Bernried am Starnberger See
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Weilheim-Schongau | |
| Höhe: | 600 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,79 km² | |
| Einwohner: |
2235 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 162 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82347 | |
| Vorwahl: | 08158 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 90 115 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Dorfstr. 26 82347 Bernried |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Steigenberger (Überpart. Freie Wählergr.) | |
| Lage der Gemeinde Bernried im Landkreis Weilheim-Schongau | ||
Bernried am Starnberger See ist eine kreisangehörige Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Bernried liegt in der Region Oberland in leichter Hanglage am Westufer des Starnberger Sees.
Geschichte [Bearbeiten]
Otto und Adelheid von Valley hatten im Jahre 1120 ein Chorherrenstift in Bernried errichtet. Seit 1330 war der Ort Teil einer geschlossenen Hofmark des um 1803 aufgelösten Klosters Bernried. 1818 wurde Bernried im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern eine selbstständige politische Gemeinde. Das Kloster wurde in ein Schloss im Renaissance-Stil umgestaltet. Die Missions-Benediktinerinnen von Tutzing erwarben es 1949 und verwendeten es als Noviziat bzw. heute als Bildungshaus.
Als künstlerische Gemeinde lockte Bernried einige Künstler an. 1998 kam es zum Bau des „Buchheim-Museums der Phantasie“ im Hirschgartengelände in Höhenried, das seit 1999 ein großer Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt ist.
Seit dem 1. Januar 2007 trägt die Gemeinde den Namenszusatz „am Starnberger See“.[2]
Zu Bernried gehören die Gemeindeteile Adelsried, Gallafilz, Hapberg, Höhenried und Gut Unterholz.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Haunshofen eingegliedert.[3]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2000 | 2005 | 2011 |
| Anzahl der Einwohner[4] | 349 | 468 | 540 | 599 | 514 | 1.011 | 898 | 1.188 | 1.630 | 2.015 | 2.179 | 2.235 |
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Josef Steigenberger (Überpart. Freie Wählergruppe). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Walter Eberl sen. (Überparteiliche Freie Wählergr).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1162 T€, davon waren 102 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Seit 1991 existiert die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Bernried und der französischen Gemeinde Samoreau, Departement Seine-et-Marne (in der Nähe von Fontainebleau, ca. 50 km südlich von Paris). Die beiden Bürgermeister Monsieur Excoffon und Herr Eberl unterzeichneten am 27. Juli 1991 in Bernried die Partnerschaftsurkunde und weihten feierlich am Seeufer die Samoreau-Promenade ein. Zwischen den beiden Gemeinden findet ein regelmäßiger Austausch statt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Schloss Bernried (heute Kloster der Missionsbenediktinerinnen)
- Bernrieder Park (1855 von Carl von Effner angelegt, sehr alter Baumbestand)
- Museum der Phantasie Kunstsammlung von Lothar-Günther Buchheim (Eröffnung 2001)
- Schloss Höhenried
- Hofgut
- Haus des Klosterrichters
- Sommerkeller
- Stupperhaus
- Hofmarkskirche
- Sankt Martinskirche
- Klosterhof
- Haus Willroider
siehe auch Liste der Baudenkmäler in Bernried am Starnberger See
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 28, im produzierenden Gewerbe 70 und im Bereich Handel und Verkehr 12 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 478 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 692. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 5 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 12 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 400 ha. Davon waren 51 ha Ackerfläche und 348 ha Dauergrünfläche. Im Süden von Bernried wurden ab 1990 Flächen für Gewerbebetriebe ausgewiesen. Neben traditionellen Handwerksbetrieben haben sich hier mehrere Hochtechnologiebetriebe angesiedelt. So befinden sich etwa 7 % der Biotechnologie-Arbeitsplätze des Großraums München im Bernrieder Gewerbegebiet.
Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist die Rehabilitationsklinik Höhenried gGmbH der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd mit den Indikationen Herz-/Kreislauferkrankungen, Orthopädie und Psychosomatik. Bauliche Keimzelle der Klinik ist das Schloss Höhenried.
Verkehr [Bearbeiten]
Bernried liegt an der Staatsstraße 2063 Starnberg–Tutzing–Seeshaupt und an der Bahnstrecke München–Tutzing–Kochel, der Kochelseebahn. Es wird vom RVO-Bus 9614 Tutzing–Penzberg angefahren. Weiterhin gibt es eine Anlegestelle der Bayerischen Seenschifffahrt.
Bildung [Bearbeiten]
2011 gab es folgende Einrichtungen:
- Kinderhaus: Krippe-Kindergarten-Hort 95 Plätze mit 84 Kindern
- Waldkindergarten 19 Kindergartenplätze mit 19 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 82 Schülern
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- M. Eva (Eugenie) Schütz (* 10. April 1899 in Bernried; † 10. August 1950 im Gefängnis Oksadok, Nordkorea), Missionsbenediktinerin, Märtyrerin von Tokwon [5]
- Gustav Böß († 1946 in Bernried), in den 1920er Jahren Oberbürgermeister von Berlin
- Klaus Breil (* 1945), Bundestagsabgeordneter
- Heiko Folkerts (1930-2007) Architekt, Maler und Hochschullehrer der Technischen Universität München. Er gilt als Pionier des ökologischen Bauens in Deutschland
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
- ↑ Kommunalstatistik von Bernried, abgerufen am 6. November 2010
- ↑ Die Märtyrer von Tokwon, Schwester M. Eva (Eugenie) Schütz – (Missionsbenediktiner)
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Homepage der Gemeinde
- Bernried am Starnberger See: Wappengeschichte vom HdBG
- Bernried am Starnberger See: Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,24 MB)
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