Bernried am Starnberger See

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bernried
Bernried am Starnberger See
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernried hervorgehoben
47.86555555555611.292222222222600Koordinaten: 47° 52′ N, 11° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Höhe: 600 m ü. NHN
Fläche: 13,79 km²
Einwohner: 2130 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 154 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82347
Vorwahl: 08158
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 115
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 26
82347 Bernried
Webpräsenz: www.bernried.de
Bürgermeister: Josef Steigenberger (Überpart. Freie Wählergr.)
Lage der Gemeinde Bernried im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild

Bernried am Starnberger See ist eine kreisangehörige Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.

Geografie[Bearbeiten]

Bernried liegt in der Region Oberland in leichter Hanglage am Westufer des Starnberger Sees.

Geschichte[Bearbeiten]

Otto und Adelheid von Valley hatten im Jahre 1120 ein Chorherrenstift in Bernried errichtet. Seit 1330 war der Ort Teil einer geschlossenen Hofmark des um 1803 aufgelösten Klosters Bernried. 1818 wurde Bernried im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern eine selbstständige politische Gemeinde. Das Kloster wurde in ein Schloss im Renaissance-Stil umgestaltet. Die Missions-Benediktinerinnen von Tutzing erwarben es 1949 und verwendeten es als Noviziat bzw. heute als Bildungshaus.

Als künstlerische Gemeinde lockte Bernried einige Künstler an. 1998 kam es zum Bau des „Buchheim-Museums der Phantasie“ im Hirschgartengelände in Höhenried, das seit 1999 ein großer Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt ist.

Seit dem 1. Januar 2007 trägt die Gemeinde den Namenszusatz „am Starnberger See“.[2]

Zu Bernried gehören die Gemeindeteile Adelsried, Gallafilz, Hapberg, Höhenried und Gut Unterholz.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Haunshofen eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2005 2011
Anzahl der Einwohner[4] 349 468 540 599 514 1.011 898 1.188 1.630 2.015 2.179 2.235

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Steigenberger (Überpart. Freie Wählergruppe). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Walter Eberl sen. (Überparteiliche Freie Wählergr).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1162 T€, davon waren 102 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1991 existiert die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Bernried und der französischen Gemeinde Samoreau, Departement Seine-et-Marne (in der Nähe von Fontainebleau, ca. 50 km südlich von Paris). Die beiden Bürgermeister Monsieur Excoffon und Herr Eberl unterzeichneten am 27. Juli 1991 in Bernried die Partnerschaftsurkunde und weihten feierlich am Seeufer die Samoreau-Promenade ein. Zwischen den beiden Gemeinden findet ein regelmäßiger Austausch statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sankt Martinskirche
Hofmarkkirche

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Bernried am Starnberger See

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 28, im produzierenden Gewerbe 70 und im Bereich Handel und Verkehr 12 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 478 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 692. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 5 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 12 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 400 ha. Davon waren 51 ha Ackerfläche und 348 ha Dauergrünfläche. Im Süden von Bernried wurden ab 1990 Flächen für Gewerbebetriebe ausgewiesen. Neben traditionellen Handwerksbetrieben haben sich hier mehrere Hochtechnologiebetriebe angesiedelt. So befinden sich etwa 7 % der Biotechnologie-Arbeitsplätze des Großraums München im Bernrieder Gewerbegebiet.

Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist die Rehabilitationsklinik Höhenried gGmbH der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd mit den Indikationen Herz-/Kreislauferkrankungen, Orthopädie und Psychosomatik. Bauliche Keimzelle der Klinik ist das Schloss Höhenried.

Verkehr[Bearbeiten]

Bernried liegt an der Staatsstraße 2063 Starnberg–Tutzing–Seeshaupt und an der Bahnstrecke München–Tutzing–Kochel, der Kochelseebahn. Es wird vom RVO-Bus 9614 Tutzing–Penzberg angefahren. Weiterhin gibt es eine Anlegestelle der Bayerischen Seenschifffahrt.

Bildung[Bearbeiten]

2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kinderhaus: Krippe-Kindergarten-Hort 95 Plätze mit 84 Kindern
  • Waldkindergarten 19 Kindergartenplätze mit 19 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 82 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
  4. Kommunalstatistik von Bernried, abgerufen am 6. November 2010
  5. Die Märtyrer von Tokwon, Schwester M. Eva (Eugenie) Schütz – (Missionsbenediktiner)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernried am Starnberger See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien