Dawn of the Dead (2004)

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Filmdaten
Deutscher Titel Dawn of the Dead
Originaltitel Dawn of the Dead
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge Director’s Cut
ca. 105 Minuten
Kinofassung: ca. 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Zack Snyder
Drehbuch James Gunn
Produktion Marc Abraham
Eric Newman
Richard P. Rubinstein
Musik Tyler Bates
Tree Adams
Kamera Matthew F. Leonetti
Schnitt Niven Howie
Besetzung

Dawn of the Dead (dt. Erwachen bzw. Dämmerung der Toten) ist eine Horrorfilm-Neuverfilmung des US-amerikanischen Regisseurs Zack Snyder aus dem Jahr 2004. Er basiert auf dem gleichnamigen Film von George A. Romero aus dem Jahr 1978, der in Deutschland unter dem Titel Zombie veröffentlicht wurde.

Handlung[Bearbeiten]

Die Krankenschwester Ana erwacht eines Morgens, als die Nachbarstochter Vivian ihrem Mann Louis den Hals zerfetzt. Er verblutet, steht jedoch wieder auf und versucht, Ana zu beißen.

Ana flieht mit dem Auto durch ihren vormals beschaulichen Wohnort, in dem das Chaos ausgebrochen ist: Ein Teil der Bewohner ist zu Zombies geworden, welche Jagd auf die Lebenden machen. Wer von einem Zombie gebissen wird, stirbt und wird selbst zum Zombie. Auf der Flucht trifft Ana weitere Überlebende. Unter ihnen befinden sich der Polizist Kenneth, der sich von Beginn an die Führungsposition in der Gruppe sichert. Sukzessive muss er diese jedoch an Michael, einem gewöhnlichen TV- Verkäufer abgeben. Zusammen mit Luda, einer etwas schüchternen Russin und ihrem Partner Andre beschließen die Überlebenden, sich in einem Einkaufszentrum zu verschanzen und auf Hilfe zu warten. Dort müssen sie sich mit einigen militanten Wachmännern verbünden, das Gebäude von Zombies säubern und sichern.

Später kommen weitere Flüchtlinge in einem LKW an. Die Wachmänner wollen die Neuankömmlinge nicht hereinlassen, da sie ein Einschleppen der Krankheit befürchten; aber Anas Gruppe überwältigt die Wachmänner, sperrt sie ein und holt die Flüchtlinge ins Einkaufszentrum. Die Neuankömmlinge berichten, dass der von den Behörden eingerichtete Sammelpunkt von den Untoten überrannt wurde. Über das Fernsehen erfahren die Verbarrikadierten, dass die ganze Erde von Zombies bevölkert ist. Schließlich schalten alle Fernsehsender ihr Programm ab.

Die Überlebenden richten sich vorerst im Einkaufszentrum häuslich ein und schwelgen im Luxus. Die Wachmänner überdenken ihre Haltung und sehen ein, dass alle zusammenarbeiten müssen, um zu überleben. Schließlich erkennen sie, dass es besser wäre, einen Ausbruch zu versuchen, als in ihrem goldenen Käfig auf das Ende zu warten. Sie beschließen mit zwei umgebauten Bussen aus der Tiefgarage zum Hafen zu fahren, wo ein Überlebender eine Yacht liegen hat, die sie schließlich unter Verlusten erreichen. Mit dieser Yacht hoffen sie, eine Insel zu finden, die frei von Zombies ist. Nachdem auf dem Weg zum Hafen noch einige Gruppenmitglieder ihr Leben lassen mussten, bleibt auch Michael am Ufer zurück, da er von einem Zombie gebissen wurde.

Während des Abspanns sieht man einige Szenen, die während der Schifffahrt mit einer Videokamera gemacht wurden: Nach einer Zeit stoßen sie auf Treibgut, das aber auch nur einen Zombie-Kopf enthält. Nachdem ihnen auch Wasser und Proviant ausgeht, finden die Überlebenden zwar eine Insel, allerdings gibt es auch dort Zombies, von denen sie sofort angegriffen werden. Die letzten Bilder der Videokamera zeigen nur noch Zombies.

Kritik und Erfolg[Bearbeiten]

Die Kritiker reagierten überwiegend positiv auf den Film. Auf Rotten Tomatoes erreichte er eine Wertung von 75% basierend auf 180 Kritiken. Der Konsens lautet: „Ein kinetisches, gewalttätiges und erstaunlich würdiges Remake von George Romeros Horrorklassiker, das dem Original huldigt und unter seinen eigenen Bedingungen funktioniert.“[1] In der Internet Movie Database wurde der Film mit 7,4 von 10 bewertet (Stand vom 25. November 2014 bei 166.549 abgegebenen Stimmen).[2]

Fritz Göttler äußerte sich wohlwollend und lobte in der Süddeutschen Zeitung insbesondere Regisseur Snyder.[3] Roger Ebert fand die Neuverfilmung zwar trotz besserer schauspielerischer Leistungen schwächer als das Original, attestierte ihr aber zu funktionieren und das zu liefern, was man erwarte.[4] Johannes Pietsch von Filmstarts verglich den Film mit dem Original und stellte fest, dass dem Remake der „politische Subtext des independent entstandenen Romero-Films“ abgehe und sah in Snyders Film einen „harte[n], zynische[n] Action-Film, der angenehmerweise zu keiner Sekunde vorgibt, mehr sein zu wollen“.[5] Ein Kritiker der Zeitschrift Cinema zog folgendes Fazit: „Knallharter Schocker, der (fast) pausenlose Action und makaberen Witz serviert“.[6] Das Lexikon des Internationalen Films urteilte: „Remake von George A. Romeros Horrorfilm "Zombie" aus dem Jahr 1977, das, mit teilweise grausigen Bildern, eine allumfassende Krisenerfahrung im Rahmen des Horrorgenres visualisiert und atmosphärisch durchaus dicht eine Endzeitstimmung herauf beschwört.“[7]

