Oradea

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Oradea
Großwardein
Nagyvárad
Veľký Varadín
Wappen von Oradea
Oradea (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Bihor
Koordinaten: 47° 3′ N, 21° 56′ O47.05138888888921.940277777778142Koordinaten: 47° 3′ 5″ N, 21° 56′ 25″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 142 m
Fläche: 115,56 km²
Einwohner: 196.367 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 1.699 Einwohner je km²
Postleitzahl: 410100
Telefonvorwahl: (+40) 02 59
Kfz-Kennzeichen: BH
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 16 Stadtbezirke
Oberbürgermeister: Ilie-Gavril Bolojan (USL)
Postanschrift: Piața Unirii, Nr.1
loc. Oradea, jud Bihor, RO–410100
Webpräsenz:
Oradea (rotes Viereck) – Rumänien – Nachbarorte: Cluj-Napoca, Debrecen (Ungarn)

Oradea (deutsch: Großwardein, ungarisch: Nagyvárad, slowakisch: Veľký Varadín, Latein: Magnovaradinum) ist eine Stadt in Rumänien und Hauptstadt des Kreises Bihor.

Geografie[Bearbeiten]

Oradea liegt am östlichen Rand der Großen Ungarischen Tiefebene am Fluss Crișul Repede (deutsch Schnelle Kreisch, ungarisch Sebes Körös). Das Stadtzentrum ist 13 km von der ungarischen Grenze entfernt. Am Nordostrand der Stadt enden die Ausläufer des Apuseni-Gebirges. Das Gebiet ist damit eine Übergangszone zwischen hügeligem Relief und Ebene.

Die Burg und damit auch die Stadt befinden sich strategisch vorteilhaft an der Öffnung des Kreischtales in die Große Ungarische Tiefebene auf einer durchschnittlichen Höhe von 126 m. Der Fluss fließt nahezu mittig durch die Stadt. Der Bahnhof befindet sich nördlich der Schnellen Kreisch, die Burg am südlichen Ufer. Teile der Stadt liegen bis auf ca. 300 m Höhe auf den Varadienser Hügeln nördlich des Hauptbahnhofes.

Aus geologischer Sicht bemerkenswert sind die teilweise bis unter die Stadt reichenden Höhlen, deren Thermalquellen in Băile Felix eine gewisse Bekanntheit erlangt haben.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Oradea gliedert sich in die Stadtteile Sub Cetate (Stadtmitte), Rogerius, Ioșia, Ioșia Nord, Orașul Nou (Neustadt), Olosig, Cantemir, Velența, Seleuș, Salca, Nufărul, Tokai, Eminescu, Episcopia Bihor, Ion Bogdan und Iorga.

Klima[Bearbeiten]

Überwiegend von Westwinden bestimmt, weist die Stadt ein gemäßigt-kontinentales Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 10,4 °C auf. Die gemittelte durchschnittliche Temperatur im Juli geht nicht über 21 °C hinaus und beträgt im Januar −1,4 °C. Die durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt 585,4 mm, was für eine Lage in der Ebene erhöht ist und sich durch die Lage vor den hügeligen Gebieten im Osten erklärt. Die West- und Südwesthänge werden seit der Römerzeit für die Vitikultur benutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte Varadinums beginnt mit der Gründung einer Siedlung Salca durch die Römer. Ladislaus I. von Ungarn machte die Stadt 1080 zum römisch-katholischen Bischofssitz. Urkundlich erwähnt wird Stadt im Jahr 1113 in einer Urkunde der Benediktinerabtei Zobor, in der ein Bischof Syxtus Varadiensis (Sixtus aus Varad) genannt wird.

Seit ihrer Gründung gehörte die Stadt zum Königreich Ungarn. Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert war Oradea Grabstätte für mehrere Mitglieder des ungarischen Königshauses. Auch der deutsche Kaiser Sigismund, der von 1387 bis zu seinem Tod 1437 auch ungarischer König war, liegt hier begraben.[2] Nachdem Ungarn durch die Niederlage in der Schlacht bei Mohács (1526) zerfiel, führten der habsburgische römisch-deutsche König und spätere Kaiser Ferdinand I. und der siebenbürgische Fürst Johann Zápolya einen Krieg um die nicht an die Türken gefallenen ungarischen Gebiete. Am 24. Februar 1538 wurde hier zwischen beiden der Friede von Großwardein geschlossen. Damit wurde Oradea ein Teil des Habsburgerreiches. Im Herbst 1598 wurde die Stadt von einer kleinen Besatzung unter der Führung des aus Reichenberg stammenden Feldherrn Melchior von Redern gegenüber 100.000 Türken erfolgreich verteidigt, 1660 dann aber eingenommen und den Türken im Frieden von Vasvár überlassen. Erst 1692 fiel sie wieder an Österreich.

Als in den Jahren 1848–49 die ungarische Revolutionsregierung nach Debrecen flüchtete, wurden Archive, Banknotenpresse etc. nach Oradea gebracht.

Die Stadt erlebte insbesondere am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, nicht zuletzt dank ihrer emsigen, talentierten und relativ zahlreichen jüdischen Einwohnerschaft, die kurz vor dem Zweiten Weltkrieg etwa ein Sechstel der damals 100.000 Einwohner stellte. Noch heute zeugen prachtvolle, teilweise heruntergekommene Jugendstilpaläste von der glorreichen Vergangenheit.

Oradea war nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich 1867 Sitz des ungarischen Komitats Bihar und Knotenpunkt von sieben Bahnlinien. Die Stadt hatte um 1900 17 Kirchen und sechs Klöster, darunter zwei Kathedralen, zwei bischöfliche Palais, ferner Domherrenhäuser und viele prächtige öffentliche und private Gebäude. Ein Theater und Rathaus wurden um 1890 neu erbaut, 1892 wurde ein St.-Ladislaus-Monument enthüllt.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste Ungarn im Vertrag von Trianon das Kreischgebiet und damit auch Oradea – trotz dessen damaliger ungarischer Bevölkerungsmehrheit – an das neue Großrumänien abtreten. Dies hatte vor allem strategische Gründe; Rumänien sollte in den vollständigen Besitz der Bahnstrecke Oradea–Satu Mare gebracht werden.[3] Durch den Zweiten Wiener Schiedsspruch fiel Oradea 1940 an Ungarn zurück. Schon am 12. Oktober 1944 wurde die Stadt durch rumänische und sowjetische Truppen eingenommen und gehört seither wieder zum rumänischen Staatsgebiet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohner waren zunächst überwiegend Ungarn; der Anteil der rumänischen Bewohner nahm jedoch seit Beginn des 20. Jahrhunderts stetig zu; seit etwa 1970 hat die Stadt eine rumänische Bevölkerungsmehrheit. Die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten auffälligen Schwankungen der Volkszugehörigkeit liegen teilweise am politischen Druck des jeweiligen Staates. Bis 1910 wurden die Juden als Ungarn gezählt. 1920 wohnten in Oradea 17.931 Juden, ihr Anteil betrug damit 25 %.[4] Zur Volkszählung 2002 lebten in der Stadt 206.614 Einwohner, darunter 145.284 Rumänen, 56.985 Ungarn, 2.449 Roma, 563 Deutsche, 474 Slowaken, 166 Juden und 109 Italiener.[5] 2009 hatte die Stadt 204.477 Einwohner.[6]

Jahr Einwohner  % Rumänen  % Ungarn
1538 20.000 (geschätzt) n.a. n.a.
1720 216 (Türken, Griechen, Serben) n.a. n.a.
1787 9790 n.a. n.a.
1870 28.698 n.a. n.a.
1880 34.231 4 % 87 %
1890 42.042 6 % 90 %
1900 54.109 6 % 90 %
1910 68.960 5 % 91 %
1920 73.025 12 % 62 %
1930 88.830 25 % 54 %
1941 98.621 5 % 92 %
1956 99.663 36 % 59 %
1966 122.534 46 % 51 %
1977 170.531 54 % 44 %
1992 222.741 65 % 33 %
2002 206.614 70 % 28 %
2009 204.477
2011 196.367 68 % 23 %

Religionen[Bearbeiten]

1890 waren von den damals etwa 42.000 Einwohnern 12.030 römisch-katholisch,10.880 reformiert und 10.115 Israeliten. Die Verteilung der Religionen der heutigen Bewohner ist wie folgt:

Oradea ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Oradea Mare und eines griechisch-katholischen Bistums Oradea .

In Oradea gibt es neun evangelisch-reformierte Gemeinden. Ihre Mitglieder gehören größtenteils zur ungarischen Minderheit. Es gibt auch eine evangelisch-lutherische Gemeinde. Sie hat 750 Mitglieder, unter denen auch einige wenige Deutsche sind.

Es gab auch lange Zeit eine jüdische Gemeinde in der Stadt. Die erste Synagoge war 1803 gebaut worden. Die jüdische Gemeinde war gespalten in orthodoxe und neologe Gemeinden. Die jüdischen Bewohner Oradeas waren im öffentlichen Leben sehr aktiv. Im Jahre 1902 gab es sogar einen jüdischen Polizeipräsidenten. Durch den Holocaust kamen die meisten jüdischen Bewohner ums Leben. Heute leben kaum noch Juden in Oradea. Die neologe Synagoge „Zion“ am Fluss in der Innenstadt dominiert jedoch immer noch das Stadtbild.

Wappen[Bearbeiten]

Die erste noch erhaltene Abbildung des Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel. Sie zeigt (heraldisch) den Bischof mit dem Stab im früh- und hochgotischen Dreieckschild.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hotel Vulturul Negru („Schwarzer Adler“) in Oradea
Staatstheater in Oradea

Bauwerke[Bearbeiten]

Sehenswert sind mehrere Kirchenbauten, darunter die römisch-katholische Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt aus dem 18. Jahrhundert, der größte Barockbau Rumäniens, oder die sogenannte „Mondkirche“, deren mechanische Uhr die Mondphasen anzeigt, aber auch die Überreste der Sternfestung[7] und Jugendstilpaläste wie die Einkaufspassage Zum schwarzen Adler (Vulturul negru). In Oradea gibt es ein Staatstheater und ein Konzerthaus (Staatsphilharmonie).

Mineralbäder[Bearbeiten]

In der Nähe der Stadt liegen die Bäder Băile 1 Mai (dt. Bischofsbad, ung. Püspökfürdö) und Băile Felix (dt. Felixbad, ung. Félixfürdő). Letzteres ist seit 2010 – nach 10-jähriger Unterbrechung – erneut durch eine Bahnlinie mit Oradea verbunden. In den Parkanlagen mit alkalischen Schwefelquellen gedeiht in deren Abfluss die seltene Thermenseerose. Es ist eine endemische Art. Der neuere Stadtteil Nufărul ist seinerzeit nach der Pflanze benannt worden.

Musikgeschichte[Bearbeiten]

Johann Michael Haydn (1737–1806), der jüngere Bruder Joseph Haydns (1732–1809), war von 1757 an bis zu seiner Verpflichtung als Hofkomponist und Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle 1762/1763 Violinist und Kapellmeister des Bischofs von Großwardein, Adam Freiherr von Patácic (Patachich) von Zajezda. Nach seinem Weggang blieb die Stelle zwei Jahre lang vakant, bis Karl Ditters von Dittersdorf (1739–1799), aus Wien kommend, 1765 die Nachfolge Michael Haydns antrat und das Orchester auf 34 Musiker vergrößerte. Er fügte dem Orchester die bis dahin nicht übliche Klarinette hinzu und folgte überdies dem Wiener Vorbild, indem er die Musiker im Sitzen spielen ließ. Dittersdorf blieb bis 1769, als das Orchester nach einem Verweis der Kaiserin Maria Theresia gegenüber Bischof Patácic wegen zu weltlichen Verhaltens während der Fastenzeit aufgelöst wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Um 1890 existierten in Oradea mehrere Brennereien (Destillerien, sechs Fabriken), drei Dampfmühlen und einige Ziegelbrennereien. Andere Bewohner lebten von der Fabrikation von Öfen, von Viehzucht, Obst- und Weinbau (siehe: Weinbau in Rumänien). Oradea hatte damals eine eigene Wasserleitung, ein großes Bad, eine Straßenbahn und zahlreiche Lehr- und Bildungsanstalten (Rechtsakademie, Prämonstratenser Obergymnasium, zwei theologische Seminare, eine Landeshebammenschule, sechs Spitäler etc.), ein archäologisches Museum und ein Kunstmuseum, einen Bihor-Gebirgsverein. Weiterhin war die Stadt damals Sitz eines Gerichtshofes, einer Finanzdirektion, einer Post- und Telegraphendirektion und einer Handels- und Gewerbekammer.

Heute ist Oradea ein Verkehrsknotenpunkt und Wirtschaftszentrum im Kreis Bihor. Die Stadt stellt – von Mitteleuropa aus gesehen – das Tor nach Siebenbürgen dar.

Es werden Textilien, Schuhe, Lebensmittel, Glas, Werkzeuge und Landmaschinen produziert. Das rumänische Stromversorgungsunternehmen Transelectra betreibt in der Nähe der Stadt eine Schaltanlage, die über eine Freileitung nach Ungarn das Land an das europäische Stromverbundnetz anschließt.

Verkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Oradea ist seit 1858 durch die Inbetriebnahme der Bahnstrecke Püspökladány–Oradea an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Stadt verfügt heute über fünf Bahnhöfe für den Personenverkehr, darunter zwei Bahnhöfe für den Fernverkehr (Hauptbahnhof und Episcopia Bihor) und drei ausschließlich für Nahverkehrszüge (Oradea Est, Oradea Est Triaj und Oradea Vest).

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Der Nahverkehr umfasst mehrere Trambahnlinien sowie Busverbindungen und wird durch die OTL (Lokaltransport Oradea) verwaltet. In den 1990er Jahren wurden die alten Straßenbahnwagen rumänischer Fertigung durch T4D aus den deutschen Städten Magdeburg und Dresden bzw. KT4D aus Berlin ersetzt. Seit 2008 sind auch Gelenkwagen vom Typ ULF (Ultra Low Floor, von Siemens in Wien produziert) in Betrieb.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Der kleine Flughafen Oradea (OMR) bietet Flüge nach Bukarest-Otopeni, Verona und Timișoara an. Des Weiteren gibt es mittlerweile Flüge nach München, Stuttgart, Berlin, Frankfurt. Die betonierte Start- und Landebahn ist 1800 Meter lang und 30 Meter breit. Im Jahr 2008 zählte man etwa 50.000 Flugreisende.

Fernstraßen[Bearbeiten]

Durch die Stadt verlaufen die Europastraßen E 60, E 79 und die E 671.

Universitäten und Hochschulen[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Oradea hat sich dank der 2006 eröffneten Ioan-Alexandrescu-Schwimmhalle zur Wasserball-Hochburg des Landes entwickelt. Der heimische Verein CSM Oradea nutzt dabei auch die Nähe zu Ungarn, das Rekordolympiasieger in dieser Sportart ist. Auch Länderspiele finden regelmäßig in der Halle statt, die mit ihrem 50-Meter-Becken und einem Cabriodach landesweit einmalig ist und 2008 auch Austragungsort des Olympiaqualifikationsturniers der Männer war.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Geboren in Oradea[Bearbeiten]

  • Péter Váradi (um 1450–1503), Erzbischof von Kalocsa[8]
  • Péter Pázmány (1570–1637), Erzbischof von Esztergom
  • Sigismund Báthory (1572–1613), Fürst von Siebenbürgen
  • Gabriel Báthory (1589–1613), Fürst von Siebenbürgen
  • Ferenc Rhédey (1610–1667), Fürst von Siebenbürgen[8]
  • Mihály Teleki (1634–1690), Kanzler von Siebenbürgen, starb in einer Schlacht, gegen den von den Türken gesanten, Emmerich Thököly, bei Zernyest (Zernen).[9]
  • Ödön Beöthy (1796–1854), Regierungsbeauftragter für Siebenbürgen im Jahre 1848, Vizegespan des ungarischen Komitats Bihar[10]
  • Emanuil Gojdu (1802–1870), Anwalt und rumänischer Patriot sowie Freiheitskämpfer für die Rechte der Rumänen in Transsilvanien[11]
  • József Nagysándor (1804–1849), ungarischer Landwehrgeneral, Arader Märtyrer[12]
  • Ede Szigligeti (1814–1878), ungarischer Dramatiker
  • Antal Csengery (1822–1880), Historiker
  • Johanna Dill-Malburg (1859–1944), Malerin
  • Moritz Rosenthal (1833–1889), österreichischer Neurologe[13]
  • Pál (Paul) Böhm (1839–1905), Kunstmaler[8]
  • Dezső Szilágyi (1840–1901), Anwalt, Justizminister[8]
  • Freiherr Arthur von Hübl (1853–1932), österreichischer Feldmarschallleutnant, Chemiker und Kartograf
  • Gusti (Augustine) Zimmermann (1865–1906?), Schauspielerin und Komponistin[14]
  • Diósy Ödönné Adél Brüll (1872–1934), Muse von Endre Ady
  • Károly Bakonyi (1873–1926), Schriftsteller[8]
  • Ernő Osvát (1876–1929), Gründer der Zeitschrift Nyugat[15]
  • Jenő Pozsonyi (1885–1936), siebenbürgischer Maler, der dem Naturalismus sowie Impressionismus nahestand
  • Friedrich Schorr (1888–1953), ungarisch-jüdischer Bassbariton
  • Emil Telmányi (1892–1988), Geiger und Dirigent
  • Ernő Erbstein (1898–1949), ungarischer Fußballspieler und -trainer
  • Zsigmond Széchenyi (1898–1967), Afrika-Reisender[8]
  • Iosif Bartha (1902–1957), Fußballspieler
  • Georges Politzer (1903–1942), französischer Philosoph und marxistischer Theoretiker
  • Lajos Steiner (1903–1975), ungarisch-australischer Schachspieler
  • Boris Palotai (1904–1983), Schriftstellerin, mit dem Attila-József-Preis ausgezeichnet[8]
  • Imre Ványai (1904–1980), Maler und Grafiker
  • Endre Kabos (1906–1944), ungarischer Säbelfechter und Widerstandskämpfer
  • Margit Dajka (Dayka) (1907–1986), Schauspielerin, mit dem Kossuth-Preis ausgezeichnet[8]
  • Ernő Grünbaum (1908–194*), siebenbürgischer Maler des Expressionismus
  • László Halmos (1909–1997), ungarischer Komponist
  • Szabolcs Fényes (1912–1986), Komponist, mit dem Erkel-Preis ausgezeichnet[8]
  • Brúnó Straub (1914–1996), Akademiker, Staatsoberhaupt von Ungarn 1988–1989
  • Francisc Spielmann (1916–1974), rumänisch-ungarischer Fußballspieler
  • Stephanus Dászkál (1919–2003), Ordinarius ad nutum sanctis sedis
  • Nándor Wagner (1922–1997), Bildhauer[16]
  • Gavril Serfőző (* 1926), Fußballspieler
  • Gheorghe Băcuț (1927–1974), Fußballspieler
  • Mircea Malița (* 1927), Mathematiker, Essayist, Diplomat, Bildungsminister, Universitätsprofessor[17]
  • Tiberiu Bone (1929–1983), Fußballspieler
  • József Bartovics (1935–2005), Maler
  • Julia Varady (* 1941), deutsch-ungarische Opernsängerin
  • Attila Kun (* 1949), deutsch-rumänischer Fußballspieler
  • Șerban-Dan Costa (* 1955), Mediziner, Universitätsprofessor an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Zoltan Crișan (1955–2003), Fußballspieler
  • Olga Anna Duhl (* 1956), Literaturwissenschaftlerin, Universitätsprofessorin am Lafayette College (Easton, PA)
  • Asteris Koutoulas (* 1960), deutsch-griechischer Musikproduzent, Publizist, Übersetzer und Autor
  • Daniel Lascau (* 1969) deutscher Judoka
  • Erik Lincar (* 1978), Fußballspieler
  • Mihai Neșu (* 1983), Fußballspieler
  • Ioan Hora (* 1988), Fußballspieler

Gestorben in Oradea[Bearbeiten]

  • Lorenz Schlauch (1824–1902), Kardinal
  • Iosif Vulcan (1841–1907), Akademiker, Publizist und Schriftsteller[18]
  • Jenő Pozsonyi (1885–1936), siebenbürgischer Maler, der dem Naturalismus sowie Impressionismus nahestand
  • Miklós Nyiszli (1901–1956), jüdischstämmiger rumänischer, ungarisch-sprechender Mediziner und Überlebender des Holocaust
  • Alfred Macalik (1888–1979), österreichisch-rumänischer Landschaftsmaler, Graphiker, Bildhauer und Komponist
  • László Hosszú (1913–1983), vikarius generalis, ordinarius röm.kath. Kathedral[19]
  • József Bartovics (1935–2005), Maler

Literatur[Bearbeiten]

  • Robotos Imre: A vér városa, Nagyvárad. Művelődéstörténeti tükör. Csokonai, Debrecen 1992, ISBN 963-260-045-2.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oradea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Tanja Michalsky: Memoria und Repräsentation. Die Grabmäler des Königshauses Anjou in Italien (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. Bd. 157). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-35473-8, S. 361.
  3. Ungarisches Wirtschafts-Jahrbuch. Bd. 1, 1935, ZDB-ID 566194-8, S. 387.
  4. Volkszählungen in Siebenbürgen 1850–2002 (ung.), abgerufen am 15. August 2009 (PDF; 1,1 MB)
  5. Volkszählung 2002 (ung.), abgerufen am 15. August 2009
  6. citypopulation.de, Rumänien, Stand Januar 2009
  7. Historische Karte als Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  8. a b c d e f g h i Angaben im ungarischen Biographie-Lexikon 1900–1990 bei mek.oszk.hu abgerufen am 31. August 2014 (ungarisch)
  9. Pósta Béla, Kelemen Lajos Jr., Biás István: Bestattung Mihály Teleki, Koloszvár, 1913. bei mek.oszk.hu abgerufen am 31. August 2014 (ungarisch; PDF)
  10. Angaben zu Beőthy Ödön bei mek.oszk.hu abgerufen am 31. August 2014 (ungarisch)
  11. Cătălin Fudulu: Deklassifizierte Unterlagen / erstaunliches Schicksal des Aromunen Gojdu, am 11. November 2009 bei zf.ro/Ziarul de duminică abgerufen am 30. August 2014 (rumänisch)
  12. Angaben zu József Nagysándor bei nefmi.gov.hu abgerufen am 31. August 2014 (ungarisch; PDF)
  13. Angaben zu Moritz Rosenthal bei deutsche-biographie.de
  14. Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon, Gusti (Augustine) Zimmermann, online S. 3807 bei Google Books
  15. Angaben zu Ernő Osvát bei oszk.hu abgerufen am 30. August 2014 (ungarisch)
  16. Im Gedenken an Wagner Nándor abgerufen am 31. August 2014
  17. Angaben zu Malița (Augustin) Mircea, bei Mitglieder des Zentralkomitees der Rumänischen Kommunistischen Partei 1945–1989, beim Landesrat für die Überprüfung der Securitate-Archiv, S. 371 abgerufen am 30. August 2014 (rumänisch; PDF)
  18. Angaben zu Iosif Vulcan bei istoria.md abgerufen am 31. August 2014 (rumänisch)
  19. Angaben zu Hosszú László bei lexikon.katolikus.hu abgerufen am 31. August 2014 (ungarisch)