HNK Hajduk Split
| HNK Hajduk Split | |||
| Voller Name | Hrvatski nogometni klub Hajduk Split |
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| Gegründet | 13. Februar 1911 | ||
| Stadion | Poljud | ||
| Plätze | 34.448 Sitzplätze | ||
| Präsident | |||
| Trainer | |||
| Liga | Hrvatska Nogometna Liga | ||
| 2011/12 | 2. Platz | ||
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Der HNK Hajduk Split ist ein traditionsreicher kroatischer Fußballverein aus der Stadt Split, der „Hauptstadt Dalmatiens“. Er ist mit sieben Meisterschaften und fünf Pokalsiegen hinter Dinamo Zagreb der zweiterfolgreichste Verein Kroatiens und war mit elf Meisterschaften und neun Pokalsiegen die erfolgreichste Mannschaft Kroatiens im ehemaligen Jugoslawien.[1]
Der Verein ist in seiner Geschichte weder aus der ersten Liga abgestiegen, noch hat er je seinen Namen geändert, obwohl er in fünf verschiedenen Staaten existierte: Österreich-Ungarn, den „beiden“ Jugoslawien, dem Unabhängigen Staat Kroatien und dem heutigen, souveränen Kroatien.
Der Fanclub Torcida Split gehört zu den ältesten organisierten Fanvereinigungen in Europa. Der Wahlspruch des Vereins lautet Hajduk živi vječno („Hajduk lebt ewig“).
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Name [Bearbeiten]
Die Geschichte von Hajduk Split beginnt 1911, als vier kroatische Studenten (Fabijan Kaliterna, Lucijan Stella, Ivan Šakić und Vjekoslav Ivanišević) im Prager Lokal U Fleků den Verein gründeten und den Fußball erstmals nach Split brachten. Der Verein erhielt seinen Namen faktisch von Professor Barać aus Split, zu dem die Studenten ins Büro gestürmt waren, weil ihnen kein Name für den Verein eingefallen war. Auf die Frage, ob Barać einen passenden Namen für ihren Verein wüsste, antwortete dieser, dass sie ihn Hajduk (Räuber, Gesetzloser) nennen sollten, mit der Begründung, dass sie wie diese in sein Büro gestürmt seien.
Spielbetrieb [Bearbeiten]
Das erste Spiel von Hajduk Split fand 1911 gegen Calcio Split statt. Diese Mannschaft setzte sich aus in Split lebenden Italienern zusammen. Hajduk gewann mit 9:0 (6:0). Der erste Meistertitel wurde im Jahre 1927 errungen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Split durch die Italiener besetzt und der Verein nahm deren Angebot, in der ersten italienischen Liga zu spielen, nicht an. 1944 schloss sich Hajduk Split heimlich den jugoslawischen Partisanen auf der Insel Vis an und spielte als offizielle Armeemannschaft.
Nach dem Krieg wurde der Verein von Josip Broz Tito nach Belgrad eingeladen, um dort als offizielle Armeemannschaft weiterzuspielen, schlug das Angebot jedoch aus und wechselte wieder zurück in die Heimatstadt Split. In den 70er Jahren feierte Hajduk fünf Pokalsiege und vier Meisterschaften. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten internationalen Schlagzeilen des Vereins. 1972/73 kam Hajduk im Europapokal der Pokalsieger bis ins Halbfinale, als man nach beiden Spielen nur knapp Leeds United unterlag (0:1; 0:0). 1975/76 scheiterte man im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister erst nach Verlängerung an PSV Eindhoven (2:0; 0:3). Auch im Europapokal der Pokalsieger 1977/78 schied man erst im Viertelfinale gegen Austria Wien nach Elfmeterschießen (1:1; 1:1) aus. In den 80er Jahren folgten eine Viertelfinal- und eine Halbfinalteilnahme am UEFA-Pokal sowie zwei weitere nationale Pokalsiege.
In der UEFA Champions League 1994/95 schied Hajduk Split im Viertelfinale gegen den späteren Gewinner Ajax Amsterdam aus. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 gehörten fünf der elf Stammspieler von Kroatien zum Kader von Hajduk Split.
Neueste Entwicklungen [Bearbeiten]
Der Verein HNK Hajduk Split ist der erste Verein Kroatiens, der in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden soll. Dies ist der Versuch, einen finanziell angeschlagenen Verein zu sanieren. Den größten Teil der Aktien erhält die Stadt Split und ist damit Eigentümer des Vereines, da der Verein enorme Schulden gegenüber der Stadt hat. Man hofft dadurch einen Investor zu finden, der den Verein aufkauft und wirtschaftlich führt. Klappt diese Privatisierung, soll das Modell auch auf andere Vereine in der kroatischen Liga angewendet werden.
