Bockhorn (Friesland)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bockhorn
Bockhorn (Friesland)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bockhorn hervorgehoben
53.48.01666666666676Koordinaten: 53° 24′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Friesland
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 77,15 km²
Einwohner: 8468 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26345
Vorwahl: 04453
Kfz-Kennzeichen: FRI
Gemeindeschlüssel: 03 4 55 025
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Markt 1
26345 Bockhorn
Webpräsenz: www.bockhorn.de
Bürgermeister: Andreas Meinen
Lage der Gemeinde Bockhorn im Landkreis Friesland
Bockhorn (Friesland) Varel Zetel Sande (Friesland) Schortens Jever Wilhelmshaven Landkreis Friesland Wangerland Minsener Oog (zu Gemeinde Wangerooge) Mellum Wangerooge Landkreis Leer Landkreis Ammerland Landkreis Aurich Landkreis Wittmund Landkreis Wesermarsch Landkreis WittmundKarte
Über dieses Bild

Bockhorn ist eine Gemeinde im Landkreis Friesland im nordwestlichen Niedersachsen. Die Gemeinde ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Historisch gehört die Gemeinde zum Oldenburger Land.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bockhorn liegt südlich von Wilhelmshaven in der Nähe der Bundesautobahn 29.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bockhorn grenzt im Westen und im Norden an die Gemeinde Zetel, im Osten an die Stadt Varel (beide Landkreis Friesland) und im Süden an die Stadt Westerstede und an die Gemeinde Wiefelstede (beide Landkreis Ammerland). Im Nordosten grenzt Bockhorn auf rund vier Kilometern Länge an den Jadebusen, einer großen Meeresbucht an der Nordsee.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Bockhorn gehören neben dem Hauptort Bockhorn die Ortschaften: Adelheidsgroden, Blauhand, Bockhornerfeld, Bredehorn, Ellenserdammersiel, Goehlriehenfeld, Grabstede, Jührdenerfeld, Kranenkamp, Moorwinkelsdamm, Osterforde, Petersgroden und Steinhausen.

Flächennutzung[Bearbeiten]

Der Windpark bei Bockhorn wird erweitert (Luftbild 2012).

Rund 85 % der Bockhorner Gemeindefläche bestehen aus Forst- und Landwirtschaftsflächen. Die Bauflächen nehmen dagegen nur einen Anteil von rund 9 % ein. Die gesamte weitere Flächennutzung kann der folgenden Tabelle entnommen werden:[2]

Flächennutzung im Jahre 2005 Fläche in ha
Bauflächen 705
Gemeinbedarf 10
Verkehrsflächen 237
Flächen für die Ver- und Entsorgung 2
Grünflächen 33
Landwirtschaftsflächen 5916
Forstwirtschaftsflächen 603
Wasserflächen 110
Sonstige Flächen 83
Gesamtfläche 7699

Geschichte[Bearbeiten]

Ostfriesische Halbinsel um 1600
Bockhorn (Bokeren) ist bereits auf der Karte verzeichnet

Funde aus der Jungsteinzeit (3000–2000 v. Chr.), der Bronzezeit (2000–750 v. Chr.) und aus der Eisenzeit (750 bis Christi Geburt) bezeugen, dass die Region schon lange vor Beginn unserer Zeitrechnung besiedelt wurde. Bockhorn wurde vermutlich gegründet, als die Friesen in die Geest vordrangen. Der Ortsname findet sich als Bochorne zum ersten Male in einer Urkunde aus dem Jahr 1220. Bochorne ist ein zusammengesetzter Name. Das Grundwort ist horna (gebogene Flur). Das heutige Bock leitet sich ursprünglich vom boc, boca, buoca ab und bedeutet Buche. Die alte Siedlung Bockhorn muss dem Namen nach also auf einer im Grundriss gebogenen, damals mit Buchen bestandenen Flur, angelegt worden sein. Somit ist das heute verwendete Ortswappen mit dem Hirschbock und dem Jagdhorn eigentlich irreführend.

Im Mittelalter gehörte die Friesische Wehde und damit Bockhorn zum Vareler Viertel in Rüstringen. Bockhorn war im 14. Jahrhundert ein wichtiger Marktort am Friesischen Heerweg, was Geleitbriefe zum an Mariae Himmelfahrt stattfindenden Bockhorner Markt aus den Jahren 1310, 1312 und 1314 dokumentieren. Die Geleitbriefe dienten dem Schutz auswärtiger Kaufleute, die so den Markt sicher erreichen und verlassen konnten.[3]

Zwei Sturmfluten – die Clemensflut im Jahr 1334 und die Marcellusflut von 1362 – brachten starke Landverluste und große Not über die Bevölkerung an der Nordseeküste.

1428 überließ der Häuptling von Rüstringen Siebet dem Grafen Dietrich von Oldenburg und dessen Gemahlin Heilwig alle Ansprüche und Gerechtsamkeit an dem Kirchspiel Frijade und seine Güter den Kirchspielen Varel, Bockhorn, Zetel und Horsten. Bald nach der Überlassung kam es zu Streitigkeiten. 1486 wurde die Westwehde nochmals an Ostfriesland verpfändet, bis durch den Frieden von Zetel 1517 die Friesische Wehde endgültig zu Oldenburg kam.

Während des Dreißigjährigen Krieges zog Graf Anton Günther dänische Hilfstruppen heran, doch obwohl das Land von Brandschatzung und Plünderung verschont blieb, trat erst nach dem Friedensschluss 1648 allmählich eine Besserung ein. Die dänischen Könige waren gleichzeitig Grafen von Oldenburg und Delmenhorst. Als 1667 Graf Anton Günther starb, gingen die Grafschaften an den König von Dänemark und Herzog von Holstein-Gottorp über, der bis 1773 über das Land herrschte. Das 19. Jahrhundert muss für die Friesische Wehde eine glückliche Zeit gewesen sein. Die Spinnerei und Weberei standen in voller Blüte. Die neuerstandene Ziegelindustrie trug zu dem wirtschaftlichen Aufschwung bei. Durch die Kriegszüge Napoleons begannen schwere Zeiten für das Land. Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg – Oldenburg war inzwischen Herzogtum geworden – versuchte, dem 1806 gegründeten Rheinbund nicht beizutreten. Es gelang ihm nicht, und so kam das Herzogtum Oldenburg 1810 unter die französische Verwaltung, unter der sowohl der Handel, als auch die Bevölkerung zu leiden hatten. Die Franzosen zogen sich erst zurück, nachdem Napoleon I. in der Völkerschlacht bei Leipzig geschlagen worden war.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts vollzog sich in Bockhorn bei Industrie und Gewerbe ein bemerkenswerter Umschwung. Während in den 1850er Jahren noch die Baumwoll- und Leinenweberei in voller Blüte stand, ging sie immer weiter zurück, bis sie gegen Ende des Jahrhunderts völlig aufhörte. Dagegen nahm die Ziegelindustrie einen bedeutenden Aufschwung. So stieg die Nachfrage nach Klinkern von Jahr zu Jahr und der Name Bockhorns wurde durch die Klinkerindustrie in ganz Europa bekannt, so beispielsweise durch das in den 1920er Jahren errichtete Chilehaus in Hamburg. 1908 schließen sich 14 Ziegeleien zu den Vereinigte Oldenburger Klinkerwerke zusammen. Aus dem Verbund ist heute die Bockhorner Klinker GmbH geworden. Von den Gründungsmitglieder sind noch vier Ziegeleien dabei, zwei davon produzieren in der Gemeinde Bockhorn. Der Verbund betreibt in Bockhorn das Bockhorner Klinkerzentrum, das die Verwaltungs- und die Vertriebsaktivitäten der Firma zentralisiert.[4]

Die 1888–1893 gebaute Eisenbahn Neuenburg, Zetel, Bockhorn, Ellenserdammersiel ließ die Friesische Wehde zu einem beliebten Ausflugsziel werden, bis die Bahn nach dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung verlor. Der Bahnverkehr wurde nach und nach eingestellt: 1953 auf dem Abschnitt zwischen Bockhorn und Westerstede, 1954 auf dem Ringbahnabschnitt nach Ellenserdamm; der letzte Personenzug (Sonderzug „Musikexpress“) verkehrte 1967 auf der Hauptstrecke. Anfang der 1990er Jahre wurde die Strecke endgültig stillgelegt und im Jahr 2002 abgebaut.

Bis 1867 bestand die Friesische Wehde aus den Gemeinden Bockhorn und Zetel. Als die Gemeinde Neuenburg gebildet wurde, musste Bockhorn dazu die Ortschaft Astede und große Waldgebiete abtreten. Im Jahr 1933 wurden die Gemeinden Bockhorn, Zetel und Neuenburg zur Großgemeinde Friesische Wehde zusammengefasst. Sitz der neuen Gemeinde wurde Bockhorn. 1948 wurde diese Großgemeinde jedoch wieder aufgelöst und die drei Gemeinden erhielten ihre Selbstständigkeit zurück.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
2004 9.119
2005 8.780
2007 8.693

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat der Gemeinde Bockhorn besteht aus 22 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 8.001 und 9.000.[5] Der Gemeinderat wird durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Andreas Meinen.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[6]

Partei  Anteilige Stimmen  Anzahl Sitze  Veränderung Stimmen  Veränderung Sitze
CDU 29,71 % 6 +6,31 % +1
UWG 26,59 % 6 -1,31 % 0
SPD 22,21 % 5 -1,89 % 0
FDP 7,81 % 2 -8,89 % -2
Bündnis 90/Die Grünen 7,10 % 2 +7,10 % +2
BfB 4,54 % 1 -3,36 % -1
Die Linke 2,01 % 0 +2,01 % 0

Bürgermeister[Bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Bockhorn ist seit dem 1. November 2011 der parteilose Andreas Meinen. Bei der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 konnte er sich mit 59,21 Prozent gegen den CDU-Kandidaten Thorsten Krettek (40,78 Prozent) durchsetzen. Der neue Bürgermeister war Erster Gemeinderat und als Kämmerer für die Finanzen der Gemeinde Bockhorn zuständig.[7] Er tritt die Nachfolge von Ewald Spiekermann an, der 2004 zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister in Bockhorn gewählt wurde und zuvor 13 Jahre lang ehrenamtlicher Bürgermeister war.[8]

Vertreter in Land- und Bundestag[Bearbeiten]

Landtagsabgeordneter Olaf Lies

Bei den Wahlen zum Niedersächsischen Landtag gehört Bockhorn zum Landtagswahlkreis 070 Friesland, der den gesamten Landkreis Friesland umfasst. Das Direktmandat wurde im Januar 2013 durch Olaf Lies von der SPD gewonnen. Am 19. Februar 2013 wurde Lies zum niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gewählt.[9] Die Wahlperiode endet 2018.

Bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag gehört Bockhorn zum Bundestagswahlkreis 026 Friesland – Wilhelmshaven – Wittmund. Er umfasst die Landkreise Friesland und Wittmund sowie die Stadt Wilhelmshaven.[10] Bei der Bundestagswahl 2013 wurde Karin Evers-Meyer von der SPD direkt gewählt. Ihr Gegenkandidat Hans-Werner Kammer von den Christdemokraten zog über die niedersächsische Landesliste der CDU in den Bundestag ein.[11]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt auf gelbem (goldenem) Grund einen roten Hirschbock und darunter ein blaues Horn mit gelbem (goldenem) Beschlag. Die Farben der Gemeinde sind gelb-rot-blau.[12]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit dem 4. Oktober 2002 besteht eine Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Vértessomló (dt. Schemling).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke[Bearbeiten]

Hemkensches Kaufmannshaus mit Rokokotür von 1754

Mit dem Bau der St.-Cosmas-und-Damian-Kirche in Bockhorn wurde im Jahr 1230 begonnen. Sie ist als typisch friesische Kirche zum Teil aus Findlingen gebaut und auf einer Warft errichtet. 1630 wurde die Kirche bei einem Brand durch Blitzschlag beschädigt. Danach wurden ein Taufbecken aus Eichenholz, die Empore und die Kanzel angeschafft. Außerdem wurde statt der ursprünglichen Gewölbedecke eine flache Balkendecke eingezogen. Bemerkenswert ist ferner ein Taufstein aus dem 13. Jahrhundert und ein Grabstein aus dem Jahre 1656. Die Kirche hatte bis 1721/1722 keine Orgel, bis Christian Vater, ein Schüler des Arp Schnitger, beauftragt wurde, eine zu bauen. Die Orgel verfügt über 19 Register auf zwei Manualen und Pedal und wurde 1982 von der Firma Alfred Führer vorbildlich restauriert.

Am Bockhorner Marktplatz befindet sich das aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammende “Hemkensche Kaufmannshaus”. An der Südseite besitzt das Klinkergebäude eine reich verzierte Eingangstür aus dem Jahre 1754, die zu den eindrucksvollsten Werken der Barockzeit im Oldenburger Land zählt. Der die Tür einfassende steinerne Rahmen zeigt das Wappen der Bockhorner Kaufmannsfamilie Hemken, deren Familienmitglieder neben der kaufmännischen Tätigkeit auch alle künstlerische Tätigkeiten verfolgten. Nach der Familie Hemken wechselte es 1878 in den Besitz der Familie Becker, ab 1919 gehörte der Familie Jürgens. Heute befindet sich in dem Gebäude eine Bankfiliale der OLB. Die Inneneinrichtung des alten Kaufmannsladen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts konnte erhalten werden und befindet sich heute im Landesmuseum Oldenburg in Oldenburg.[13]

Ebenfalls auf dem Bockhorner Marktplatz befindet sich die Skulptur „Die Ziegeleiarbeiter“ des Münsteraner Künstlers Heinz-Jürgen Gerdes. Die Skulptur wurde im Juli 1996 enthüllt und soll an die traditionsreiche Klinkerfertigung in der Gemeinde Bockhorn erinnern. Die Skulptur besteht aus zwei Bronzefiguren, die sich sitzend auf einem Block aus Bockhorner Handformklinkern ausruhen.[14]

Im Expo-Jahr 2000 wurde der so genannte Skulpturenpfad Kunst am Deich angelegt, der entlang des Radweges am Seedeich von Mariensiel bis nach Dangast verläuft. Die sieben Skulpturen entstanden während eines Bildhauersymposiums und wurden von sieben verschiedenen Künstlern geschaffen. Die Skulpturen stellen die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte dar. In Petersgroden steht die Skulptur „Die Tiere im Wasser und in der Luft“.[15] von Ivo Gohsmann (Oldenburg), in Petershörn die Skulptur „Die Tiere des Feldes. Der Mensch“ von Norbert Pierdzig (Edewecht). Die Skulpturen stellen den fünften und den sechsten Schöpfungstag dar.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Neuenburger Urwald - Bäume am Hauptweg bilden ein natürliches Tor

Der Neuenburger Urwald ist ein Naturschutzgebiet innerhalb des FFH-Gebietes 009 „Neuenburger Holz“ zwischen den Ortschaften der Friesischen Wehde Neuenburg, Zetel und Bockhorn.[16] Zuständig ist die untere Naturschutzbehörde des Landkreis Friesland.[16] Die Größe des Naturschutzgebietes beträgt nach der Verordnung 48,5 Hektar.[17] Die Waldfläche wurde durch Brennholzeinschläge während der Kriegs- und Nachkriegsjahre auf ca. 24 Hektar reduziert. In Teilbereichen sind nach dieser Abholzung standortfremde Nadelgehölze angepflanzt worden, die jedoch von der zuständigen Forstverwaltung mittlerweile wieder durch standortheimische Bestände ersetzt worden sind. Der Waldbestand besteht heute weitgehend aus Buchen und Eichen. Zahlreiche Wanderwege laden zu Spaziergängen oder Fahrradtouren durch den Wald ein.

Auf dem Gemeindegebiet befindet sich weiterhin das 321 Hektar große Naturschutzgebiet Bockhorner Moor. Es stellt einen kleinen Teil des ehemals riesigen Hochmoores unter Schutz. Unkultivierte Teile des Moores wurden renaturiert. In den Randbereichen ist teilweise Grünland, das landwirtschaftlich genutzt wird, in das Naturschutzgebiet einbezogen.

Im Übergangsbereich von der Geest in die Marsch zwischen dem Zeteler Tief und der Woppenkamper Bäke liegt ein weiteres Naturschutzgebiet. Die Driefeler Wiesen sind 66 Hektar groß und sind seit 2006 unter Naturschutz gestellt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Das große Oldtimer- und Teilemarkt in Bockhorn findet jährlich rund um Pfingsten (Juni) statt, Höhepunkt der Oldtimermesse ist die Friesland-Rallye mit Oldtimern und Youngtimern. Jeweils am zweiten Septemberwochenende findet mit dem Bockhorner Markt die Hauptattraktion des Jahres statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bockhorn wirbt gemeinsam mit der Nachbargemeinde Zetel mit dem Begriff „Naturerlebnis Südliches Friesland”. Zusammen mit dem Schlossmuseum Jever wurden in 2009 verschiedene Freizeitangebote und Veranstaltungen in den Gemeinden Bockhorn und Zetel gebündelt.[18] Beworben werden in erster Linie mehrere Fahrrad- und Wanderrouten, mit denen sich die regional eng beieinander liegenden Landschaftstypen Küste, Geest, Marsch, Moor und Urwald entdecken lassen.[19]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist über die Bundesstraße B 437 und die Landesstraße L 816 an die Bundesautobahn A 29 angebunden. Die A 29 führt von Wilhelmshaven über Oldenburg weiter zum Dreieck Ahlhorner Heide an der A 1. Die B 437 verläuft von Friedeburg über Bockhorn, Varel weiter zur A 27 südlich von Bremerhaven.

Der Öffentlicher Personennahverkehr wird durch Buslinien des Weser-Ems Bus bedient. Sie fahren von Bockhorn aus nach Varel (annähernd stündlich), Wilhelmshaven und Westerstede. Die Gemeinde Bockhorn liegt im Gebiet des Verkehrsverbundes Ems-Jade.

Medien[Bearbeiten]

Regionale und lokale Tageszeitung für die Gemeinde ist die Nordwest-Zeitung aus Oldenburg mit dem Lokalteil und der eigenständigen Redaktion Der Gemeinnützige. Neben der Printausgabe existiert eine Online-Ausgabe.[20]

Die Gemeinde Bockhorn gehört mit zum Verbreitungsgebiet des Anzeigenblatts Friesländer Bote. Er erscheint wöchentlich mit einer Gesamtauflage von rund 28.000 Exemplaren und wird kostenlos an die Haushalte in Varel sowie in den angrenzenden Gemeinden Bockhorn, Zetel und Jade abgegeben. Neben der Printausgabe existiert eine Online-Ausgabe.[21]

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besitzt mit der Grundschule Bockhorn sowie der Grundschule Grabstede zwei Grundschulen. Als Weiterführende Schule gibt es in Bockhorn die Oberschule Bockhorn in der Hilgenholter Straße. Sie ist eine offene Ganztagesschule.[22]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Mit Bockhorn sind zudem die Namen der folgenden Personen verbunden:

  • Heiko Daxl (1957–2012), Medienkünstler und Ausstellungskurator
  • Johannes Bitter (* 1982), Handballnationalspieler, Weltmeister 2007, spielte 1989–1999 beim HSG Neuenburg/Bockhorn

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bockhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Tabelle Z0010001 Flächennutzungsarten, abgerufen am 15. November 2011
  3. Werner Brune (Hrsg.): Wilhelmshavener Heimatlexikon, 3 Bde. Brune, Wilhelmshaven 1986–1987, Band 1 Seite 106f
  4. EWE (Hrsg.): DreiStromLand Ems·Weser·Elbe. Europa Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-203-85999-8, Band 1 Seite 196
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 7. November 2011
  6. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.bockhorn.deGemeinde Varel Wahlergebnisse – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2011, abgerufen am 8. November 2011
  7. Meinen ist Bürgermeister, abgerufen am 8. November 2011
  8. Bockhorner können beide Kandidaten prüfen, abgerufen am 8. November 2011
  9. Olaf Lies: Über mich, abgerufen am 20. Juni 2013
  10. Wahlkreiseinteilung beim Bundeswahlleiter, abgerufen am 5. November 2011
  11. Jeversches Wochenblatt: Karin Evers-Meyer nicht zu schlagen, abgerufen am 23. September 2013
  12. Hauptsatzung der Gemeinde Bockhorn, abgerufen am 16. August 2012
  13. Hemken–Haus wird verkauft, abgerufen am 15. November 2011
  14. Skulptur Ziegeleiarbeiter, abgerufen am 16. August 2012
  15. Kunst am Deich, abgerufen am 12. März 2012
  16. a b NLWKN: Naturschutzgebiet „Neuenburger Urwald“ Kennzeichen: NSG WE 064, abgerufen am 12. November 2011
  17. Verordnungstext zum Naturschutzgebiet Neuenburger Urwald (NSG WE 064), §2 Abs. 1 vom 9. Juli 1938
  18. Friesländer Bote Online: „Naturerlebnis Südliches Friesland” nimmt Gestalt an, abgerufen am 13. November 2011
  19. Internetauftritt „Naturerlebnis Südliches Friesland”, abgerufen am 13. November 2011
  20. NWZ-Online Regionalausgabe Bockhorn, abgerufen am 21. April 2012
  21. Friesländer Bote Online, abgerufen am 21. April 2012
  22. Haupt- und Realschule Bockhorn – Schule intern (Memento vom 18. Dezember 2012 im Webarchiv Archive.today), abgerufen am 18. August 2012