Heeresflugplatz Celle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heeresflugplatz Celle
Endanflug Piste 26
Kenndaten
ICAO-Code ETHC
IATA-Code ZCN
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 4,5 km südwestlich von Celle
Straße Stichverbindung zur L 310
Nahverkehr Bushaltestelle „Wietzenbruch Kaserne“
Basisdaten
Eröffnung 1934
Betreiber Deutsches Heer
Fläche 219 ha
Terminals 5 Hangar
Flug-
bewegungen
ca. 50.000 (2008)
Beschäftigte ca. 1400
Start- und Landebahn
08/26 1831 m × 45 m Asphalt

i1 i3


i7 i10 i12

i14

Der Heeresflugplatz Celle „Immelmann-Kaserne“ (HFlPl Celle – IATA: ZCN, ICAO: ETHC) ist ein niedersächsischer Militärflugplatz des deutschen Heeres. Die 4,5 Kilometer südwestlich von Celle gelegene Einrichtung wurde im Jahr 1934 eröffnet und befindet sich seither durchgängig in militärischer Nutzung. Während der Berliner Luftbrücke 1948/49 war er ein bedeutender Einsatzstützpunkt, von dem aus Kohle und Lebensmittel in den Westteil der abgeriegelten Großstadt geflogen wurden.[1][2] Heute wird die Anlage von der Bundeswehr überwiegend für die Ausbildung von Hubschrauberpiloten genutzt.[3]

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lautete die Bezeichnung „Fliegerhorst Celle-Wietzenbruch“;[4] während der alliierten Besatzung von 1945 bis 1957 war sein Name „RAF Station Celle“.[5] Später erhielt der Heeresflugplatz zusätzlich den Namen „Immelmann-Kaserne“.[3]

Lage und Anfahrt[Bearbeiten]

Lagekarte des Heeresflugplatzes Celle

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Heeresflugplatz Celle liegt 4,5 Kilometer südwestlich der Stadtmitte Celles und etwa 30 Kilometer nordöstlich der Stadtmitte Hannovers. Im Westen schließt sich das Wietzenbruch an, ein moorähnliches Gebiet, das nach dem Fluss Wietze und dem umgebenden Bruchwald benannt ist. Das Gelände gab auch dem nördlich des Flugplatzes liegenden Stadtteil Wietzenbruch seinen Namen. Im Osten und Süden führt die Bahnstrecke Hannover–Hamburg vorbei. Der Mittelpunkt der Start- und Landebahn, der Bezugspunkt des Flugplatzes, liegt 39,4 Meter (129 Fuß) über Normalnull.[6]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der Fliegerhorst wird über eine Stichverbindung der Landesstraße 310 angefahren, die als Zubringer zu den Bundesautobahnen 7 und 352 dient. Neben den Autobahnen wird Celle und damit auch der Flugplatz überregional durch die Bundesstraßen 3, 191 und 214 erschlossen. Seit Dezember 2005 verfügt die Immelmann-Kaserne über eine nach ihr benannte Haltestelle der städtischen Buslinie 4.[7]

Geschichte[Bearbeiten]

Für Details über die ehemals stationierten Einheiten und Luftfahrzeugtypen siehe Hauptartikel Liste ehemaliger Einheiten und Luftfahrzeuge des Heeresflugplatzes Celle

Vorgeschichte der Luftfahrt um Celle[Bearbeiten]

1910 unternahm ein Privatmann namens Schlüter erste Flugversuche auf der Scheuener Heide im Randgebiet eines Stadtteils von Celle auf der nördlichen Allerseite. Zu diesen waren die Celler Bürger mittels Zeitungsannoncen als Zuschauer eingeladen.[5] Bedeutung erlangte die Fliegerei um Celle jedoch erst, als sich die Kaiserliche Marine auf der Suche nach einem Zwischenlandeplatz für die Verbindung WilhelmshavenKiel für das Gelände bei Scheuen entschied. Der Flugplatz konnte am 3. Oktober 1918 fertiggestellt werden und fortan fand bis zum Kriegsende regelmäßiger Flugbetrieb statt. Durch die Piloten verbreitete sich die Nachricht vom Kieler Matrosenaufstand sehr schnell auch in Celle und am 7. November 1918 kam es – von Scheuen ausgehend – auch in Celle zum Aufstand.[5]

Nach dem Kriegsende wurde der Flugplatz im Juni 1919 aufgegeben und weitere, nachweisbare Flüge fanden erst wieder ab Mitte der 1920er-Jahre statt. Jedoch erlangte das Gelände keine große Bedeutung mehr. Ab Mitte der 1930er erfuhr es als Außenlandeplatz des Fliegerhorstes Celle-Wietzenbruch erneut eine fliegerische Nutzung.[4]

Das ehemalige Flugfeld umfasst heute teilweise das zivile Segelfluggelände Scheuen.[5][8]

Wehrmacht 1933 bis 1945[Bearbeiten]

Paradeaufstellung der Fliegerschule 1935 mit Junkers Ju-52, Focker-Wulf Fw-44 und Heinkel He-72, 1934.
Das Flugfeld wird 1937 zwei Spaten tief mit Bitumen vermischt.
Fliegerhorst Celle-Wietzenbruch, 1935
Bodenmarke der KPM unter einer Servierplatte des Fliegerhorstes Wietzenbruch von 1941

Da dem Deutschen Reich nach dem Ersten Weltkrieg durch den Versailler Vertrag eine eigene Luftwaffe verboten war,[9] bedienten sich die regierenden Nationalsozialisten der Tarnung des Deutschen Luftsportverbandes (DLV), um die Aufrüstung einer Luftstreitmacht voranzutreiben.[10] So wurde – wie an vielen Orten Deutschlands – auch im Bereich um Celle nach einer geeigneten Stelle für einen Fliegerhorst gesucht. Die Wahl fiel auf ein Gelände bei Wietzenbruch.[11] Dort sollte nach offizieller Angabe einer der Sitze der „Deutschen Verkehrs-Fliegerschule GmbH“ (DVS) entstehen.[11] Die exakte Begründung für diese Standortwahl ist nicht überliefert. Die architektonische Leitung lag bei Ernst Sagebiel,[4] der zur damaligen Zeit deutschlandweit tonangebend für den Bau von Fliegerhorsten war.[12]

Mit der Vertiefung des Fuhsekanals im Osten und der Schaffung des Adamsgrabens im Westen begannen die umfassenden Arbeiten zur Einebnung und Trockenlegung des morastigen Geländes. Zeitgleich entstanden die ersten Gebäude, so dass schon 1934 die geplante Fliegerschule einziehen konnte.[4]

Der nachgiebige, moorige Untergrund musste wenig später zwei Spaten tief mit Bitumen vermengt werden, um ein Einsinken der Luftfahrzeuge zu verhindern. Bedingt durch das Bitumen-Gras-Gemisch konnte das Oberflächenwasser nur schlecht abfließen, so dass regelmäßig große Wasserflächen auf dem Flugfeld entstanden.[11] Aufgrund des federnden Untergrundes erhielt das Flugfeld von den Piloten den Namen „Gummiwiese“.[4][13]

Am 9. März 1935 wurde mit einer Rede Hermann Görings[14] die Tarnung durch den DLV deutschlandweit aufgegeben und die Luftwaffe trat auf dem Fliegerhorst offiziell als Hausherr auf, die Beschäftigten gaben sich fortan offen als Soldaten zu erkennen und trugen die Uniformen der Wehrmacht.[4]

Im weiteren Verlauf stationierte die Reichsluftwaffe immer größere Flugzeuge auf dem Fliegerhorst; der Ausbildungsbetrieb umfasste schließlich nahezu alle gängigen deutschen, militärischen Luftfahrzeugtypen der damaligen Zeit.[4]

Der Schulbetrieb erforderte aufgrund seines Umfanges Außenlandeplätze bei den nahe gelegenen Orten Hustedt und Scheuen. 1937 musste aus Kapazitätsgründen die Blindflugausbildung (Vorläufer des Instrumentenfluges) auf den etwa 35 Kilometer weiter ostwärts gelegenen Fliegerhorst Wesendorf ausgelagert werden.[11]

Nach dem Kriegsbeginn erfolgte die Verlegung der Flugschule zum Flughafen Leipzig-Mockau, und den Fliegerhorst Celle–Wietzenbruch nutzten kurzzeitig immer wechselnde Verbände.[11]

Im Jahr 1944 erfolgte zwar in einer Flugzeughalle zeitweise die Endfertigung der Junkers Ju-88[11], doch blieb Celle–Wietzenbruch für die Kriegshandlungen insgesamt von nur untergeordneter Bedeutung. Daher und aufgrund des geschickten Tarnanstrichs der Flugzeughallen[11] war der Platz nur selten Ziel alliierter Luftangriffe.[4] Zeitzeugen berichteten, dass im Jahr 1944 ein US-amerikanischer Jagdpilot so lange die Flugzeughalle V angriff, bis sich die platzeigene Flugabwehr auf den Flieger eingestellt hatte und den Piloten „zum Aussteigen zwang“.[4][11]

Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung ausgesuchter fliegender aktiver Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) der Luftwaffe, die hier zwischen 1934 und 1945 stationiert waren.

Von Bis Einheit[15]
April 1934 Oktober 1934 Aufkl.Gr. 324 (Aufklärungsgruppe 324)
November 1934 März 1935 Aufkl.Gr. 323
November 1939 Februar 1940 I./St.G. 77 (I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77)
März 1940 April 1940 II./KG 54 (II. Gruppe des Kampfgeschwaders 54)
März 1940 März 1940 III./KG 54
Mai 1943 Juli 1943 II./TG 2 (II. Gruppe des Transportgeschwaders 2)
Mai 1943 Oktober 1943 III./TG 1
Februar 1944 März 1944 I./TG 4
April 1944 September 1944 III./TG 1
Juni 1944 Juli 1944 I./TG 2
Juli 1944 August 1944 I./KG 40
März 1945 April 1945 II./JG 26 (II. Gruppe des Jagdgeschwaders 26)

Das Gelände wurde am 11. April 1945 von einem zurückbeorderten Oberfeldwebel kampflos und nahezu unbeschädigt an die britischen Streitkräfte übergeben.[11] Zuvor hatten die Angehörigen der letzten auf dem Fliegerhorst stationierten Einheit der Wehrmacht, der Flugzeugführerschule A/B 6, die verbliebenen Luftfahrzeuge gesprengt und anschließend die Kaserne verlassen. Somit erzielte ein letzter alliierter Tieffliegerangriff gegen den Fliegerhorst am 9. April 1945 keine Wirkung.[3][11]

Alliierte Streitkräfte 1945 bis 1957[Bearbeiten]

Douglas C-54 Skymaster auf der Abstellfläche aufgereiht und für den Flug nach Berlin vorbereitet, 1949.
Das Luftbrückendenkmal beim Heeresflugplatz Celle, 2008.
RAF Station Celle, 1949

Die British Air Force of Occupation zog auf dem Platz ein, den die Alliierten zunächst als Airfield B.118 bezeichneten, später wurde daraus die RAF Station Celle.[5] Bereits kurz nach der Einnahme verlegte die britische Luftwaffe metallene Lochplatten auf dem Flugfeld um dieses tragfähig für größere Flugzeuge zu machen.[1] Nach anfänglichen Verbindungsflügen nach Großbritannien und Überwachungsflügen entlang der Luftkorridore nach Berlin sank die Zahl der Flugbewegungen schnell wieder und der Platz blieb von nachrangiger Bedeutung. Ab Ende Mai 1945 lag hier mit einer dreimonatigen Unterbrechung im Sommer 1945 eine Staffel Spitfire PRXI/PR19 Fotoaufklärer der BAFO, die 2. Squadron. Sie war Ende 1946 zunächst die letztverbliebene Spitfire-Staffel auf deutschem Boden und verlegte Mitte April 1947 nach RAF Wunstorf.[16] 1947 fand gar kein Flugbetrieb mehr statt und die Luftfahrzeughallen dienten als Abstellflächen für Möbel und Panzer.[4][11]

Berliner Luftbrücke

Mit dem Beginn der Berliner Luftbrücke im Juni 1948 änderte sich dies schlagartig. Die Alliierten benötigten dringend weitere Flugplätze und Celle bot eine strategisch günstige Lage: kürzeste Distanz nach Berlin und direkt am mittleren Luftkorridor gelegen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Standorten der Luftbrücke wurde RAF Station Celle jedoch nicht vollständig in US-amerikanische Verwaltung übergeben. Die britische Luftwaffe blieb mit einem kleinen Kontingent Soldaten vor Ort und behielt das Oberkommando.[1]

Neben Faßberg und Wunstorf war der Fliegerhorst Celle der dritte Einsatzflughafen der Region. Für die Durchführung der Versorgungsflüge des 317th Troop Carrier Wing der US Air Force mit Douglas C-54 Skymaster, bei denen zunächst überwiegend Kohle nach Berlin geflogen wurde, musste der Flugplatz stark ausgebaut werden.[1] Er erhielt unter anderem einen Gleisanschluss mit ungewöhnlich langer Verladerampe (etwa 300 Meter) und direkter Anbindung zum Flugfeld sowie nun erstmals eine befestigte Start- und Landebahn aus Teer und Makadam sowie weitläufige Abstellflächen nördlich und südlich der Piste.[1][5][17]

Waren es zu Beginn der Luftbrücke noch etwa 600 Tonnen Fracht insgesamt, wurden im Frühjahr 1949 täglich 1000 Tonnen Kohle sowie 1000 Tonnen Lebensmittel transportiert. Somit entwickelte sich RAF Celle nach RAF Faßberg zum Platz mit dem zweithöchsten Warenumschlag überhaupt.[2] Zu dieser Zeit wurde die Hälfte aller Güter zur Versorgung Berlins von diesen beiden Plätzen aus zu der eingeschlossenen Bevölkerung geflogen.[2] 5000 deutsche Arbeitskräfte unterstützten die Arbeiten auf dem Fliegerhorst. Für sie und die Soldaten wurden nördlich der Kaserne großflächig Nissenhütten zur Unterbringung errichtet.[1][2]

Die Celler Bevölkerung erregte sich derweil über die „Veronikas“ genannten Frauen die, von den gut bezahlten Soldaten angelockt, mehr oder minder offen Liebschaften mit US-Amerikanern suchten. Ein öffentlicher Aufruf der Stadt Celle prangerte „Frauen und Mädchen [an, die] durch ihr Verhalten … Aergernis und Entrüstung“ in der bürgerlichen Bevölkerung hervorriefen.[18] Das öffentliche Entsetzen und die wiederkehrenden Aufrufe zur Sittlichkeit durch städtische Mandatsträger in der lokalen Presse[19] wurden schließlich bundesweit bekannt. So befassten sich die Stuttgarter Nachrichten am 14. Februar 1949 in einem halbseitigen Artikel mit „Celle – eine entrüstete Stadt“.

Von der Zeit der Luftbrücke zeugt heute noch das Luftbrückendenkmal, das – in etwas kleinerer Form als in Berlin und Frankfurt am Main – an der Zufahrtsstraße zum Fliegerhorst steht und auch das Stadtteilwappen Wietzenbruchs ziert.[20][21]

Nach dem Ende der Luftbrücke wurde das Gelände wieder ausschließlich von den britischen Luftstreitkräften genutzt, die zunächst mit De Havilland Mosquito ausgerüstet war. Nach Ausbruch des Koreakrieges kam begann eine Aufrüstung der 2. TAF und für RAF Celle bedeutete dies eine Modernisierung durch Zulauf von Vampires, den ersten Strahlflugzeugen, die auf dem Platz stationiert waren.[4][5] Im Januar 1954 rüsteten die beiden Vampire-Staffeln des 139. Wing (Geschwader) auf deren Nachfolger Venom um.

Die infrastrukturelle Fähigkeit zum schnellen Aufbau einer erneuten Luftbrücke nach Berlin wurde bis zur deutschen Wiedervereinigung aufrechterhalten und konsequent weiter ausgebaut. Unter anderem wurde die Start- und Landebahn in den 1960er-Jahren erst verlängert und dann komplett erneuert. Für die Piste 26 wurde ein Instrumentenlandesystem installiert[22] und es erfolgte der Bau einer umfassenden Beleuchtung für die Verladerampe noch Ende der 1980er-Jahre, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer.

Da eine neuerliche Luftbrücke nach Berlin eine innere Angelegenheit des Staates gewesen wäre, die Bundeswehr aber nur im erklärten Verteidigungsfall im Inland tätig werden darf, trug das Bundesministerium des Innern die Kosten für den Unterhalt und die Erweiterung der Anlagen.[4]

Bundeswehr seit 1957[Bearbeiten]

Titelbild der Hannoverschen Presse vom 30. November 1957.
Nord Noratlas und Dornier Do-27 des LTG 62 auf dem Hallenvorfeld Halle II, um 1960.
FlaBttr 30 ist vor ihren Flugabwehrkanonenpanzern Typ M 42 angetreten, um 1960.
Eine Alouette II schwebt vor der Halle I, Ende der 1960er. Dieser Hubschraubertyp prägte zusammen mit der Bölkow Bo-105 PAH jahrzehntelang das Bild des Heeresflugplatzes Celle.
Eine Lockheed C-5 Galaxy. Die Maschine brachte Mensch und Material der Drohnen Lehr- und Versuchsgruppe in die USA, 1972.
Heeresflugplatz Celle, 2001

Ein Jahr nach der Aufstellung der Bundeswehr übergaben die Briten am 29. November 1957 den Flugplatz an die deutschen Heeresflieger.[23] Damit wurde Celle nach Niedermendig und neben Fritzlar einer der ersten Standorte der damals jüngsten Truppengattung des deutschen Heeres, die im Laufe der Jahre verschiedene fliegende Einheiten und Verbände in Celle stationierte.[4][11]

Als Besonderheit waren von 1959 bis 1967 mit zwei Lufttransportgeschwadern auch Luftwaffeneinheiten in Celle stationiert.[24] Somit ergab sich, bis in die 1990er-Jahre einmalig in der Bundeswehr, ein dauerhaft gemischt genutzter Fliegerhorst von Heer und Luftwaffe. Das Lufttransportgeschwader 62 verlegte jedoch bereits 1960 nach Köln und später weiter nach Wunstorf.[24] Das in Celle 1961 aufgestellte Lufttransportgeschwader 63 wurde im Jahr 1967 nach Hohn bei Rendsburg verlegt, wo es auch heute noch stationiert ist.[4][5][24]

Im Herbst 1961 wurde auf dem Fliegerhorst Celle eine kleinere Einheit der Nationalgarde der Vereinigten Staaten stationiert, die hier aufgrund der Spannungen nach dem Berliner Mauerbau zum Einsatz bei einer eventuellen Neuauflage der Berliner Luftbrücke in Reserve gehalten wurde.

Nach der Verlegung der Transportgeschwader stationierte die Luftwaffe keine fliegenden Verbände mehr in Celle. Dennoch stellte weiterhin eine gemischte Einheit aus Heer und Luftwaffe die Flugsicherungsdienste.[4] In Celle bestand neben der stationären auch eine mobile Flugsicherungseinheit, die unter anderem mit einem mobilen Tower ausgerüstet war und damit beispielsweise sogenannte Autobahn-Notlandeplätze betreiben konnte.[4][25]

Weiterhin leistete von 1959 bis 1966 eine mit mobilem Radar ausgestattete US-amerikanische Luftwaffeneinheit auf dem Fliegerhorst Dienst. Diese Einheit führte u.a. Marschflugkörper vom Typ TM-61C (MGM-1 Matador) indem sie sich nach deren Start mit der Steuereinheit verband und so die Rakete ins Ziel lenken konnte.[26]
Da sie für die lückenlose Abdeckung des Luftraumes insbesondere in Richtung Osten jedoch nicht unbedingt notwendig war ist die Einheit aus Kostengründen wieder aufgelöst worden.[27]

Von 1963 bis 1981 befand sich auf dem Heeresflugplatz Celle eine Versuchsstaffel, die Erprobungen mit Drohnen und neu einzuführenden Hubschraubertypen wie beispielsweise der Bölkow Bo-105 in der Version als Panzerabwehrhubschrauber durchführte.[4]

Die Einheit mit der längsten Stationierungszeit in Celle war die Heeresfliegerstaffel 7, zuverlegt im Jahr 1961 vom Heeresflugplatz Rheine. Sie ist 1968 zum Bataillon aufgewertet und nach drei Jahren wieder zu einer Staffel zurückgestuft worden. 1979 erfolgte die Umbenennung in Heeresfliegerstaffel 1. Die mit dem Verbindungs- und Beobachtungshubschrauber Alouette II ausgerüstete Einheit wurde 1994 aufgelöst.[4]

Am 28. Juli 1967 erhielt die Einrichtung im Rahmen einer feierlichen Zeremonie den zusätzlichen Namen „Immelmann-Kaserne“ in Erinnerung an den deutschen Piloten Max Immelmann.[3] Das Fliegerass war während des Ersten Weltkrieges am 18. Juni 1916 gefallen.

