Huglfing
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Weilheim-Schongau | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Huglfing | |
| Höhe: | 606 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,36 km² | |
| Einwohner: |
2583 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 106 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82386 | |
| Vorwahl: | 08802 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 90 131 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstr. 32 82386 Huglfing |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernhard Kamhuber | |
| Lage der Gemeinde Huglfing im Landkreis Weilheim-Schongau | ||
Huglfing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau im Pfaffenwinkel und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Huglfing mit den weiteren Mitgliedsgemeinden Eberfing, Eglfing und Oberhausen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Umgeben von eiszeitlichen Moränenhügeln liegt Huglfing auf einer Höhe von 625 m über NN. Durch das Tal zieht sich der Hungerbach. Huglfing liegt an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen, etwa 60 km südlich der Landeshauptstadt München. Die B 472 von Bad Tölz nach Schongau führt durch den Ort. Ortsteile sind Deimenried, Grasleiten, Rameck, Rechetsberg und Steinweiler.
Geschichte[Bearbeiten]
Älteste Funde menschlicher Aktivität auf Huglfinger Gebiet stammen aus der Jungsteinzeit, sie wurden am Ochsenbuckel und in der „Großen Au“ gefunden. Aus der Bronzezeit stammen Hügelgräber und aus der Hallstattzeit bzw. La-Tène-Zeit gibt es Urnenfelder.[2] Gegründet wurde Huglfing vermutlich um 510 n. Chr.[3] Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1030[3] unter der Bezeichnung Hugolvingen. Der Name ist zusammengesetzt aus dem germanischen Namen „Hugolf“ und der Endung „ingen“, wobei der germanische Name Hugu Sinn, Verstand, Geist und Gedächtnis bedeutet. Die zweite Silbe ingen verweist auf eine Sippenzugehörigkeit.[4] Huglfing befand sich früher im Besitz der Grafen von Eschenlohe, später wurde es dann an die Bischöfe von Augsburg verkauft.[4] Im Jahre 1332 ging Huglfing als Schenkung durch Kaiser Ludwig dem Bayer vom Hochstift Augsburg in das Eigentum von Kloster Ettal über. Ab dem 14. Jahrhundert hatten die „Edlen von Ramung“ ein Schloss im heutigen Ortsteil Rameck.[4] Ein Großbrand vernichtete 1500 zahlreiche Anwesen und beschädigte die hochmittelalterliche Pfarrkirche schwer.[5] Am Hungerbach befanden sich mehrere Mühlen, darunter die Mittermühle, die Kirchmühle und die Moosmühle.[5] Bis zur Säkularisation in Bayern im Jahre 1803 gehörten zwei Drittel der Anwesen dem Kloster Ettal. Das ehemals reichsunmittelbare Kloster teilte sich die gerichtliche Zuständigkeit mit dem bayerischen Landgericht Weilheim und auch das Kloster Polling besaß hier einen Edelsitz. Huglfing wurde dann im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Die Gemeinde Huglfing gehört seit der Gemeindegebietsreform 1978 der Verwaltungsgemeinschaft Huglfing an.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1970 | 1987 | 2000 |
| Anzahl der Einwohner[6] | 636 | 650 | 776 | 892 | 897 | 1.442 | 1.516 | 1.864 | 2.362 |
Wappen[Bearbeiten]
Das Gemeindewappen von Huglfing weist mit dem liegenden Kreuz auf die historische Bindung zu den Klöstern Ettal und Polling hin. Über dem Kreuz befindet sich ein auffliegender Falke aus dem Stammeswappen der Roming (Rameck).
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Pfarrkirche St. Magnus
- Sebastianskapelle mit Rokoko-Stuckwerk
- Wallfahrtskirche St. Johann
siehe auch Liste der Baudenkmäler in Huglfing
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Waldemar von Knoeringen, Politiker, * 6. Oktober 1906 im Ortsteil Rechetsberg, † 2. Juli 1971 in Bernried
- Alfred Jank, Buchautor einer Nachkriegslebensgeschichte, * 21. Mai 1929 in Byhleguhre-Byhlen, Kreis Lübben im Spreewald
Literatur[Bearbeiten]
- Bernhard Maier: Huglfing im Wandel der Zeit. Gemeinde- und Hofgeschichte. Zusammengestellt von Bernhard Maier dem Arbeitskreis Geschichte / Kultur der Dorferneuerung, Hrsg.: Gemeinde Huglfing 2005, 840 Seiten
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Bernhard Maier: Huglfing im Wandel der Zeit, Gemeinde Huglfing 2005, Seite 9
- ↑ a b Bernhard Maier: Huglfing im Wandel der Zeit, Gemeinde Huglfing 2005, Seite 1
- ↑ a b c Eine kurze Chronik von Huglfing, abgerufen am 29. Oktober 2009
- ↑ a b Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern., Karl M Lipp Verlag München 2003, Band 1, Seite 152
- ↑ Kommunalstatistik von Huglfing, abgerufen am 4. November 2010
Weblinks[Bearbeiten]
- Huglfing: Wappengeschichte vom HdBG
- Huglfing: Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,24 MB)
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