Trittau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Stormarn | |
| Amt: | Trittau | |
| Höhe: | 36 m ü. NN | |
| Fläche: | 28,59 km² | |
| Einwohner: |
7.802 (31. Dez. 2010)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 273 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 22942–22946 | |
| Vorwahl: | 04154 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OD | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 62 082 | |
| LOCODE: | DE TRU | |
| NUTS: | DEF0F | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Europaplatz 5 22946 Trittau |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Walter Nussel (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Trittau im Kreis Stormarn | ||
Trittau ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Trittau liegt etwa 30 Kilometer östlich von Hamburg. Im Osten Trittaus liegt die Hahnheide; im Süden bildet die Bille die Grenze zum Kreis Herzogtum Lauenburg.
[Bearbeiten] Geschichte
Trittau wurde 1239 anlässlich des Baus der Kirche, die zunächst zum Kloster Reinbek gehörte, zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1326 ließ Graf Johann der Milde zum Schutz gegen die Raubritter Scarpenbergh aus Linau das Schloss Trittau errichten. Zweck der befestigten Anlage, die zunächst eher einer Burg geähnelt haben dürfte, war der Schutz der wichtigen Handelsstraßen nach Lübeck und Hamburg wie zum Elbübergang bei Artlenburg. Das Schloss war der Sitz des Amtmannes, der das Amt Trittau verwaltete. 1534 wurde Trittau von dem aus Hamburg stammenden Söldnerführer und Lübecker Stadthauptmann Marx Meyer im Zuge der Grafenfehde eingenommen. Im Frieden von Stockelsdorf ging es im Tausch gegen das kurzzeitlich dänisch besetzte Travemünde an die Gottorfer zurück. 1775 wurde das Schloss wegen Baufälligkeit abgerissen. Der Amtmann residierte fortan im Schloss Reinbek.
Trittau gehörte zu den 17 so genannten Holzdörfern.
Trittau und die Hahnheide waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Luftkurort ein beliebtes Ausflugsziel für die Hamburger Bürger. Lange Zeit bestand mit der Südstormarnschen Kreisbahn (bis 1952) eine direkte Bahnanbindung nach Hamburg-Tiefstack sowie mit der Bahnstrecke Schwarzenbek–Bad Oldesloe der Bundesbahn nach Schwarzenbek und Bad Oldesloe (bis 1980).
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
- 1970-1978: Otto Hergenhan, CDU (ehrenamtlich)
- 1978-2002: Jochim Schop, parteilos (hauptamtlich)
- seit 2002: Walter Nussel, parteilos (hauptamtlich)
[Bearbeiten] Gemeindevertretung
Von den 19 Sitzen in der Gemeindevertretung haben die CDU und die SPD seit der Kommunalwahl 2008 je sieben Sitze und die Wählergemeinschaft BGT fünf. Bürgervorsteher ist Thomas Mertens-Ammermann (CDU).
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „Über grünem Schildfuß, darin ein silberner Wellenbalken, in Silber ein zweistöckiges, traufenständiges rotes barockes Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach, übergiebeltem Zwerchhaus in der Frontmitte und pilasterflankierter, übergiebelter Haustür.“[2]
[Bearbeiten] Bauwerke
Die ältesten erhaltenen Gebäude Trittaus sind außer der Kirche die 1701 erbaute Wassermühle und der 1695 erbaute Gasthof, der gegenüber der Wassermühle an der alten Landstraße zwischen Hamburg und Mecklenburg gelegen ist.
Im östlichen Teil der Hahnheide befindet sich ein 27 Meter hoher hölzerner Aussichtsturm, der sogenannte Hahnheider Turm, von dem man bis nach Hamburg sehen kann.
In der Liste der Kulturdenkmale in Trittau stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Am dritten Wochenende im August findet auf dem Schützenplatz das Trittauer Volks- und Schützenfest statt.
In den Sommerferien veranstaltet die „KinderInitiative Trittau“ (K.I.T.) ihr traditionelles Seifenkistenrennen in der Poststraße.
Am ersten Wochenende im Advent findet rund um die evangelische Martin-Luther-Kirche der Nikolausmarkt statt.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Durch den Hamburger Verkehrsverbund werden Busverbindungen nach Ahrensburg, Bad Oldesloe, Billstedt und Rahlstedt betrieben.
Es besteht eine direkte Verbindung zur Bundesstraße 404 und zur Bundesautobahn 24.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war Trittau eine rein landwirtschaftliche Gemeinde. Die ortsansässige Meierei war bis zum Verkauf an Hansa-Milch 2010 die letzte freie Meierei Schleswig-Holsteins. Am 31. März 2011 wurde sie durch den neuen Besitzer geschlossen.
Durch die Hamburger Randlage haben sich inzwischen weitere Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe angesiedelt, darunter ein Möbelhersteller. Von überregionaler Bedeutung war dabei jedoch lange Jahre allein die Nico Pyrotechnik.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Joachim Heinrich Campe, aufgeklärter Pädagoge, Publizist und Sprachforscher
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Theodor Steltzer, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
- Uwe Looft, Bundestagsabgeordneter
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
Ahrensburg | Ammersbek | Bad Oldesloe | Badendorf | Bargfeld-Stegen | Bargteheide | Barnitz | Barsbüttel | Braak | Brunsbek | Delingsdorf | Elmenhorst | Feldhorst | Glinde | Grabau | Grande | Grönwohld | Großensee | Großhansdorf | Hamberge | Hamfelde | Hammoor | Heidekamp | Heilshoop | Hohenfelde | Hoisdorf | Jersbek | Klein Wesenberg | Köthel | Lasbek | Lütjensee | Meddewade | Mönkhagen | Neritz | Nienwohld | Oststeinbek | Pölitz | Rausdorf | Rehhorst | Reinbek | Reinfeld (Holstein) | Rethwisch | Rümpel | Siek | Stapelfeld | Steinburg | Tangstedt | Todendorf | Travenbrück | Tremsbüttel | Trittau | Wesenberg | Westerau | Witzhave | Zarpen