Anfang der 1970er wuchsen die Verbände der Heeresflieger personell massiv auf und 1971 ist mit dem Heeresfliegerregiment 10, ausgerüstet mit Bell UH-1D, erstmals ein Verband der Regimentsgröße in Celle geschaffen worden.[4] Im Jahr 1979 wurde ein zweites Regiment, das mit Panzerabwehrhubschraubern ausgestattete Heeresfliegerregiment 16 aufgestellt.[4]

Da der Fliegerhorst nicht Platz für zwei Regimenter bietet war von Anfang an geplant, eines der beiden auf den Heeresflugplatz Faßberg zu verlegen. Die endgültige Entscheidung führte im Jahr 1981 zur Verlegung des Heeresfliegerregiments 10 nach Faßberg. Dessen Regimentswappen zeigt noch heute das stilisierte Celler Schloss.[4]

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde im Jahr 1991 die Fähigkeit zum Instrumentenflug in Celle ebenso wie die Notlandeplätze auf Bundesautobahnen aufgegeben und somit auch die Flugsicherung entsprechend reduziert. Das Instrumentenlandesystem, die Anflugkontrollstelle (Radar) sowie die bis dahin vorhandenen Ausstattungsmerkmale zum schnellen Aufbau einer erneuten Luftbrücke nach Berlin wurden außer Betrieb genommen.[22] Mehrere kleinere Einheiten und Dienststellen wurden in den folgenden Jahren aufgelöst oder verlegt, auch die Luftwaffe zog sich ganz vom Fliegerhorst zurück.

Einziger am Standort Celle verbliebener fliegender Verband war das Heeresfliegerregiment 16, ausgerüstet mit Panzerabwehrhubschraubern vom Typ Bölkow Bo-105 (PAH 1A1).[4][5] Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr werden alle BO105 der Heeresflieger an den Standort Celle abgegeben.

2002/2003 ist im Rahmen der Umstrukturierung der Bundeswehr und der Vorbereitung auf die Einführung der neuen Hubschraubertypen NH-90 und Tiger das Heeresfliegerregiment 16 aufgelöst worden.[4] Teile der Heeresfliegerwaffenschule zogen auf dem Flugplatz ein. Zur gleichen Zeit wurden in Celle wieder kleinere, selbstständige Hubschraubereinheiten aufgestellt.[3]

Mit der Aufnahme des Schulungsflugbetriebes wurde der Fliegerhorst Celle seit 2003 wieder instrumentenanflugfähig und das 1981 von Celle weg verlegte Hubschraubermuster Bell UH-1D hielt – zusätzlich zur weiterhin eingesetzten Bölkow Bo-105 – erneut Einzug auf dem Flugplatz.[6]

Mit der Umstellung auf den neuen Transporthubschrauber NH90 benötigte die Heeresfliegertruppe keine weiteren UH-1D-Piloten. Am 25. August 2010 wurde der Schulungsbetrieb des Heeresfliegerausbildungszentrum C in Wietzenbruch auf diesem Muster eingestellt und die letzten sieben am Standort verbliebenen UH-1D wurden nach Faßberg überführt, wo sie jetzt dem Transporthubschrauberregiment 10 angehören.

Flugplatz-Löschfahrzeuge der Bundeswehr, Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr und Wasserwerfer (Wawe4000) der Bereitschaftspolizei Hannover sammeln sich 1975 in Eschede, während des Waldbrandes in der Lüneburger Heide

Katastrophenhilfe

Nur bei erklärtem Verteidigungs- oder Katastrophenfall oder zur Amtshilfe dürfen Soldaten der Bundeswehr auch im Inland eingesetzt werden.[28] Auf dem Heeresflugplatz Celle stationierte Soldaten waren bisher sieben Mal im Rahmen der Katastrophenhilfe innerhalb Deutschlands tätig.

Während der Sturmflut im Februar 1962 starteten auch von Celle aus Evakuierungs- und Versorgungsflüge, überwiegend in das Hamburger Umland. Hierbei kamen vorrangig die Nord Noratlas des Lufttransportgeschwaders 63 sowie Alouette II der Heeresfliegerstaffel 7 zum Einsatz.[29][30][31]

Beim Brand in der Lüneburger Heide im August 1975 setzte das Heeresfliegertransportregiment 10 den Hubschraubertyp Bell UH-1D mit „Smokeys“, unter die Hubschrauber gehängte Löschwasserbehälter, massiv zur Brandbekämpfung ein. Auch das bodengebundene Personal unterstützte die Brandabwehr mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.[30][32]

Im Laufe der Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978 zeichnete sich insbesondere die Flugsicherungskompanie Nord mit Radarunterstützung der Rettungsdienste während der katastrophalen Wetterlage aus.[33]

Vornehmlich zur Sicherung der Deiche und für Verbindungs- und Überwachungsflüge während des Oderhochwasser 1997 wurden einzelne Soldaten und Hubschrauber des Heeresfliegerregimentes 16 in die Katastrophengebiete entsandt. Der reguläre Dienstbetrieb am Standort ist parallel fortgesetzt worden.

Beim ICE-Unfall von Eschede am 3. Juni 1998 war der Heeresflugplatz Celle die zuständige Stelle für die Koordination des massiven Rettungs- und Bergungseinsatzes der Bundeswehr zu Lande und in der Luft. Zwei der verunglückten Waggons sowie die zugehörigen Teile der Bahntrasse und alle relevanten Drehgestelle wurden bis zum Abschluss der Untersuchungen über den Unfallhergang auf dem Fliegerhorst in der damals leeren Flugzeughalle V gelagert.[34]

Das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ist für den Katastrophenfall in Zuständigkeitsbereiche aufgeteilt. Bei örtlich begrenzten Fällen ist der zuständige Standortälteste Ansprechpartner ziviler Behörden und Organisationen. Bei Bedarf kann jedoch Unterstützung aus anderen Bereichen angefordert werden. So waren für die Transporte Schwerstverletzter überwiegend Bell UH-1D des Heeresflugplatzes Faßberg im Einsatz, obwohl dessen Zuständigkeitsbereich erst etwas nördlich der Unfallstelle beginnt.

Zur Unterstützung der Hilfeleistung der Bundeswehr während der Elbhochwasser 2002 und 2006 waren erneut Soldaten und Material aus Celle zur Unterstützung abgestellt. Wie bei der Oderflut zuvor wurde der Dienstbetrieb am Standort jedoch weiter fortgesetzt.

Flugplatzmerkmale[Bearbeiten]

Eine Lockheed C-5 Galaxy bei der Landung auf dem Heeresflugplatz Celle, 3. August 1972.

Der Heeresflugplatz Celle ist ein kontrollierter Militärflugplatz, an dem Sicht- und Instrumentenflug zugelassen sind.[6]

Die überwiegende Zahl der auch heute noch genutzten Gebäude wurde vor 1940 errichtet. Nur wenige wesentliche Neubauten erfolgten nach der Übernahme des Fliegerhorstes durch deutsche Heeresflieger, beispielsweise das Anflugkontrollgebäude (Tower mit Approach) sowie zusätzliche Unterkünfte im nördlichen Kasernenbereich. Markanteste Änderungen der Infrastruktur waren die Erweiterung des Flugplatzgeländes nach Westen in Verbindung mit einer Verlängerung der Start- und Landebahn zur Berliner Luftbrücke 1948 und nochmals Ende der 1960ern, sowie 1994 die Verlegung des Fuhsekanales nach Osten aus der Kaserne heraus. Dieser führte ursprünglich direkt am Flugfeld entlang durch die Kaserne.

Mehrere Gebäude des Flugplatzes mussten im Laufe der Jahre wegen Baufälligkeit oder aus Gründen des Umweltschutzes abgerissen werden, unter anderen die sogenannte „Berlin-Küche“ (Küche und Speisesaal aus der Zeit der Berliner Luftbrücke), das Fliegerhorst-Kino, das Schwimmbad sowie eine Tankanlage. Andere wurden und werden nach und nach – teils mehrfach – saniert und umgebaut. Manche sind in ihrer Funktion vollständig oder teilweise geändert. So wird die ehemalige Reithalle heute als Sporthalle genutzt.

Aus Kostengründen stimmte die Bundeswehr im Jahr 2005 der Stilllegung des zuletzt von den Osthannoverschen Eisenbahnen bedienten Gleisanschlusses zu. Der Nachschub an Kerosin wird seitdem über Tankwagen sichergestellt. Bereits ein Jahr später begann der Rückbau der Gleise vom Celler Bahnhof nach Wietzenbruch, dem bis dahin letzten Rest der ehemaligen Allertalbahn.

Organisation[Bearbeiten]

Die gesamte Anlage ist Militärischer Sicherheitsbereich, vollständig von einem Kasernenzaun umschlossen und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Organisatorisch besteht eine interne Trennung zwischen Kasernen- und Flugbetriebsbereich.

Zutrittsberechtigt zum Kasernenbereich sind grundsätzlich alle Angehörigen der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte. In diesem Teil sind die Verwaltungs-, Betreuungs-, Sport- und Sanitätseinrichtungen sowie die Unterkünfte gelegen.

Der Flugbetriebsbereich ist nochmals speziell eingezäunt und umfasst das Flugfeld, die Flugzeughallen und Abstellflächen für Luftfahrzeuge sowie die Einrichtungen zum Betreiben des Flugplatzes, beispielsweise Radaranlagen, Tower und Tanklager. Der Zugang zum Flugbetriebsbereich wird – ähnlich einem zivilen Verkehrsflughafen – grundsätzlich nur Personen gestattet, die in diesem Bereich ihre Arbeitsstätte haben oder als Luftfahrzeugbesatzung beziehungsweise Passagier zwingend das Flugfeld betreten müssen.

Landeflächen[Bearbeiten]

Die Dimensionen der Piste mit 1831 Metern Länge und 45 Metern Breite bei zusätzlich 303 Metern Überrollstrecke im Osten (gesamte asphaltierte und nutzbare Länge 2134 Meter)[35] erlauben grundsätzlich Starts und Landungen nahezu aller gängigen Luftfahrzeuge. Als bisher größtes Flugzeug landete 1972 eine Lockheed C-5 Galaxy in Celle, um einen Materialtransport durchzuführen.[4][36]

Entsprechend der überwiegenden Nutzung als Ausbildungsflugplatz der Bundeswehr für Hubschrauberpiloten stehen parallel zur befestigten Start- und Landebahn verschiedene Graslandeflächen zur Verfügung. In diese jeweils mindestens 50 Meter breiten und zwischen 50 und 500 Meter langen Grasstreifen können Punktlandungen sowie Autorotationen und andere Hubschrauber-Notverfahren geübt werden.[37]

Um die Lärmbelastung für die über Jahrzehnte an den Flugplatz herangewachsene Stadt möglichst gering zu halten, wird zusätzlich ein Hubschrauberübungsgelände in Scheuen, nordöstlich der Stadt Celle, betrieben. Dort können, etwas abseits von bebautem Gebiet, ebenfalls Landeübungen durchgeführt werden.[38]

Der Flugplatz verfügt nicht über Hakenfanganlagen oder andere Sicherungseinrichtungen für strahlgetriebene Luftfahrzeuge.[6]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Zum Abstellen, Warten und Instandsetzen von Luftfahrzeugen stehen insgesamt fünf Flugzeughallen zur Verfügung, eine davon ist als Werft ausgelegt. Jede der Hallen kann dabei je nach Typ bis zu 24 Hubschrauber fassen. Die Abstellflächen im Freien vor den Hallen bieten Platz für rund 40 Luftfahrzeuge unterschiedlicher Größen. Weitere Standflächen bieten die Nord-, die Südwest- und die Südostspinne. Diese Abstellflächen sind aufgelockert spinnenförmig angeordnet und teilweise durch Bepflanzung gedeckt, wie zur Zeit des Kalten Krieges üblich. Diese werden jedoch überwiegend nicht mehr fliegerisch genutzt, stehen aber begrenzt für Übungen platzfremder Einheiten zur Verfügung.[4]

Kerosin, mit dem fast alle Militär- und die meisten zivilen Luftfahrzeuge fliegen, wird bereitgehalten. Kraftstoffe wie AvGas, MoGas und Dieselkraftstoff, die überwiegend für Sportflugzeuge genutzt werden stehen nicht zur Verfügung.[6] Das Betanken erfolgt in der Regel über Tankfahrzeuge, seltener über die Unterflur-Tankanlage, die mit vier Zapfstellen ausgestattet ist.

Luftraum[Bearbeiten]

Der Flugplatz wird umgeben von einer Kontrollzone der Luftraumklasse „D“, die jedoch nur bei Öffnung des Flugplatzes aktiv ist.[39] Der Luftraum im Zuständigkeitsbereich der Anflugkontrollstelle ist als „E“ mit 1000 Fuß Untergrenze klassifiziert.[40]

Navigationshilfen[Bearbeiten]

Der Flugplatz verfügt über ein ungerichtetes Funkfeuer (Frequenz: 311 kHz, Kennung: CEL).[41] Dieses wird für An- und Abflugverfahren des Heeresflugplatzes Celle, aber auch von der zivilen Deutschen Flugsicherung als An- und Abflughilfe für die Flughäfen Hannover-Langenhagen und Braunschweig-Wolfsburg verwendet[42] sowie in der Funknavigation als Wegpunkt zweier Luftstraßen.[43] Weiterhin ist der Platz mit einem Präzisionsanflugradar (PAR-80) und einem Flughafen-Rundsichtradar (ASR-910) ausgestattet.[6][44]

Dienste[Bearbeiten]

Auf dem Flugplatz ist eine Flugberatung, eine Außenstelle des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr (Wetterberatungsstelle) und eine eigene Feuerwache stationiert.[6] Somit werden alle notwendigen Dienste für den nationalen und internationalen Flugverkehr verfügbar gehalten. Der Heeresflugplatz Celle ist „Airport of Entry“ (Zollflughafen)[45] und darf somit direkt aus dem nicht-europäischen Ausland angeflogen werden.

Auf dem Flugplatz ist mit der Heeresfliegerinstandsetzungsstaffel 100 eine hohe Kompetenz zur Instandsetzung des von der Bundeswehr genutzten Hubschraubertyps Bölkow Bo-105 vorhanden, die für die gesamte Bundeswehr-Flotte dieses Hubschraubertyps zuständig ist. Weiterhin sind die in Celle stationierten Teile der Heeresfliegerwaffenschule ebenfalls in der Lage, Hubschrauber der Typen Bölkow Bo-105 und Bell UH-1D zu warten. Andere Luftfahrzeuge können in Celle zurzeit nicht typenspezifisch gewartet, sondern lediglich versorgt werden.

Nutzung[Bearbeiten]

Eine Bölkow Bo-105 mit Außenlast über dem Heeresflugplatz Celle, 2008. Im Hintergrund die Skyline von Celle. U.a. das Fliegen mit Außenlast, beispielsweise zum Transport von Sandsäcken zur Deichsicherung, wird Piloten in Celle vermittelt.

Der Fliegerhorst steht als militärischer Flugplatz während seiner Öffnungszeiten grundsätzlich für alle Luftfahrzeuge der Bundeswehr, der Polizei und Bundespolizei, sowie der NATO-Mitgliedsstaaten zur Verfügung. Aus Gründen des Lärmschutzes für die Zivilbevölkerung sowie um den eigenen Ausbildungsflugbetrieb nicht unnötig zu stören, wird dies durch eine sogenannte „PPR“–Regelung eingeschränkt; das bedeutet eine Genehmigung zum Anflug auf Celle ist vor Antritt des Fluges einzuholen.[6]

Starts und Landungen ziviler Maschinen bedürfen einer vorherigen schriftlichen Anfrage und Genehmigung oder müssen durch einen Mitbenutzungsvertrag abgedeckt sein. Lediglich Luftnotlagen sind ausgenommen.

Zusätzlich zu den Einheiten, die den Flugplatz fliegerisch nutzen oder den Flugbetrieb unterstützen sind auf dem Heeresflugplatz Celle auch Einheiten und Dienststellen untergebracht, die lediglich auf die militärische Infrastruktur zurückgreifen.[3] Diese Nutzer sind dabei von der Verwendung der Liegenschaft als Fliegerhorst unabhängig. Sie befinden sich aus organisatorischen, historischen oder Kapazitätsgründen mit in der Immelmann-Kaserne.

