Bahnhof Brühl

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Bahnhof Brühl
Bahnhof Brühl.jpg
Empfangsgebäude
Daten
Kategorie 4
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung KBR
IBNR 8001215
Eröffnung 15. Februar 1844
Architektonische Daten
Architekt Johann-Peter Weyer
Lage
Stadt Brühl (Rheinland)
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 49′ 45″ N, 6° 54′ 44,5″ O50.8291680555566.9123530555556Koordinaten: 50° 49′ 45″ N, 6° 54′ 44,5″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
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Bahnsteige im Bahnhof Brühl

Der Bahnhof Brühl ist einer der Bahnhöfe der Stadt Brühl im Rheinland. Er besteht aus einem als Regionalbahnhof genutzten Personenbahnhof und einem etwa anderthalb Kilometer nördlich gelegenen Güterbahnhof. Beide Bahnhofsteile liegen an der linken Rheinstrecke, im Güterbahnhof besteht zudem eine Verbindung zum Bahnhof Brühl-Vochem an der Vorgebirgsbahn (HGK).

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der Personenbahnhof wird von allen Regionalverkehrslinien auf der linken Rheinstrecke bedient:

Alle diese Linien verkehren täglich im Stundentakt. Eine Busanbindung besteht nur durch die Linie 990, die werktags halbstündlich und an Wochenenden im Stundentakt verkehrt. In den Sommermonaten verkehrt zudem ein privater Pendelverkehr zum Phantasialand.

Geschichte[Bearbeiten]

Eröffnung 1844

Der Bahnhof Brühl wurde am 15. Februar 1844 durch die Bonn-Cölner Eisenbahn (BCE) aus Anlass des Besuches der britischen Königin Victoria eröffnet und war von Anfang an wichtigster Zwischenhalt zwischen Köln und Bonn. Das Empfangsgebäude an der zunächst eingleisigen Strecke wurde nach Plänen von Johann-Peter Weyer in der Sichtlinie des Schloss Augustusburg errichtet. Da die Strecke zu großen Teilen über herrschaftliche Ländereien führte, konnte hier die königliche Familie ihren Einfluss geltend machen.

Bereits 1869 wurde ein zweites Gleis gebaut, wobei der Personenbahnhof einen Mittelbahnsteig erhielt. Der Güterbahnhof befand sich zu dieser Zeit unmittelbar nördlich auf der Ostseite der Strecke.

In den Jahren 1910 bis 1913 kam es zu einer umfangreichen Umgestaltung der Bahnanlagen in Brühl. Insbesondere zur Beseitigung von Kreuzungen mit anderen Verkehrsarten wurde die Strecke auf einen bis zu vier Meter hohen Damm verlegt. Der Personenbahnhof erhielt auf beiden Seiten der Strecke je ein Ausweichgleis und zwei Inselbahnsteige zwischen Haupt- und Ausweichgleis, die über eine Unterführung zu erreichen sind. Da für den Güterbahnhof kein Platz mehr bestand, wurde er weiter nach Norden auf die Westseite der Strecke verlegt. Zwischen beiden Bahnhofsteilen wurde die Querbahn der Cöln-Bonner Kreisbahnen mit einer Brücke über die Strecke geführt und von Vochem her an den neuen Güterbahnhof angeschlossen.

Beim Zugunglück von Brühl kamen am 6. Februar 2000 neun Menschen ums Leben und 149 weitere wurden verletzt, als ein Zug von Norden auf dem Gegengleis kommend mit überhöhter Geschwindigkeit ins östliche Ausweichgleis einfuhr und entgleiste. Während der vordere Teil des Zuges die Böschung herabstürzte und ein Wohnhaus rammte, wurde der hintere Teil quer über den Bahnsteig gegen einen Pfeiler des Bahnsteigdachs gepresst. Zu dem Unglück hat auch die Gestaltung des Bahnhofs aus zwei räumlich getrennten Teilen und das fehlende Zwischen- wie auch Ausfahrsignal für die Gegenrichtung am durchgehenden Hauptgleis der Gegenrichtung beigetragen. Bei den Aufräumarbeiten wurde das östliche Ausweichgleis vollständig entfernt, der Bahnsteig verkürzt und auf der Ostseite eine Lärmschutzwand errichtet. Im Zuge der NRW-Modernisierungsoffensive wurde 2006 der Zugang zum Bahnsteigtunnel aufgeweitet und die Treppen mit Treppenliften versehen.

2013 wurde hier eine Szene von Privatdetektive im Einsatz gedreht.

Weblinks[Bearbeiten]

Gleisplan des Bahnhofs Brühl (PDF-Datei 179,45kB)

Literatur[Bearbeiten]

  • Dr. Horst Semmler, 150 Jahre Eisenbahn Bonn–Köln, Verlag Kenning, Nordhorn 1994, ISBN 3-927587-23-0