Altenberge

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altenberge
Altenberge
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altenberge hervorgehoben
52.0458333333337.465277777777879Koordinaten: 52° 3′ N, 7° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Steinfurt
Höhe: 79 m ü. NHN
Fläche: 62,96 km²
Einwohner: 10.041 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48341
Vorwahl: 02505
Kfz-Kennzeichen: ST, BF, TE
Gemeindeschlüssel: 05 5 66 004
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstr. 25
48341 Altenberge
Webpräsenz: www.altenberge.de
Bürgermeister: Jochen Paus (CDU)
Lage der Gemeinde Altenberge im Kreis Steinfurt
Nordrhein-Westfalen Kreis Borken Kreis Coesfeld Münster Kreis Warendorf Niedersachsen Greven Saerbeck Lienen Lengerich Laer Altenberge Horstmar Nordwalde Ladbergen Metelen Hörstel Westerkappeln Ibbenbüren Steinfurt Wettringen Neuenkirchen Mettingen Lotte Hopsten Ochtrup Rheine Recke Tecklenburg EmsdettenKarte
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Altenberge (plattdeutsch Ollenbiärg) ist eine Gemeinde im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.

Geografie[Bearbeiten]

Kirche, davor Kreisverkehr

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Altenberge liegt ca. 14 km nordwestlich der Universitätsstadt Münster im Kreis Steinfurt inmitten der Münsterländischen Parklandschaft. Die Gemeinde liegt auf dem Altenberger Höhenrücken und ist die am höchsten gelegene Gemeinde des Altkreises Burgsteinfurt (BF). Der höchste Punkt bildet der Paschhügel (119 m ü. NN)[2]. Der tiefste am Zusammenfluss des Landwehrbaches mit der Steinfurter Aa knapp 4 km westlich des Zentrums des Ortes (68 m ü. NN). Ein weiterer markanter Punkt bildet die Krüsellinde etwa 800 m südöstlich der Kirche von Altenberge (110 m ü. NN), Altenberge grenzt (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten) an Greven (Kreis Steinfurt), Münster (kreisfrei), Havixbeck (Kreis Coesfeld), Billerbeck (Kreis Coesfeld), Laer (Kreis Steinfurt), Steinfurt (Kreis Steinfurt) sowie Nordwalde (Kreis Steinfurt).

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Altenberge besteht aus dem Ort Altenberge und sechs Bauerschaften:

Entrup
Entrup ist flächenmäßig die größte Bauerschaft in Altenberge.
Hansell
Hansell wurde im 14. Jh. erstmals urkundlich erwähnt und hat 313 Einwohner[3]. Es grenzt als einzige der Altenberger Bauerschaften nicht an den Altenberger Ortskern und liegt zwischen Münster-Nienberge, Greven und Altenberge. Zudem besitzt Hansell einen Siedlungskern mit Kirche und bildete über viele Jahre eine eigenständige Pfarrgemeinde, St. Johannes Nepomuk. Die ist seit 2009 mit der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist fusioniert. Aktueller Pfarrer ist Dr. Josef Wieneke. Die Kirche in Hansell stammt aus dem 17.Jh., der Erweiterungsbau aus dem 18.Jh. Landwirtschaft, Viehzucht, Fremdenverkehr sowie reges Vereinsleben im Schützenverein „An De Buorg“ und in der Kfd prägen heute den Ort.
Hohenhorst
Ein im Süden von Hohenhorst gelegener Hügel wird Rösteberg genannt. In diesem soll, einer lokalen Sage nach, der Riese Grinkenschmied gewohnt haben. In Hohenhorst wurde auch der Sandstein gebrochen, der zur Wiederherstellung des münsterschen Domes nach dem Zweiten Weltkrieg verwendet wurde.
Kümper
Die Bauerschaft Kümper ist nicht nur flächenmäßig die kleinste, sie ist auch mit 299 Menschen die einwohnerschwächste Bauerschaft. Geschichtlich wird Kümper kaum erwähnt; am 28. Oktober 1842 wurde es dem „Amt Altenberge“ zugesprochen, da die Bauerschaft nie ein souveränes Amt oder Kirchspiel war. Kümper hat seit vielen Jahren eine starke Flächenabnahme zu verzeichnen, da das Gewerbegebiet West sich immer tiefer in die Bauerschaft ausdehnt. Zu den Sehenswürdigkeiten in Kümper zählen die Kornbrennerei Geuker-Wiedemann, das Trecker- und Schlepper-Museum auf dem ehem. Betriebsgelände der Schlepperfabrik H. Wesseler OHG.
Waltrup
Als Sehenswürdigkeit gilt die 1953 errichtete „Madonna der Landstraße“, eine Kapelle für Reisende an der L 510 zwischen Altenberge und Münster. Durchschnittlich 70 Kerzen am Tag haben 2007 in der Waltruper Kapelle gebrannt, insgesamt 28400. 12324,88 Euro kamen im Opferstock zusammen.
Westenfeld
Eine Sehenswürdigkeit in Westenfeld ist das Haus Bödding auf dem Hof Kintrup. Auf dem alten Gräftenhof mit seinem großen Wehrspeicher wohnten früher die Ritter von „Oldenberge“. Seit 1900 ist der Hof im Besitz der Familie Kintrup.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Pfarrei Altenberge im Jahre 1181, der Ort ist aber wohl weit vorher entstanden. Wahrscheinlich bestand der Ort schon zur Zeit des ersten Bischofs von Münster, Liudger (742–809). Karl der Große hatte diesem 792 die Missionierung im westlichen Sachsen übertragen. Liudger baute das spätere Bistum Münster auf; in dieser Zeit sind ist es zu zahlreichen Gründungen von Pfarreien und dem Bau von Kirchen, vermutlich auch in Altenberge gekommen. Der Ort war ursprünglich Bestandteil der Freigrafschaft Münster im Dreingau und unterstand im 12. Jahrhundert der Verwaltung der Ritter von Altenberge.

Von den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg blieb Altenberge weitestgehend verschont.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten]

Wahlergebnis der Kommunalwahl vom 30. August 2009:[4][5]

CDU 49,9 % (- 0,2 %), 13 Sitze
SPD 16,9 % (- 5,5 %), 4 Sitze
Grüne 13,7 % (+ 5,2 %), 4 Sitze
UWG 10,4 % (- 8,7 %), 3 Sitze
FDP 9,1 % (+ 9,1 %), 2 Sitze
Wahlbeteiligung 67,6 %

Die CDU hält somit genau die Hälfte der möglichen Sitze, hat aber gemeinsam mit der Stimme des Bürgermeisters Jochen Paus (CDU; im Amt bestätigt mit 79,3 % d. Stimmen) die Mehrheit im Gemeinderat (14 : 13) gegenüber den anderen Fraktionen. Damit hält die CDU seit den ersten freien Wahlen in Altenberge die Mehrheit der Stimmen im Gemeinderat. Die CDU ist größte Partei vor Ort, gefolgt von der SPD, den Grünen, der UWG und der FDP. Letztere zieht neu gegründet in den Gemeinderat ein. Rechts- oder linksradikale Parteien spielen in Altenberge keine Rolle, bei den vergangenen Wahlen auf Bundes-, Kommunal- oder Landesebene gab es für beide Seiten nur jeweils einstellige Stimmenzahlen.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Altenberge wurde im Jahre 1938 verliehen. Es zeigt die sog. Krüsellinde, den Wappenbaum der Gemeinde und ehemalige Gerichtsstätte am alten Münsterweg. Diese steht auf einem Dreiberg, der den Altenberger Höhenrücken symbolisiert, auf dem der Ort liegt. Die Pflugschar auf dem Dreiberg steht für die Bevölkerung des Ortes, die früher überwiegend aus Bauern bestand.

