Rettenbach (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rettenbach
Rettenbach (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rettenbach hervorgehoben
49.07027777777812.456666666667576Koordinaten: 49° 4′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Falkenstein (Oberpfalz)
Höhe: 576 m ü. NHN
Fläche: 26,72 km²
Einwohner: 1747 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 93191,
93167 (Holzmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09462
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 150
Gemeindegliederung: 27 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
93167 Falkenstein
Webpräsenz: www.rettenbach.de
Bürgermeister: Ludwig Meinzinger (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Rettenbach im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Rettenbach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Falkenstein.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Rettenbach liegt im Vorderbayrischen Wald zwischen Wörth an der Donau und Falkenstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Rettenbach hat 27 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Auf Gemeindegebiet existieren vier Gemarkungen: Ebersroith, Haag, Rettenbach und Falkenstein. Letztere Gemarkung wird geteilt mit der nördlichen Nachbargemeinde Falkenstein.

Geschichte[Bearbeiten]

Rettenbach gehörte den Grafen von Toerring-Jettenbach und stand unter der Landeshoheit des Kurfürstentums Bayern. Rettenbach war ein Teil der Törringschen Herrschaft Falkenstein. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Durch das Gebiet der Gemeinde in Richtung Wörth an der Donau wurde durch SS-Mannschaften im April 1945 die Häftlingskolonne eines Todesmarsches aus dem KZ Flossenbürg getrieben, wobei 48 Häftlinge umgebracht wurden. Bevor sie 1957 ihre letzte Ruhestätte auf dem Ehrenfriedhof Flossenbürg fanden, wurden die Toten im "Holzhacker-Wald" begraben, woran dort seit 1985 eine Gedenktafel erinnert.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1945 oder 1946 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ebersroith eingegliedert. Am 1. Januar 1971 kam Haag hinzu.[3] Am 1. Mai 1978 folgten Gemeindeteile von Wiesenfelden.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1.447 Einwohner
  • 1987: 1.493 Einwohner
  • 2000: 1.755 Einwohner
  • 2011: 1.777 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister ist Ludwig Meinzinger (Freie Wählergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 455 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 56 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Seit 1976 besitzt die Gemeinde nach einem Beschluss des Gemeinderates ein Wappen. Es zeigt: "In Gold ein schräglinker blauer Wellenbalken, beseitet oben von einer bewurzelten grünen Tanne, unten von drei schräg gestellten schwarzen Rauten."

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Rettenbach (Oberpfalz)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 27 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 36 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 560. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 111 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.312 ha, davon waren 657 ha Ackerfläche und 650 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Rettenbach liegt im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Cham. Es verkehren die Buslinien

Der nächste Bahnhof ist Roding an der Oberpfalzbahn Schwandorf – Cham – Furth im Wald, 22 Kilometer nördlich gelegen.

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Wörth an der Donau-Ost an der Bundesautobahn 3.

Freizeit und Erholung[Bearbeiten]

Stausee Rettenbach
  • Angeln und Boot fahren am Rettenbacher Stausee (ca. 100 ha groß)
  • Wandern von Postfelden ins Höllbachtal
  • Skilift bei der Schmalzlalm in Schmalzgrub
  • Sportplatz Rettenbach
  • Vereine in Rettenbach und Umgebung
  • Schlittschuhlaufen am Stausee
  • DJK-SV Rettenbach
  • Spielplatz
  • Langlaufloipen
  • Tannerl
  • Beachvolleyballplatz

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 77 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 13 Lehrern und 204 Schülern

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Kulzer / Irmtraud Kulzer: Rettenbach. 1383-1983 aus dem Leben einer Vorwald-Gemeinde, 1983

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/183603&attr=OBJ&val=925
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 555.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 644.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rettenbach (Oberpfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien