Eimsbütteler TV

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Eimsbütteler TV
Logo des Eimsbütteler TV
Voller Name Eimsbütteler Turnverband e. V.
Gegründet 12. Juni 1889
Stadion ETV-Sportzentrum Hoheluft
Plätze 1.100
Homepage www.etv-hamburg.de
Liga Bezirksliga
2013/14 16. Platz (Landesliga Hammonia)
Heim
Auswärts

Der Eimsbütteler Turnverband ist ein Sportverein aus dem Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, im heutigen Bezirk Hamburg-Eimsbüttel. Mit rund 12.000 Mitgliedern (Stand 2011) ist der ETV nach sportspaß und dem Hamburger SV der drittgrößte Sportverein Hamburgs. In 23 Abteilungen werden 30 unterschiedliche Sportarten wie Fußball, Handball, Leichtathletik, Tischtennis, Unihockey, Volleyball und Turnen angeboten.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 12. Juni 1889 gründeten 60 Männer den Eimsbütteler Männerturnverein. Bereits nach einem Monat spaltete sich die Eimsbütteler Turnerschaft ab. Zwar kam es 1893 zu einer vorübergehenden Vereinigung, doch erst 1898 schlossen sich beide Vereine zum Eimsbütteler Turnverband zusammen, um eine gemeinsame Turnhalle zu bauen, die dann 1910 eröffnet wurde.

Erfolge[Bearbeiten]

Turnen[Bearbeiten]

Im Kunstturnen schrieb der Verein Sportgeschichte, als Irmgard Lüdemann im Jahr 1964 die erste Deutsche Meisterin am Sprung der Bundesrepublik Deutschland wurde.[1] Im Einzel-Mehrkampf reichte es zum Vize-Titel.[2] Sie verteidigte ihren Sprung-Titel im folgenden Jahr. Als Mitglied der Nationalmannschaft startete Irmgard Lüdemann international auch bei Länderwettkämpfen wie gegen die Sowjetunion (1963)[3], Österreich (1963,[4] 1965[5]), Frankreich (1965)[6] und Ungarn (1966)[7]. Als Vereinstrainerin - und Hamburger Verbandstrainerin[8] - führte sie zusammen mit ihrem Ehemann Julius Lüdemann die Turnerinnen zu zahlreichen Erfolgen. So erreichten die Turnerinnen des ETV bei den Deutschen Vereinsmannschafts-Meisterschaften im September 1975 in Bergisch-Gladbach mit 163,90 Punkten den zweiten Platz.[9] Die Turnerinnen turnten in der eigenen Vereinshalle gegen Auswahlmannschaften unterschiedlicher Länder wie gegen die USA[10] oder Rumänien[11]. Mit Wiebke Hunn vertrat eine weitere Turnerin den ETV auf internationaler Ebene, als sie 1978 bei den Weltmeisterschaften an den Start ging. Im Einzel-Mehrkampf erturnte sie den 90. Rang, mit der Mannschaft des Deutschen Turnerbundes erreichte sie den 9. Platz.[12] Mittlerweile hat sich das Wettkampfturnen im ETV vom Leistungssport zum Breitensport umorientiert. Hier ist der ETV mit dutzenden Hamburger Einzel- und Mannschaftstiteln unter der Leitung von Angelika Bohnhoff, Katja Scheffler und Florian Schmid einer der erfolgreichsten Vereine der letzten zehn Jahre.[13]

  • Deutsche Meisterin am Sprung 1964, 1965
  • Deutsche Vize-Meisterin im Einzel-Mehrkampf 1964
  • Länderwettkämpfe gegen Teams der Sowjetunion, Österreich, Frankreich, Ungarn (1963-1966)
  • Vize-Meister bei den Deutschen Vereinsmannschafts-Meisterschaften 1975
  • Weltmeisterschaften 1978: 9. Mannschaft

Faustball[Bearbeiten]

Bereits 1896 wurde die Faustballabteilung gegründet und schon zwei Jahre Später fand die erste Turnierteilnahme statt, es folgten weitere Turniere. 1913 wurde im ETV auch Frauenfaustball eingeführt. Die Mannschaften des ETV sammelten fleißig Titel und Platzierungen bei Hamburger, Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften. Hier nur die echten Deutschen Meisterschaften :