Andererseits wurde der Film in USA Today „seelenlos“ genannt[8], und Michael Wilmington urteilte für die Chicago Tribune, dass der Film trotz hohen Budgets, handwerklichen Gespürs und einer guten Besetzung ein „verdammtes (blutiges) Durcheinander“ sei.[9]

Der Film spielte allein durch die Kinoauswertung weltweit über 100 Millionen US-Dollar ein. Das Budget betrug 26 Millionen US-Dollar.[10]

Randnotizen[Bearbeiten]

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  • Drei Schauspieler des Originals haben Cameo-Auftritte in der Neuverfilmung: Ken Foree, der im Original Peter spielt, ist der Fernsehprediger der hinter der Zombieplage Gottes Bestrafung sieht. Scott H. Reiniger, der im Original Roger spielt, spielt den General im Fernsehen, der sagt, alle sollten aus Sicherheitsgründen zu Hause bleiben. Tom Savini, der Spezialeffekte-Mann des Originals, der in diesem auch den Anführer der Rockerbande spielt, spielt im neuen Film den Sheriff, der im Fernsehen mitteilt, man müsse den Zombies in den Kopf schießen.
  • Ein Laden im Einkaufszentrum heißt Gaylen Ross, wie eine Schauspielerin im Original. Das Schild „Wooley’s Diner“ erinnert an die Rolle des „Wooley“. Der BP-LKW, der WGON-Helikopter und das Auto, das in eine Tankstelle rast, kommen auch im Original vor.
  • Der Song, der während des Vorspanns läuft, ist „The Man Comes Around“ von Johnny Cash, der Text enthält mehrere Zitate aus der Offenbarung des Johannes. Außerdem wurde der Song "Down with the Sickness" zweimal gespielt, das Original von Disturbed im Abspann und das Lounge-Cover von Richard Cheese in den Szenen, in denen sich die Überlebenden im Einkaufszentrum einleben. Ebenfalls im Abspann zu hören ist der Song "People who died" von der Jim Carroll Band.
  • Viele Firmen wollten in dem Film nicht vorkommen, weshalb die Geschäfte im Einkaufszentrum fiktiv sind – mit Ausnahme des Panasonic Stores.
  • Die Szenen im Einkaufszentrum wurden in der Thornhill Square in Thornhill, Ontario gedreht, die übrigen Szenen in Aileen-Willowbrook, Ontario.
  • Die Szenen auf dem Boot und der Insel wurden erst im Nachhinein gedreht, nachdem Testvorführungen ergeben hatten, dass dem Publikum das ursprüngliche Ende zu plötzlich war.
  • Das Wort „Zombie“ kommt im Film nicht vor. Lediglich im Bonusmaterial wird das Wort verwendet, als ein Mediziner einer Reporterin einen Untoten vorführt sowie bei einem im Rahmen des "News Report" im Bonusmaterial gezeigten Survival-Videos.
  • In diesem Film werden die Zombies schneller und agiler dargestellt als in den bisher erschienen Zombiefilmen. Sie wirken nicht so träge und langsam wie ihre Zombiekollegen in den anderen Filmen, sondern haben hier sogar die Fähigkeit zu sprinten oder zu klettern.
  • Auf der DVD unter Special Features erhält man die Info, dass die Entwickler innerhalb des Films eine Art körperliche Entwicklung der Zombies erstellen wollten. Wenn man sich den Film genauer anschaut erkennt man im Laufe der Handlung körperliche Veränderungen bei den Infizierten, sie wirken mehr und mehr verwest und abgestorben. Während man anfangs die Zombies nur durch ihre blasse Haut, weißen Augen und Bisswunden erkennen konnte, kann man schon in der Mitte des Films beobachten, dass zum Teil die menschliche Außenhülle ganz zerfällt. Dies soll den Zeitablauf der Handlung unterstreichen und hervorbringen, dass die infizierten Personen tatsächlich sterben.

Director’s Cut und Kinofassung[Bearbeiten]

Am 15. April 2004 kam der Film in die deutschen Kinos und lockte dort fast 400.000 Zuschauer in die Vorstellungen. Mitte August 2004 erschien der Film auf DVD, allerdings in einer ca. neun Minuten längeren Version, dem so genannten Director’s Cut. Diese Fassung wurde um einige Szenen ergänzt, die mehr Charaktervertiefung, aber auch mehr Gewalt zeigen.[11] Erst danach wurde beschlossen, die mit der Kinofassung von 2004 identische Version im Februar 2005 ebenfalls auf DVD zu veröffentlichen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.rottentomatoes.com/m/dawn_of_the_dead/?search=dawn%20of%20the%20dead
  2. http://www.imdb.com/title/tt0363547/?ref_=nv_sr_2
  3. SZ vom 29. April 2004, wiedergegeben nach [1]
  4. http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20040319/REVIEWS/403190301/1023
  5. http://www.filmstarts.de/kritiken/37202-Dawn-Of-The-Dead/kritik.html
  6. http://www.cinema.de/film_aktuell/filmdetail/film/?typ=inhalt&film_id=480868
  7. Dawn of the Dead (2004) im Lexikon des Internationalen Films
  8. http://www.usatoday.com/life/movies/reviews/2004-03-18-dawn-dead-review_x.htm
  9. Movie Review auf chicago.metromix.com
  10. Box Office Mojo - Dawn of the Dead
  11. http://schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=1988