Nebra (Unstrut)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Nebra (Unstrut)
Nebra (Unstrut)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Nebra (Unstrut) hervorgehoben
51.28666666666711.578055555556150Koordinaten: 51° 17′ N, 11° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Burgenlandkreis
Verbandsgemeinde: Unstruttal
Höhe: 150 m ü. NN
Fläche: 25,42 km²
Einwohner:

3.505 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06642
Vorwahl: 034461
Kfz-Kennzeichen: BLK
Gemeindeschlüssel: 15 0 84 360
Adresse der
Stadtverwaltung:
Promenade 13
06642 Nebra (Unstrut)
Webpräsenz: www.stadt-nebra.de
Bürgermeister: Gerhard Hildebrandt (parteilos)
Lage der Stadt Nebra (Unstrut) im Burgenlandkreis
Sachsen Thüringen Saalekreis An der Poststraße Meineweh Bad Bibra Balgstädt Droyßig Eckartsberga Elsteraue Elsteraue Freyburg (Unstrut) Finne (Gemeinde) Finne (Gemeinde) Finneland Gleina Goseck Gutenborn Hohenmölsen Kaiserpfalz (Gemeinde) Kaiserpfalz (Gemeinde) Karsdorf Kretzschau Lanitz-Hassel-Tal Laucha an der Unstrut Lützen Mertendorf (bei Naumburg) Molauer Land Naumburg (Saale) Nebra (Unstrut) Osterfeld (bei Naumburg) Schnaudertal Schönburg (Saale) Stößen Teuchern Weißenfels Wethau Wetterzeube ZeitzKarte
Über dieses Bild
Stadtkirche
Schloss
Unstrutbrücke, im Hintergrund der Bahnhof

Nebra (Unstrut) ist eine Kleinstadt in Sachsen-Anhalt. Sie gehört der Verbandsgemeinde Unstruttal an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Nebra liegt zwischen Querfurt und Naumburg an der Unstrut im Westen des Burgenlandkreises.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Ortschaft Einwohner
Wangen Reinsdorf Nebra BurgenlandkreisDistricts of Nebra.svg
Über dieses Bild
Nebra 2464
Reinsdorf 551
Wangen 551

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind Querfurt, Barnstädt und Steigra (alle drei SK) im Norden, Karsdorf im Osten, Bad Bibra im Süden und Kaiserpfalz im Westen.

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahre 876 wurde Nebra erstmals urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert erhielt Nebra das Stadtrecht. Das Ministerialengeschlecht „von Nebra“ hatte hier seinen Stammsitz und wurde 1205 erstmals erwähnt. Die thüringischen Schenken von Vargula hatten von 1259 bis 1341 Nebra im Lehnsbesitz und nannten sich „Schenken von Nebra“. Das Schloss Nebra ließen 1540 die Brüder von Nißmitz errichten.

Zwischen 1952 und 1994 war Nebra Sitz des gleichnamigen Landkreises im Bezirk Halle.

Zu einer Namensänderung kam es am 1. Januar 1998, als sich die Stadt von Nebra in Nebra (Unstrut) umbenannte.

Am 4. Juli 1999 wurde die so genannte Himmelsscheibe von Nebra zusammen mit einem Bronzeschatz von zwei Raubgräbern auf dem Mittelberg ausgegraben. Sie stammt aus der unmittelbaren Umgebung Nebras (Wangens) und gilt als die früheste bekannte Himmelsdarstellung der Menschheitsgeschichte. Sie wurde auf 1600 v. Chr. datiert.

Am 1. Juli 2009 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Wangen nach Nebra eingemeindet[2], am 1. September 2010 die Gemeinde Reinsdorf[3].

[Bearbeiten] Kultur

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Schlossruine und das Courths-Mahler-Archiv sowie ein Heimatmuseum mit einer Ausstellung über die Himmelsscheibe von Nebra und die Bronzezeit. Mehrere Wohnhäuser sind mit sehenswerten Renaissanceportalen geschmückt.

Am 20. Juni 2007 wurde in der Nähe des Fundortes der Himmelsscheibe bei Nebra das multimediale Besucherzentrum Arche Nebra eröffnet.

[Bearbeiten] Verkehr

Nebra liegt an der Bundesstraße 250 von Eckartsberga nach Querfurt. Die Züge der Burgenlandbahn verkehren auf der Unstrutbahn im Stundentakt nach Naumburg (Saale). Die Verbindung nach Artern wurde mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2006 durch den Freistaat Thüringen abbestellt.

Der Unstrut-Radweg führt am Westrand Nebras entlang.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

[Bearbeiten] Literatur

  • Ernst Pfeil: Zur Geschichte der Stadt und des Schlosses Nebra an der Unstrut, Druck und Verlag August Schneider, Sangerhausen 1929-33
  • Trautmann: Nebra Stadt und Schloß, in: Thüringen und der Harz, 1839, S.134
  • Otto Küstermann: Zur Geschichte der Stadt, des Schlosses und ehemaligen Gerichtsbezirks Nebra und seiner unmittelbaren Umgebung sowie seiner Beziehungen zum ehemals sächsischen Amte Freiburg, in: Jahresbericht des Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erforschung des vaterländischen Altertums und Erhaltung seiner Denkmale. Halle, Bd. 1897, S. 40-92

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2010 (PDF; 231 KB) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Nebra (Unstrut) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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