Michael Johnson (Leichtathlet)

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Michael Johnson Leichtathletik
Michael Johnson at London Olympic Stadium 2010-07 1.JPG

Michael Johnson (2010)

Voller Name Michael Duane Johnson
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 13. September 1967
Geburtsort Dallas
Größe 185 cm
Gewicht 78 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 19,32 s (200 m)
43,18 s (400 m)
Status zurückgetreten
Karriereende 2000
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 4 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 8 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold Barcelona 1992 4 × 400 m
Gold Atlanta 1996 200 m
Gold Atlanta 1996 400 m
Gold Sydney 2000 400 m
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
Gold Tokio 1991 200 m
Gold Stuttgart 1993 400 m
Gold Stuttgart 1993 4 × 400 m
Gold Göteborg 1995 200 m
Gold Göteborg 1995 400 m
Gold Göteborg 1995 4 × 400 m
Gold Athen 1997 400 m
Gold Sevilla 1999 400 m
 

Michael Duane Johnson (* 13. September 1967 in Dallas) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Leichtathlet. Johnson ist mit vier Olympiasiegen und acht Weltmeistertiteln über die Strecken 200 Meter und 400 Meter sowie dem bis heute bestehenden Weltrekord über 400 Meter einer der erfolgreichsten Leichtathleten aller Zeiten.

Zwischen 1993 und 1999 gelang Johnson über die 400 Meter eine bis heute einmalige Erfolgsserie, als er bei allen vier Weltmeisterschaften den Titel erringen konnte. Darüber hinaus gewann er auf dieser Strecke auch bei den Olympischen Spielen 1996 und 2000 jeweils die Goldmedaille.

Karriere[Bearbeiten]

Frühe Erfolge[Bearbeiten]

Michael Johnson graduierte 1990 an der Baylor University in Texas, wo er Marketing studierte. Dort lernte er seinen Trainer Clyde Hart[1] kennen, der ihn bis zu seinem Karriereende betreute. Während seines Studiums gewann Johnson mehrere Medaillen bei den NCAA-Meisterschaften. Im gleichen Jahr gelang ihm der Sprung an die Weltspitze, als er während der gesamten Saison über die 200 Meter ungeschlagen blieb. Dabei erzielte er am 16. Juni mit 19,90 s das erste Mal eine Zeit unter 20 Sekunden. Am Saisonende führte er schließlich mit 19,85 s die Jahresweltbestenliste an und belegte mit einer Zeit von 44,21 s über die doppelte Distanz Platz drei.

Bei den Weltmeisterschaften in Tokio ein Jahr später gewann Johnson über die 200 Meter die Goldmedaille. Mit 20,01 s distanzierte er dabei den Zweitplatzierten Frank Fredericks (Namibia) um mehr als drei Zehntelsekunden. Für die im darauffolgenden Jahr stattfindenden Olympischen Spiele in Barcelona galt Johnson als Anwärter auf die Goldmedaille.

Am 9. Juni 1992 musste Johnson in Rom gegen Frank Fredericks seit über zwei Jahren in einem 200-Meter-Rennen wieder eine Niederlage einstecken. Trotzdem galt der US-Amerikaner weiterhin als der Topfavorit auf den Olympiasieg, nicht zuletzt durch seinen überzeugenden Auftritt bei den nationalen Ausscheidungskämpfen knapp drei Wochen später. Doch unmittelbar vor den Olympischen Spielen erkrankte Johnson an einer Lebensmittelvergiftung, in deren Folge er stark an Gewicht verlor. Aufgrund der dadurch eingelegten Zwangspause trat Johnson in Barcelona nicht in Bestform an und verpasste den Endlauf über 200 Meter. Als Trost gewann er mit der 4-mal-400-Meter-Staffel zumindest eine olympische Goldmedaille. In der Besetzung Andrew Valmon, Quincy Watts, Johnson, Steve Lewis lief dabei das Quartett eine Zeit von 2:55,74 min, was einen neuen Weltrekord bedeutete.

Die Ära Johnson[Bearbeiten]

1993 startete Johnson bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart nur über die 400 Meter. Auch über diese Strecke galt er als Top-Favorit, da er bei den US-Ausscheidungen mit 43,74 s eine Weltklassezeit lief. Schon ein Jahr zuvor sorgte Johnson über die Stadionrunde für Aufsehen, als er in London erstmals unter 44 Sekunden blieb. Damit war er weltweit erst der siebte Läufer, dem dieses gelang. In Stuttgart wurde Johnson seiner Favoritenrolle gerecht und gewann seine erste Goldmedaille über 400 Meter. Er verbesserte dabei erneut seine Bestzeit auf 43,65 s. Außerdem gewann er wie schon ein Jahr zuvor in Barcelona die Goldmedaille mit der 4-mal-400-Meter-Staffel. In einer im Vergleich zu Barcelona leicht veränderten Besetzung (Andrew Valmon, Quincy Watts, Harry Reynolds, Johnson) stellte das US-Team wiederum einen neuen Weltrekord auf (2:54,29 min).

Bei den Weltmeisterschaften in Göteborg zwei Jahre später konnte Michael Johnson seinen Triumph von Stuttgart sogar übertreffen, als er neben seinen Siegen über die 400 Meter sowie in der 4-mal-400-Meter-Staffel auch noch Gold über die 200 Meter holte. Über 400 Meter näherte sich Johnson mit neuer persönlicher Bestleistung von 43,39 s dem „Jahrhundertweltrekord“ seines Landsmannes Harry „Butch“ Reynolds auf eine Zehntelsekunde an.

Das Jahr 1996 war das erfolgreichste in Johnsons Karriere. Bereits bei den US-Meisterschaften, welche wie die kurze Zeit später stattfindenden Olympischen Spiele ebenfalls in Atlanta stattfanden, lief Johnson über 400 Meter in 43,44 s seine bis dato zweitschnellste Zeit überhaupt. Drei Tage später stellte er seine überragende Verfassung auch über der halben Strecke unter Beweis und unterbot, bei Außentemperaturen um die 42 Grad Celsius, mit 19,66 s den 17 Jahre alten Weltrekord des Italieners Pietro Mennea um sechs Hundertstelsekunden.

Doch wie schon vier Jahre zuvor verlor Michael Johnson auch diesmal über 200 Meter gegen seinen Dauerrivalen Frank Fredericks, als beide Anfang Juli in Oslo das erste Mal in diesem Jahr aufeinandertrafen. Doch nur drei Tage später konnte Johnson in Stockholm erfolgreich Revanche nehmen.

Einen knappen Monat später gewann Johnson bei den Olympischen Spielen in Atlanta die Goldmedaillen über beide Strecken. Verfehlte er über 400 Meter seine persönliche Bestzeit knapp um eine Zehntelsekunde, steigerte er drei Tage später über 200 Meter seinen eigenen Weltrekord um mehr als drei Zehntelsekunden auf 19,32 s. Für diese beiden Leistungen wurde Johnson unter anderem mit der Sportler des Jahres-Auszeichnung von Associated Press geehrt.

Mit gelaufenen 37,267 km/h erreichte Johnson in seinem Weltrekordlauf über 200 Meter die höchste jemals auf einer Sprintstrecke gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit.[2] Dies führte in der Folgezeit vielerorts zu Spekulationen, ob Johnson letztlich nicht schneller war als der damalige Olympiasieger über 100 Meter Donovan Bailey (CAN). Aus diesem Grund wurde am 1. Juni 1997 in Rogers Centre in Toronto ein exklusives Rennen zwischen beiden über die selten gelaufene 150-Meter-Strecke ausgetragen. Doch dieses schon im Vorfeld mit Superlativen betitelte Duell konnte letztendlich die Erwartungshaltung der Zuschauer nicht erfüllen. Entgegen der allgemeinen Annahme lag Michael Johnson von Beginn des Laufes an aussichtslos zurück und musste zu allem Überfluss nach gut der Hälfte des Rennens verletzt aufgeben. Im selben Jahr wurde er von der französischen Sportzeitung L’Équipe zum Weltsportler des Jahres gewählt.

So sehr diese Niederlage gegen Bailey auch schmerzte, das eigentliche Drama war die Verletzung, welche sich schließlich als Oberschenkelzerrung herausstellte und einen Start bei den kommenden Weltmeisterschaften in Athen in Frage stellte. Johnson, welcher sich seit Atlanta vorrangig auf die 400 Meter konzentrierte, musste daraufhin tatsächlich auf die Ausscheidungskämpfe verzichten und durfte nur durch eine Wildcard durch den Weltverband an den Welttitelkämpfen teilnehmen. Anders als in den Jahren zuvor galt er diesmal nicht als der alleinige Favorit. Nicht zuletzt auch deshalb, da er Ende Juni in Paris ein Rennen mit indiskutablen 45,76 s nur auf Platz 5 abschloss und somit erstmals seit acht Jahren einen wichtigen Wettkampf über die 400 Meter nicht gewinnen konnte. Dennoch gewann Johnson in Athen seine dritte Goldmedaille über die Stadionrunde mit für seine Verhältnisse mäßigen 44,12 s. Dies blieb aber seine einzige Medaille, da er aufgrund seines Startverzichts bei den Trials für die Staffel nicht berücksichtigt wurde.

Ein Jahr später konnte Johnson bei den Goodwill Games im New Yorker Vorort Uniondale als Schlussläufer mit der US-Staffel wiederholt einen Weltrekord über die 4-mal-400 Meter markieren. Die dabei erzielte Zeit von 2:54,20 min war bis zum Jahr 2008 Weltrekord. Im Sommer 2008 wurde dieser Weltrekord jedoch aufgrund mehrerer Dopingfälle in der Weltrekord-Staffel – außer Johnson wurden alle des Dopings überführt – aberkannt. Gültiger Weltrekord sind nun wiederum die 2:54,29 min von den Weltmeisterschaften 1993 in Stuttgart.

Bei den Weltmeisterschaften 1999 in Sevilla gewann Michael Johnson wiederholt den WM-Titel über 400 Meter. Mit dem Gewinn seiner mittlerweile achten Goldmedaille gelang ihm nach mehreren Anläufen zudem, den elf Jahre von seinem Landsmann Harry Reynolds gehaltenen Weltrekord in seinen Besitz zu bringen. Mit einer Zeit von 43,18 s blieb er dabei elf Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke.

Ein Jahr später gewann Johnson, wie schon bei den Weltmeisterschaften ein Jahr zuvor in Sevilla, bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney die Goldmedaillen über 400 Meter. Ursprünglich gewann er auch Gold mit der Staffel, diese Medaille wurde ihm jedoch 2008 wegen der Dopingaffäre um Antonio Pettigrew aberkannt. Der Auftritt in Sydney war Johnsons letzte internationale Meisterschaft. Im darauffolgenden Jahr gab er seinen Rücktritt bekannt, ohne an den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton teilgenommen zu haben.

Michael Johnson gewann im Laufe seiner Sportkarriere viermal olympisches Gold. Mit insgesamt neun WM-Titeln, davon sechs in Einzeldisziplinen, hat Michael Johnson außerdem seinen Landsmann Carl Lewis als erfolgreichsten Medaillensammler bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften abgelöst. Er profitierte dabei von der Neuregelung der IAAF, ab 1993 den Austragungsturnus der Weltmeisterschaften auf zwei Jahre zu halbieren.

Schnellster Mann der Welt?[Bearbeiten]

Die meisten 400-Meter-Läufe unter 44 Sekunden
Rang Leichtathlet Anzahl
1. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Johnson 22
2. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeremy Wariner 9
3. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Harry Reynolds 4
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Quincy Watts 4
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten LaShawn Merritt 4
Stand: 2. September 2013

Bei seinem spektakulären Weltrekordlauf von Atlanta 1996 erreichte Michael Johnson eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,267 km/h, was jeweils zwei 100-Meter-Zeiten von je 9,66 Sekunden bedeutete. Diese lagen deutlich unter dem damaligen 100-Meter-Weltrekord des Kanadiers Donovan Bailey (9,84 s), was dazu führte, dass Johnson von vielen vorwiegend einheimischen Medien zum „Schnellsten Mann der Welt“ erkoren wurde. Im 200-Meter-Lauf werden die zweiten einhundert Meter allerdings mit fliegendem Start zurückgelegt. Ebenso die Tatsache, dass schon Pietro Mennea bei seinem Rekordlauf 1979 in Mexiko-Stadt mit 36,511 km/h einen Wert erreichte, welcher zwei 100-Meter-Zeiten von je 9,86 Sekunden entsprach und erst zwölf Jahre später auf dieser Distanz vom US-Amerikaner Carl Lewis eingestellt wurde. Dagegen galt in der Leichtathletik seit jeher der 100-Meter-Weltrekordler gemeinhin als der schnellste Mann der Welt, da traditionell auf der kurzen Sprintdistanz die höchsten Geschwindigkeiten erzielt werden. Somit nahm auch Donovan Bailey dieses Recht für sich in Anspruch, da er zu diesem Zeitpunkt nicht nur den Rekord innehatte, sondern auch amtierender Olympiasieger und Weltmeister über die 100 Meter war. Dass mit Michael Johnson nicht nur ein ausgewiesener Langsprinter, sondern auch ein US-Amerikaner ernsthaft Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses Titels erhob, führte in der Folgezeit zu einer erbitterten Rivalität zwischen beiden Athleten. Schließlich wurde für den Sommer 1997 ein Duell zwischen beiden Stars festgelegt, welches die Frage nach dem „schnellsten Mann“ eindeutig klären sollte. Die Renndistanz wurde auf 150 Meter festgelegt, um einen Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Spezialstrecken der Hauptakteure zu schaffen. Neben dem Laufduell waren auch weitere Vergleiche zwischen bekannten Vertretern der Leichtathletik geplant, so z. B. im Weitsprung zwischen Heike Drechsler und Jackie Joyner-Kersee. Seit Bekanntgabe des Vorhabens wurde der sportliche Sinn dieser Veranstaltung wiederholt in Frage gestellt. Nicht wenige Beobachter sahen den eigentlichen Grund für diese von Vielen als „Zirkusveranstaltung“ titulierte Inszenierung darin, die US-Leichtathletik für Sponsoren wieder attraktiver zu gestalten. Spätestens Mitte der 1990er Jahre hatten die US-Amerikaner im kurzen Sprintbereich ihre Vorherrschaft abgeben müssen. Darüber hinaus ist mit Carl Lewis eine der letzten großen Galionsfiguren von der Wettkampfbühne abgetreten. Michael Johnson sollte zum neuen Superstar aufgebaut werden. Am 1. Juni 1997 wurde diese Veranstaltung schließlich unter dem Namen One-to-one Challenge of Champions im Skydome von Toronto ausgetragen. Mehr als 60 Länder kauften die TV-Rechte an diesem Ereignis, dessen Höhepunkt zweifellos das Duell über die 150 Meter darstellte. Allein für den Sieger dieses Laufs, welcher unter dem Motto The world’s fastest man durchgeführt wurde, war eine bis dahin einmalige Prämie von 1,5 Millionen Dollar veranschlagt worden.

Der Lauf selbst konnte die Frage, wem denn nun die Ehre gebührt, als schnellster Mensch der Welt zu gelten, nicht beantworten. Die Siegprämie sicherte sich zwar Donovan Bailey, als er mit einer Zeit von 14,99 s als Erster den Zielstrich überquerte, Michael Johnson jedoch gab zur Mitte des Rennens dagegen auf. Seine Begründung einer Muskelzerrung im Oberschenkel wurde von seinem kanadischen Gegner nur mit Hohn und Spott bedacht, was einen weiteren Schatten auf diese Veranstaltung warf. Da Johnson nach schwachem Start bereits von Anfang an deutlich zurücklag, wurde von nicht wenigen Beobachtern gemutmaßt, dass er mit seiner Aufgabe einer drohenden Niederlage zuvorkommen wollte. Bailey entschuldigte sich zwar am nächsten Tag für seine verbalen Entgleisungen, der Vorwurf der Fragwürdigkeit dieser Veranstaltung konnte aber nicht entkräftet werden.[3][4]

