Bahnstrecke Trondheim–Storlien

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Trondheim–Storlien
Strecke der Bahnstrecke Trondheim–Storlien
Containerzug bei Trondheim
Streckenlänge: 102 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Betriebsstellen und Strecken[1]
Strecke – geradeaus
Bahnstrecke Sundsvall–Storlien von Östersund
Bahnhof, Station
747,864 Storlien 601 m
Grenze
751,825
0
Grenze Norwegen/Schweden
   
1 Teveldal
Bahnhof, Station
14 Kopperå 328,5 m
Haltepunkt, Haltestelle
21 Meråker 219,6 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Funna
Tunnel
Gudåtunnal
Brücke über Wasserlauf (groß)
Stjørdalselva
Bahnhof, Station
30 Gudå 85,3 m
   
35 Flornes 40 m
Haltepunkt, Haltestelle
60 Hegra 18,2 m
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Nordlandbahn von Bodø
Bahnhof, Station
70 Hell 3,2 m
BSicon ABZ+lr.svgBSicon ABZrf.svgBSicon .svg
Muruvik Hafen
BSicon KBSTxe.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
Muruvik 63,43° N, 10,83° O63.4347510.83333
BSicon exSTR.svgBSicon TUNNEL1.svgBSicon .svg
Gjevingåsentunnel (4.400 Meter, seit 2011) 63,43° N, 10,83° O63.4262410.83013
BSicon exSTRlf.svgBSicon eABZlg.svgBSicon .svg
Nordlandbahn von Bodø
Brücke über Wasserlauf (groß)
Homla
Bahnhof, Station
79
23,14
Hommelvik (1881) 7,5 m
Bahnhof ohne Personenverkehr
Midtsanden 63,43° N, 10,73° O63.4320110.73079
Bahnhof, Station
90
12,69
Vikhammar (1883–1985, ab ca. 1998, 63,44° N, 10,62° O63.4389210.62431) 4,7 m
Bahnhof ohne Personenverkehr
Ranheim
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Abzw. Papierfabrik
   
Presthus
   
96
Charlottenlund 24 m
Haltepunkt, Haltestelle
97
4,31
Rotvoll
Bahnhof, Station
98
3,49
Leangen (1892) 63,44° N, 10,46° O63.4370510.46381 34 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Stavnebanen nach Marienborg
Haltepunkt, Haltestelle
99
Ladalen
Haltepunkt, Haltestelle
99.5
1,77
Lilleby (1967 bis 2006 Lademoen)
Haltepunkt, Haltestelle
100
0,94
Lademoen (Bhf. bis 1997, Hp seit 2007) 6 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Nidelva (Klappbrücke)
Bahnhof, Station
102 Trondheim S 5,1 m
Strecke – geradeaus
Dovrebahn nach Oslo

Die Bahnstrecke Trondheim–Storlien ist eine 102 Kilometer lange eingleisige Eisenbahnstrecke zwischen Storlien in Schweden und Trondheim in Norwegen. Den Reisezugverkehr erbringt die Gesellschaft Mittnabotåget. Ihre Züge verkehren zwischen Trondheim und Östersund. Auf der Strecke verkehren zudem Güterzüge.

Die Bahnstrecke wird historisch als Meråkerbanen bezeichnet. Der Name bezieht sich auf den Haltepunkt Meråker. Seit dem 6. Januar 2008 gilt der Abschnitt (Trondheim)–Hell nach einer Festlegung von Jernbaneverket als Teil der Nordlandsbane, Meråkerbanen ist seither nach dieser Definition nur noch die etwa 70 Kilometer lange Strecke (Hell)–(Storlien).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Strecke wurde etwa zeitgleich mit der Bau der Norrländska tvärbanan durch Schweden zwischen Storlien und Sundsvall von der norwegischen Regierung – Norwegen befand sich in Union mit Schweden – als so genannten Mellanriksbana vorangetrieben. Dies waren Strecken, die Norwegen und Schweden oder Schweden und Finnland verbanden.

Die Strecke wurde am 17. Oktober 1881 eröffnet.[3]

Anschluss anderer Bahnstrecken[Bearbeiten]

Vorerst war die Bahnstrecke ein Inselbetrieb ohne Anschluss an den Rest des norwegischen bzw. schwedischen Bahnnetzes. Erst 1884 wurde die schon länger bestehende von Trondheim südgehende Dovrebahn durch Umlegung deren innerstädtischer Trasse an die Meråkerbahn angeschlossen. Die in Hell nach Norden abzweigende Nordlandbahn wurde erst ab 1902 abschnittsweise eröffnet.

Verkehr[Bearbeiten]

Nach früher eher bescheidenen Personenverkehrsangeboten auf der Strecke wurde das Angebot seit Anfang der 1990er Jahre nach und nach ausgebaut, auch wenn es keine durchgehende Verbindung von Trondheim über Östersund hinaus gibt.

Im Nahverkehr verkehren zwischen Heimdal, Trondheim und Östersund seit dem 22. September 2002 täglich zwei Zugpaare des Nabotåget, bis Juni 2007 betrieben von der norwegischen NSB und der schwedischen Länstrafiken i Jämtlands län. Diese wurden durch das EU-Programm Interreg IIIA zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit teilfinanziert.

Am 17. Juni 2007 übernahm Veolia Transport die Zugangebote Mittlinje in Schweden und Nabotåget in Norwegen und vereinte sie unter dem Namen Mittnabotåget. Auf dem Streckenabschnitt Trondheim–Hell verkehren stündliche Nahverkehrszüge der NSB weiter nach Steinkjer (Trønderbanen) sowie Fernverkehrszüge der NSB nach Bodø.

Die Bahnstrecke ist eine wichtige Strecke im norwegischen Güterverkehrsnetz in Richtung Schweden. Den Güterverkehr betreibt CargoNet.

Seit November 2013 ist der durchgehende Zugverkehr nach Schweden unterbrochen. Zwischen dem Bahnhof Storlien und der norwegischen Grenze ist es zu Bodensenkungen gekommen und es besteht weiterhin die Gefahr eines Erdrutsches. Im Mai 2014 ist mit der Inbetriebnahme eines signalabhängigen Warnsystems zu rechnen. Nach der Auswertung von Probebohrungen wird sich entscheiden, ob die Strecke stabilisiert werden kann oder ob eine völlig neue Strecke gebaut werden muss.

Zukunftsaussichten[Bearbeiten]

2006 wurde die Linienführung der Meråkerbane mit Investitionen in Höhe von 26,5 Millionen NOK 2007 in Höhe von 30 Millionen NOK verbessert, um den Frachtverkehr auf den Straßen zwischen Trøndelag und Jämtland auf die Schine zu verlegen. Die Achslast wurde von 20,5 Tonnen auf den heute in Norwegen üblichen Standard von 22,5 Tonnen erhöht. Gleichzeitig konnte die Geschwindigkeit der Güterzüge von 50 auf 80 km/h erhöht werden. Der größte Frachtverkehr umfasst Holztransporte, vor allem für den Papierhersteller Norske Skog in Skogn. Der 4,4 Kilometer lange Gevingåsen-Tunnel wurde im August 2011 eröffnet und verkürzte die Wegstrecke um 1627 Meter.

Die Meråkerbane ist eine der vier norwegischen Eisenbahnstrecken, die von der UNECE als internationale Haupttransportroute anerkannt wurden.[4]

Es war geplant, aber noch nicht endgültig beschlossen, die Strecke mit Baubeginn 2013 und Fertigstellung im Juli 2015 zu elektrifizieren.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Meråkerbanen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ergänzt nach Strecken- und Bahnhofsverzeichnis nach Dr. Koch, 1939
  2. Jernbanen i tall. Fakta for jernbanestrekningene i Norge. Jernbaneverket, abgerufen am 25. November 2013 (norwegisch).
  3. Svein Sando: Norges jernbaner året 1881. Abgerufen am 26. November 2013 (norwegisch).
  4. IMPORTANT INTERNATIONAL RAILWAY AND COMBINED TRANSPORT LINES. UNECE, abgerufen am 26. November 2013 (pdf; 217 kB, englisch).
  5. El på Meråkersbanan klar fem år tidigare. Östersundsposten, 6. November 2011, abgerufen am 26. November 2013.