Blaibach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Blaibach
Blaibach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blaibach hervorgehoben
49.16666666666712.816666666667394Koordinaten: 49° 10′ N, 12° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 394 m ü. NHN
Fläche: 17,02 km²
Einwohner: 1939 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93476
Vorwahlen: 0 99 41
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 115
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 6
93476 Blaibach
Webpräsenz: www.blaibach.de
Bürgermeister: Wolfgang Eckl (CSU / Freie Bürger)
Lage der Gemeinde Blaibach im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Elisabeth
Schloss Blaibach
Blaibach um 1900

Blaibach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Blaibach liegt zwischen der Stadt Bad Kötzting und der Gemeinde Miltach am Regen im Bayerischen Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Blaibach hat 18 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Allmannsdorf, Blaibach und Kreuzbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Nennung Blaibachs erfolgte im Jahr 1182. Das Kloster Reichenbach am Regen war lange ein wichtiger Grundbesitzer im Gemeindegebiet. Blaibach gehörte lange den Freiherren von Notthafft von Weißenstein. Schloss Blaibach wurde in seiner heutigen Form größtenteils 1604/05 durch Wolf Albrecht Notthafft von Wernberg erbaut. 1611 verkaufte Wolf Albrecht die Hofmark an Christoph Wieninger zu Wiesing. 1674 vermachte Sara Genovefa Notthafft, geb. Wieninger, die Hofmark testamentarisch an Johann Ernst Pelkhofer zu Stachesried. 1741 ging Blaibach wieder an die Weißensteiner Linie der Notthafft über.

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Blaibach war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der TSV Blaibach wurde im Juli 1929 gegründet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

  • Am 1. Februar 1963 wurde die Gemeinde Allmannsdorf aufgelöst. In der Folge wurden die Ortsteile Untergschaidt und Wimbach in die Gemeinde Kreuzbach eingegliedert, die Ortsteile Allmannsdorf und Obergschaidt kamen zur Gemeinde Kreuzbach.[3]
  • Am 1. Januar 1972 wurden aus der aufgeteilten Gemeinde Kreuzbach die Orte Kreuzbach, Untergschaidt und Wimbach, nicht aber die Ortsteile Anzenberg, Höhenried und Dietersdorf (diese drei Orte wurden zeitgleich in die Gemeinde Miltach umgegliedert) in die Gemeinde Blaibach eingegliedert. Teile der Gemeinde Berndorf, die hauptsächlich Chamerau zugesprochen wurde, kamen ebenfalls hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1925: 0.843 Einwohner [4]
  • 1933: 0.909 Einwohner [4]
  • 1939: 0.904 Einwohner [4]
  • 1946: 1.131 Einwohner [4]
  • 1950: 1.157 Einwohner [4]
  • 1961: 1.105 Einwohner (VZ 1960) [5]
  • 1970: 1.278 Einwohner (VZ 1970) [5]
  • 1987: 1.913 Einwohner (VZ 1987)
  • 2000: 2.065 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Wolfgang Eckl (CSU/Freie Bürger). Er wurde am 01.05.2014 Nachfolger von Ludwig Baumgartner(CSU/Freie Bürger). Der Gemeinderat setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • 6 Sitze CSU/Freie Bürger
  • 4 Sitze SPD/Unabhängige Bürger
  • 4 Sitze Freie Wählergemeinschaft Blaibach

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 723.000€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 162.000€.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: in Rot einen aufrechten silbernen Drachen mit Stachelschwanz, der im rechten Fang einen goldenen Klöpfel hält und den linken Fang auf einen goldenen Schild mit blauem Balken stützt.

Der Kirchturm

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Elisabeth, eine spätbarocke Saalkirche, wurde 1779 erbaut. Ihr Zwiebelturm wird von einer Laterne bekrönt. Die Ausstattung stammt größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Bildfenster entstanden 1895 und 1910, die Deckenfresken 1895. Der Orgelprospekt ist ein Werk des frühen 18. Jahrhunderts. Die Kirche besitzt eine hl. Elisabeth aus der Zeit um 1500 sowie einige Grabdenkmäler aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Das ehemalige Hofmarkschloss von 1604 mit seinem Treppengiebel ist heute Gasthof.

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Blaibach

Konzerthaus[Bearbeiten]

2014 wurde das Blaibacher Konzert- und Kulturhaus eröffnet. Die Idee dazu stammt vom ostbayerischen Sänger Thomas E. Bauer, der vertraglich zusicherte, 25 Jahre lang ehrenamtlich für ein gutes Programm zu sorgen. Der Münchner Architekt Peter Haimerl entwarf das 1,6 Millionen Euro teure Konzerthaus in das 200 Besucher passen und in dem Kulturveranstaltungen und Klassikkonzerte stattfinden sollen.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 138 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 56 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 629. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 47 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 704 ha, davon waren 262 ha Ackerfläche und 440 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Blaibach liegt an der Staatsstraße St 2140 zwischen Bad Kötzting und Miltach.

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Blaibach besitzt seit 1891 einen Halt an der Bahnstrecke Cham–Lam. Die Oberpfalzbahn bedient diesen als Subunternehmen der DB Regio im Zwei-Stunden-Takt.

Von 1928 bis 1991 mündete hier die privat von der Regentalbahn errichtete Bahnstrecke Gotteszell–Blaibach in die oben genannte Strecke.

Bis 1922 gab es in Pulling einen weiteren Halt in der Gemeinde.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtung (Stand: 2009):

  • Kindergärten: 40 Kindergartenplätze mit 37 Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hier lebte von 1945 bis 1949 Albert Wass (1908–1998), einer der bekanntesten Prosaisten Ungarns. Er hat von 1945 bis zu seinem Tode in Deutschland und in den USA gelebt. In Blaibach schrieb er viele seiner bekanntesten Werke, z. B. das Gedicht Üzenet haza oder auch Hontalanság hitvallása, Láthatatlan lobogó, A bújdosó imája. Er hat auch mehrere Romane hier geschrieben. Darunter sind Adjátok vissza hegyeimet (Gib meine Berge wieder) und Elvész a nyom (Die Spur verliert sich) die bedeutendsten.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Blaibach - (Bayerische Landesbibliothek Online)
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 499
  4. a b c d e Historisches Gemeindeverzeichnis, die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952, München, 1953 [1], Spalte 481
  5. a b Historisches Gemeindeverzeichnis für die BRD – Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982
  6. Heute Eröffnung mit Haydns "Schöpfung" und Jazz - (Bayerischer Rundfunk, vom 12. September 2014)
    ↑ "Das Wunder von Blaibach - Die oberpfälzische Gemeinde hat dank privater Initiative in zwei Jahren einen Konzertsaal gebaut" - (Süddeutsche Zeitung vom 12. September 2014, R18)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blaibach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien