Kretzschau

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kretzschau führt kein Wappen
Kretzschau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kretzschau hervorgehoben
51.04972222222212.066666666667197Koordinaten: 51° 3′ N, 12° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Burgenlandkreis
Verbandsgemeinde: Droyßiger-Zeitzer Forst
Höhe: 197 m ü. NHN
Fläche: 27,76 km²
Einwohner: 2552 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06712
Vorwahlen: 03441, 034425
Kfz-Kennzeichen: BLK, HHM, NEB, NMB, WSF, ZZ
Gemeindeschlüssel: 15 0 84 275
Adresse der Verbandsverwaltung: Zeitzer Straße 15
06722 Droyßig
Webpräsenz: www.vgem-dzf.de
Bürgermeister: Anemone Just
Lage der Gemeinde Kretzschau im Burgenlandkreis
Sachsen Thüringen Saalekreis An der Poststraße Meineweh Bad Bibra Balgstädt Droyßig Eckartsberga Elsteraue Elsteraue Freyburg (Unstrut) Finne (Gemeinde) Finne (Gemeinde) Finneland Gleina Goseck Gutenborn Hohenmölsen Kaiserpfalz (Gemeinde) Kaiserpfalz (Gemeinde) Karsdorf Kretzschau Lanitz-Hassel-Tal Laucha an der Unstrut Lützen Mertendorf (Sachsen-Anhalt) Molauer Land Naumburg (Saale) Nebra (Unstrut) Osterfeld (Sachsen-Anhalt) Schnaudertal Schönburg (Saale) Stößen Teuchern Weißenfels Wethau Wetterzeube ZeitzKarte
Über dieses Bild

Kretzschau ist eine Gemeinde im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Sie gehört der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Droyßig hat.

Geografie[Bearbeiten]

Kretzschau von Südwesten

Kretzschau liegt westlich von Zeitz.

Zu Kretzschau gehören die Ortsteile

  • Döschwitz
  • Gladitz
  • Grana
  • Hollsteitz
  • Kirchsteitz
  • Kleinosida
  • Mannsdorf
  • Näthern
  • Salsitz

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kretzschau im Jahre 1004, als der Zeitzer Bischof Hildewart die ehemaligen Merseburger Dörfer auf Wunsch König Heinrichs II. an den Merseburger Bischof zurückgab. Als Ausgleich erhielt Hildewart die Dörfer Croziwa (Kretzschau), Gribna und Grodischau. Die Namen Croziwa, Krautschonwe, Crotzschow, Kretzschwehe sind bis heute im Volksmund erhalten. Zahlreiche Kriege und verheerende Feuerbrünste führten zu großen Verlusten an Menschen und materiellen Gütern. Zum Pfarrdorf Kretzschau gehören das eingepfarrte Dorf Groitzschen und das Örtchen Näthern. Kretzschau und Groitzschen hatten eine rein bäuerliche Bevölkerung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Entwicklung zum Industriedorf, nachdem in der Umgebung reiche Braunkohlefelder festgestellt worden waren. 1890 wurden in Groitzschen mächtige Kohleflöze abgebaut.

Eingemeindungen

Die ehemaligen Gemeinden Grana und Döschwitz wurden am 1. Januar 2010 in die Gemeinde Kretzschau eingegliedert.[2]

Gedenkstätte[Bearbeiten]

Gegenüber der Grundschule in der Hauptstraße wurde 1961 von den Einwohnern im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes eine Gedenkstätte für den KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann errichtet, der 1944 im KZ Buchenwald ermordet wurde.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Kretzschau setzt sich aus 13 Ratsmitgliedern zusammen.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Gertraud Dürholt wurde erstmals am 17. Februar 2008 gewählt. Der neue Bürgermeister Eckard Osang wurde letztes Jahr gewählt und ist seit den 1. Januar 2010 tätig. Seit Mai 2014 ist Anemone Just Bürgermeisterin der Gemeinde Kretzschau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Romanische Kirche in Salsitz
Infotafel zur Weinroute
  • Park Hollsteitz
  • Elster-Radweg
  • Weinroute an der Weißen Elster
  • Kretzschauer See mit Jugendherberge Burgenland; zahlreiche Wanderwege
  • Rittergut Gladitz: heute Vereins- und Bürgerhaus
  • Heimatstube in Gladitz (im Bürgerhaus)
  • Kirchen Salsitz, Kretzschau, Hollsteitz, Kirchsteitz, Gladitz, Döschwitz
  • Künstlerhaus Hollsteitz
  • Wildgehege Kirchsteitz

Freizeit[Bearbeiten]

Das Gewerbegebiet "Einkaufspark am Floßgraben" mit seinen gastronomischen Einrichtungen. Hier finden man unter anderem: - Bowlingbahn - Fitnessstudio mit Sauna - Spielothek - Diskothek

Weinbau[Bearbeiten]

Vinothek Salsitz

In Elstertal bei Salsitz liegt der Weinberg "Salsitzer Englischer Garten", mit einer Vielzahl von Rebsorten. Hier gedeihen an Südhängen z. B. Dornfelder, Bacchus, Kerner, Ortega und Müller-Thurgau. Einen Blick auf die Weinberge hat man von Raba aus. In der Vinothek Salsitz können einheimische Weine verkostet und gekauft werden.

Verkehr[Bearbeiten]

Direkt durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesstraße 180, die von Zeitz nach Naumburg (Saale) führt. Die Bahnanbindung (Bahnstrecke Zeitz–Camburg) wurde 1998 eingestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Christian Schumann (1681–1744), Kirchenlieddichter, war von 1721 bis 1736 Pfarrer in Döschwitz und Kirchsteitz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kretzschau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2013 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010