Grafenwiesen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grafenwiesen
Grafenwiesen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grafenwiesen hervorgehoben
49.2017412.880313439Koordinaten: 49° 12′ N, 12° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 439 m ü. NN
Fläche: 10,23 km²
Einwohner:

1.585 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93479
Vorwahl: 09941
Kfz-Kennzeichen: CHA
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 130
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 6
93479 Grafenwiesen
Webpräsenz: www.grafenwiesen.de
Bürgermeister: Josef Dachs
Lage der Gemeinde Grafenwiesen im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Rathaus mit Dorflinde
Die Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit

Grafenwiesen ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Der Ort liegt nördlich von Bad Kötzting zwischen Kaitersberg und Hohem Bogen. Unmittelbar am Ort fließt der Weiße Regen vorbei.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Grafenwiesen hat 11 amtlich benannte Ortsteile[2]:

[Bearbeiten] Geschichte

1217 wurde ein Seyfried de Kravewissen erwähnt. Die Grafenwiesen waren Ministerialen der Grafen von Bogen und der Markgrafen von Cham. Ihre Nachfolge traten 1402 die Hohenwarther an. Die Hofmark Grafenwiesen war Lehen des Klosters Rott am Inn. Vom 16. bis ins 18. Jahrhundert erwarben sie verschiedene Adelsgeschlechter durch Erbschaft oder Kauf.

Das vierflügelige Schloss Grafenwiesen, das auf einen mittelalterlichen Bau zurückgeht, stammt im Wesentlichen aus der Zeit von 1612 bis 1620. 1712 kaufte das Kloster Rott am Inn Gut und Hofmark zurück, in dessen Händen Grafenwiesen bis zur Säkularisation in Bayern 1803 blieb.

1818 wurde Grafenwiesen eine landgerichtsunmittelbare Gemeinde des Landgerichts Kötzting. Am 14. Oktober 1923 erfolgte die Einweihung der heutigen Pfarrkirche. Bis 1959 war im Schloss auch eine Brauerei ansässig. Die 1612 errichtete Schlosskapelle diente bis zum Bau der neuen Pfarrkirche 1923 als Gotteshaus.

1892 erfolgte der Bau der Eisenbahnstrecke Kötzting – Lam, sowie der Staatsstraße St2140. Von 1803 bis 1918 gehörte Grafenwiesen zur Pfarrei Kötzting. 1923 wurde die heutige Pfarrkirche eingeweiht. Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurden die Gemeinden Voggendorf und Grafenwiesen zur Gemeinde Grafenwiesen zusammengelegt. 1978 schlossen sich die Gemeinden Grafenwiesen und Rimbach (und auch Hohenwarth bis 1980) zur Verwaltungsgemeinschaft Grafenwiesen zusammen, die 1994 wieder aufgelöst wurde.

1982 wurde Grafenwiesen staatlich anerkannter Erholungsort. Die Fertigstellung des Kurparks konnte 2005 begangen werden.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Blau ein silberner Schrägbalken, darin drei blaue Fische; oben zwei sechsstrahlige goldene Sterne, unten ein springender silberner Hirsch.“ Wappen seit 1978.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Das 2008 eröffnete Deutsche Zündholzmuseum informiert über die Geschichte der Zündholzfabrikation. Außerdem zeigt es Ausschnitte einer umfangreichen Spezialsammlung von Zündholz-Behältnissen und Zündholz-Etiketten.
  • Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Freiwildgehege im Ortsteil Voggendorf.
  • Im Hof des 1612 bis 1660 neu erbauten ehemaligen Schlosses steht eine Kapelle von 1612.
  • Die neubarocke Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit von 1923 besitzt eine Rokokoausstattung aus der ehemaligen Schlosskapelle.
  • Greifvogelpark Grafenwiesen.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Durch Grafenwiesen verläuft die Staatsstraße 2140.

Der Ort besitzt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Lam – Bad Kötzting – Cham, die von der Oberpfalzbahn betrieben wird.

[Bearbeiten] Bildung

  • Volksschule Grafenwiesen
  • Kindergarten Grafenwiesen

[Bearbeiten] Vereine

  • SV Grafenwiesen e. V. Sportverein mit den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Wintersport, Damengymnastik, Bogenschießen
  • Freiwillige Feuerwehr Grafenwiesen e. V.
  • SKK Grafenwiesen, Sportkegelclub
  • Freiwillige Feuerwehr Voggendorf e. V.
  • Spielmannszug Grafenwiesen
  • Heimat- und Volkstrachtenverein „D’Regentaler“ Grafenwiesen e. V.
  • Zündholzmuseum Grafenwiesen e. V.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hedy Häring, Zenta Pletl: Gravenwiesen. Man erinnert sich... Ein Stück Vergangenheit aus der Pfarrchronik. Grafenwiesen 1991.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/170600&attr=OBJ&val=915

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Grafenwiesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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