  • Herren: Deutscher Meister 1928, 1929, 1947, 1948, 1954
  • Damen: Deutscher Meister 1934
  • männl. Jugend: Deutscher Meister 1956
  • Herren Feld AK 30: Deutscher Meister 1962,1995, 2000, 2001
  • Herren Halle AK 30: Deutscher Meister 1997,
  • Herren Halle AK 40: Deutscher Meister 2003, 2004, 2005, 2006, 2007
  • Herren Feld AK 45: Deutscher Meister 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
  • Herren Halle AK 45: Deutscher Meister 2009, 2010

Nationalspieler:

  • Ehlbeck, Claus -36 Länderspiele davon 4 x Jugend 1972-1973 /16 x Junioren 1974-1977 / 16 x Herren 1977-1983 Weltmeister 1979 + 1982 / Europameister 1981
  • Schoenberner, Peter 5 Länderspiele 1957-1960
  • Ehlbeck, Peter 4 Länderspiele 1957-1958
  • Eisfeld, Werner 2 Länderspiele 1957

Leichtathletik[Bearbeiten]

Volleyball[Bearbeiten]

Fechten[Bearbeiten]

  • Gesche Reimers und Friederike Janshen wurden 2005 und 2006 bei den Senioren-Meisterschaften in ihrer Altersklasse jeweils Deutsche Meisterin im Säbelfechten. 2006 gelang Friederike Janshen der Einzug ins deutsche Seniorennationalteam, mit dem sie Vizeeuropameisterin in Turku wurde. Im Mai 2007 wurde die ETV-Fechterin Friederike Janshen in St. Gallen Senioren-Europameisterin (19 Teilnehmerinnen) im Säbelfechten und gewann Bronze im Florett (32 Teilnehmerinnen).

Softball[Bearbeiten]

Wasserball[Bearbeiten]

Die Frauen-Wasserballmannschaft des ETV Hamburg gehörte 1998 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Größter Erfolg der Vereinsgeschichte war der dritte Platz im deutschen Wasserball-Pokal der Frauen 2013 in Krefeld.

Handball[Bearbeiten]

Floorball/Unihockey[Bearbeiten]

Spielbetrieb

Die Unihockey-Abteilung stellt viele Mannschaften in unterschiedlichen Altersklassen, die am Spielbetrieb teilnehmen. So beginnt es in der Jugend bei der U11 über die U13, U15, U17 bis hin zur U19. Alle Juniorenteams spielen in regionalen Ligen. Im Herrenbereich nehmen zwei Mannschaften am Spielbetrieb teil. Die Regionalligamannschaft (Kleinfeld) sowie die Bundesligamannschaft (Großfeld). Auch im Damenbereich nehmen Teams teil. Auf regionaler Ebene spielt ein Team des ETV sowie auf deutscher Ebene eine Spielgemeinschaft, die sich aus dem ETV und dem VfR Seebergen-Rautendorf zusammensetzt.

Chronologie

  • seit März 1996 Unihockey-Gruppe in der Leichtathletikabteilung, Initiator: Karl du Roi
  • seit Dezember 1996 eigene Internet-Seite
  • seit 1997 Herren-Regionalligamannschaft (Kleinfeld)
  • seit 1. Juli 1998 eigene Abteilung im ETV, Initiator und 1. Vorsitzender: Karl du Roi
  • seit 1. Juli 1998 Mitgliedschaft im Deutschen Unihockey Bund e. V.
  • seit 2003 Herren-Bundesligamannschaft (Großfeld)
  • seit 2005 Mitgliedschaft im neu gegründeten Unihockey-Landesverband Unihockey Bund Hamburg e. V.

Erfolge

  • Jugend U11: Norddeutscher Meister 2005 (Kleinfeld)
  • Jugend U12: Norddeutscher Meister 2006 (Kleinfeld)
  • Jugend U12: Deutscher Meister (?) 2007 (Kleinfeld)
  • Jugend U14: Norddeutscher Vizemeister 2003 (Kleinfeld)
  • Jugend U17: Norddeutscher Meister 2005 (Kleinfeld)
  • Jugend U17: Deutscher Meister 2005 (Kleinfeld)
  • Herren: Norddeutscher Vizemeister 2002 (Kleinfeld)
  • Herren: Deutscher Vizemeister 2002 (Kleinfeld)
  • Herren: Deutscher Meister 2003 (Kleinfeld)
  • Herren: Norddeutscher Meister 2003 (Kleinfeld)
  • Herren: Norddeutscher Meister 2006 (Kleinfeld)
  • Herren: Deutscher Vizemeister 2005 (Mixed)
  • Herren: Pokalsieger Herren 2010 (Großfeld)

Sonstiges

  • Sebastian Grass und Leander Stüble sind im aktuellen Aufgebot der Herren-Nationalmannschaft
  • Philipp Henke war als Torwart im Kader der Herren-Nationalmannschaft und hat an der Unihockey-WM 2006 in Schweden teilgenommen.
  • Fritz Herrmann und Mathis Wittneben waren im Kader der U19 Junioren Deutschlands. Beide sind mit dem Team bis ins Finale der B-WM gekommen, die vom 7. bis 11. November 2007 in der Schweiz stattfand, unterlagen dort aber Dänemark mit 6:7. Nach dem Turnier wurde Fritz Herrmann als bester Verteidiger ins All-Star Team gewählt.
  • Leander Stüble nahm erfolgreich an der B-WM der Herren teil, die im Dezember 2008 in Tschechien stattfand. Die deutsche Mannschaft gewann jedes ihrer Spiele und wurde durch einen 11:7 Sieg über Polen schließlich Weltmeister.
  • Torhüter Mike Dietz sowie die Feldspieler Simon von Kroge und Dennis Wlocka waren im Kader der U19, die im Mai 2009 ihre WM bestreiten sollte. Alle drei nahmen an der WM in Finnland teil. Die Mannschaft schied im Halbfinale aus, besiegte aber Ungarn im Spiel um Platz 3 mit 15:6.

Der Kader der Bundesligamannschaft - Saison 10/11

Pos. Nr. Name Nat. Jahrgang
Tor 1 Niclas Schreitz DeutschlandDeutschland 1993
Tor 33 Mike Dietz DeutschlandDeutschland 1990
Verteidigung 3 Tobias Münster DeutschlandDeutschland 1989
Verteidigung 5 Gideon Strothmann DeutschlandDeutschland 1990
Verteidigung 7 John Bracker DeutschlandDeutschland 1978
Verteidigung 19 Iiro Nahkamäki FinnlandFinnland 1991
Verteidigung 15 Silvan Zeller DeutschlandDeutschland 1989
Verteidigung 27 Matthias Radbruch DeutschlandDeutschland 1986
Verteidigung 55 Tomas Kasemets SchwedenSchweden 1982
Sturm 6 Tobias Korting DeutschlandDeutschland 1981
Sturm 9 Anton Sefkow DeutschlandDeutschland 1981
Sturm 11 Mathis Wittneben DeutschlandDeutschland 1989
Sturm 14 Karlis Krastins LettlandLettland 1992
Sturm 17 Björn Kappel DeutschlandDeutschland 1986
Sturm 20 Marco Neumann DeutschlandDeutschland 1993
Sturm 21 Johan Nilson SchwedenSchweden 1985
Sturm 23 Fritz Herrmann DeutschlandDeutschland 1990
Sturm 26 Simon von Kroge DeutschlandDeutschland 1991
Sturm 30 Julius Bruns DeutschlandDeutschland 1990
Sturm 50 Jason Tsiakas DeutschlandDeutschland 1995
Sturm 69 Sebastian Grass DeutschlandDeutschland 1981
Sturm 84 Timo-Toumas Koivisto FinnlandFinnland 1983
Sturm 88 Leander Stüble (C)Kapitän der Mannschaft DeutschlandDeutschland 1986

Fußball[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 12. Mai 1906 entstand die Fußballabteilung des ETV. Bereits im Jahre 1896 wurde eine „Fußballmannschaft im ETV“ erwähnt. Später schloss sich der FC Hammonia 1896 an. Am Spielbetrieb des Hamburg-Altonaer Fußball-Bundes nahm der ETV ab der Saison 1906/07 teil. Auf Grund seiner Spielstärke reihte der HAFB den ETV in die höchste Spielklasse, die I. Klasse, ein. Sein erstes Punktspiel bestritt der ETV am 9. September 1906 beim SC Germania 1887 und verlor nur knapp mit 1:2 Toren. Als Platz diente dem ETV, wie noch den meisten anderen Clubs in Hamburg und Altona, die Exerzierweide. Im Frühjahr 1907 erfolgte der Umzug zur Sternschanze, einige Jahre später zur Schlankreye und 1911 zum Lokstedter Steindamm, bevor schließlich 1912 der Eimsbütteler Tribünensportplatz Hoheluft die Heimstätte der ETV-Fußballabteilung wurde. Für die Saison 1913/14 bildete der Norddeutsche Fußball-Verband mit der NFV-Verbandsliga eine übergeordnete regionale Spielklasse für die besten Clubs seiner spielstärksten Bezirke. Auch der ETV konnte sich als Tabellendritter der Hamburg/Altonaer 1a-Klasse qualifizieren. Nach einem vierten Tabellenplatz in der ersten Saison wurde die NFV-Verbandsliga nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wieder aufgelöst.

In der Hamburger A-Klasse, der damals höchsten Liga, gelang erstmals 1915 die Meisterschaft.[14] Der ETV blieb auch in den 1920er Jahren erstklassig und qualifizierte sich mehrmals für die Endrunde um die norddeutsche Meisterschaft.

Ihre erfolgreichste Zeit hatte die Fußballabteilung dann in den 1930ern. In der Gauliga Nordmark holte die 1. Mannschaft von 1934 bis 1936 dreimal hintereinander die Meisterschaft und vertrat Hamburg in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Zwar schied der ETV jeweils in den Gruppenspielen aus, doch sowohl in der Endrunde 1934 als auch in der Endrunde 1935 konnte man jeweils zu Hause den späteren Meister FC Schalke 04 besiegen.

Nach dem fünften Platz 1937 und zwei zweiten Plätzen 1938 und 1939 wurde mit Beginn des Zweiten Weltkrieges die Gauliga Nordmark in zwei Staffeln geteilt. Der ETV setze sich in seiner Staffel durch und gewann die Entscheidungsspiele gegen den Hamburger SV mit 4:1 und 6:0. Damit gehörte der ETV gehörte zu den Endrundenteilnehmern 1940. In den Gruppenspielen scheiterte man als Zweiter erst am letzten Spieltag am späteren Vizemeister Dresdner SC. Danach wurde die Gauliga Nordmark wieder zu einer Staffel vereinigt, 1941 schlossen die ETVer auf dem 2. Platz ab. Mit dem letzten Gaumeistertitel qualifizierte sich die Mannschaft noch einmal für die DM-Endrunde 1942, schied jedoch in der ersten Runde gegen Werder Bremen aus. Danach wurde die Gauliga Nordmark in mehrere kleine Gauligen aufgeteilt. In der Gauliga Hamburg blieb der ETV jedoch bis Kriegsende jeweils im Mittelfeld.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden die Fußballherren des ETV bei der Gründung der Oberliga Nord als höchste Spielklasse 1947 keine Aufnahme. Doch bereits 1948 gelang der Aufstieg als Meister der Amateurliga Hamburg. Acht Jahre blieb der ETV erstklassig, bevor er 1956 als Tabellenletzter absteigen musste. Der größte Erfolg war ein vierter Platz in der Saison 1951/52, die man punktgleich mit dem Tabellendritten FC St. Pauli beendete. Während der Oberligazugehörigkeit hatte der ETV auch mit einem rapiden Schwund im Zuschauerinteresse zu kämpfen. Kamen in den ersten beiden Jahren im Schnitt noch deutlich über 9.000 Zuschauer, waren es danach nur noch knapp über 5.000, im Abstiegsjahr erreichte man nur noch einen Schnitt von 3.700 Zuschauern.[15]

Zwar gelang 1959 noch einmal die Meisterschaft in der zweitklassigen Amateurliga Hamburg, doch verpasste man den Wiederaufstieg in die Oberliga Nord. 1966 stieg man in die drittklassige Landesliga ab. Der Abstieg 1985 in die Bezirksliga war der zwischenzeitliche Tiefpunkt in der zu diesem Zeitpunkt Sechstklassigkeit. Immerhin gelang 1999 die Rückkehr in die nunmehr viertklassige Oberliga Nord. An die einstige Tradition konnte man jedoch nicht mehr anknüpfen, auch das in den 1950ern noch große Zuschauerinteresse war völlig verschwunden. Ganze 207 Zuschauer kamen im Schnitt zu den ersten Oberligaspielen.[15] Aus der Oberliga musste der ETV erst 2003 wieder absteigen – sowohl 2001 als auch 2002 war man zwar bereits sportlich abgestiegen, hielt aber die Klasse, weil sich andere Vereine aus der Oberliga zurückzogen.

Seit 2002 drohte der ETV-Fußballabteilung der Verlust ihres Sparbier-Sportplatzes, auf dem 40 Jugendmannschaften spielten. In dieser Auseinandersetzung kam es zu ernsthaften Konflikten mit dem ETV-Vorstand, der den Platz zugunsten einer Halle an ein privates christliches Klinikum hergeben wollte. Die Fußballabteilung dachte zeitweise über einen Austritt aus dem ETV nach.[16] 2009 erhielt der Verein im Gegenzug für die Abgabe von 3000 m² Fläche zwei neue Kunstrasenplätze auf dem Gelände inklusive Flutlichtanlage und Funktionsräumen.[17] Zusätzlich wurde im Februar 2014 eine neue, 1.500 m² große Sporthalle, ebenfalls vom Klinikum gebaut, eröffnet, die von Schulen und dem ETV als Betreiber genutzt wird.[18]

2005 mussten die Fußballherren dann erneut absteigen – dieses Mal aus der Verbandsliga in die sechstklassige Landesliga. Später ereilte die Mannschaft ein weiterer Abstieg in die siebtklassige Bezirksliga Nord. In der Saison 2008/09 gelang der nominell zweiten Mannschaft über eine Relegationsrunde jedoch der Wiederaufstieg in die Landesliga (Staffel Hammonia). Dort erreichte der ETV in der Saison 2009/10 den 4. Tabellenplatz und im Folgejahr 2010/11 Rang 9. Zudem gewann der Verein mit einem 1:0-Finalsieg über Vorwärts-Wacker Billstedt zum ersten Mal den Hamburger Landespokal und qualifizierte sich damit für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2011/12, in der sie auf den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth traf.

In der Saison 2011/12 tritt die bisherige U-19-Mannschaft, die 2011 Hamburger Meister wurde, als 1. Mannschaft des ETV in der Landesliga an und bestritt auch das DFB-Pokalspiel gegen Greuther Fürth[19]. Das Spiel im Stadion Hoheluft, dem Platz des benachbarten SC Victoria, ging am 31. Juli 2011 mit 0:10 deutlich verloren. 2014 musste man in die Bezirksliga absteigen.

Skandal um Mannschaftsrücktritt[Bearbeiten]

Bundesweites Medienecho erntete der Verein, als im Juni 2011 die gesamte Landesliga-Mannschaft mit Trainer aus dem Verein austrat.[20] Einige Tage später trat auch die 2. Mannschaft aus.[21]

Die Mannschaft lehnte den Entwurf des Vorstands, der die Verteilung der Einnahmen aus der Teilnahme am DFB-Pokal regeln sollte, ab, da die Aufteilung der Garantieeinnahmen von rund 110.000 Euro nicht in dem Maße, wie von der Mannschaft gewünscht, erfolgen sollte.[22] Während der Klub-Vorstand 50 % der gesamten Fußballabteilung zukommen lassen wollte und mit den anderen 50 % Rücklagen für einen 500.000€ teueren zweiten Kunstrasenplatz bilden wollte, wollten die Spieler einen persönlichen Bonus für den Erfolg der vergangen Saison in Höhe von 25.000 €, einen Etat von 30.000 € für die kommende Saison, 15.000 € für Trikots, Bälle und weiteres Equipment für die Herren-Mannschaften und 10.000 € für die Fußball Jugendmannschaften. Lediglich die Restsumme von 30.000 € sollte dem Verein allgemein zur Verfügung gestellt werden.[23] Begründet wurde dies unter anderem, dass "Trikots, Bälle und Anzüge.... nicht vom Verein ETV gestellt werden".[24]

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Aus den Reihen des Eimsbütteler TV stammen fünf Spieler der Deutschen Nationalmannschaft:

Weitere bekannte Spieler sind:

  • Der Festredner zum hundertjährigen Jubiläum der Fußballabteilung, Rhetorikprofessor und Schriftsteller Walter Jens, hat nach eigener Aussage nicht im ETV Fußball gespielt[25]

Literatur[Bearbeiten]

  • Folke Havekost: 100 Jahre Fußball in Eimsbüttel. Göttingen: Verlag Die Werkstatt, 2006, ISBN 3-89533-529-0
  • Walter Jens: Vorbei, die Eimsbütteler Tage, Fußball vor seiner Industrialisierung, Die Zeit, 1974 Nr. 12 online unter [2]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Dagegen wurden in der ehemaligen DDR bereits seit 1949 Meister an den einzelnen Geräten ermittelt (Andreas Götze/Eckhard Herholz: Das Turnjahrhundert der Deutschen. Statistik aller Olympischen Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Weltcupwettbewerbe von 1896 Athen bis 1992 Barcelona. Berlin: edition ost 1992, S. 316.)
  2. http://archiv.abendblatt.de/ha/1964/pdf/19641005.pdf/ASV_HAB_19641005_HA_010.pdf
  3. http://archiv.abendblatt.de/ha/1963/pdf/19630917.pdf/ASV_HAB_19630917_HA_010.pdf
  4. http://archiv.abendblatt.de/ha/1963/pdf/19630506.pdf/ASV_HAB_19630506_HA_010.pdf
  5. http://archiv.abendblatt.de/ha/1965/pdf/19650208.pdf/ASV_HAB_19650208_HA_012.pdf
  6. http://archiv.abendblatt.de/ha/1965/pdf/19650628.pdf/ASV_HAB_19650628_HA_010.pdf
  7.  Trommeln und Triangel. In: Der Spiegel. Nr. 23, 1966 (online).
  8. http://archiv.abendblatt.de/ha/1974/pdf/19741221.pdf/ASV_HAB_19741221_HA_009.pdf
  9. http://archiv.abendblatt.de/ha/1975/pdf/19750908.pdf/ASV_HAB_19750908_HA_014.pdf
  10. http://archiv.abendblatt.de/ha/1975/pdf/19750108.pdf/ASV_HAB_19750108_HA_014.pdf
  11. http://archiv.abendblatt.de/ha/1974/pdf/19741106.pdf/ASV_HAB_19741106_HA_021.pdf
  12. Andreas Götze/Eckhard Herholz: Das Turnjahrhundert der Deutschen. Statistik aller Olympischen Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Weltcupwettbewerbe von 1896 Athen bis 1992 Barcelona. Berlin: edition ost 1992, S. 279.
  13. http://www.vtf-hamburg.de/index.php?id=165
  14. http://www.mopo.de/news/fussball-hamburgs-amateure,5066732,5715066.html
  15. a b Eimsbütteler TV in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 137f. ISBN 3-89784-147-9
  16. [1]
  17. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWerner Langmaack: ETV feiert Einweihung nach jahrelangem Streit. In: welt.de. 23. April 2009, abgerufen am 4. Dezember 2014.
  18. Artikel im Elbe Wochenblatt vom 5. Februar 2014, abgerufen am 27. April 2014
  19. Meldung auf der Vereinshomepage vom 5. Juli 2011
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDie traurigen DFB-Pokalhelden. In: Spiegel Online. 24. Juni 2011, abgerufen am 4. Dezember 2014.
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRummenigge beklagt "Finanzdoping" in Europa, auch zweite Mannschaft verlässt ETV. In: Spiegel Online. 30. Juni 2011, abgerufen am 4. Dezember 2014.
  22. Mit der A-Jugend gegen Greuther Fürth: Bloß keine Rekord-Pleite. In: T-online-Sport. Abgerufen am 29. Juli 2011.
  23. www.sport-nord.de Stellungnahme von Afrane und dem Team
  24. www.sport-nord.de Arican erklärt Abschied vom ETV
  25. "Ich bin nicht im ETV aktiv gewesen, ich war Torwart in einer Freiburger Studentenmannschaft", Interview mit Walter Jens in: ETV-Magazin Nr. 2 / 2006, Seite 8

Weblinks[Bearbeiten]