Paul Auster

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Paul Auster (2008)

Paul Benjamin Auster [pɔːl ˈbendʒəmɪn ˈɒ:stɚ] (* 3. Februar 1947 in Newark, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Zudem arbeitet er als Regisseur, Kritiker, Übersetzer und Herausgeber. Er ist verheiratet mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Paul Auster wurde am 3. Februar 1947 in Newark, New Jersey geboren. Die Eltern seines Vaters Samuel waren jüdische Immigranten und stammten aus Stanislau in Galizien, dem heutigen Iwano-Frankiwsk. Auch seine Mutter Queenie Bogat war eine Nachfahrin osteuropäischer Juden aus der Ukraine und Polen. Am 12. November 1950 kam Austers Schwester Janet zur Welt. Die Geschwister wuchsen in einem mittelständischen, bildungsbürgerlichen Umfeld auf.

Bereits 1959 begann Auster, Gedichte und kleine Aufsätze zu schreiben. Mit 13 Jahren, als er seine Bar Mitzwa feierte, erwog er Rabbi zu werden. In seinem letzten High-School-Jahr ließen sich seine Eltern scheiden. Er und seine Schwester lebten nach der Trennung bei ihrer Mutter. Schon im frühen Jugendalter entwickelte sich Auster zu einem passionierten Bücherleser, der regelmäßig die Stadtbibliothek aufsuchte. Der Roman Schuld und Sühne von Fjodor Dostojewski löste in ihm den Wunsch aus, selbst Schriftsteller zu werden.

Austers zweite Leidenschaft jener Tage galt dem Sport. Seine Mitschüler beneideten ihn wegen seiner guten Leistungen in Baseball, Basketball und Football. Regelmäßig wurde er in ein Sommerferiencamp im Norden New Yorks geschickt und kam dort mit vielen gesellschaftlichen Außenseitern in Berührung.

1966 beendete Auster die High School, seine Mutter war nun in zweiter Ehe verheiratet. Auster demonstrierte gegen den Vietnamkrieg, wurde einmal verhaftet. Er traf zum ersten Mal die Schriftstellerin und Übersetzerin Lydia Davis, seine spätere Frau.

Leben als Autor[Bearbeiten]

Lydia Davis’ Vater, ein Englisch-Professor, brachte Auster die französischen Dichter nahe. Während eines einmonatigen Aufenthalts in Paris entdeckte Auster seine Vorliebe für die französische Sprache und Kultur. Er reiste nach Italien, Spanien und auf den Spuren von James Joyce nach Dublin. Zurück in Paris begann er eine intensive Auseinandersetzung mit Lyrik, und er schrieb Drehbücher für Stummfilme. Ab 1968 entstanden erste Romanentwürfe.

Nach seiner Rückkehr in die USA studierte Auster bis 1970 Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University. Im August 1970 heuerte er durch Vermittlung seines Stiefvaters für sechs Monate als Matrose für niedere Arbeiten auf einem Tanker im Golf von Mexiko an.

Von 1971 bis 1974 lebte er wieder in Paris. Dort hatte er eine Begegnung mit Samuel Beckett, der ihn sehr beeindruckte. Er arbeitete als Übersetzer, Englischlehrer und Telefonist für die New York Times. Auf Einladung eines Filmproduzenten reiste er für einen Monat als Ghostwriter für dessen Frau nach Mexiko.

Zurück in den USA nahm Auster einen Lehrauftrag an der Columbia University an, übersetzte nebenberuflich französische Autoren ins Englische und arbeitete als Herausgeber französischer Literatur für amerikanische Verlage. Zu dieser Zeit arbeitete Auster fast ausschließlich als Lyriker und Kritiker; seine Finanzen standen schlecht. Gemeinsam mit seiner Freundin Lydia Davis bezog er eine Wohnung am Riverside Park mit Blick auf den Hudson; die Heirat fand am 6. Oktober 1974 statt. Im Herbst 1975 erhielt Auster ein mit 5000 $ dotiertes Stipendium der Ingram-Merrill-Foundation und schrieb mehrere Einakter. Im Juni 1977 wurde sein Sohn geboren. Unter dem Pseudonym Paul Benjamin schrieb Auster 1978 den Kriminalroman Squeeze Play.

Anfang 1979 starb der Vater, und mit der Hinterlassenschaft konnte Auster seine Tätigkeit als Schriftsteller absichern. Mit der literarischen Annäherung an die Person seines Vaters in Die Erfindung der Einsamkeit erfolgte die Wendung zum Prosadichter. Sein Sohn erkrankte schwer an Asthma; im gleichen Jahr trennten sich Auster und seine Frau. Er suchte sich eine neue Wohnung in Brooklyn. Im Februar 1981 begegnete er bei einer Dichterlesung Siri Hustvedt, Tochter eines Norwegisch-Professors. Die beiden wurden ein Paar, zogen bald darauf zusammen und heirateten im Juni 1982. Auster nahm eine Professur in Princeton an. Im Juli 1987 wurde die Tochter Sophie geboren; Namensgeberin war Sophie Fanshawe aus der New-York-Trilogie.

Nach dem Erfolg von Stadt aus Glas erschienen weitere literarische Werke (Prosa, Lyrik, Übersetzungen, Drehbücher) in jährlichem Rhythmus. Die Familie zog in ein Haus bei Park Slope. Weihnachten 1990 veröffentlichte die New York Times in ihrem Feuilleton Auggie Wrens Weihnachtsgeschichte, die auch von Wayne Wang gelesen wurde. Nach ersten Treffen zwischen Auster und dem Regisseur wurden 1994 die Filme Smoke und Blue in the Face gedreht. Auster begann einen künstlerischen Dialog mit Sophie Calle, der zu dem gemeinsamen Buch Double Game führte.

1998 wurde Austers Sohn für schuldig befunden, aus der Tasche eines toten Dealers 3.000 Dollar gestohlen zu haben, und zu fünf Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Ein anderes einschneidendes Erlebnis der jüngeren Vergangenheit, das wie alle anderen biografischen Details in Austers Literatur Einzug fand, war ein schwerer Autounfall, bei dem Siri Hustvedt aus dem Wrack geschnitten werden musste.

Gegenwärtig lebt Auster mit seiner Familie in einem viktorianischen Haus nahe dem Prospect Park in Brooklyn. Er ist viel auf Reisen, zu Lesungen in den USA und Europa. Neben seinen Büchern arbeitet er weiterhin an eigenen Filmen.[1][2][3][4][5]

Heute gilt Paul Auster als einer der führenden amerikanischen Autoren; er ist Vize-Präsident des PEN American Center. Besonderes Renommee genießt er in Deutschland und Frankreich, wo seine Verkaufszahlen höher liegen als in den USA. Seine Werke sind weltweit in über dreißig Sprachen übersetzt worden.

Werk[Bearbeiten]

Weltbekannt wurde Auster durch seine Serie experimenteller Kriminalromane, die gesammelt als New-York-Trilogie (1987) veröffentlicht wurden. Nach dem bescheidenen Erfolg seines Prosa-Debüts Erfindung der Einsamkeit, das einen Versuch der Annäherung an seinen verstorbenen Vater darstellt, wurde Stadt aus Glas zunächst von siebzehn Verlagen abgelehnt, gelangte dann aber auf die Nominierungsliste für den Edgar Allan Poe Award. Die Trilogie enthält die Geschichten City of Glass – Stadt aus Glas (1985), in der es um einen Krimiautor geht, der im Laufe der Erzählung verschiedene Identitäten annimmt. Ghosts – Schlagschatten (1986) handelt von einem Detektiv namens Blue, der einen Mann namens Black für seinen Kunden White beobachtet. The Locked Room – Hinter verschlossenen Türen (1986) ist die Geschichte eines Autors, der das Leben eines anderen Schriftstellers für eine Biographie aufarbeitet und dabei anfängt, dessen Leben zu leben. Jeder der drei Romane wirkt zu Beginn wie eine klassische Kriminalgeschichte. Die Beobachtungen und Nachforschungen der Protagonisten münden jedoch nicht in der Aufklärung eines Kriminalfalles oder der Erledigung eines Auftrags, sondern sie reflektieren und veranschaulichen letztendlich ihr persönliches Schicksal und führen im weiteren Verlauf der Handlung zur Selbsterkenntnis. Austers Kriminalromane sprengen den gewöhnlichen Rahmen dieses Genres. Die Form dient der Darstellung und Analyse existentieller Probleme und Fragen nach der menschlichen Identität.

In Paul Austers Werk gibt es starke Bezüge zu den amerikanischen Transzendentalisten des 19. Jahrhunderts, namentlich zu Nathaniel Hawthorne und Henry David Thoreau. Es finden sich Einflüsse des Poststrukturalismus im Sinne von Jacques Derrida und der Psychoanalyse von Jacques Lacan.

Auster variiert in seinen Büchern die Frage des Verhältnisses von natürlicher Ordnung zur symbolischen Ordnung der Dinge. Die Transzendentalisten glauben an eine Trennung der Gegensätze, zugleich aber auch an die Möglichkeit der Rückführung zueinander. Lacans Theorie besagt, dass wir die Welt durch Sprache wahrnehmen und strukturieren. Auch unser Unbewusstes konstituiert sich durch Sprache, so dass ein fundamentaler Mangel in der Wahrnehmung der Welt entsteht. Bereiche, die nur gespürt werden können, entziehen sich der sprachlichen Festlegung. Austers Protagonisten sind oft Schriftsteller und Suchende, die sich der scheinbaren Unordnung der Welt und dem Chaos der Ereignisse ausgeliefert fühlen. Die Figuren und mit ihnen ihr Schöpfer er-schreiben sich ihre Rückkehr in geordnete Verhältnisse. Das Finden und Erfinden von Strukturen, sei es im Schreiben imaginärer Bücher und Biografien, sei es im Konstruieren und Auflösen von komplexen Handlungsplots, trotzt dem Zufall als schicksalhaftem Element. Der Autor findet buchstäblich sein Heil in der Sprache.

Wiederkehrende Motive[Bearbeiten]

Selbstreferenz 
In fast allen Romanen Austers gibt es Querverweise. Der Autor selbst sieht seine Bücher als Teile der gleichen Landkarte. Bestimmte Charaktere tauchen mehrfach auf oder sind miteinander verwandt; Daniel Quinn, der Protagonist aus Stadt aus Glas, ist beispielsweise der Onkel von Jim Nashe aus Die Musik des Zufalls. David Zimmer aus Das Buch der Illusionen ist Marco Stanley Foggs Zimmergenosse. Der Name von Paul Benjamin, der Hauptfigur in Smoke, ist Austers frühes Pseudonym für seinen Kriminalroman. Die Erzählung Reisen im Skriptorium ist voller Bezüge zu anderen Büchern Austers.
Zufall 
Auster erzählt, mit 14 seien er und ein paar Freunde vom Gewitter überrascht worden. Einer der Jungen wurde vom Blitz erschlagen, und seit diesem tragischen Tag sei ihm bewusst, dass er sein Leben dem Zufall verdanke. Immer wieder sind die Figuren seiner Bücher von zufälligen, teilweise absurden Wendungen des Schicksals betroffen. Das Rote Notizbuch behandelt einige zufällige Ereignisse, die Auster gesammelt hat.
Fragen der Identität 
Viele Figuren Austers sind aus ihrer eigenen Geschichte entwurzelt und begeben sich auf die Suche nach ihrer Herkunft oder versuchen ihr Jetztsein zu ergründen. Der Roman Mond über Manhattan stellt die Sinnsuche des jungen Marco Stanley Fogg dar. Anna in Im Land der letzten Dinge muss sich erst völlig aus ihrer alten Identität lösen, um in eine neue eintreten zu können.
Geld 
In Mond über Manhattan, Der Musik des Zufalls oder dem Buch der Illusionen haben die Hauptfiguren zwar zeitweise große Beträge zur Verfügung, gehen damit jedoch auf unkonventionelle Weise um, indem sie ihr Kapital verbrauchen, ohne es durch Zuverdienst o.ä. wesentlich zu strecken. Ein Herunterzählen der verbleibenden Geldmenge im Verlauf der Geschichte kommt mehrfach vor.
Anekdote 
Das Gesamtwerk ist durchzogen von Anekdoten, die teils familiären Ursprungs sind und teils aus populären Biografien stammen. Etwa die Geschichte des Philosophen, der während des Krieges sein einziges Manuskript raucht, die in Im Land der letzten Dinge Verwendung findet.
Verlorener Vater 
In der Erzählung Die Erfindung der Einsamkeit hat Auster nach dem Tod seines eigenen Vaters versucht, dessen Person zu erkennen und zu verstehen. Als Scheidungskind, das bei der Mutter lebte, hat er früh den direkten Bezug verloren. Distanzierte Vaterfiguren gibt es immer wieder, etwa Peter Stillman Sr. in Stadt aus Glas.
Außenseiter und Exzentriker 
Daniel Quinn verliert während seiner Überwachung den Bezug zur Gesellschaft und wird zum Obdachlosen; William Gurevitch in Timbuktu ist ein Landstreicher; die Millionäre Flower und Stone lassen ein in England abgebautes Schloss neu zusammensetzen.
Räume, als Enge und Weite 
Es gibt Protagonisten, die sich in winzige Räume einschließen, andere wieder erkunden die teils unbekannten Räume der Landschaft und des städtischen Umfeldes; die Spaziergänge des Peter Stillman durch New York im ersten Teil der Trilogie. In Reisen im Skriptorium sitzt ein alter Mann in einem abgedunkelten Zimmer.
Bedingungen des Schreibens 
Viele Figuren Austers sind Schriftsteller, einige sind als Alter Ego des Autors zu erkennen. Wiederholt spielen Romane und Biografien der Hauptfiguren eine wichtige Rolle. Ein weiteres sich wiederholendes Element ist das Buch im Buch.

Einflüsse[Bearbeiten]

In einem Interview für die Washington Post im Dezember 2003 nannte Auster diejenigen Autoren, die den größten Einfluss auf sein Werk hatten (Reihenfolge ohne Wertung): Charles Baudelaire, Samuel Beckett, Maurice Blanchot, Jorge Luis Borges, Albert Camus, Paul Celan, Louis-Ferdinand Céline, Miguel de Cervantes, Raymond Chandler, Jacques Derrida, Charles Dickens, Fjodor Dostojewski, William Faulkner, F. Scott Fitzgerald, Dashiell Hammett, Knut Hamsun, Nathaniel Hawthorne, James Joyce, Franz Kafka, Jacques Lacan, Stéphane Mallarmé, Herman Melville, Michel de Montaigne, Edgar Allan Poe, Arthur Rimbaud, William Shakespeare, Henry David Thoreau, Leo Tolstoi, Kurt Vonnegut, Ludwig Wittgenstein.

Paul Auster, September 2007

Kooperation mit Sophie Calle[Bearbeiten]

Nachdem Auster sich für die Figur der Maria Turner in Leviathan von der französischen Konzeptkünstlerin Sophie Calle inspirieren ließ, revanchierte sich Calle, indem sie einige der dort beschriebenen Kunstaktionen real umsetzte und den Autor schließlich um neue Handlungsanweisungen bat. Auster schrieb ihr daraufhin ein als Gotham-Handbook bekannt gewordenes mehrseitiges Konzept, aus dem schließlich 2002 das gemeinsame Künstlerbuch Double-Game (engl.) / Doubles-Jeux (frz.) hervorging.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Auster ist ein großer Baseball-Fan. Eine Leidenschaft, die bis in seine frühe Kindheit zurückreicht. Zu Beginn der 1970er Jahre, noch bevor er erfolgreich als Schriftsteller arbeiten konnte, entwickelte er ein Kartenspiel mit dem Titel Action Baseball, das ein komplettes Baseball-Spiel nachstellen sollte. Er fand jedoch keinen Verlag, der das Spiel veröffentlichen wollte. Später beschrieb er die Geschichte um diesen und andere frühe Versuche aufschlussreich in seiner autobiografischen Erzählung Von der Hand in den Mund und ließ die Spielkarten, drei Einakter und seinen ersten Roman Squeeze Play als Anhang abdrucken.

Paul Auster schreibt erste Gedanken zu späteren Büchern handschriftlich mit Federhalter oder Bleistift in kleine Notizbücher. Diese Notizen tippt er später auf einer Olympia-Schreibmaschine ab, die Anfang der 1960er Jahre gebaut wurde. Computern widersetzt sich der Autor. 1996 schrieb er eine kurze Hommage, die als Die Geschichte meiner Schreibmaschine erschien, illustriert von Sam Messer.

2004 beteiligte er sich neben 16 anderen Autoren an dem literarisch-musikalischen Projekt As Smart As We Are der Band One Ring Zero.[6] Auf diesem Kontakt basiert schließlich die Zusammenarbeit an der 2006 erschienenen CD seiner Tochter: Sophie Auster (mit One Ring Zero). Drei Songtexte stammen aus der Feder Austers, bei den übrigen handelt es sich um surrealistische Lyrik aus der Liste seiner eigenen Übersetzungen.[7]

Zitate[Bearbeiten]

  • „Ich lebe mit meinen Romanfiguren durchschnittlich fünf Jahre lang, ehe ich überhaupt zu schreiben anfange. Sie verwandeln sich, und aus Geistgestalten werden richtige Personen. Wenn das Buch dann fertig ist, bleiben diese Charaktere übrig, und ich kann sie einfach nicht mehr loswerden. Sie bleiben in meiner Erinnerung hängen wie unkündbare Untermieter oder wie Geister, die ich nicht vertreiben kann und die doch quicklebendig sind.“—Paul Auster[8]
  • „Aber wenn man wirklich etwas erreichen will, ganz besonders in der Kunst, muss man die Courage haben, sich an innere Orte zu begeben, die man gar nicht gern aufsucht. Orte in uns selbst, die Angst und Trauer hervorrufen. Das hat nichts mit der Außenwelt zu tun. Es gibt Schriftsteller, die reisen um die ganze Welt und erforschen alles. Und es gibt andere wie Emily Dickinson, die ihr Zimmer nie verlassen hat. Und trotzdem ist sie eine fabelhafte Schriftstellerin.“—Paul Auster[9]
  • „Drei Tage habe ich nicht geraucht - und wurde zu einem Monster. Aber ich wollte nicht so einer sein, der irgendwann Menschen ins Gesicht schlägt oder Schaufenster eintritt. Und so habe ich beschlossen, lieber ein kürzeres Leben zu führen, als ein schlechter Mensch zu sein - und wieder angefangen."—aus Focus 9/2009 ("Sprüche der Woche")

Literatur[Bearbeiten]

Romane[Bearbeiten]

Lyrik[Bearbeiten]

  • Unearth. Weston, Connecticut 1974.
  • Wall Writing. The Figures, Berkeley 1976. ISBN 0-685-79213-7
  • Effigies. 1977.
  • Fragments from Cold. Parenthèse, Brewster/New York 1977.
  • Facing the Music. Station Hill, Barrytown/New York 1980. ISBN 0-930794-29-X
  • Disappearances. Overlook Press, Woodstock/New York 1988. ISBN 0-87951-328-4
    • Übersetzung: Vom Verschwinden. Dt. von Werner Schmitz. Rowohlt, Reinbek 2001. ISBN 3-499-22721-5 (Hierbei handelt es sich um eine Auswahl von Gedichten aus den verschiedenen Bänden.)
  • Ground Work: Selected Poems and Essays. Faber & Faber, London 1990. ISBN 0-571-14153-6
  • Selected Poems. Faber&Faber, London 1998. ISBN 0-571-19509-1

Essays und Autobiografie[Bearbeiten]

  • The Invention of Solitude Sun, New York 1982. ISBN 0-915342-37-5
  • The Art of Hunger: Essays, Prefaces, Interviews. Menard, London 1982. ISBN 0-903400-78-2
    • Übersetzung: Die Kunst des Hungers. Dt. von Werner Schmitz. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-22719-3
  • The Red Notebook and Other Writings. Faber&Faber, London 1995. ISBN 0-571-17433-7
    • Übersetzung: Das rote Notizbuch. Dt. von Werner Schmitz. Rowohlt, Reinbek 1996. ISBN 3-498-00048-9
  • Hand to Mouth: A Chronicle of Early Failure. Henry Holt, New York 1997. ISBN 0-8050-5406-5 (Enthält neben einem autobiografischen Text den Kriminalroman Squeeze Play, drei Theaterstücke und das Kartenspiel Action Baseball)
    • Übersetzung: Von der Hand in den Mund: eine Chronik früher Fehlschläge. Dt. von Werner Schmitz. Rowohlt, Reinbek 1999. ISBN 3-499-22634-0
  • The Story of my Typewriter Distributed Art Publishers, 2001. ISBN 978-1-891024-32-0
    • Übersetzung: Die Geschichte meiner Schreibmaschine Mit Bildern von Sam Messer. Dt. von Werner Schmitz. Rowohlt, Reinbek 2005. ISBN 978-3-498-00065-3
  • Collected Prose - Autobiographical Writings, True Stories, Critical Essays, Prefaces,Collaborations with Artists, and Interviews - Expanded Edition. Picador, New York 2010. ISBN 978-0-312-42992-8.
  • Winter Journal. Henry Holt, New York; Faber&Faber, London 2012. ISBN 978-0-571-28320-0
  • Report from the Interior. Henry Holt, New York; Faber&Faber, London 2013[10]

Filme[Bearbeiten]

  • The Music of Chance, USA 1993; 98 min; R: Philip Haas (Adaption seines Romans. Auster hat einen kurzen Gastauftritt zum Ende des Films)
  • Smoke/Blue In The Face, USA 1995; 112/83 min; Drehbuch: Auster; R: Wayne Wang (Austers Sohn Daniel ist als junger Zeitschriften-Dieb zu sehen.)
    • Drehbuch: Smoke & Blue in the Face: two films. Faber&Faber, London 1995. ISBN 0-571-17569-4
    • Übersetzung: Smoke & Blue in the face: zwei Filme. Dt. von Werner Schmitz. Rowohlt, Reinbek 1995. ISBN 3-499-13666-X
  • Lulu on the Bridge, USA 1998; 103 min; Drehbuch & Regie: Auster (Sophie Auster spielt die Rolle der Sonja Kleinman.)
    • Drehbuch: Lulu on the Bridge: a film. Henry Holt, New York 1998. ISBN 0-8050-5978-4
    • Übersetzung: Lulu on the bridge: ein Film mit Mira Sorvino und Harvey Keitel Dt. von Werner Schmitz. Rowohlt, Reinbek 1998. ISBN 3-499-22426-7
  • The Center of the World, USA 2001; 88 min; Co-Autoren: Auster & Hustvedt; R: Wayne Wang
  • Fluxus, HUN 2004; Original Story: Auster; R: László Csáki (6minütiger Kurzfilm)
  • Le Carnet Rouge, F 2004; Drehbuch: Auster; R: Mathieu Simonet (15minütiger Kurzfilm)
  • Das Innenleben des Martin Frost, USA 2007; 94 min; Drehbuch & Regie: Auster (In der Rolle der Anna James ist Sophie Auster zu sehen.)
    • Drehbuch: The Inner Life of Martin Frost Faber & Faber, London 2008. ISBN 0-571-23693-6
    • Übersetzung: Das Innenleben des Martin Frost. Ein Film Dt. von Werner Schmitz. Rowohlt, Reinbek 2008. ISBN 978-3-499-24562-6
  • In the Country of Last Things, 2008; Drehbuch: Auster; R: Alejandro Chomski (In Produktion.)[11]

Hörbücher[Bearbeiten]

Kunst[Bearbeiten]

Herausgeber und Übersetzer[Bearbeiten]

Auster gab eine Sammlung wahrer Geschichten von Hörern des US-Rundfunks, basierend auf einem von ihm erdachten Projekt unter dem Titel I thought My Father was God (B & T Books, 2001. ISBN 978-0-8050-6714-9; Ich glaubte, mein Vater sei Gott; dt. von Thomas Gunkel, Volker Oldenburg. Rowohlt, Reinbek 2001. ISBN 978-3-498-00061-5) heraus und war als Übersetzer unter anderem von Jean Paul Sartre, Georges Simenon, Stéphane Mallarmé und Philippe Petit tätig.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1979 NEA Fellowship für Poesie
  • 1984 Ingram Merrill Foundation Grant für Prosa
  • 1985 NEA Fellowship für Prosa
  • 1989 Prix France Culture de Littérature Étrangère für "New York Trilogie"
  • 1990 Morton Dauwen Zabel Award, American Academy and Institute of Arts and Letters
  • 1993 Prix Médicis Étranger für "Leviathan"
  • 1996 Bodil Awards - Bester Amerikanischer Film: Smoke
  • 1996 Independent Spirit Award - Bestes Drehbuch-Debüt: Smoke
  • 1996 John William Corrington Award for Literary Excellence
  • 2006 Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Geisteswissenschaften
  • 2007 Ehrendoktorwürde der Universität von Lüttich

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Dennis Barone (Hrsg.): Beyond the Red Notebook. Essays on Paul Auster (Penn Studies in Contemporary American Fiction). 2. Aufl. University of Pennsylvania Press, Philadelphia, Pa. 1996, ISBN 0-8122-3317-4.
  • Gerard de Cortanze (Text), James Rudnick (Photos): Paul Austers New York („Le New York de Paul Auster“). Gerstenberg, Hildesheim 1998, ISBN 3-8067-2826-7.
  • Ulrich Greiner: Gelobtes Land. Amerikanische Schriftsteller über Amerika. Rowohlt, Reinbek 1997, ISBN 3-498-02480-9.
  • Bernd Herzogenrath: An Art of Desire. Reading Paul Auster. Rodopi, Amsterdam 1999, ISBN 90-420-0453-3 (zugl. Dissertation, Universität Aachen 1997).
  • Anne M. Holzapfel: The New York trilogy. Whodunit? Tracking the structure of Paul Auster's anti-detective novels. Lang, Frankfurt/M. 1996. (= Studien zur Germanistik und Anglistik; 11) ISBN 3-631-49798-9.
  • Beate Hötger: Identität im filmischen Werk von Paul Auster. Lang, Frankfurt/M. 2002. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 30, 84) ISBN 3-631-38470-X.
  • Heiko Jakubzik: Paul Auster und die Klassiker der American Renaissance. Dissertation, Universität Heidelberg 1999 (Volltext)
  • Martin Klepper: Pynchon, Auster, DeLillo. Die amerikanische Postmoderne zwischen Spiel und Rekonstruktion. Campus, Frankfurt/M. 1996. (= Nordamerikastudien; 3) ISBN 3-593-35618-X.
  • Katarzyna Kuczma: Remembering Oneself, Charting the Other - Memory as Intertextuality and Self-Reflexivity in the Works of Paul Auster. Trier: WVT. 2012, ISBN 3-868-21362-7.
  • Andreas Lienkamp, Wolfgang Werth, Christian Berkemeier (Hrsg.): „As strange as the world“. Annäherungen an das Werk des Erzählers und Filmemachers Paul Auster. LIT-Verlag, Münster 2002, ISBN 3-8258-6046-9.
  • Werner Reinhart: Pikareske Romane der 80er Jahre. Ronald Reagan und die Renaissance des politischen Erzählens in den USA. (Acker, Auster, Boyle, Irving, Kennedy, Pynchon). Narr, Tübingen 2001, ISBN 3-8233-5652-6 (zugl. Habilitationsschrift, Universität Mannheim 2001).
  • Steffen Sielaff: Die postmoderne Odyssee. Raum und Subjekt in den Romanen von Paul Auster. Dissertation, Universität Berlin 2004.
  • Carsten Springer: Crises. The works of Paul Auster. Lang, Frankfurt/M. 2001. (= American culture; 1) ISBN 3-631-37487-9.
  • Carsten Springer: A Paul Auster Sourcebook. Lang, Frankfurt/M. 2001, ISBN 3-631-37450-X.

Dokumentation[Bearbeiten]

  • Paul Auster - Mein Leben (ZDF, 2006. 42-minütiges Doku-Porträt von Victor Grandits und Jessica Krauss)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paul Auster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Interviews und Begegnungen

Lesungen und Originaltöne

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie und Interview in: Gérard de Cortanze, Die Einsamkeit des Labyrinths, Rowohlt, Reinbek 1999.
  2. Die Erfindung der Einsamkeit, Rowohlt, Reinbek 1993.
  3. Von der Hand in den Mund, Rowohlt, Reinbek 1999.
  4. Smoke.Blue in the Face, Zwei Filme, Rowohlt, Reinbek 1995.
  5. Kenneth Kreutzer - Paul Auster: A Brief Biography, auf www.paulauster.co.uk
  6. As Smart As We Are, Audio-CD und Buch (engl.), Soft Skull Press 2004, ISBN 978-1-93236-042-4
  7. Sophie Auster, Audio CD (engl. & franz.), Label: Naive (Indigo), ASIN: B000B9ROKO.
  8. Paul Auster in einem Interview mit Michael Naumann in Die Zeit 06/2007.
  9. Paul Auster in einem Interview mit Christiane Korff in Zeitmagazin 18/1998.
  10. Rezension auf us.macmillan.com
  11. Informationen zu den Filmen Austers auf der Internet Movie Database: imdb.com.