des Forschungsstandes oder die Darstellung wissenschaftlicher Positionen?
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    Wie gehe ich vor, wenn ich einen Artikel in der Wikipedia löschen möchte?