Lichtenberg (Oberfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lichtenberg
Lichtenberg (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lichtenberg hervorgehoben
50.38277777777811.675564Koordinaten: 50° 23′ N, 11° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Lichtenberg
Höhe: 564 m ü. NHN
Fläche: 9,47 km²
Einwohner: 1040 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95192
Vorwahl: 09288
Kfz-Kennzeichen: HO, MÜB, NAI, REH, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 146
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 16
95192 Lichtenberg
Webpräsenz: www.lichtenberg-oberfranken.de
Bürgermeister: Holger Knüppel (CSU/Unabhängige Lichtenberger Bürger)
Lage der Stadt Lichtenberg im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der Saale Zell im Fichtelgebirge Weißdorf Trogen (Oberfranken) Töpen Stammbach Sparneck Selbitz (Oberfranken) Schwarzenbach am Wald Schauenstein Rehau Regnitzlosau Oberkotzau Naila Münchberg Lichtenberg (Oberfranken) Konradsreuth Köditz Issigau Helmbrechts Geroldsgrün Gattendorf (Oberfranken) Feilitzsch Döhlau Berg (Oberfranken) Bad Steben Landkreis Kronach Hof (Saale) Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Martinlamitzer Forst-Nord Geroldsgrüner Forst Gerlaser Forst Forst Schwarzenbach a.Wald Sachsen Thüringen TschechienKarte
Über dieses Bild

Lichtenberg ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Hof und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Lichtenberg. Die Stadt grenzt unmittelbar an die Ruine der Burg Lichtenberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lichtenberg liegt auf einem Berg hoch über dem Selbitztal. Die Stadt gehört zum Naturpark Frankenwald.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Lichtenberg ist in[2] 8 Stadtteile eingeteilt:

  • Blechschmidtenhammer
  • Dörflas
  • Dorschenmühle
  • Friedensgrube
  • Friedrich-Wilhelm-Stollen
  • Höllenthal
  • Lichtenberg
  • Selbitzmühle

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Schlegel Blankenstein, Blankenberg
Nachbargemeinden Issigau
Bad Steben Naila

Geschichte[Bearbeiten]

Blick auf Lichtenberg
Blick auf die Altstadt mit Burgruine

Die Ursprünge der Burg reichen bis 814 zurück. Belegt sind Neubau und Erweiterung im 12. Jahrhundert durch die Herzöge von Meranien. 1248 kamen Ort und Burg durch Erbschaft an die Grafen von Orlamünde. Im Jahr 1337 wurde Lichtenberg erstmals urkundlich erwähnt und als Stadt bezeugt. Im Jahr 1427 ging Lichtenberg durch Kauf durch Caspar von Waldenfels, damals markgräflich-brandenburgischer Hauptmann in Hof, vom Grafen Sigismund von Orlamünde in den Besitz der Freiherren von Waldenfels über, die es zu ihrem Familiensitz machten. Im vierten Kreuzzug der Hussiten wurde Lichtenberg unter Caspar von Waldenfels erfolgreich verteidigt. Caspars Söhne Hans und Fritz lösten 1441 die Waldenfelser Fehde aus, in deren Verlauf Lichtenberg 1444 der Belagerung durch ein Nürnberger Heer standhielt und dieses schließlich zum Abzug zwingen konnte. In der weiteren Folge mussten allerdings Hans und Fritz 1446 die brandenburgische Lehenshoheit über Lichtenberg anerkennen. Hans' Sohn Heinz erbte 1481 die Herrschaft Lichtenberg. Heinz' Urenkel Hans Rudolf und Christoph verkauften die Herrschaft Lichtenberg 1618 für 160.000 Gulden an den Fürsten Janusz Radziwiłł. Das Waldenfelser Wappen, ein silbernes springendes Einhorn auf blauem Grund, ist noch Bestandteil des Lichtenberger Stadtwappens. Vom Spätmittelalter bis 1792 gehörte die Stadt zum zollerschen Fürstentum Brandenburg-Bayreuth. 1792 fiel das ehemalige Kämmereiamt Lichtenberg zusammen mit dem Fürstentum Bayreuth an Preußen. Im Frieden von Tilsit 1807 trat Preußen das Fürstentum Bayreuth an Frankreich unter Napoleon Bonaparte ab und im Jahre 1810 kam das Fürstentum Bayreuth und damit auch die Stadt Lichtenberg zu Bayern. Lichtenberg besitzt seit mehr als 670 Jahren die Stadtrechte. Es ist einwohnermäßig eine der kleinsten Städte Deutschlands (Platz 17, Stand 2013) und die drittkleinste Stadt Bayerns.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1840: 989
  • 1871: 832
  • 1900: 961
  • 1925: 978
  • 1939: 949
  • 1950: 1481
  • 1960: 1259
  • 1970: 1281
  • 1980: 1142
  • 1990: 1168
  • 2000: 1199
  • 2004: 1160
  • 2006: 1136
  • 2008: 1107
  • 2009: 1120

(Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat (2008-2014) besteht aus 12 Mitgliedern:

  • SPD/Parteifreie Bürger Lichtenbergs PBL, 5 Sitze
  • CSU/Unabhängige Lichtenberger Bürger, 5 Sitze
  • Lichtenbergs Freie, 2 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Haus Marteau

In Lichtenberg befindet sich die Internationale Musikbegegnungsstätte Haus Marteau in Trägerschaft des Bezirks Oberfranken. Hier werden ganzjährig Meisterkurse angeboten sowie der dreijährig stattfindende Internationale Violinwettbewerb Henri Marteau ausgerichtet.

Burgfest[Bearbeiten]

Nordostansicht der Burg

Jedes Jahr im September findet in der Altstadt und in der Ruine der Burg ein mittelalterliches Burgfest statt. Die Organisation übernehmen in zweijährigem Wechsel die Burgfreunde Lichtenberg e.V. [3] und BurgKultur Lichtenberg e.V. (2013). Das 13. Burgfest am 7./8. September 2013 zählte etwa 8000 Besucher. [4]

Bauwerke[Bearbeiten]

Der Friedrich-Wilhelm-Stollen bei Blechschmidtenhammer ist heute ein Besucherbergwerk. In dem bis 1945 genutzten Bahnhof befindet sich das Informationszentrum Blechschmidtenhammer des Naturparks Frankenwald.[5] Die Burgruine am Waldenfelsplatz dominiert das Stadtbild. Viele Gebäude der Altstadt stammen aus dem Mittelalter und stehen unter Denkmalschutz.

Erholungszentrum am Frankenwaldsee[Bearbeiten]

Südlich von Lichtenberg liegt der Frankenwaldsee. Das Erholungszentrum am Ufer des Sees bot vielfältige Freizeitmöglichkeiten: ein Strandbad mit Restaurant, die Mehrzweckhalle, den Campingplatz und das Feriendorf. Da die Stadt Lichtenberg die Wartungskosten für das Erholungszentrum nicht bestreiten kann, ist es seit dem Jahr 2000 nicht mehr in Betrieb.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Die LIROS - Rosenberger Tauwerk GmbH war bis 2011 mit ihrem Firmensitz hier beheimatet. Nach dem Umzug der Hauptproduktion nach Berg verbleibt ein Zweigwerk in Lichtenberg.
  • Hans Schmidt Kartonagen und Druck GmbH
  • Brauerei Sonnenbräu
  • Schreinerei Matthias Quehl
  • Seile und Bootszubehör
  • Steuerkanzlei Jeannine Heinel
  • Outdoor | Camping | Trekking
  • Restaurant Harmonie


Stadtansicht der Lichtenberger Altstadt von Süden, Turmspitzen von links: Rathaus, Johannes-Kirche, Bergfried.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 1980[Bearbeiten]

  • Herbert Heinel
  • bis 2005 Dieter Köhler
  • 5. März 2005-30. April 2014 Elke Beyer (SPD/Freie Wähler)
  • seit 1. Mai 2014 Holger Knüppel (CSU/Unabhängige Lichtenberger Bürger)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1231&attr=590&modus=automat&tempus=20100925/182442&hodie=20100925/182445
  3. Burgfest Burgfreunde Lichtenberg, abgerufen 26. August 2013
  4. Artikel der Frankenpost zum 13. Burgfest 2013
  5. Infozentrum Blechschmidtenhammer auf naturpark-frankenwald.de, abgerufen am 28. Mai 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lichtenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien