Bargfeld-Stegen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bargfeld-Stegen
Bargfeld-Stegen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bargfeld-Stegen hervorgehoben
53.76777777777810.187530Koordinaten: 53° 46′ N, 10° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Bargteheide-Land
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 17,81 km²
Einwohner: 2816 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 158 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23863
Vorwahl: 04532
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 005
Adresse der Amtsverwaltung: Eckhorst 34
22941 Bargteheide
Webpräsenz: www.bargfeld-stegen.de
Bürgermeister: Andreas Gerckens (CDU)
Lage der Gemeinde Bargfeld-Stegen im Kreis Stormarn
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Über dieses Bild

Bargfeld-Stegen ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Bargfeld-Rögen, Bornhorst, Gräberkate und Viertbruch, sowie das Gut-Stegen.

Geografie[Bearbeiten]

Bargfeld-Stegen liegt nordöstlich von Hamburg, zwischen den Gemeinden Nahe und Elmenhorst an der Landesstraße 82.

Der Dörpsdiek: Quelle des Wedenbek
Bürgerhaus und Feuerwehr

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1195 wurde das Dorf Bargfeld zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In der heute nicht mehr existierenden Urkunde gab Adolph III. von Schauenburg, Graf von Wagrien, Stormarn und Holstein, nach einem verlorenen Rechtsstreit mit den Domherren der Hamburger Kapelle Sankt Nikolaus unter anderem bekannt, dass der Zehnte eines Dorfes namens Berchfelde künftig zur Finanzierung der Domherren aufgewendet würde. Dieses Versprechen wurde allerdings nie oder nur beschränkt eingelöst.

Zwischen Stegen und Sülfeld wurde 1526 bis 1529 der „neue Graben“ für die erste schiffbare Verbindung zwischen Hamburg und Lübeck im Rahmen des Alster-Beste-Kanals gebaut. Stegen wurde 1872 gemeinsam mit Bornhorst und Schierenhorst aus dem Gut Stegen ausgegliedert und bildete mit diesen eine selbstständige Gemeinde. Der dem Gut verbleibende Teil wurde Gutsbezirk. Mit Gründung der preußischen Amtsbezirke kamen Bargfeld und Stegen 1889 zum Amtsbezirk Jersbek. Die Gemeinde Bargfeld-Stegen entstand 1928 als Zusammenschluss der beiden Gemeinden mit dem Gutsbezirk Stegen.

Nach Auflösung der Amtsbezirke nach dem Zweiten Weltkrieg kam Bargfeld-Stegen zum Amt Bargteheide, das seit dem Ausscheiden der Stadt Bargteheide den Namen Amt Bargteheide-Land trägt. Durch den Bau neuer Wohngebiete veränderte sich die landwirtschaftliche Gemeinde zu einem Wohnvorort Hamburgs. Die Ortsmitte wurde in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre grundlegend saniert.

Seit 1971 bildet Bargfeld-Stegen eine gemeinsame evangelisch-lutherische Kirchengemeinde mit Elmenhorst und Nienwohld.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde der Ort Hartwigsahl, der vorher zur Gemeinde Jersbek gehörte, eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze, die SPD hat fünf und die FDP und die Wählergemeinschaft WVB haben je drei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Blau im Wellenschnitt geteilt. Oben ein rotes Buch, dessen aufgeschlagene Seiten mit einer schräglinks liegenden silbernen Schreibfeder belegt sind, unten ein mit drei stehenden goldenen Fässern beladener goldener Frachtkahn.“[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Ortsteil Bargfeld gibt es seit 1688 eine Schule.

Internetversorgung:

Ist-Zustand (Frühjahr 2012): Die Internetversorgung in Bargfeld-Stegen ist aktuell, bedingt durch die Lage zwischen mehreren DSL Hauptverteilern, in Bargfeld-Stegen nur sehr eingeschränkt gegeben. Bargfeld-Stegen liegt in einem Entfernungsbereich von mehr als sieben Kilometern zwischen den Vermittlungsstellen Bargteheite / Elmenhorst und Sülfeld. Ein lokales WiMAX Pilot-Projekt versorgt im Moment ca. 200 Haushalte mit bis zu 2 MBit/s.

Zukunft (ab ca. Herbst 2012): In Bargfeld-Stegen entsteht aktuell ein Glasfasernetzwerk (Fibre to the home = FTTH), realisiert durch die Vereinigten Stadtwerke Ortsnetz GmbH. Der Tiefbau der Versorgungsleitungen wurde am 17. April 2012 begonnen.[4]

Bildung[Bearbeiten]

Die Fahrbücherei im Kreis Stormarn hält im 3-Wochenrhythmus an acht Haltepunkten in Bargfeld-Stegen.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Bargfeld-Stegen stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bargfeld-Stegen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 187.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Ausbau Information Vereinigte Stadtwerke Ortsnetz GmbH Glasfaser Internet in Bargfeld-Stegen: http://vereinigte-stadtwerke.de/vsgortsnetz/index.php?queryPLZ=23863
  5. http://www.bz-sh.de/prog/fahrplan2014/fahrplan_bib.php?sigel=659