Laufstil[Bearbeiten]

Als Markenzeichen Johnsons galt der ungewöhnliche Laufstil. Er bestritt seine Rennen mit aufrechtem, fast schon steifem Oberkörper, was im Allgemeinen an einen verschluckten Besenstiel erinnerte, sowie einer hohen Schrittfrequenz. Nach Meinung vieler Experten stellte dies eine besonders ökonomische Art zu laufen dar und dürfte ein wesentlicher Grund für seine Schnelligkeit gewesen sein.[1]

Dopinggerüchte[Bearbeiten]

Die Weltrekorde von Johnson lösten bei vielen Beobachtern Skepsis aus. Doch auch die Tatsachen, dass Johnson während seiner Karriere nie positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde und ihm keine Kontakte zu verdächtigten Trainern bzw. Ärzten nachgewiesen werden konnten, taten den Dopinggerüchten keinen Abbruch.[5]

Eine Ursache hierfür dürfte das oft fragwürdige Verhalten des US-Amerikaners sein, bei öffentlichen Auftritten direkten Fragen nach der Doping-Problematik konsequent auszuweichen. Das führte wiederholt zu Eklats, deren Höhepunkt eine vom Sportartikel-Hersteller Nike initiierte Pressekonferenz im Rahmen der Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton darstellte. Michael Johnson, welcher als Co-Moderator fungierte, ließ während dieser Veranstaltung keine Fragen zum Thema Doping zu, worauf einige Medienvertreter den Ort des Geschehens vorzeitig verließen.[6][7][8]

Nur bei vereinzelten Statements verurteilte Johnson das Doping und sprach sich u. a. wiederholt auch für harte Strafen gegen die mitverantwortlichen Trainer aus.[9][10]

Statistiken[Bearbeiten]

Michael Johnson erreichte über 400 Meter sowie mit der 4-mal-400-Meter-Staffel Weltrekorde, die bis heute Bestand haben. Der mit der 4-mal-400-Meter-Staffel am 22. Juli 1998 bei der Uniondale erzielte wurde am 12. August 2008 annulliert, nachdem der Teilnehmer Antonio Pettigrew die Einnahme von Wachstumshormonen und EPO zugegeben hatte.[11]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2004: Aufnahme in die United States Track and Field Hall of Fame
  • 2012: Aufnahme in die IAAF Hall of Fame

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michael Johnson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Biographie von Michael Johnson, auf der Webseite des NDR, 2003 (archivierte Version)
  2. Libération: 100 mètres: Bolt survolté, 2. Juni 2008
  3. Matthias Krause: Geld, Ehre und eine Prise Patriotismus. In: Berliner Zeitung, 31. Mai 1997
  4. Jens Weinreich: Running Gag. In: Berliner Zeitung, 3. Juni 1997
  5. Jens Weinreich: Großer Bluff? In: Berliner Zeitung, 3. August 1996
  6. Barbara Klimke: In aufrechter Haltung. In: Berliner Zeitung, 30. Mai 2001
  7. Keine Fragen zu Doping: Nike sorgt für Eklat in Edmonton. In: Bocholter-Borkener Volksblatt. 3. August 2001
  8. Elke Wittich: Neue Sportart: Schweigen – Sprachlos gedopt. In: Jungle World. 8. August 2001
  9. Johnson fordert Sperre gegen Gatlin-Trainer. Auf der Webseite des NDR, 31. Juli 2006
  10. Renmin Ribao: Michael Johnson says doping can never be eradicated, 22. August 2007
  11. IAAF Council cancels 4x400m World record. Auf: iaaf.org, abgerufen am 12. August 2008