Jérôme Savary

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Jérôme Savary (* 27. Juni 1942 in Buenos Aires) ist ein französischer Regisseur, Theater- und Opernintendant, Schauspieler und Autor.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Jérôme Jean Savary wurde als Sohn eines Schriftstellers geboren, seine Mutter war eine Tochter des Gouverneurs von New York, Frank W. Higgins (1905–07). 1947 übersiedelte seine Mutter in die Ardèche, wo er mit seinen zwei Brüdern aufwuchs und in Le Chambon-sur-Lignon das Collège Cévenol besuchte. In Paris studierte er Musik bei Maurice Martenot und später an der École Nationale Supérieure des Arts décoratifs.

Mit 19 ging er nach New York, wo er als Jazzmusiker (Trompete) lebte und Lenny Bruce, Jack Kerouac, Allen Ginsberg, Count Basie und Thelonious Monk kennenlernte.

Nachdem er in Argentinien seinen Militärdienst abgeleistet hatte, arbeitete Savary als Comicstrip-Zeichner bei Copi, schrieb Fotoromane und war Chauffeur, u. a. der Witwe von Charlie Parker.

Nach ersten Regiearbeiten an Theatern in Argentinien und Frankreich gründete Savary 1965 in Paris die Compagnie Jérôme Savary, aus der sich Le Grand Magic Circus und schließlich Le Grand Magic Circus et ses animaux Tristes entwickelte. Mit seiner überwiegend aus Laiendarstellern bestehenden Theatertruppe, bei deren Aufführungen er selbst oft als Conférencier mitwirkte, wurde Savary auch international bekannt.

Seine Inszenierung von Cabaret gewann 1987 den „Moliere“. Die Bandbreite seiner Regiearbeiten ist sehr weit und umfasst Theater, Oper, Operette und Musical; von Molières Bürger als Edelmann über Verdis Rigoletto, Offenbachs La Périchole und Lehárs Lustiger Witwe bis zu Monnots Musical Irma la Douce.

Von 1982 bis 1986 leitete Savary das Centre Dramatique National du Languedoc-Roussillon, anschließend bis 1988 das Carrefour Européen du Théâtre du 8e à Lyon. Von 1988 bis 2000 war er Direktor des Théâtre National de Chaillot und danach bis 2007 Intendant der Pariser Opéra-Comique.

Derzeit hat Savary für sich und seine Theater- und Musikertruppe La Boîte à Rêves eine neue Heimstätte in einer ehemaligen Franziskanerabtei im südwestfranzösischen Béziers gefunden und unternimmt von dort aus Tourneen als freier Regisseur und Produzent.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Schaffen (Auswahl)

[Bearbeiten] Autor

  • Habana blues. Roman. Éditions Grasset, Paris 2000
    Liebe und Tod in Havanna. Aus dem Französischen von Brigitte Lindecke. Ullstein, Berlin 2007, ISBN 978-3-548-60717-7 (List-Taschenbuch 60717).

[Bearbeiten] Schauspieler

[Bearbeiten] Regisseur

sowie zahlreiche Arbeiten, oftmals Adaptionen seiner Bühnenfassungen, als Film- und Fernsehregisseur.

[Bearbeiten] Literatur

  • Jérôme Savary: Album du Grand Magic Circus. Pierre Belfond, París 1974.
  • Jérôme Savary: Ein ganz gewöhnlicher Magier. Ins Deutsche übertragen von Widulind Clerc-Erle. Herbig, München/Berlin 1986, ISBN 3-7766-1423-4.
  • Jerôme Savary: Dictionnaire amoureux du Spectacle. Éditions Plon, Paris 2004, ISBN 2-259-19898-8.

[Bearbeiten] Weblinks

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