Abenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Roth | |
| Höhe: | 414 m ü. NN | |
| Fläche: | 48,39 km² | |
| Einwohner: |
5495 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 114 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91183 | |
| Vorwahl: | 09178 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RH | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 76 111 | |
| Stadtgliederung: | 14 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Stillaplatz 1 91183 Abenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Bäuerlein (parteilos) | |
| Lage der Stadt Abenberg im Landkreis Roth | ||
Abenberg ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Roth und liegt zehn Kilometer westlich der Kreisstadt Roth und ca. 25 Kilometer südwestlich von Nürnberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Abenberg liegt am Nordrand des Fränkischen Seenlands, großräumig gesehen zwischen der Frankenhöhe im Nordwesten, Nürnberg im Norden und der Fränkischen Alb im Süden und Osten. Die kleinen Flussläufe im Stadtbereich entwässern über die Rednitz/Regnitz zum Main.[2]
Klima [Bearbeiten]
Der Jahresniederschlag beträgt durchschnittlich 740 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 49 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der März, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 2,2 mal mehr Niederschläge als im März. An nur 20 % der Messstationen werden höhere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Abenberg besteht offiziell[3] aus den 14 Ortsteilen:
Geschichte [Bearbeiten]
Erstmals erwähnt wurde Abenberg 1071 als Abinberch. Die Grafschaft Abenberg entstand unter den Ottonen zwischen 1002 und 1024, der Ort wurde um 1040 von Wolfram von Abenberg gegründet. Innerhalb der nächsten 150 Jahre kamen aus dem Geschlecht der Abenberger Hochstiftsvögte von Bamberg, der Würzburger Bischof Reginhard, eine Äbtissin zu Kitzingen und andere hohe Würdenträger. Stilla von Abenberg († um 1140) wurde 1927 seliggesprochen. An der Wende zum 13. Jahrhundert erlosch die männliche Linie der Abenberger, durch Heirat kam Abenberg um 1236 an die Burggrafen von Nürnberg und damit an die Hohenzollern. Anfang 1200 existierte relativ kurz das Kloster Abenberg. Um 1260 wurde das oppidum Abenberg angelegt, der Eichstätter Bischof Reinboto erwarb 1296 die Burg und den Ort und baute Abenberg weiter aus. 1299 erhielt Abenberg das Stadtrecht, 1356 wurde es eichstättisches Pflegamt. Die Stadt war Amtssitz des Hochstiftes Eichstätt, das Pflegamt wurde zugunsten Bayerns 1803 säkularisiert und fiel im selben Jahr an das Fürstentum Ansbach (Hauptlandesvergleich Bayern/Preußen), mit welchem es 1806 (Vertrag von Paris, Februar) endgültig durch Tausch an das Königreich Bayern gelangte.
Die Burg Abenberg wurde von ihrem letzten Besitzer 1959 der Stadt Frankfurt vermacht, die dieses Geschenk aber nicht annahm. In den Jahren 1982 bis 1984 erwarb die Stadt Abenberg die Burg und renovierte sie von Grund auf. Heute befindet sich dort das Haus fränkischer Geschichte, das Klöppelmuseum Abenberg und ein Hotel mit Gaststätte. Die Burg wird für Ausstellungen, öffentliche und private Veranstaltungen genutzt.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Juli 1971 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Obersteinbach ob Gmünd eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam die bis dahin selbständige Gemeinde Ebersbach hinzu. Gebietsteile von Aurau folgten am 1. Juli 1972.[4] Die Eingliederung von Beerbach, Dürrenmungenau und Wassermungenau schlossen die Reihe der Eingemeindungen am 1. Mai 1978 ab.[5]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2000 | 2008 | 2009 | 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl[6] | 2525 | 2915 | 2980 | 3319 | 3239 | 4345 | 4180 | 4663 | 4619 | 5493 | 5516 | 5471 | 5495 |
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 108, im produzierenden Gewerbe 471 und im Bereich Handel und Verkehr 125 Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 235 Personen beschäftigt. Der größte Arbeitgeber im produzierenden Gewerbe ist die Firma Hans Henglein & Sohn GmbH, die in Wassermungenau eine Fabrik für Fertiggerichte mit ca. 250 Mitarbeitern betreibt.[7] Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1859. Im verarbeitenden Gewerbe einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zehn. Zudem bestanden im Jahr 1999 141 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2127 Hektar. Davon waren 1639 Hektar Ackerfläche und 483 Hektar Dauergrünfläche.
Verkehr [Bearbeiten]
Zehn Kilometer östlich von Abenberg besteht in der Kreisstadt Roth Bahnanschluss in Richtung Nürnberg, Augsburg und Ingolstadt. Über die Anschlussstelle Schwabach-West gelangt man auf die Autobahn A 6 Nürnberg–Heilbronn. Unmittelbar in Stadtnähe verläuft die B 466 von Schwabach über Nördlingen nach Heidenheim an der Brenz.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Klöppelmuseum
- Haus Fränkischer Geschichte auf Burg Abenberg
Bauwerke [Bearbeiten]
- Burg Abenberg
- Kloster Marienburg
- Schloss Dürrenmungenau
- Rathaus (1732–1744 von Gabriel de Gabrieli)
- Stadtmauer und Stadttürme (mit Karzer)
- Stillaplatz mit Stillabrunnen und Bürgerhaus
- Pfarrkirche St. Jakobus
- Stillakirche (mit Katakomben)
- Klöppelschule
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Abenberg
Sonstige Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Druidenstein im Abenberger Wald
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Bildungseinrichtungen [Bearbeiten]
- Zwei katholische Kindergärten in Abenberg und je ein evangelischer Kindergarten in Wassermungenau und Dürrenmungenau
- Volksschule (Grund- und Hauptschule)
- Mädchen-Realschule Kloster Marienburg
- Volkshochschule Abenberg
- Öffentliche Bücherei Abenberg
Pflegeeinrichtungen [Bearbeiten]
- Seniorenzentrum St. Josef
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Georg Schwarz (1873–1948), Reichstags- und Landtagsabgeordneter
Literatur [Bearbeiten]
- Franz Kornbacher: Historischer Rundgang durch Abenberg. (Hrsg.: Stadt Abenberg), Eigenverlag Stadt Abenberg, 1993.
- Stadt Abenberg (Hrsg.): Mach Pause und wandere in Abenberg. Eigenverlag der Stadt Abenberg, 1997.
Weblinks [Bearbeiten]
- Webseite der Stadt Abenberg
- Haus fränkischer Geschichte
- Burg Abenberg
- Abenberg: Wappengeschichte vom HdBG
- Abenberg: Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,24 MB)
- Abenberg auf der Website franconia-online der Uni Würzburg
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Bayern Atlas
- ↑ Bayerische-Landesbibliothek-Online.de
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 568.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 733.
- ↑ http://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09576111.pdf Statistik kommunal 2010: Stadt Abenberg
- ↑ Unternehmens-Website von Henglein, eingesehen am 10. August 2011
Abenberg | Allersberg | Büchenbach | Georgensgmünd | Greding | Heideck | Hilpoltstein | Kammerstein | Rednitzhembach | Rohr | Roth | Röttenbach | Schwanstetten | Spalt | Thalmässing | Wendelstein
