Landkreis Cham

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Cham Deutschlandkarte, Position des Landkreises Cham hervorgehoben49.20853912.667589Koordinaten: 49° 13′ N, 12° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Verwaltungssitz: Cham
Fläche: 1.517,88 km²
Einwohner: 125.553 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Kreisschlüssel: 09 3 72
Kreisgliederung: 39 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Rachelstr. 6
93413 Cham
Webpräsenz: Landkreis Cham
Landrat: Franz Löffler (CSU)
Lage des Landkreises Cham in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Cham [kaːm] ist der östlichste Landkreis des Regierungsbezirks Oberpfalz in Ostbayern.

Geografie[Bearbeiten]

Geographisch gehört das Kreisgebiet fast völlig den Großlandschaften des Oberpfälzer und des Bayerischen Waldes an, die hier durch die Cham-Further Senke voneinander getrennt werden. Der Fluss Regen durchzieht den Kreis von Südosten nach Westen. Eine geologische Besonderheit ist der so genannte Pfahl, eine kristalline Verwerfung quer durch den gesamten bayerischen Wald. Das Kreisgebiet ist nahezu identisch mit dem Gebiet des Naturparks Oberer Bayerischer Wald.

Mit einer Fläche von 1.511,87 km² nimmt der Landkreis Cham unter den 71 Landkreisen Bayerns die fünfte Stelle, unter den sieben Landkreisen der Oberpfalz die erste Stelle ein. Die durchschnittliche Gebietsfläche der bayerischen Landkreise beträgt 985 km².

Raumplanung[Bearbeiten]

Der Landkreis Cham ist der Planungsregion 11 (Regensburg) zugeordnet. Er ist Fördergebiet nach den bayerischen regionalen Förderprogrammen, der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und Ziel 3-Fördergebiet der Europäischen Union. Auf einer Länge von 71,6 Kilometern grenzt der Landkreis Cham im Osten an den tschechischen Bezirk Pilsen (Plzeňský kraj) an. Die Region ist deshalb Fördergebiet nach den europäischen INTERREG und PHARE-Programmen.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt gegen Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Schwandorf, Regensburg, Straubing-Bogen und Regen.

Im Nordosten und Osten grenzt er an Tschechien.

Brücke zum Osten[Bearbeiten]

Mit ca. 70 km Grenze zu Tschechien kommt dem Landkreis Cham eine Brückenfunktion zum Osten zu. Eine Rolle spielt dabei die Begegnung der Menschen, die sich in Partnerschaften und Einrichtungen wie z. B. dem grenzüberschreitenden Wallfahrts-, Begegnungs- und Umweltbildungszentrum „Haus zur Aussaat“ Neukirchen b.Hl.Blut oder der Jugendbildungsstätte Waldmünchen äußert. Um die Herausforderungen der Osterweiterung der Europäischen Union zu bewältigen, werden gemeinsame Projekte wie in den kommunalen Aktionsbündnissen „Künisches Gebirge“ und „Cerchov“ durchgeführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis 1800[Bearbeiten]

Die belegbare Geschichte im Gebiet des heutigen Landkreises Cham beginnt im Jahre 748. Das Regensburger Kloster St. Emmeram gründete die „Cella“, die Urpfarrei in Chammünster. Sitz der weltlichen Herrschaft der Mark Cham waren zunächst die Königshofbezirke Cham und Roding. Die 976 als „civitas chamma“ erwähnte Reichsburg Cham mit den umliegenden Burgen Runding, Haidstein, Chamerau und Wetterfeld war militärischer Mittelpunkt der Mark an der Grenze zu Böhmen.

In das elfte Jahrhundert fielen zahlreiche Ortsgründungen; im zwölften Jahrhundert wurden im Regental die bedeutenden Klöster Reichenbach und Walderbach gegründet, die bis zur Reformation die Besiedlung der Umgebung vorantrieben. Nach 1667 wurden sie zu Wegbereitern der Rekatholisierung der Oberpfalz.

In den Hussitenkriegen im 15. Jahrhundert war das Grenzland besonders betroffen, der Further Drachenstich greift dieses Thema in einem Festspiel auf. Thema eines Freilichtspiels (Trenck der Pandur vor Waldmünchen) ist auch der Österreichische Erbfolgekrieg von 1741 bis 1745.

Landgerichte[Bearbeiten]

Mit der Verwaltungsreform 1803 entstanden im heutigen Kreisgebiet Cham die Landgerichtsbezirke Cham, (mit dem weiteren Landgerichtsbezirk Furth im Wald), Kötzting, Roding und Waldmünchen, die alle bis 1817 zum Regenkreis gehörten. Dann kamen Cham und Furth sowie Kötzting zum Unterdonaukreis, während Waldmünchen und Roding beim Regenkreis (der späteren Oberpfalz) verblieben. 1838 wurden auch die Landgerichte Cham und Furth dem nunmehrigen Kreis Oberpfalz und Regensburg zugeteilt, während das Landgericht Kötzting allein beim nunmehrigen Kreis Niederbayern verblieb. Gleichzeitig entstand 1838 aus einigen Gemeinden des Landgerichtsbezirks Roding das neue Landgericht Nittenau und 1852 noch ein weiteres Landgericht Falkenstein, das jedoch 1879/80 wieder aufgelöst wurde.

Bezirksämter[Bearbeiten]

Das Bezirksamt Cham wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Cham und Furth i.Wald neu gebildet.[2] Ebenso wurden die Landgerichte Kötzting und Neukirchen b.Hl.Blut zum Bezirksamt Kötzting sowie die Landgerichte Falkenstein, Nittenau und Roding zum Bezirksamt Roding zusammengefasst, während das Bezirksamt Waldmünchen dem Landgericht Waldmünchen folgte.

Am 1. Juli 1904 wurde die Gemeinde Sengenbühl des Bezirksamtes Kötzting ins Bezirksamt Cham umgegliedert.

Landkreise[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Cham, Kötzting, Roding und Waldmünchen.

Im Jahr 1946 erhielt der Landkreis Waldmünchen die Gemeinde Ried bei Gleißenberg vom Landkreis Cham. Sie wurde nach Gleißenberg eingemeindet.

Landkreis Cham[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die Landkreise Cham, Kötzting (mit Ausnahme der Gemeinde Lohberg; diese wurde zunächst zum Landkreis Regen zugeordnet; kam aber im Mai 1978 dann ebenfalls zum Landkreis Cham) und Waldmünchen, der östliche Teil des Landkreises Roding (der westliche kam zum Landkreis Schwandorf) und einige Gemeinden anderer Kreise zum neuen Landkreis Cham zusammengeschlossen, der damit wieder annähernd den historischen Gebietsumfang der alten Markgrafschaft Cham erreichte. Das Gebiet des Landkreises Kötzting wechselte damit von Niederbayern in die Oberpfalz. Heute ist der Landkreis Cham der flächengrößte Landkreis in der Oberpfalz und fünftgrößter in ganz Bayern.

Mit dem Beitritt des Nachbarlandes Tschechien zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 wurde die jahrzehntelange Abschottung nach Osten endgültig überwunden. Am 25. Mai 2009 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2008 wuchs der Landkreis Cham um über 7000 Einwohner bzw. um rund 6 %. Seit 2003 ist die Tendenz nach einem Höchststand von rd. 131.600 Einwohnern rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 79.712 89.874 95.686 125.669 109.998 116.239 121.401 129.469 131.035 130.871 129.092 125.620

Politik[Bearbeiten]

Der Landkreis Cham ist neben den politischen Parteien traditionell stark geprägt durch zahlreiche regionale Wählergemeinschaften.

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag des Landkreises Cham besteht aus 60 Mitgliedern sowie dem Landrat. Die Kommunalwahl am 16. März 2014 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung bei einer Wahlbeteiligung von 65,64 Prozent (Zahlen im Vergleich zur Kommunalwahl von 2008):

Parteien und Wählergemeinschaften 2008 2014
 % Sitze  % Sitze
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 35,9 23 34,33 21
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 9,7 6 8,07 5
Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE) 4,6 2 4,20 2
Gemeinsame Liste des ehemaligen Landkreises Waldmünchen (GLLW) 11,0 7 10,04 6
Hohenbogenliste (HBL) 8,4 5 8,41 5
Freie Wähler von Stadt und Land (FWSL) 11,1 7 9,82 6
Freie Christliche Wählergemeinschaft – Sammlung der Mitte (FCWG) 7,9 5 7,86 5
Grenzfahne (Grenzfahne) 5,6 3 6,08 4
Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) 1,7 1 2,32 1
Freie Wähler Bayern (FW) - - 8,44 5
Freie Demokratische Partei (FDP) 1,0 0 0,41 0
Bayernpartei (BP) - -
gesamt 100 60 100 60
Wahlbeteiligung 68,2 % 65,64 %

Link zum amtlichen Endergebnis

CSU, GLLW, HBL und Grenzfahne bilden eine Fraktionsgemeinschaft und verfügen damit über die absolute Mehrheit im Kreisrat.

Landräte[Bearbeiten]

Seit dem 20. Juli 2010 ist Franz Löffler (CSU) Landrat des Landkreises Cham. Bei der Stichwahl zur Landratswahl am 18. Juli 2010 wurde er mit einem Stimmenanteil von 50,3 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 38,6 Prozent erstmals direkt in dieses Amt gewählt. Löffler ist der dritte Landrat des Landkreises Cham seit der Gebietsreform von 1972. Erster Landrat des damals neu geordneten Landkreises wurde der Landrat des ehemaligen Landkreises Roding, Ernst Girmindl.[4] Alle Chamer Landräte wurden seither von der CSU gestellt.

Name von bis
Ernst Girmindl (CSU) 1972 1996
Theo Zellner (CSU) 1996 2010
Franz Löffler (CSU) 2010 heute

Wappen[Bearbeiten]

„Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten in Rot die zweitürmige silberne Kirche von Chammünster in Seitenansicht.“

Die bayerischen Rauten betonen die jahrhundertelange Zugehörigkeit zum wittelsbachischen Territorium der Oberen Pfalz. Die stilisierte Wiedergabe der Kirche hebt die Bedeutung des Chamer Gebietes für die Christianisierung im frühen Mittelalter hervor.

Die weißblauen Rauten stammen aus dem Bayerischen Wald. Sie waren ursprünglich die Farben der Grafen von Bogen, deren Besitz zu Beginn des 13. Jahrhunderts durch Heirat an die Wittelsbacher kam. Die Wittelsbacher, die in Bayern 750 Jahre regierten, übernahmen auch deren Hausfarben.

Kreispartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1983 besteht eine Partnerschaft mit dem Lichtenrader Volkspark in Berlin-Lichtenrade.

1992 wurde eine Partnerschaft mit dem sächsischen Landkreis Bautzen begründet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Landkreis Cham verfügt über eine breit gefächerte mittelständische Wirtschaftsstruktur in Handwerk, Handel, Industrie und Dienstleistung. Die Palette reicht vom traditionellen holzverarbeitenden Betrieb bis zum High-Tech-Unternehmen in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Kunststofftechnologie und Mechatronik. Insgesamt haben rund 9000 Unternehmen ihren Standort im Landkreis Cham, darunter einige mit über 1.000 Mitarbeitern.

Netzwerke wie der Aktionskreis „Lebens- und Wirtschaftsraum Landkreis Cham e. V.“ oder regionale Cluster in den Bereichen Mechatronik und Holz/Forsten prägen die Zusammenarbeit.

Verkehr[Bearbeiten]

Fernstraßen[Bearbeiten]

Der Landkreis Cham ist durch die Bundesstraßen Bundesstraße 16 (Ingolstadt–Regensburg–Nittenau–Roding), Bundesstraße 20 (Straubing–Furth im Wald), Bundesstraße 22 (Bayreuth–Weiden–Oberviechtach–Cham) und Bundesstraße 85 (Amberg–Schwandorf–Passau) an das Bundesfernstraßennetz angeschlossen. Die naheliegendsten Autobahnen sind die A 3 (Nürnberg–Regensburg–Passau), A 93 (Regensburg–Schwandorf–Weiden–Hof) und A 92 (München–Landshut–Deggendorf). Als einer der wenigen Landkreise in Bayern wird der Landkreis Cham nicht von einer Autobahn durchzogen, jedoch sind die Bundesstraßen meist ausgebaut, teils mit längeren drei- oder vierspurigen Streckenabschnitten.

Bus- und Bahnverkehr[Bearbeiten]

Die Hauptverkehrsader des Schienennetzes im Landkreis Cham ist die Bahnstrecke Schwandorf–Cham–Furth im Wald (–Pilsen), die 1861 von der AG der Bayerischen Ostbahnen bis zur Landesgrenze erbaut wurde. Von Schwandorf aus sind Umsteigemöglichkeiten in Richtung Weiden, Nürnberg oder Regensburg, bzw. München, möglich.

Die Bayerischen Staatseisenbahnen machten die Stadt Cham mehr als dreißig Jahre später zum Ausgangspunkt zweier Lokalbahnen:

Von der erstgenannten wurde 1905 in Miltach mit der Vollendung der Bahnstrecke Straubing–Miltach eine Querverbindung ins Donautal nach Straubing hergestellt, während die Fortsetzung von Kötzting nach Lam bereits 1893 durch die AG Lokalbahn Lam–Kötzting zustande kam. Schließlich machte die Regentalbahn (RAG) im Jahre 1928 den Bahnhof Blaibach zum Ausgangspunkt einer Strecke nach Viechtach, wodurch die Bahnstrecke Gotteszell–Blaibach vollendet wurde. Unabhängig von dem so entstandenen Eisenbahnnetz erhielt durch die Bayerischen Staatseisenbahnen der Markt Falkenstein 1913 eine Linie von Regensburg her und die Stadt Rötz 1915 von Bodenwöhr Nord über Neunburg vorm Wald.

Neben den alex-Zügen der Vogtlandbahn von Nürnberg und München über Schwandorf–Cham–Furth nach Prag betreibt die RAG als „Oberpfalzbahn“ den Personenverkehr auf dem gesamten Netz von 109 km. 32 km Lokalbahnen sind 1969, 1984 bzw. 1991 stillgelegt worden:

Die Zahlen in Klammern () beziehen sich auf die Streckenlänge im Kreisgebiet.

2002 wurden die Schienenverbindungen der Oberpfalzbahn in den bereits bestehende Verkehrsgemeinschaft Landkreis Cham integriert. Damit existiert im Landkreis ein Verkehrsverbund mit einheitlichen Tarifen in allen Bussen und Zügen.

Seit Mai 2008 ist der Landkreis Cham über die erste deutsch-tschechische Buslinie Bayerns mit dem tschechischen Nachbarbezirk Pilsen verbunden.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgMunicipalities in CHA.svg
Über dieses Bild
Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis Cham

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2013[5])

Städte

  1. Bad Kötzting (7.143)
  2. Cham, Kreisstadt (16.433)
  3. Furth im Wald (8.953)
  4. Roding (11.437)
  5. Rötz (3.462)
  6. Waldmünchen (6.748)

Märkte

  1. Eschlkam (3.372)
  2. Falkenstein (3.252)
  3. Lam (2.650)
  4. Neukirchen b.Hl.Blut (3.747)
  5. Stamsried (2.140)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Falkenstein
    (Markt Falkenstein und Gemeinden Michelsneukirchen und Rettenbach)
  2. Stamsried
    (Markt Stamsried und Gemeinde Pösing)
  3. Tiefenbach
    (Gemeinden Tiefenbach und Treffelstein)
  4. Wald
    (Gemeinden Wald und Zell)
  5. Walderbach
    (Gemeinden Reichenbach und Walderbach)
  6. Weiding
    (Gemeinden Gleißenberg und Weiding)

Gemeinden

  1. Arnschwang (1.940)
  2. Arrach (2.521)
  3. Blaibach (1.939)
  4. Chamerau (2.560)
  5. Gleißenberg (859)
  6. Grafenwiesen (1.519)
  7. Hohenwarth (1.918)
  8. Lohberg (1.877)
  9. Michelsneukirchen (1.763)
  10. Miltach (2.257)
  11. Pemfling (2.204)
  12. Pösing (990)
  13. Reichenbach (1.245)
  14. Rettenbach (1.798)
  15. Rimbach (1.873)
  16. Runding (2.268)
  17. Schönthal (1.985)
  18. Schorndorf (2.611)
  19. Tiefenbach (1.990)
  20. Traitsching (4.048)
  21. Treffelstein (973)
  22. Waffenbrunn (2.060)
  23. Wald (2.792)
  24. Walderbach (2.069)
  25. Weiding (2.472)
  26. Willmering (2.036)
  27. Zandt (1.824)
  28. Zell (1.825)

Keine Gemeindefreien Gebiete

Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78[Bearbeiten]

Vor der Gebietsreform hatte der Landkreis Cham 50 Gemeinden (siehe Liste unten).[6] (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben):

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Altenmarkt Cham Landkreis Cham
Arnschwang Arnschwang Landkreis Cham
Atzenzell Traitsching Landkreis Cham
Birnbrunn Traitsching Landkreis Cham
Cham Cham Landkreis Cham
Chameregg Cham Landkreis Cham
Chammünster Cham Landkreis Cham
Dalking Weiding Landkreis Cham
Engelsdorf Pemfling Landkreis Cham
Furth im Wald Furth im Wald Landkreis Cham
Grabitz Furth im Wald Landkreis Cham[7]
Grafenkirchen Pemfling Landkreis Cham
Gutmaning Cham Landkreis Cham
Habersdorf Traitsching Landkreis Cham
Haderstadl Cham Landkreis Cham
Hof Cham Landkreis Cham
Hötzing (Schorndorf) Schorndorf Landkreis Cham
Kager Pemfling Landkreis Cham
Katzberg Cham Landkreis Cham
Kolmberg Blaibach Landkreis Cham
Loibling Cham Landkreis Cham
Loifling Traitsching Landkreis Cham
Neuhaus Schorndorf Landkreis Cham
Niederrunding Runding Landkreis Cham
Nößwartling Arnschwang Landkreis Cham
Obergoßzell Traitsching Landkreis Cham
Obernried Waffenbrunn Landkreis Cham
Obertraubenbach Schorndorf Landkreis Cham
Pemfling Pemfling Landkreis Cham
Penting Schorndorf Landkreis Cham
Pitzling Pemfling Landkreis Cham
Ränkam Furth im Wald Landkreis Cham
Raindorf Runding Landkreis Cham
Rhanwalting Waffenbrunn Landkreis Cham
Ried bei Gleißenberg Gleißenberg Landkreis Cham
Runding Runding Landkreis Cham
Sattelbogen Traitsching Landkreis Cham
Sattelpeilnstein Traitsching Landkreis Cham
Schachendorf Cham Landkreis Cham
Schorndorf Schorndorf Landkreis Cham
Sengenbühl Furth im Wald Landkreis Cham
Thierling Schorndorf Landkreis Cham
Thierlstein Cham Landkreis Cham
Traitsching Traitsching Landkreis Cham
Vilzing Cham Landkreis Cham
Waffenbrunn Waffenbrunn Landkreis Cham
Walting Weiding Landkreis Cham
Weiding Weiding Landkreis Cham
Willmering Willmering Landkreis Cham
Windischbergerdorf Cham Landkreis Cham

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Im Landkreis gibt es zehn Naturschutzgebiete. Zusammen nehmen sie eine Fläche von 1978 Hektar ein. Das größte Naturschutzgebiet im Kreis ist das 2010 eingerichtete Naturschutzgebiet Regentalaue zwischen Cham und Pösing.

Geotope[Bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich 162 (Stand September 2013) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen CHA zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Cham A bis Z 1 bis 999
AA bis JZ
Altkreis Kötzting KA bis PZ
Altkreis Roding RA bis VZ
Altkreis Waldmünchen WA bis ZZ

Seit dem 10. Juli 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen KÖZ (Bad Kötzting), ROD (Roding) und WÜM (Waldmünchen) erhältlich.

Sonstiges[Bearbeiten]

Eine beliebte Homonym-Wortspielerei, die mit dem Kreis zu tun hat, ist der Satz Als ich grad nach Cham kam, war der Zug nach Furth furt (fort). Die betreffende Eisenbahnlinie liegt im Kreisgebiet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Cham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 439.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  4. Landkreis Cham: ehemalige Landräte des Landkreises Cham seit 1972
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  6. http://geschichte-on-demand.de/bay_cham.html
  7. Die Gemeinde Grabitz wurde bereits 1946 aufgelöst und kam zum Teil nach Furth, zum Teil nach Ränkam