Kirani James

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Kirani James Leichtathletik
Kirani James

James bei den Weltmeisterschaften 2011

Nation GrenadaGrenada Grenada
Geburtstag 1. September 1992
Geburtsort St. George’s
Größe 191 cm
Gewicht 80 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 20,41 s (200 m)
43,74 s (400 m)
Verein Alabama Crimson Tide
Trainer Harvey Glance
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Commonwealth Games 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold London 2012 400 m
IAAF.svg Weltmeisterschaften
Gold Daegu 2011 400 m
IAAF.svg Juniorenweltmeisterschaften
Silber Bydgoszcz 2008 400 m
Gold Moncton 2010 400 m
Logo der Commonwealth Games Federation Commonwealth Games
Gold Glasgow 2014 400 m
letzte Änderung: 3. August 2014

Kirani James (* 1. September 1992 in St. George’s) ist ein grenadischer Sprinter, der sich auf den 400-Meter-Lauf spezialisiert hat. Über diese Distanz wurde er 2011 Weltmeister und im Jahr darauf Olympiasieger.

Karriere[Bearbeiten]

Jugend- und Juniorenzeit[Bearbeiten]

James trat international erstmals 2007 im Alter von 14 Jahren in Erscheinung, als er bei den CARIFTA Games auf Providenciales im 400-Meter-Lauf den Titel in der Altersklasse U17 gewann. Im selben Jahr errang er bei den Jugendweltmeisterschaften in Ostrava die Silbermedaille hinter dem fast drei Jahre älteren Briten Christopher Clarke. James' Zeit von 46,96 s war die schnellste je gelaufene eines 14-jährigen über 400 Meter.

2008 verteidigte James seinen Titel im 400-Meter-Lauf bei den CARIFTA Games in Basseterre erfolgreich und gewann zudem eine weitere Goldmedaille im 200-Meter-Lauf. Bei den Juniorenweltmeisterschaften in Bydgoszcz wurde er Zweiter hinter dem über drei Jahre älteren US-Amerikaner Marcus Boyd. Mit 45,70 s lief James schneller als je ein 15-jähriger zuvor. Am Ende der Saison siegte er bei den Commonwealth Youth Games in Pune.

Bei seiner dritten Teilnahme an den CARFITA Games startete James 2009 in Vieux Fort erstmals in der Altersklasse U20. Er siegte im 400-Meter-Lauf in 45,45 s und unterbot damit den sechs Jahre alten Meisterschaftsrekord des Jamaikaners Usain Bolt um neun Zehntelsekunden. Außerdem errang er im selben Jahr Goldmedaillen bei den Jugendweltmeisterschaften in Brixen über 200 und 400 Meter sowie bei den Panamerikanischen Juniorenmeisterschaften in Port of Spain über 400 Meter. Unter mehreren US-Colleges, die James aufgrund seiner herausragenden Leistungen Sportstipendien anboten, entschied er sich für die Alabama State University.[1]

Im April 2010 gewann James bei den CARIFTA Games in George Town in der Altersklasse U20 die Titel im 200- und im 400-Meter-Lauf und erzielte mit 20,76 s und 45,02 s in beiden Wettbewerben persönliche Bestleistungen. Über 400 Meter steigerte er sich sechs Wochen später noch um eine Hundertstelsekunde. Bei den Juniorenweltmeisterschaften in Moncton genügten ihm 45,89 s zum Sieg.[2]

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Ende Februar 2011 steigerte James seine Hallenbestleistung über 400 Meter auf 44,80 s und rückte damit auf den dritten Platz in der ewigen Hallenbestenliste hinter den US-Amerikanern Michael Johnson und Kerron Clement vor.[3] Monate später siegte er bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 im südkoreanischen Daegu über seine Paradestrecke mit einer Zeit von 44,60 s. Seine in Daegu neu aufgestellte persönliche Bestzeit hielt nur ganze vier Tage. Beim Leichtathletik-Meeting Weltklasse Zürich konnte er sich erneut steigern und lief eine Zeit von 44,36 s. Im November kürte ihn der Leichtathletik-Weltverband IAAF zum Nachwuchsathleten des Jahres.[4]

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London gewann er in seiner Disziplin überlegen in 43,94 s die Goldmedaille. Es war die erste Medaille für Grenada in der Geschichte der Olympischen Spiele. Zugleich war seine Zeit auch Landesrekord, Weltjahresbestleistung und die schnellste Zeit, die seit 2008 gelaufen wurde.[5]

2013 war die 400-Meter-Saison auf den Zweikampf zwischen ihm und LaShawn Merritt zugeschnitten. Bereits in drei Rennen vor den Weltmeisterschaften in Moskau begegneten sich die beiden. Zwei der drei Duelle konnte James für sich entscheiden, wobei er in Paris mit 43,96 s zwischenzeitliche Weltjahresbestleistung lief. Bei den Weltmeisterschaften lief er ungefährdet ins Finale; dort wurde er – geschwächt von Magenbeschwerden – nur Siebter und musste so Merritt die Goldmedaille überlassen. Bei ihrem letzten Aufeinandertreffen des Jahres in Zürich musste er sich mit 44,32 s erneut seinem Kontrahenten geschlagen geben.

Bestleistungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirani James – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stabroek News: US colleges targeting Grenadian star James (englisch), 19. April 2009
  2. IAAF: Kirani James - champion but not a happy one! (englisch), 23. Juli 2010
  3. IAAF: Teen phenom James smashes through 45-second barrier in Fayetteville (englisch), 28. Februar 2011
  4. IAAF: Bolt and Pearson are World Athletes of the Year – 2011 World Athletics Gala (englisch), 12. November 2011
  5. HDsports.at: Oldie und Jungspund dominieren Stadionrunde, 6. August 2012