Iffeldorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Iffeldorf
Iffeldorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Iffeldorf hervorgehoben
47.77222222222211.321111111111603Koordinaten: 47° 46′ N, 11° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Seeshaupt
Höhe: 603 m ü. NHN
Fläche: 27,61 km²
Einwohner: 2494 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82393
Vorwahlen: 08856, teilweise 08801Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 132
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Weilheimer Str. 1-3
82402 Seeshaupt
Webpräsenz: www.iffeldorf.de
Bürgermeister: Hubert Kroiß (CSU)
Lage der Gemeinde Iffeldorf im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild
Ortskern von Norden

Iffeldorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeshaupt.

Geografie[Bearbeiten]

Iffeldorf liegt in der Region Oberland knapp 50 km von München entfernt im Alpenvorland unweit des südlichen Endes des Starnberger Sees. Es existiert nur die Gemarkung Iffeldorf.

Die südlichen Osterseen bis zum Ameisensee liegen im Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Iffeldorf gehörte bis zur Säkularisation 1803 zum Kloster Wessobrunn. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Iffeldorf war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Religionen[Bearbeiten]

In Iffeldorf gibt es eine katholische Pfarrei St. Vitus, zu der neben der Pfarrkirche St. Vitus und der Heuwinklkapelle auch die Kuratie Maria Himmelfahrt in Nantesbuch gehört.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde ein kleines Gebiet der aufgelösten Gemeinde Frauenrain mit etwa 15 Einwohnern eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000
Anzahl der Einwohner 346 497 708 927 941 1.593 1.533 1.628 1.942 2.459
Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Anzahl der Einwohner[3] 2.513 2.520 2.538 2.559 2.579 2.567 2.538 2.514 2.529 2.540

Politik[Bearbeiten]

Der frühere Bürgermeister Albert Strauß ist nach über 40-jähriger Amtszeit in den Ruhestand getreten. Neuer Bürgermeister ist seit 2008 Hubert Kroiß.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.909.000 Euro, davon waren umgerechnet 332.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Iffeldorfer Gemeindebanner

Wappen und Banner[Bearbeiten]

Das Iffeldorfer Gemeindebanner zeigt das Wappen auf Rot-Weiß-Blauem Grund.

Wappenbeschreibung[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt über blauem Wellenschildfuß, worin sich ein kleeförmig ausgeschnittenes silbernes Seeblatt befindet, einen Schwarz und Rot geteilten Schrägbalken in Silber, unter einer blauen heraldischen Lilie.[4]

Wappengeschichte[Bearbeiten]

Der Wellenschildfuß mit dem Seeblatt verweist auf die um Iffeldorf gelegenen Osterseen und das dortige Naturschutzgebiet. Die heraldische Lilie, ein Mariensymbol, erinnert an die bekannte hochbarocke Heuwinklkapelle, die ab 1698 vom Kloster Wessobrunn direkt am Ortsrand von Iffeldorf erbaut wurde. Der schwarz-rote Schrägbalken stammt aus dem Wappen der adligen Höhenkirchner von Königsdorf, die von 1385 bis 1682 die Hofmark Iffeldorf besaßen. Von den Höhenkirchnern ging die Hofmark an das Kloster Wessobrunn über, das die Hofmarksrechte bis zur Säkularisation (1803) ausübte. Das Wappen führt Iffeldorf seit 1980.[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

FrankreichFrankreich Gemeinde Châteaubourg, Ille-et-Vilaine, Frankreich, seit 1982
Heuwinklkapelle

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Iffeldorf.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Gewitterstimmung am Fohnsee, Iffeldorf im Hintergrund

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 11, im Produzierenden Gewerbe 188 und im Bereich Handel und Verkehr 135 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 105 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.502. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 151 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1993 ha. Davon waren 1082 ha Ackerfläche und 727 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt an der Bundesautobahn 95 München–Garmisch-Partenkirchen (Ausfahrt Penzberg/Iffeldorf).

Durch Iffeldorf führt die eingleisige Kochelseebahn von Tutzing nach Kochel, die von der Deutschen Bahn als Kursbuchstrecke 961 geführt wird. Der Bahnhof Iffeldorf wird im Stundentakt durch Regionalbahnen zwischen Tutzing und Kochel bedient, die in der Hauptverkehrszeit nach München Hauptbahnhof verlängert werden.

Es halten folgende Regionalbuslinien des Oberbayernbus in Iffeldorf:[5]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2012):[3]

  • Kindergarten mit 109 Kindergartenplätzen, 104 Kindern und 14 Angestellten
  • Grundschule mit 11 Lehrkräften und 182 Schülern in 8 Klassen
  • Limnologische Station der TU-München

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Iffeldorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Iffeldorf – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens- Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 595.
  3. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKommunalstatistik 2012 von Iffeldorf. April 2013, abgerufen am 10. April 2014 (PDF; 1,7 MB).
  4. a b Haus der Bayerischen Geschichte - Das Iffeldorfer Wappen, abgerufen am 25. Juni 2013
  5. Liniennetzplan des Oberbayernbus (PDF; 2,1 MB) auf rvo-bus.de