Issigau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Issigau
Issigau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Issigau hervorgehoben
50.37674711.720578524Koordinaten: 50° 23′ N, 11° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Lichtenberg
Höhe: 524 m ü. NHN
Fläche: 25,35 km²
Einwohner: 1022 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95188
Vorwahl: 09293
Kfz-Kennzeichen: HO
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 137
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 2
95188 Issigau
Webpräsenz: www.issigau.de
Bürgermeister: Dieter Gemeinhardt (CSU)
Lage der Gemeinde Issigau im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der Saale Zell im Fichtelgebirge Weißdorf Trogen (Oberfranken) Töpen Stammbach Sparneck Selbitz (Oberfranken) Schwarzenbach am Wald Schauenstein Rehau Regnitzlosau Oberkotzau Naila Münchberg Lichtenberg (Oberfranken) Konradsreuth Köditz Issigau Helmbrechts Geroldsgrün Gattendorf (Oberfranken) Feilitzsch Döhlau Berg (Oberfranken) Bad Steben Landkreis Kronach Hof (Saale) Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Martinlamitzer Forst-Nord Geroldsgrüner Forst Gerlaser Forst Forst Schwarzenbach a.Wald Sachsen Thüringen TschechienKarte
Über dieses Bild

Issigau ist eine Gemeinde im Landkreis Hof in Oberfranken und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lichtenberg. Der Leitspruch der Gemeinde lautet „Gemeinde Issigau – Das Tor zum Frankenwald“.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Issigau liegt am östlichen Rand des Naturparks Frankenwald. Das Gemeindegebiet wird von der Issig, einem Nebenfluss der Selbitz durchquert. Die Flüsse Selbitz und Saale bilden im Norden und Westen die Gemeindegrenze. Beim Ortsteil Unterwolfstein, gegenüber von Blankenstein, mündet die Selbitz in die Saale. Im Nordwesten liegt das Höllental teilweise auf dem Gemeindegebiet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind:

Blankenstein
 Saale-Orla-Kreis
 Thüringen
Blankenberg
 Saale-Orla-Kreis
 Thüringen
Pottiga
 Saale-Orla-Kreis
 Thüringen
Lichtenberg Nachbargemeinden Berg
Naila

Ortsteile[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet existieren die Gemarkungen Issigau, Reitzenstein, Kemlas und Eichenstein. Die Gemeinde Issigau gliedert sich in die folgenden Ortsteile:

  • Issigau
Das namengebende Pfarrdorf liegt zu beiden Seiten der Issig und ist Sitz der Gemeindeverwaltung.
Das Dorf Reitzenstein liegt nahe der Straße von Berg nach Issigau. Bis 1978 war das Dorf Sitz einer eigenständigen Gemeinde.[2] Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Reitzenstein bestand aus zwei nicht zusammenhängenden Teilen um Reitzenstein und um Eichenstein.
  • Kemlas
Das Dorf liegt nahe der Straße von Lichtenberg nach Eisenbühl. Am 1. Januar 1975 wurde Kemlas eingemeindet.[2]
Eichenstein
Die Streusiedlung liegt nahe der Straße von Issigau nach Hölle am Rande des Höllentals. Bis 1978 war der Ort ein Teil der Gemeinde Reitzenstein.
Geokoordinaten 50° 23′ N, 11° 42′ O50.37888888888911.698611111111
Einwohner: 30
Höhenlage 570 m ü. NN
  • Griesbach
Griesbach
Das Dorf an der Straße von Reitzenstein nach Marxgrün gehörte vor der Gebietsreform zu Reitzenstein.
  • Wolfstein
Der Weiler nördlich von Issigau am Verbindungsweg nach Blankenstein war bis 1978 Teil der Gemeinde Reitzenstein.
  • Heinrichsdorf
Die Einöde am Weg von Issigau nach Marxgrün war auch vor der Gebietsreform Ortsteil von Issigau.
  • Preußenbühl
Die Einzelsiedlung an der Straße zwischen Issigau und Hölle gehörte schon vor 1978 zur Gemeinde Issigau.
Einöde Sinterrasen im Winter
  • Kupferbühl
Die Einzelsiedlung an der Straße zwischen Issigau und Hölle war vor der Gebietsreform 1978 ein Gemeindeteil von Reitzenstein.
  • Neuenmühle
Das Sägewerk an der Straße zwischen Issigau und Hölle gehörte vor der Gebietsreform zur Gemeinde Reitzenstein.
  • Saarhaus
Nahe der Straße von Issigau nach Hölle liegt der frühere Reitzensteiner Ortsteil Saarhaus.
  • Sinterrasen
Die Einzelsiedlung liegt nahe der Straße von Reitzenstein nach Griesbach im Wald versteckt. Sie war ein Ortsteil von Reitzenstein.
  • Oberkemlas
Die Einöde liegt nördlich von Issigau am Verbindungsweg nach Blankenberg und war bis Ende 1974 ein Teil der Gemeinde Kemlas.
  • Unterkemlas
Die Einöde war ein Teil der Gemeinde Kemlas. Sie liegt direkt an der Straße von Lichtenberg nach Eisenbühl.
  • Untereichenstein
Die Einzelsiedlung an der Saale gegenüber von Blankenstein gehörte bis 1978 zu Reitzenstein. In manchen Dokumenten wird die Bezeichnung auch für eine Einzelsiedlung an der Straße zwischen Issigau und Hölle verwendet. Die Einzelsiedlung gehörte vor der Gebietsreform zu Reitzenstein.
  • Unterwolfstein
Direkt neben Untereichenstein an der Saale gegenüber von Blankenstein liegt die Einzelsiedlung Unterwolfstein. Bis 1978 war sie ein Ortsteil von Reitzenstein.

Geschichte[Bearbeiten]

Issigau, Panorama

Issigau wurde 1398 erstmals urkundlich erwähnt.[3] Das Dorf war zuerst Teil des Rittergutes Reitzenstein. Später wurde Issigau eigenständiges Rittergut. 1796 wurde der Besitz durch Preußen sequestriert. Im Frieden von Tilsit 1807 fiel Issigau mit dem preußischen Fürstentum Bayreuth an Frankreich und kam anschließend zu Bayern. Die Schreibweise des Ortsnamens variierte im Laufe der Zeit zwischen Ißiga, Ißigau, Iſsigau, Iſſigau und Isſigau. Mundartlich wird der Ort als Nissja bezeichnet. Die Gemeinde Issigau entstand im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern mit dem Gemeindeedikt von 1818. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es Überlegungen für eine Eisenbahnanbindung nach Hölle in Form einer Nebenbahn der Gruppe III.[4] Vorgesehen waren folgende Stationen: Hölle (Bhf., Abzweig von der Bahnstrecke Triptis–Marxgrün), Neuenmühle=Eichenstein (Hp.), Issigau (Hst.) und Reitzenstein (Lbf.). In den Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit kam das Projekt zum Erliegen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Anlässlich der Gemeindegebietsreform wurde am 1. Januar 1975 die bis dahin selbständige Gemeinde Kemlas eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kam der überwiegende Teil der aufgelösten Gemeinde Reitzenstein hinzu.[2]

Kirche[Bearbeiten]

Hauptartikel: Simon-und-Judas-Kirche (Issigau)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1840: 1257
  • 1871: 1264
  • 1900: 1316
  • 1925: 1439
  • 1939: 1397
  • 1950: 1843
  • 1960: 1644
  • 1970: 1483
  • 1980: 1354
  • 1990: 1288
  • 2000: 1221
  • 2004: 1167
  • 2006: 1139

(Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)

Politik[Bearbeiten]

Sitzverteilung

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Gemeinderäten und dem Bürgermeister. In der Wahlperiode 2008–2014 sind die Gemeinderatssitze folgendermaßen verteilt:

Bürgermeister Gemeinhardt (CSU) wurde für die Wahlperiode mit 97,1 % der Stimmen im Amt bestätigt bei einer Wahlbeteiligung von 73,48 %.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Folgende Unternehmen sind im Issigauer Gemeindegebiet ansässig:

  • Künzel-Holz, Säge- und Hobelwerk
  • Gutsverwaltung Reitzenstein
  • Lämmerhirt-Getränke, Getränkefachgroßhandel
  • Campingplatz Schloss Issigau
  • Kreis- und Stadtsparkasse Hof
  • Raiffeisenbank Berg-Bad Steben

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

  • Der Turnverein (TV) Issigau organisiert seit 1897 den Sport in Issigau. Schwerpunkte sind heute Tanzen, Gymnastik und Einradfahren.
  • Die Fußballmannschaft des VfL Issigau 1921 spielt in der Kreisklasse Frankenwald des Bayerischen Fußball-Verbandes.
  • 1951 wurde der SC Eichenstein-Issigau gegründet. Der Verein war ursprünglich ein reiner Ski-Club und der Ortsteil Eichenstein eine der Wiegen des Skilanglaufes im Frankenwald. Bei ausreichender Schneelage wird eine Langlaufloipe Issigau–Reitzenstein–Sinterrasen–Griesbach–Issigau betrieben. Der Verein nimmt an Wettbewerben teil und ist neben dem Skilanglauf auch beim Tischtennis aktiv.
  • Der Bergknappenverein Issigau wurde 1959 gegründet. Der Verein erinnert an die Bergbautradition in Issigau. Jährlich im Dezember wird eine Barbarafeier veranstaltet.
Traktorentreffen
  • Die Traktorenfreunde Reitzenstein sammeln und pflegen alte Traktoren und nehmen mit diesen an Traktorentreffen in der Region und überregional teil . So ist der Verein auch bei den Oldtimer-Traktoren-Weltmeisterschaften vertreten.[5][6] Im Jahr 2008 werden die Weltmeisterschaften am Großglockner in Österreich ausgetragen. Selbst veranstalten die Traktorenfreunde ein Traktorentreffen in Reitzenstein (→Regelmäßige Veranstaltungen) und ein Treffen von Traktoren der Marke Güldner in Issigau.
  • In Issigau, Reitzenstein und Kemlas gibt es Freiwillige Feuerwehren und zugehörige Feuerwehrvereine.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Das Issigauer Wiesenfest findet Ende Juni/Anfang Juli mit einem Festumzug statt. Der Festplatz mit Bierzelt und Fahrgeschäften steht in der Schulstraße. Die Issigauer Gruppen und Vereine ziehen mit musikalischer Begleitung durch den Ort.
  • Im Ortsteil Reitzenstein veranstalten die Traktorenfreunde Reitzenstein jedes Jahr im Juni ein Traktorentreffen mit Geschicklichkeitsfahrten, Traktorenschau und einer Fahrt vom Ortsteil Reitzenstein nach Issigau und wieder zurück.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Issigau

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 686 und 688.
  3. [1]
  4. Robert Zintl, Bayerische Nebenbahnen, Stuttgart 1977, ISBN 3-87943-531-6
  5. Frankenpost vom 12. September 2008
  6. http://www.traktorwm.at/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Issigau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien