Ferrari 735S Spyder

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Der Ferrari 735S Spyder, auch Ferrari 735 Sport, war ein Rennsportwagen, den Ferrari 1953 baute und den die Scuderia im selben Jahr bei Sportwagenrennen einsetzte.

Technik[Bearbeiten]

Der Ferrari 735S folgte der Vierzylinder-Strategie, die schon mit dem Ferrari 625TF in Maranello begonnen wurde. Alle drei Spyder bekamen 1953 von Ferrari die gleiche Karosserie, die - eine rare Ausnahme zu dieser Zeit - von Ferrari selbst entwickelt wurde. Das Projekt hatte ein beachtlich kurze Entwicklungszeit, sodass Aurelio Lampredi selbst den Entwurf für das Fahrzeug vorlegte. Gefertigt wurden die Karosserien bei Carozzeria Autodromo in Modena. Der Reihenvierzylinder wurde verbessert und leistete jetzt bei 2941 cm³ 225 PS. Der Motor hatte ein bedeutend besseres Drehmoment als das 4-Zylinder-Aggregat im 625TF.

Renneinsätze[Bearbeiten]

Zum ersten Mal gefahren wurde der 735 Sport am 29. Juni 1953 beim Großen Preis von Monza, einem nationalen Sportwagen im Autodromo Nazionale Monza. Am Steuer saß Alberto Ascari, der den Wagen auf der Pole Position qualifizierte. Im ersten Wertungslauf – der Bewerb wurde in zwei Rennen ausgetragen – hatte er einen Unfall und konnte am Zweiten nicht mehr teilnehmen.

Bei der Coppa d’Oro delle Dolomiti im selben Jahr erreichte Umberto Maglioli den dritten Gesamtrang; und nach einem weiteren Sportwagenrennen in Italien wurde ein Wagen an den Franzosen François Picard verkauft, der damit die Tour de France für Automobile 1954 bestritt und Ende des Jahres mit seinem Erfolg beim Großen Preis von Penya-Rhin den einzigen Rennsieg für den 735 Sport feierte.

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Pino Casamassima: Storia della Scuderia Ferrari. Nada Editore, Vimodrome 1998, ISBN 88-7911-179-5.
  • Peter Braun/Gregor Schulz: Das große Ferrari Handbuch. Heel, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-501-8

Weblinks[Bearbeiten]