LaShawn Merritt

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LaShawn Merritt Leichtathletik
LaShawn Merritt 2012

LaShawn Merritt (2012)

Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 27. Juni 1986
Geburtsort Portsmouth, USA
Größe 188 cm
Gewicht 83 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 19,98 s (200 m)
43,74 s (400 m)
Trainer Dwayne Miller
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 6 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold 2008 Peking 400 m
Gold 2008 Peking 4 x 400 m
IAAF.svg Weltmeisterschaften
Silber 2007 Osaka 400 m
Gold 2007 Osaka 4 x 400 m
Gold 2009 Berlin 400 m
Gold 2009 Berlin 4 x 400 m
Silber 2011 Daegu 400 m
Gold 2011 Daegu 4 x 400 m
Gold 2013 Moskau 400 m
Gold 2013 Moskau 4 × 400 m
IAAF.svg Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2004 Grosseto 400 m
Gold 2004 Grosseto 4 × 100 m
Gold 2004 Grosseto 4 × 400 m
letzte Änderung: 15. August 2013

LaShawn Merritt (* 27. Juni 1986 in Portsmouth, Virginia) ist ein US-amerikanischer Leichtathlet. Der 400-Meter-Läufer war zweimal Olympiasieger und viermal Weltmeister.

Leben[Bearbeiten]

Merritt war dreifacher Goldmedaillengewinner bei den Juniorenweltmeisterschaften 2004 in Grosseto. Im 400-Meter-Lauf siegte er in 45,25 s mit 0,7 Sekunden Vorsprung. Mit der 4-mal-100-Meter-Staffel hatte Merritt als Schlussläufer in 38,66 s 0,6 Sekunden Vorsprung auf die Staffel Jamaikas. Die 4-mal-400-Meter-Staffel siegte in 3:01,09 min mit knapp dreieinhalb Sekunden Vorsprung; Merritt lief hier als Zweiter, Schlussläufer war der Hürdenspezialist Kerron Clement. Beide Staffelzeiten waren neue Juniorenweltrekorde. 2005 verbesserte sich Merritt auf 44,66 s über 400 Meter und fuhr als Ersatzläufer für die Staffel mit zu den Weltmeisterschaften in Helsinki, wurde dort aber nicht eingesetzt.

Bei den Hallenweltmeisterschaften 2006 in Moskau gewann Merritt seinen ersten Titel im Erwachsenenbereich, als die amerikanische Staffel mit Tyree Washington, Milton Campbell, Merritt und Wallace Spearmon den Titel gewann. In der Freiluftsaison 2006 lief Merritt mit 31,31 s in Eugene auf der selten gelaufenen 300-Meter-Strecke die zweitschnellste Zeit nach Michael Johnsons 30,85 s aus dem Jahr 2000.

Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Ōsaka belegte Merritt im 400-Meter-Lauf den zweiten Platz hinter Jeremy Wariner; in 43,96 s war Merritt in diesem Rennen der neunte Läufer in der Geschichte der Leichtathletik, der schneller als 44 Sekunden lief. Zudem gewann er mit der amerikanischen 4-mal-400-Meter-Staffel in 2:55,56 min den Titel. LaShawn Merritt, Angelo Taylor, Darrold Williamson und Jeremy Wariner hatten im Ziel über dreieinhalb Sekunden Vorsprung auf die bahamaische Staffel.

In der Saison 2008 konnte Merritt dreimal Jeremy Wariner besiegen, einmal beim ISTAF in Berlin, einmal bei den amerikanischen Olympiaausscheidungen und schließlich im Finale der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Dort siegte er mit einer Laufzeit von 43,75 s und gewann somit seine erste olympische Goldmedaille. In der 4-mal-400-Meter-Staffel konnte er dann gemeinsam mit seinem Konkurrenten Jeremy Wariner überlegen seinen zweiten Olympiasieg erringen.

Merritt (rechts) bei den Weltmeisterschaften 2009

Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin wurde Merritt Doppel-Weltmeister. Zum einen schlug er wie ein Jahr zuvor in Peking seinen Landsmann Jermey Wariner im 400-Meter-Finale. Zudem gewann in der Besetzung Angelo Taylor, Jeremy Wariner und Kerron Clement das Staffelrennen über 4-mal-400-Meter.

Im April 2010 wurde bekannt, dass Merritt dreimal positiv auf das verbotene Prohormon Dehydroepiandrosteron getestet worden war.[1] Er gab an, die Substanz mit einem im Handel erhältlichen Mittel zur Penisvergrößerung zu sich genommen zu haben,[2] ohne das Kleingedruckte zu lesen.[3] Merritt wurde für 21 Monate gesperrt.[4]

Nach seiner Dopingsperre gewann er bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu Silber über 400 Meter und Gold mit der amerikanischen 4-mal-400-Meter-Staffel. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London musste er, als Topfavorit angetreten, im 400-Meter-Vorlauf verletzt aufgeben.[5]

Nachdem er zu Saisonbeginn 2013 einige 200-Meter-Läufe bestritten hatte, bei denen er unter anderem Justin Gatlin besiegte, startete er am 18. Mai in Shanghai erstmals im Jahr über 400 Meter. Mit 44,60 s musste er sich dem Olympiasieger Kirani James geschlagen geben. Zwei Wochen darauf gewann er in Eugene mit 44,32 s sieben Hundertstelsekunden vor Konkurrent James. Bei den US-Meisterschaften in Des Moines konnte er sich mit einem ersten Platz für die WM qualifizieren. Am 6. Juli wurde er in Paris trotz neuer Saisonbestleistung von 44,09 s nur Zweiter hinter James. Bei den Weltmeisterschaften in Moskau gewann er mit neuer Weltjahres- und persönlicher Bestleistung von 43,74 s die Goldmedaille. Der Mitfavorit Kirani James wurde nach Magenbeschwerden[6] überraschend nur Siebter und konnte so nicht das erwartete spannende Duell bieten. Auch bei der Weltklasse Zürich entschied er den Zweikampf in 44,13 s mit knapp zwei Zehntelsekunden Vorsprung für sich, nachdem er die Woche zuvor in Stockholm mit 44,69 s souervän Erster geworden war.

LaShawn Merritt hat bei einer Größe von 1,88 m ein Wettkampfgewicht von 82 kg. Nach einem Jahr an der East Carolina University brach Merritt sein Studium ab und unterzeichnete einen Profivertrag bei Nike.

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten]

  • 100 m - 10,56 s (2007)
  • 200 m - 19,98 s (2007)
  • 300 m - 31,30 s (2009)
  • 400 m - 43,74 s (2013)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel auf leichtathletik.de
  2. Olympic champ banned after using penis enlargement drugs, 23. April 2010, 7pmproject.com.au
  3. US 400m star LaShawn Merritt fails drug test, news.bbc.co.uk, 22. April 2010
  4. LaShawn Merritt für 21 Monate gesperrt, www.leichtathletik.de 18. Oktober 2010
  5. HDsports.at: Goldhattrick für Großbritannien & Siebenkampf-Skandal. 4. August 2012
  6. http://www.leichtathletik.de/index.php?SiteID=28&NewsID=44556&et_cid=1&et_lid=1

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: LaShawn Merritt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien