Bartholomäberg

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Wappen Karte
Wappen von Bartholomäberg
Bartholomäberg
Österreichkarte, Position von Bartholomäberg hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bludenz (BZ)
Fläche: 27,28 km²
Koordinaten: 47° 6′ N, 9° 54′ OKoordinaten: 47° 5′ 31″ N, 9° 54′ 30″ O
Höhe: 1087 m ü. A.
Einwohner: 2253 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km²
Postleitzahl: 6780
Vorwahl: 05556
Gemeindekennziffer: 8 01 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Luttweg 1
6780 Bartholomäberg
Offizielle Website:
Politik
Bürgermeister: Martin Vallaster
Gemeinderat:
(21 Mitglieder)
20 ÖVP, 1 FPÖ
Bild
Ortsteil von Bartholomäberg
Bartholomäberg (Blick von Bitschweil)
Bartholomäberg (Blick von Bitschweil)
Gantschier
Gantschier

Der Tourismusort Bartholomäberg ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz mit 2.233 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Bartholomäberg liegt im Montafon im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg. Die Fläche umfasst 27,28 km². Bartholomäberg erstreckt sich als weite Streusiedlung über eine Meereshöhe von ca. 900 bis ca. 1.300 m auf einem großen, wenig bewaldeten Bergrücken des nördlichen Montafons, Österreich. 16,8 % der Fläche sind Alpen, im Verwall mit Itonskopf. [1]

Angelegt auf dem Sonnenbalkon des Montafons und deshalb klimatisch besonders begünstigt, ist Bartholomäberg die älteste Siedlung dieser Talschaft.[2]

Ortsteile der Gemeinde - von oben nach unten - sind

  • Innerberg
  • Bartholomäberg
  • Jetzmunt
  • Gantschier
  • Außerböden

[Bearbeiten] Geschichte

Das Gebiet der heutigen Gemeinde Bartholomäberg dürfte bereits im 3. vorchristlichen Jahrtausend besiedelt gewesen sein. Zumindest deuten Siedlungsreste darauf hin. Wie vermutlich in der Bronze- und Eisenzeit war Bartholomäberg auch durch das ganze Mittelalter hindurch ein Zentrum des Bergbaus: Eisen, Kupfer und Silber wurden hier gewonnen.

Bereits in der karolingischen Zeit wurde hier Bergbau betrieben und im Jahr 1319 ist bereits in Silbberbergwerk nachgewiesen. Dokumentiert ist dieser bis ins 16. Jahrhundert erfolgreich betriebene Bergbau z. B. auch in landschaftlichen Eigentümlichkeiten (Halden), in der Knappenkirche am Kristberg, in dem für Besucher zugänglich gemachten aber mittlerweile wieder geschlossenen Schaubergwerk in Bartholomäberg sowie im Bergbaumuseum in Silbertal.

Als erste Pfarrei im Montafon erschein Sankt Bartolomäberg im Jahr 1350. Bartholomäberg kam zusammen mit dem Montafon 1394 an Österreich. Die Habsburger regierten die Orte in Montafon wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Bartholomäberg seit der Gründung des Vorarlberger Landtages 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2006 2253
2001 2233
1991 2137
1981 2001
1971 1792

Quelle: Bevölkerungsentwicklung 1869 - 2007 der Statistik Austria
Am 31. Dezember 2002 hatte die Gemeinde 2.327 Einwohnern. Der Ausländeranteil lag 2002 bei 5,5 Prozent.

[Bearbeiten] Gemeindewappen

Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1966 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold. Das Wappen ist gedrittelt von Schwarz, Weiß und Rot.

  • Oben auf Rot ist ein Kapuzinermönch dargestellt.
  • Die beiden gekreuzten Schlüssel links unten auf Weiß stehen für die Zugehörigkeit zum Montafon.
  • Die beiden gekreuzten Hämmer rechts unten auf Schwarz erinnert an den Bergbau.

[Bearbeiten] Politik

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern. Die Zusammensetzung nach der Wahl 2005 ist: 20 Sitze Liste Bürgermeister Martin Vallaster - Gemeinsam für Bartholomäberg, 1 Sitz Freiheitliche (FPÖ) und Parteifreie Bartholomäberg. Als Bürgermeister wurde Martin Vallaster (1967) mit 91.87 % wieder gewählt. Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 2.094.871 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 4.441.263 €. Der Schuldenstand betrug 2001 4.025.226 €.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrhaus Bartholomäberg
Pfarrhaus Bartholomäberg
Pfarrkirche St.Bartholomäus
Pfarrkirche St.Bartholomäus
Gotische Madonna (um 1500)
Gotische Madonna (um 1500)

[Bearbeiten] Pfarrkirche und Wallfahrtskirche St. Bartholomäus

→ Hauptartikel: Pfarrkirche St. Bartholomäus (Bartholomäberg)

Sehenswert ist die von 1729 (Grundsteinlegung) bis 1743 (Einweihung) im Stile des Barock erbaute Pfarrkirche St. Bartholomäus und zur Hl. Anna. Schon die Wahl der Patrone weist auf einen möglichen Zusammenhang mit dem Bergbau hin und auch die für eine Dorfkirche ungewöhnlich prunkvolle Ausstattung der Bartholomäberger Pfarrkirche könnte ein Indiz für diesen Zusammenhang sein.

[Bearbeiten] Kirche „Maria Empfängnis“ am Innerberg

Der schlichte Bau der Kirche am Innerberg steht inmitten des Friedhofs. Im Jahre 1791 wurde der Grundstein gelegt. Baumeister war der Schrunser Josef Vonier, der auch die Kuppel der Bartholomäberger Kirche schuf. Die Einweihung der Kirche erfolgte am 4. Juli 1820. Das Altarbild des Hochaltares zeigt die Immaculata, das Haupt mit Rosen umkränzt, gemalt 1869 vom Schrunser Künstler Franz Bertle (1828-1883).

Der linke Seitenaltar enthält seit 1993 eine wertvolle gotische Madonna aus der Zeit um 1500. Die Originalfassung wurde in mühevoller Kleinarbeit von dem Restaurator Konrad Honold freigelegt. Eines der schönsten Stücke der Kirche ist die prachtvoll vergoldete und marmorierte Kanzel mit den Bildnissen der vier Evangelisten Johannes, Markus, Lukas und Matthäus.

Die letzte große Renovierung fand in den Jahren 1991 bis 1993 zum 200-Jahr-Jubiläum der Kirche statt.[3]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 18 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 77 Beschäftigten und 8 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 911.

Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtig. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 91.631 Übernachtungen. In Bartholomäberg gibt es zwei Kindergärten und insgesamt (Stand Januar 2003) 184 Schüler.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Vereine

  • Harmoniemusik Bartholomäberg
  • Trachtenkapelle Gantschier
  • Landjugend
  • Theatergruppe Bartholomäberg
  • Singkreis Bartholomäberg
  • Funkenzunft Bartholomäberg
  • Viehzuchtverein Bartholomäberg
  • Ortsfeuerwehr Innerberg
  • Ortsfeuerwehr Gantschier
  • Ortsfeuerwehr Bartholomäberg

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Onlineauftritt Verkehrsverbund Vorarlberg Wandertipp mit Geländeprofil von Bartholomäberg
  2. Onlineauftritt Uni Wien Rüdiger Krause: Siedlungsarchäologie und Bergbauforschung im Montafon. Vorarlberg. Forum Archaeologiae 38/III/2006
  3. Innerberg - Maria Empfängnis. Peda-Kunstführer Nr.323/1995
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