Im Zuge dieser Privatisierung hat der Verein und insbesondere die Torcida dazu aufgerufen dem Verein beizutreten, um Hajduk zu unterstützen. So sind in ganz Kroatien Stände eröffnet worden, bei denen man dem Verein beitreten konnte.
Am 2. Juni 2008 wurde in der Stadtversammlung von Split beschlossen, dass das Stadion Poljud im Wert von 300 Millionen Kuna komplett in das Grundkapital der neuen Aktiengesellschaft eingeht.
Am 28. März 2012 wurde Hajduk vom kroatischen Fußballverband suspendiert, da der Verein die geforderte Ablösesumme von 3,3 Millionen Kuna für Ante Rukavina nicht an HNK Šibenik bezahlt hat.[2]
Fans [Bearbeiten]
Angefeuert wird Hajduk Split von seiner Ultra-Gruppierung Torcida Split. Die größte Rivalität besteht mit der Fangruppe Bad Blue Boys von Dinamo Zagreb. Im November 2007 wurde berichtet, dass zahlreiche Mitglieder der Ultra-Gruppierung von Torcida Split schwarze T-Shirts mit der Aufschrift „Hajduk jugend“ (in Anspielung auf die Hitlerjugend) in Fraktur und einem Adler mit dem Hajduk-Logo (ähnlich einem Nazi-Partei-Symbol) trugen. Die T-Shirts wurden auch auf der Torcida Webseite verkauft. Stipe Lekić, ein Mitglied von Torcida Split sagte nach Nachfrage von Reportern, dass „Torcida Split immer schon eine rechtsradikale Einstellung hatten“.[3]
Erfolge [Bearbeiten]
- Meisterschaft: (18)
- Kroatien: 1941, 1946, 1992, 1994, 1995, 2001, 2004, 2005
- Jugoslawien: 1927, 1929,1945, 1950, 1952, 1955, 1971, 1974, 1975, 1979
- Pokal: (14)
- Kroatien: 1993, 1995, 2000, 2003, 2010
- Jugoslawien: 1967, 1972, 1973, 1974, 1976, 1977, 1984, 1987, 1991
- Supercup:
- Kroatien: 1992, 1993, 1994, 1995, 2004, 2005
Stadion [Bearbeiten]
Hajduk spielt seit 1979 im städtischen Stadion Poljud in Split, welches für die in Split stattfindenden 8. Mediterranen Spiele im gleichnamigen Stadtteil nach den Entwürfen von Boris Magaš in einer außergewöhnlichen Dachkonstruktion in Form einer geöffneten Muschel erbaut wurde und heute knapp 35.000 Sitzplätze bietet.
Nach der Gründung trug Hajduk seine Heimspiele zunächst auf dem Kraljeva njiva (Königsfeld) aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf diesem Feld das Stadion Stara plinara (Altes Gaswerk) erbaut, das heute Stadion Stari plac (Alter Platz) heißt und für Rugby-Spiele oder Musikkonzerte beansprucht wird.[4]
Kader Saison 2012/13 [Bearbeiten]
| Tor | Abwehr | Mittelfeld | Angriff | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bekannte ehemalige Spieler [Bearbeiten]
Hajduk Split ist bekannt für seine ausgezeichnete Jugendarbeit, die bereits einige europäische Top-Fußballer der Vergangenheit und Gegenwart ausgebildet hat.
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1940er und 1950er |
1960er und 1970er |
1980er |
1990er |
2000er |
Weblinks [Bearbeiten]
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Commons: HNK Hajduk Split – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Offizielle Internetpräsenz von Hajduk Split. Abgerufen am 2. Februar 2013 (kroatisch).
- Internetauftritt des Fanclubs Torcida. Abgerufen am 2. Februar 2013 (kroatisch).
- Fansite mit weiteren Informationen. Abgerufen am 2. Februar 2013 (kroatisch, englisch).
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Kroatischer Fußballverband (HNS): O HNS-u (Über den HNS). Abgerufen am 28. November 2009 (kroatisch).
- ↑ Wiener Zeitung: Fußball: Drei kroatische Erstliga-Klubs suspendiert. Abgerufen am 2. Februar 2012.
- ↑ Torcida blati Split nacističkim orlom (Croatian). In: Jutarnji list, 2. November 2007. Abgerufen am 12. Februar 2012.
- ↑ Ballesterer.at: Lost Ground: Stari Plinara/Hajduk Split. Abgerufen am 3. April 2009.
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