Blasonierung: „Auf goldenem Felde ein roter mit goldener Pflugschar belegter Dreiberg, auf dem eine grüne Linde steht.“

Partnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1979 besteht eine Partnerschaft mit der belgischen Gemeinde Gooik, die 25 km westlich von Brüssel in der Provinz Flämisch-Brabant liegt. Gooik ist mit ca. 8850 Einwohnern nur wenig kleiner als Altenberge. 1990 und 1999 wurde in festlichen Zeremonien die Partnerschaft zwischen den Gemeinden bestätigt. Eine Gruppe von etwa zehn Altenbergern kümmert sich um den Fortbestand der Partnerschaft. Dies gestaltet sich in den vergangenen Jahren immer schwieriger.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof

Die Altenberger Verkehrsinfrastruktur ist sehr gut ausgebaut und auf einem hohen Niveau. Um jedoch den Ortskern stärker vom Verkehr zu entlasten, wurde eine unter der Bevölkerung und vor allem in der Politik umstrittene Ortsentlastungsstraße im Süden der Gemeinde geplant, die zugleich noch eine noch bessere Anbindung für ansässige Unternehmen schaffen soll. Die CDU befürwortet als einzige Partei den Bau der Entlastungsstraße, die bereits in zwei Wahlkämpfen das Hauptthema darstellte. Der Bau begann mit dem Spatenstich 2008, die Fertigstellung geschah Anfang 2013.

Der Bahnhof von Altenberge an der Bahnstrecke Münster–Enschede wird im Stundentakt von der Regionalbahn 64 „Euregio-Bahn“ Münster HbfGronau (Westf)Enschede (NL) bedient. (Kursbuchstrecke 407).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Altenberge zählt zu den finanzstärksten Kommunen in NRW, da das Gewerbesteuereinkommen sehr hoch ist. Dennoch ist sie eine überwiegend ländlich geprägte Gemeinde.

Größter Arbeitgeber ist die Firma Schmitz Cargobull AG mit über 4.000 Beschäftigten. Aber auch einige andere bedeutende Firmen haben sich angesiedelt. Die Agrartechnik Altenberge, welche an der Kümperstiege zu finden ist, ist einer der führenden Technikanbieter des CNH Global-Konzerns in Deutschland geworden.

Europaweit tätig ist auch die Wessling-Gruppe. Im Januar 1983 legt Inhaber Dr. Erwin Weßling mit dem ersten Laboratorium den Grundstein für die heutige Firmengruppe in einer historischen Windmühle aus dem 18. Jahrhundert. Heute arbeiten 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Europa. Die Zentrale befindet sich im Altenberger Gewerbegebiet Ost. Das unabhängige Familienunternehmen Wessling gehört zu den Marktführern von Labor- und ingenieurtechnischen Dienstleistungen.

Jüke Systemtechnik ist ein moderner Dienstleister im Bereich der Feinmechanik und Elektronik.

Die perbit Software GmbH ist Spezialist für Human-Resources-Management-Systeme. Das Unternehmen wurde 1983 gegründet und gehört zu den marktführenden Anbietern im Mittelstand. Etwa 65 Mitarbeiter sind bei perbit an den Standorten Altenberge, Trossingen und Münster beschäftigt.

Mitten im Ort befindet sich die Ausstellungsfläche eines der größten Klavierhändler Deutschlands, die www.Klavierhalle.de. Mit einer Auswahl von ca. 200 Instrumenten und dem Vertrieb gebrauchter sanierter Klaviere und Flügel im Internet per ebay wird ein deutschlandweiter Interessentenkreis erreicht, mittlerweile auch an einem zweiten Standort in Weidhausen bei Coburg.

Auflagenstärkste Zeitung vor Ort sind die Westfälischen Nachrichten.

Bildung[Bearbeiten]

Altenberge verfügt über eine Hauptschule und zwei Grundschulen, die katholische Sankt-Johannes-Grundschule und die Borndalschule. Die Grundschulen bieten Ganztagsunterricht an.

Kirchturm von der Borghorster Straße aus

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist[Bearbeiten]

Altenberge zählt vermutlich zu einer der Urpfarreien, die um 800 von Bischof Liudger gegründet wurden. Die ersten drei Joche der Kirche stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Des Weiteren wurde die Kirche zwischen 1882 und 1884 um ein Joch nach Western erweitert und der frühere viereckige mittelalterliche Turm wurde durch den heutigen ersetzt. Im Innern erinnert die Kirche von der Bauart an die Lamberti oder Überwasserkirche in Münster. Die katholische Kirche kann auch als das Wahrzeichen von Altenberge angesehen werden, da der 75 m hohe Turm aus weiter Entfernung sichtbar ist.

Katholische Filialkirche St. Johannes Nepomuk[Bearbeiten]

Krüsellinde[Bearbeiten]

Die Krüsellinde im Südosten ist der Wappenbaum von Altenberge. An ihr wurden früher die Westfälischen Femgerichte gehalten. Als Symbole ehemaliger Femgerichte liegen noch immer Strick und Schwert unter dem Baum.

Eiskeller[Bearbeiten]

Blick in den Eiskeller Altenberge

Dieser Eiskeller gehört zur ehemaligen Altenberger Brauerei Beuing. Das genaue Baudatum ist nicht bekannt, allerdings wurde der nördliche Teil des Kellers um 1890 angebaut. Hier konnte während des Sommers das gebraute Bier kühl gelagert werden. Dazu wurden im Winter auf umliegenden Feldern aus sogenannten Eisteichen Eisblöcke gewonnen und in den Eiskeller gebracht. So blieb das Gewölbe auch im Sommer auf einer Temperatur von 8 bis 10 Grad. Mit dem Konkurs der Brauerei 1927 endete vorerst die Nutzung des Eiskellers, das Gewölbe geriet in Vergessenheit. Erst 1996 wurde der Eiskeller bei Bauarbeiten für die benachbarte Grundschule wiederentdeckt. 2004 wurde für die Regionale ein Informationspavillon gebaut und Stege im Keller verlegt. Der Keller kann heute über den Heimatverein besichtigt werden.

Heimathues „Kittken“[Bearbeiten]

Der Kernbau dieses Fachwerkhauses wurde bereits vor 1840 errichtet, 1910 wurde er erweitert. Das Haus diente ab 1889 als Wohnstube des Dorfpolizisten und als Arrestlokal. Diese Funktion behielt es bis in die 1930er Jahre. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude vom Heimatverein restauriert und am 10. Mai 1997 als Heimathaus eingeweiht. Später wurde auf dem Gelände noch ein Bauerngarten angelegt, ein typischer Speicher (2003) und ein Backhaus (2006) errichtet. Der Speicher befand sich bis zum Jahr 2003 in der Bauerschaft Hohenhorst und wurde dann vom Heimatverein abgebaut und an der heutigen Stelle wiederaufgebaut.

Marktplatz[Bearbeiten]

Marktplatz mit Brunnen im Vordergrund

Der Marktplatz ist der Mittelpunkt des Gemeindelebens in Altenberge. Er entstand am Ende der 1980er Jahre, als die damals noch im Ort beheimatete Firma Schmitz Cargobull auf ein Gelände außerhalb des Orts wechselte. Auf einem Teil des dadurch freigewordenen Areals wurde der Platz errichtet. Die Häuser an den Seiten sollen mit ihren Fassaden und Giebeln (wenn auch stark vereinfacht und moderner gestaltet) an den Prinzipalmarkt in Münster erinnern. Der Marktplatz wird neben dem Kirchplatz vor allem für Events wie Dorffeste oder Konzerte genutzt. Jeden Mittwoch findet hier ein Wochenmarkt statt.

Alter Friedhof (Ehrenmal)[Bearbeiten]

Der alte Friedhof befindet sich im Zentrum des Ortes in der Nähe der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Das Gelände wurde zu Anfang des letzten Jahrhunderts zu klein, daher wurde zwischen Hanseller Straße und Bahnhofshügel ein neuer Friedhof angelegt. Auf dem alten Friedhof sind nur einzelne Grabsteine stehengeblieben. In der Mitte der Rasenfläche befindet sich das Ehrenmal, das an die in den Weltkriegen gefallenen und vermissten Altenberger erinnert.

Kapelle „Madonna der Landstraße“[Bearbeiten]

Die Kapelle wurde 1953 vom Schützenverein Grinkenschmidt in Waltrup zur Erinnerung an die im Krieg gefallenen Mitglieder errichtet. Sie befindet sich direkt an der ehemaligen B 54 (heute L 510) zwischen Altenberge und Münster und erhielt daher den Namen „Madonna der Landstraße“.

Haus Sieverding[Bearbeiten]

Von dieser 1661 erbauten, ehemaligen Wasseranlage ist heute nur der Speicher erhalten geblieben. Er beherbergt den Studienfonds der Uni Münster.

Fossilien- und Steinemuseum Zurholt[Bearbeiten]

Hauptartikel: Museum Zurholt

Das Fossilien- und Steinemuseum Zurholt zeigt zahlreiche Funde, die auf dem Altenberger Höhenrücken entdeckt wurden.[6] Das Museum ist in Privatbesitz. Unter anderem ist in dem Museum der angeblich größte zusammenhängende Fund Europas an Belemniten zu sehen. Er wurde bei Ausgrabungsarbeiten in einem Regenrückhaltebecken entdeckt.

Schlepper- und Geräte-Museum Altenberge[Bearbeiten]

In den Räumen der ehemaligen Ackerschlepperfabrik Heinr. Wesseler OHG wurde ein Museum für landwirtschaftliche Geräte und Maschinen und für Ackerschlepper eingerichtet. Der Trägerverein des Museums wurde 2003 gegründet. Im Jahre 2010 wurde die ehemalige Produktionsstätte für Wesseler-Schlepper unter Denkmalschutz gestellt.

Erholungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Sportstätten[Bearbeiten]

  • Hallenbad: Altenberge verfügt seit 1977 über ein Hallenbad. Das Bad hat ein Becken mit einer Länge von 25 m. Die Wassertiefe kann auf einem 12 m langen Abschnitt zwischen 30 cm und 1,80 m variiert werden. Im Rest des Beckens beträgt die Wassertiefe konstant 1,80 m. Das Besondere an dem Bad ist die Desinfektion. Anders als in anderen Bädern üblich wird das Wasser nicht gechlort, sondern auf andere Weise desinfiziert.
  • Sportpark Großer Berg: Am Sportpark Großer Berg befindet sich zum einen das Stadion des TuS Altenberge, sowie Trainingsplätze und eine moderne Soccer-Halle für die Fußballer. Auch die Tennisabteilung das TuS ist hier beheimatet. Des Weiteren hat der TC Altenberge hier seinen Vereinssitz.
  • Reithalle: Die Reithalle des Reitervereins Altenberge wurde im Jahr 2005 in Entrup neu errichtet, damit der TuS die alte Halle aufgrund von Platzmangel als Soccer-Halle in Eigenregie umbauen konnte.
  • Sporthallen Gooiker Platz: In den beiden Sporthallen am Gooiker Platz können verschiedene Sportarten ausgeübt werden. Sie werden größtenteils vom TuS genutzt, stehen aber auch anderen Vereinen offen. Auch finden in der Großen Halle regelmäßig Veranstaltungen wie die Gewerbeschau oder das Frühjahrskonzert der Musikschule Altenberge e. V. statt.

Radwege[Bearbeiten]

Durch Altenberge und die Umgebung führen eine Vielzahl von Radwegen. So liegt Altenberge an der 100-Schlösser-Route und es gibt eine große Anzahl von sogenannten Pättkes, die durch die Bauerschaften führen. Hinzu kommen Radwege entlang der Hauptverkehrsstraßen. Ende 2007 wurde ein neuer Radweg entlang der Hanseller Straße geschaffen. Ambitionierte Ziele haben sich auch die Anwohner der L874 in Kümper gesteckt. Sie möchten 2008 in Eigenregie den Lückenschluss zwischen dem neuen Kreisverkehr und dem Havixbecker Radwegenetz erstellen.

Vereine[Bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten]

  • TuS Altenberge 09 e. V.: Der „TuS“ ist ein traditionsreicher Breitensportverein mit über 2000 Mitgliedern. Die unterschiedlichen Sportangebote umfassen etwa Fußball, Volleyball, Badminton, Judo, Tischtennis, Tennis, Turnen oder Aerobic.
  • TC Altenberge 1951 e. V.: Der Tennisclub besitzt eine eigene Anlage mit Clubhaus und sieben Tennisplätzen. Sie befindet sich im Sportpark Großer Berg.
  • Bogensportclub Altenberge 1986 e. V.: Als ehemalige Unterabteilung des Sportschützenvereins Altenberge gegründet, gibt es den Bogensportclub Altenberge seit 1985 mit eigenem Freiluftsaison-Trainingsgelände.
  • Schwimmverein Grün-Schwarz Altenberge e. V.
  • Zucht-, Reit- und Fahrverein Altenberge e. V.
  • DLRG Altenberge e. V.

Musik- und Gesangsvereine[Bearbeiten]

  • Altenberger Kiepenkerl-Chor: Er wurde 1977 als Doppelquartett gegründet, als Namensgeber diente der Kiepenkerl.
  • Chorgemeinschaft St. Johannes Baptist: Der katholische Kirchenchor von Altenberge wurde am 10. Januar 1904 gegründet. Er tritt regelmäßig in Gottesdiensten auf und hat sich über die Ortsgrenzen hinaus einen Namen geschaffen mit seinen regelmäßigen Konzerten, die auch weltliche Musik beinhalten.
  • Altenberger Männerchor Polyhymnia 1920 e. V.: Er ist Mitglied im Sängerkreis Nordwestfalen und dem Deutschen Sängerbund. Der Chor widmet sich der Einstudierung von modernen Liedern, Chorsätzen und der Pflege älteren Liedgutes.
  • Musikschule Altenberge (ehemals Jugendorchester Altenberge e. V.): Seit Dezember 2005 heißt das Jugendorchester Musikschule Altenberge.
  • Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge: Gegründet im Jahre 1911.
  • Spielmannszug Grinkenschmied: Gegründet im Jahre 1951.

Schützenvereine[Bearbeiten]

  • Schützenbruderschaft St. Johannes Altenberge: Die Bruderschaft zählt zurzeit über 650 Mitglieder und ist damit der größte und gleichzeitig mit einer Geschichte von 300 Jahren auch älteste Altenberger Schützenverein.
  • Schützenverein Grinkenschmidt Altenberge 1924 e. V.: Einzugsbereich dieses Schützenvereins sind die Bauerschaften Waltrup, Hohenhorst und Kümper. Der 1924 gegründete Schützenverein verfügt über einen eigenen Spielmannszug
  • Schützenverein Entrup: Einzugsbereich dieses Schützenvereines sind die Bauerschaften Westenfeld und Entrup.
  • Schützenverein „An de Buorg“ Hansell (feierte im Jahr 2007 sein 75-jähriges Bestehen)
  • Frauenschützen Altenberge 2000

Sonstige[Bearbeiten]

  • DRK und JRK Altenberge: Das DRK in Altenberge unterhält 2 Kindergärten und zusammen mit der Feuerwehr eine Helfer vor Ort-Gruppe.
  • Feuerwehr Altenberge und Jugendfeuerwehr Altenberge. Die Feuerwehr feierte im Jahr 2007 ihr 125-jähriges Bestehen und zählt damit zu den ältesten Feuerwehren im Kreis Steinfurt. Die Jugendfeuerwehr wurde 1975 gegründet und ist die drittälteste Gruppe. Alle Abteilungen der Feuerwehr zählen ca. 130 Mitglieder.
  • Siedlungsgemeinschaft Krüsellinde, gegründet 1970: Sie veranstaltet alle zwei Jahre im August das Krüselfest.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altenberge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. GeoServer NRW, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW
  3. Zahl der gemeldeten Personen in den Ortsteilen von Altenberge
  4. Kommunalwahlen 2009 – Bürgermeisterwahl
  5. Kommunalwahlen 2009 – Gemeinderatswahl
  6. Museum Zurholt. Abgerufen am 18. August 2012.
  7. Siedlungsgemeinschaft Krüsellinde. Abgerufen am 18. August 2012.