Windsbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Höhe: | 383 m ü. NN | |
| Fläche: | 68,17 km² | |
| Einwohner: |
6046 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91575 | |
| Vorwahlen: | 09871, 09876 (Kitschendorf) | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 226 | |
| Stadtgliederung: | 29 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hauptstraße 15 91575 Windsbach |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Seidel (SPD) | |
| Lage der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach | ||
Windsbach (ugs.: Winschba[2]) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Windsbach liegt im Rangau an der Fränkischen Rezat. Die Stadt befindet sich 20 km östlich der Kreisstadt Ansbach und 40 km südwestlich von Nürnberg. Durch das Gemeindegebiet fließt die Aurach, ein Nebenfluss der Rednitz.[3]
Stadtgliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Windsbach hat 29 amtlich benannte Ortsteile:[4]
Der Ortsteil Windsbach gliedert sich in die Obere und Untere Vorstadt, und das Industriegebiet Fohlenhof.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
| Neuendettelsau | Heilsbronn | Kammerstein, Rohr |
| Lichtenau | Abenberg | |
| Wolframs-Eschenbach | Mitteleschenbach | Spalt |
Geschichte[Bearbeiten]
Windsbach wurde 1138 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1278 die Stadtrechte verliehen. Die Burggrafen von Nürnberg erwarben 1292 erste Güter in Windsbach und konnten ihren Besitz im Ort 1400 vergrößern. Bis zum Übergang an Bayern im Jahr 1806 blieb Windsbach im Besitz der späteren Markgrafen von Brandenburg. Im Jahr 2003 konnte 725 Jahre Stadt Windsbach gefeiert werden.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
| Gemeinde | Einwohner (1970) |
Eingemeindungs- datum |
Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Bertholdsdorf | 252 | 1. Mai 1978[5] | |
| Brunn | 260 | 1. Januar 1972[6] | |
| Elpersdorf bei Windsbach | 122 | 1. Januar 1972[6] | |
| Hergersbach | 96 | 1. Juli 1972[6] | |
| Ismannsdorf | 180 | 1. Juli 1972[6] | |
| Moosbach | 117 | 1. Januar 1972[6] | |
| Retzendorf | 95 | 1. Januar 1972[6] | |
| Sauernheim | 131 | 1. Januar 1974[5] | |
| Suddersdorf | 144 | 1. Juli 1973[5] | |
| Untereschenbach | 171 | 1. Juli 1972[6] | |
| Veitsaurach | 382 | 1. Mai 1978[5] | |
| Wernsbach bei Windsbach | 372 | 1. Januar 1972[6] | Eingliederung von 238 der 372 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Neuendettelsau |
| Winkelhaid | 110 | 1. Juli 1972[6] |
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Stadt Windsbach mit eingemeindeten Ortsteilen:
| Jahr | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1979 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 3.777 | 5.831 | 5.201 | 5.167 | 5.158 | 6.187 | 6.176 | 6.182 | 6.053 | 6.053 | 5.998 | 6.028 |
Stadt Windsbach ohne eingemeindete Ortsteile:
| Jahr | 1910[7] | 1933 | 1939[8] | 1961[5] | 1963 | 1970[5] | 1987[9] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 1645 | 1708 | 1711 | 2877 | 2910 | 2869 | 2847 |
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
- Erster Bürgermeister: Wolfgang Seidel (SPD)
- Zweiter Bürgermeister: Norbert Kleinöder (Umland)
- Dritter Bürgermeister: Karl Schuler (SPD)
Stadtrat[Bearbeiten]
Der Stadtrat hat einschließlich des Ersten Bürgermeisters 21 Mitglieder:
| Partei | Sitze |
| CSU / Engagierte Bürger | 6 |
| SPD / Unabhängige Wähler | 6 |
| Wählergemeinschaft Windsbach-Umland | 4 |
| Grüne | 2 |
| Freie Wähler / Windsbacher Bürgerblock (WBB) | 2 |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: Gespalten; vorne geviert von Silber und Schwarz, hinten in Rot ein silberner Schrägwellenbalken. Der gevierte Zollernschild steht für die Burggrafen von Nürnberg, die ab 1292 begannen, Güter in Windsbach zu erwerben. Der Schrägwellenbalken steht für die Fränkische Rezat.
Windsbach führt seit dem 14. Jahrhundert ein Wappen. In einem Siegel von 1610 erscheint es erstmals als Doppelwappen, das Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach 1614 mit einem Wappenbrief bestätigte: Rechts die Vierung und links in Rot ein schräglinker grüner Wellenbalken. Seit der Bürgermeistermedaille von 1819 stehen beide Wappen in einem Schild und der Wellenbalken in Silber.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Windsbach ist Endpunkt der Regionalbahnstrecke R71 von Wicklesgreuth über Petersaurach und Neuendettelsau nach Windsbach. In Wicklesgreuth besteht Anschluss an die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim (R7). Der Bahnhof in Windsbach wurde 1894 erbaut.
Windsbach ist über die Anschlussstellen Neuendettelsau und Lichtenau der A 6 (E 50) zu erreichen. Die B 14 führt in einer Entfernung von zwölf, die B 13 von zehn und die B 466 von 6 Kilometern vorbei.
Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]
Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]
- Volksschule Windsbach
- Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium Windsbach
- Musikschule Rezat Mönchswald
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Knabenchor[Bearbeiten]
1946 gründete Hans Thamm in Windsbach den inzwischen international bekannten Windsbacher Knabenchor in der Tradition des Dresdner Kreuzchors. Von 1978 bis Januar 2012 wurde der Chor von Karl-Friedrich Beringer geleitet. Seit Februar 2012 ist Martin Lehmann Chorleiter.
Bauwerke[Bearbeiten]
Von den ehemals fünf Türmen und der Stadtmauer stehen nur noch das Obere (Schwabacher Tor) und das Untere Tor (Brückentor) sowie Teile der Stadtbefestigung. Um den Stadtturm aus dem 12. Jahrhundert erkennt man die zweite Verteidigungsanlage, die Amtsburg. Am Kirchplatz steht die ehemalige dritte Verteidigungsanlage, die Kirchenburg. Die Stadtkirche St. Margareta, erbaut 1730, ersetzte die Vorgängerkirche aus der Zeit um 800.
Das Rathaus, das von 1748 bis 1752 erbaut wurde, bildet den Mittelpunkt der historischen Altstadt. Daneben befand sich das alte Schloss, das 1736 abgerissen wurde. In den Jahren 1737 und 1738 wurde an dieser Stelle das Rentamt gebaut. Die Pläne stammten von dem Hofbaudirektor Leopoldo Retti und dem jungen Landbauinspektor Johann David Steingruber. Das Gebäude diente als Finanzamt und Sitz der Amtmänner. 2003 und 2004 wurde das Rentamt grundlegend restauriert. Zurzeit wird das Gebäude unter anderem von der Musikschule Rezat-Mönchswald genutzt.
Ein besonderes Kleinod ist die Gottesruhkapelle, erbaut um 1400 vom Amtmann Ritter von Hellberg, mit Freskenmalereien um 1430.
Von 1790 bis 1792 wurde eine Gewölbebrücke aus Sandstein über die Fränkische Rezat errichtet, die sogenannte Markgrafenbrücke. 1992 wurde dieses Baudenkmal grundlegend saniert.
siehe auch: → Liste der Baudenkmäler in Windsbach
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Ehrenbürger[Bearbeiten]
- Johann Jungmaier, Altbürgermeister
- Hans Thamm (1921–2007), Gründer des Windsbacher Knabenchores
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Karl Dunz (* 1917), Buchautor und ehemaliger Bürgermeister der Stadt Windsbach
- Christa Götz (* 1948), Landtagsabgeordnete der CSU im Bayerischen Landtag und Landwirtin
- Leonhard Murr (1896–1967), MdB der FDP, Landwirt und Kartoffelzüchter
- Karl Steinbauer (1906–1988), evangelisch-lutherischer Theologe und Mitglied der Bekennenden Kirche
Literatur[Bearbeiten]
- Maria Tabea Armanski-Dauscher: Die Straße meiner Kindheit, 1995, 2. Auflage 2000.
- Hansjörg Dodenhöft: Von der städtischen Lateinschule zum Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium, 475 Jahre höhere Schulbildung in Windsbach, herausgegeben vom Förder- und Freundeskreis des JSBG, Windsbach 2012
- Karl Dunz: Schicksal der Juden in Windsbach. Freimund-Druckerei, Neuendettelsau 1947.
- Karl Dunz: Windsbach - Heimat und Kulturgeschichte der Stadt mit allen Ortsteilen. Freimund-Druckerei, Neuendettelsau 1985, ISBN 978-7100114820.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, S. 212., DNB 480570132.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. In: Bayerische Kunstdemkmale, Bd. 2. Deutscher Kunstverlag, München 1958, S. 166., DNB 451224701.
- Johann Friedrich Frischeisen: ... und dann kamen die Amerikaner: Windsbach vor und nach der Stunde Null – Rückblick eines damals Zehnjährigen. Nürnberg 1986.
- Johann Friedrich Frischeisen (Hrsg.): Winsbeke: der Windsbacher Beitrag zum Minnesang des Hochmittelalters. Regensburg 1994.
- Johann Jungmaier: Das Städtchen Windsbach und seine Geschichte. Roth 1938.
- Karl und Christa Lechner - Heimatverein Windsbach: Patendank zur Konfirmation, 1992.
- Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 255., DNB 450093387.
Weblinks[Bearbeiten]
- Webseite der Stadt Windsbach
- Windsbach: Wappengeschichte vom HdBG
- Windsbach: Amtliche Statistik des LStDV
- Windsbach auf der Website franconia-online der Uni Würzburg
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ E. Fechter, S. 204.
- ↑ Bayern Atlas
- ↑ Bayerische-Landesbibliothek-Online.de
- ↑ a b c d e f Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706 und 707.
- ↑ a b c d e f g h i Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 421.
- ↑ Gemeindeverzeichnis.de
- ↑ Geschichte-on-Demand.de
- ↑ Verein für Computergenealogie e. V.
Adelshofen | Arberg | Aurach | Bechhofen | Bruckberg | Buch a.Wald | Burgoberbach | Burk | Colmberg | Dentlein a.Forst | Diebach | Dietenhofen | Dinkelsbühl | Dombühl | Dürrwangen | Ehingen | Feuchtwangen | Flachslanden | Gebsattel | Gerolfingen | Geslau | Heilsbronn | Herrieden | Insingen | Langfurth | Lehrberg | Leutershausen | Lichtenau | Merkendorf | Mitteleschenbach | Mönchsroth | Neuendettelsau | Neusitz | Oberdachstetten | Ohrenbach | Ornbau | Petersaurach | Röckingen | Rothenburg ob der Tauber | Rügland | Sachsen b.Ansbach | Schillingsfürst | Schnelldorf | Schopfloch | Steinsfeld | Unterschwaningen | Wassertrüdingen | Weidenbach | Weihenzell | Weiltingen | Wettringen | Wieseth | Wilburgstetten | Windelsbach | Windsbach | Wittelshofen | Wolframs-Eschenbach | Wörnitz
