Landstuhl Regional Medical Center

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Landstuhl Regional Medical Center
Logo
Ort Landstuhl
Bundesland Rheinland-Pfalz
Koordinaten 49° 24′ 19,5″ N, 7° 33′ 36,3″ O49.405437.560073Koordinaten: 49° 24′ 19,5″ N, 7° 33′ 36,3″ O
Colonel John M. Cho
Betten 149 Betten,
218 Medical Transient Detachment-Betten
Mitarbeiter 3.300
Fachgebiete
Gründung 9. März 1953
Website ermc.amedd.army.mil/landstuhl/
Luftaufnahme des LRMC

Das Landstuhl Regional Medical Center (LRMC) ist mit rund 3300 Mitarbeitern[1] das größte Lazarett der US Army außerhalb der Vereinigten Staaten.

Geografie[Bearbeiten]

Das LRMC befindet sich auf dem Kirchberg, einem Ortsteil der Stadt Landstuhl bei Kaiserslautern.

Auftrag und Stab[Bearbeiten]

US-Soldaten aus ehemaliger irakischer Kriegsgefangenschaft grüßen vom Balkon des Landstuhl Regional Medical Center im April 2003.
Eingang zur Notaufnahme, April 2011

Das LRMC bietet die erste medizinische Versorgung auf befriedetem Gebiet für verletzte Soldaten aus dem Irak oder Afghanistan, die zur nahegelegenen Ramstein Air Base eingeflogen werden. Nach kurzem Aufenthalt werden sie, falls medizinisch vertretbar, weiterverlegt, z. B. ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus stellt es die medizinische Versorgung der Kaiserslautern Military Community sicher.

Im LRMC arbeiten rund 2850 Mitarbeiter, darunter mehr als 1100 Soldaten. Das Krankenhaus bietet 149 feste Betten, sowie weitere 218 Medical Transient Detachment-Betten, die vorwiegend zur Nutzung als Durchgangsstation sowie für Notfälle dienen. Zwischen September 2001 und Ende 2009 wurden im LRMC etwa 60.000 Patienten behandelt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1938 begann auf dem heutigen Gelände der LRMC der Bau einer Adolf-Hitler-Schule, einer NS-Ausleseschule der Hitlerjugend.[2][3]

Am 19. März 1945 wurden Landstuhl und auch die Schule von US-amerikanischen Truppen besetzt. Die US-Armee übernahm ab November 1951 das Alte Krankenhaus in der Hauptstraße in Landstuhl, während gleichzeitig die Planung für ein 1000-Betten-Militärhospital auf dem Gelände der ehemaligen Adolf-Hitler-Schule begann. Am 9. März 1953 wurden die ersten 375 Patienten in die noch unfertige Einrichtung verlegt, die dann wenige Wochen später – am 5. April – als 320th General Hospital eingeweiht wurde. Ein Jahr später wurde es in 2nd General Hospital umbenannt. Während der folgenden Jahrzehnte wurde das Krankenhaus mehrfach modernisiert und die Anzahl der Betten reduziert. Nach dem Flugtagunglück von Ramstein am 28. August 1988 wurden im LRMC 500 Leichtverletzte behandelt. Im Jahr 1994 wurde das 2nd General Hospital in Landstuhl Regional Medical Center umbenannt.[2] Es wird derzeit von Colonel John M. Cho geleitet.

Zukunft des LRMC[Bearbeiten]

Im Januar 2010 wurde bekannt, dass seitens der US-Militärs eine Schließung des heutigen Krankenhauses und eine Verlegung an einen anderen Standort diskutiert wird.[4]

Präferiert wird hierbei ein in nordöstlicher Richtung unmittelbar an die Ramstein Air Base angrenzendes Areal, welches bis zur Schließung als Außenstelle des Miesau Army Depot als Munitionslager benutzt wurde. Von der Verlagerung des Krankenhauses auf dieses Areal erhofft man sich eine bessere Anbindung an die Air Base und somit einen schonenderen Transport der aus den Einsatzgebieten eingeflogenen Verwundeten.

Geburtsort[Bearbeiten]

In Deutschland bekannte Personen wurden dort geboren:

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landstuhl Regional Medical Center – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b LRMC: Fact Sheet – LRMC Mission. Stand März 2013 (PDF; 33 kB)
  2. a b LRMC: Fact Sheet – History of LRMC. Stand Juni 2009 (PDF; 28 kB)
  3. Detlef Esslinger: US-Militärhospital in Landstuhl – Umschlagplatz für schwere Wunden. In: Süddeutsche Zeitung. 13. Juni 2005
  4. Mark Abramson & Marcus Klöckner: US-Militärs treffen sich mit deutschen Politikern, um über eine mögliche Verlegung des US-Hospitals Landstuhl zu sprechen. In: Luftpost – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein. 23. Januar 2010 (PDF; 217 kB)