Auftrag und Aufgaben aller auf dem Heeresflugplatz Celle stationierten Einheiten leitet sich aus den Vorgaben des Weißbuch 2006 ab.[46][47] Neben jeweils individuellem Auftrag und Aufgaben ist allen auf dem Heeresflugplatz Celle stationierten Einheiten gemeinsam, dass sie jederzeit im Rahmen der Amts- und Katastrophenhilfe zum Schutz und zur Rettung auch der zivilen Bevölkerung Deutschlands zur Verfügung stehen sowie zivile Behörden und Dienststellen, beispielsweise die Polizei, unterstützen.[48]

Einheiten mit fliegerischem Auftrag[Bearbeiten]

Heeresfliegerwaffenschule Ausbildungszentrum C[Bearbeiten]

HFlgWaS AusbZentr C

Der Heeresflugplatz Celle wird im Hauptauftrag zurzeit überwiegend als Ausbildungsflugplatz für Hubschrauberpiloten genutzt und ist damit größtenteils zugehörig zur Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg, dem „Mutterhaus der Heeresflieger“ (Soldatensprache). Die Ausbildung wird vom Ausbildungszentrum C auf dem Hubschraubermuster Bölkow Bo-105 durchgeführt und umfasst folgende Bereiche[3]:

  • Ausbildung von Flugschülern in Notverfahren wie beispielsweise Ausfall eines oder mehrerer Triebwerke, einer Autorotation sowie Ausfall des Heckrotors, der Hydraulik oder anderer Systeme
  • Erst- und Umschulung auf das Muster Bölkow Bo-105 für Piloten, die bisher andere Hubschraubermuster flogen
  • Ausbildung künftiger Fluglehrer
  • Durchführung von Speziallehrgängen auf dem Hubschraubermuster
  • Aus- und Fortbildung der eigenen Piloten

Heeresfliegerverbindungs- und Aufklärungsstaffel 100[Bearbeiten]

HFlgVbdgAufklStff 100

Die Heeresfliegerverbindungs- und Aufklärungsstaffel 100 startet von Celle aus mit der Bölkow Bo-105 zu Verbindungsflügen überwiegend in Nord- und Ostdeutschland sowie deutschlandweit zu nationalen und regelmäßig auch internationalen Übungen, beispielsweise in Norwegen.

Der Auftrag umfasst dabei[3]:

  • Verbindungsflüge zwischen Einheiten und Verbänden der Luftbeweglichen Brigade 1 sowie anderer Großverbände der Bundeswehr
  • VIP-Flüge für Militärs und Politiker
  • Durchführung von eigenen militärischen Übungen sowie Teilnahme an Übungen der vorgesetzten Großverbände
  • Durchführung von Überwachungsflügen
  • Aus- und Fortbildung der eigenen Piloten

Heeresfliegerinstandsetzungsstaffel 100[Bearbeiten]

HFlgInstStff 100

Die Heeresfliegerinstandsetzungsstaffel 100 ist eine höchstspezialisierte Einheit der Bundeswehr für die Instandsetzung der Bölkow Bo-105.

Sie ist in dieser Form einzigartig und daher zentral für die gesamte Bundeswehr zuständig.

Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten mit höherem Aufwand, für die aus Kosten- und Personalgründen nicht jede mit Bölkow Bo-105 ausgestattet Einheit selbst ausgerüstet und ausgebildet sein kann, werden von dieser Staffel durchgeführt. Die Hubschrauber werden dafür von der entsendenden Einheit nach Celle überführt und nach Abschluss der Arbeiten wieder abgeholt.[3]

Einheiten mit flugunterstützendem Auftrag[Bearbeiten]

Geoinformationsberatungsstelle Celle[Bearbeiten]

GeoInfoBSt Celle

Die Aufgaben der Geoinformationsberatungsstelle umfassen den Flugwetterdienst generell für den regionalen Bereich sowie bei Einsatzflügen für die gesamte Flugstrecke – bei Bedarf auch weltweit.

Rund um die Uhr werden Wetterbeobachtungen durchgeführt, selbst wenn der Flugplatz an sich geschlossen ist. Die Daten werden in ein weltumspannendes Fernmeldesystem für Wetterdaten eingesteuert und das sich ergebende Bild vor Ort ausgewertet.

Bei sich entwickelnden regionalen Unwettern gibt die Beratungsstelle Warnungen und Informationen, insbesondere an die Luftfahrzeugbesatzungen, heraus.[3][49]

Heeresflugplatzfeuerwehr Celle[Bearbeiten]

HFlPlFw Celle

Die Heeresflugplatzfeuerwehr stellt den Brandschutz und die Technische Hilfeleistung auf dem Fliegerhorst sicher. Sie ist rund um die Uhr im Dienst, selbst wenn der Flugplatz an sich geschlossen ist. Bei einem Flugunfall oder einer Luftnotlage ist sie für die Erstmaßnahmen sowohl auf dem Flugplatzgelände als auch im Nahbereich zuständig.

Zusätzlich stellt die Einheit bei Bedarf den Brandschutz auf dem Hubschrauberübungsgelände Scheuen sicher.[3]

Sanitätsstaffel Celle-Wietzenbruch[Bearbeiten]

SanStff Celle-Wietzenbruch

Um die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung der Soldaten sicherzustellen, ist auf dem Flugplatz eine eigene Sanitätsstaffel mit mehreren Praktischen- bzw. Fachärzten und Zahnärzten untergebracht. Unterstützt wird diese Komponente von speziell ausgebildeten Fliegerärzten, die von den fliegenden Einheiten gestellt werden.

Bei Zwischenfällen im Flugverkehr während der regulären Dienstzeiten stellen die Fliegerärzte gemeinsam mit der Feuerwehr die Erstversorgung Verletzter sicher.[3]

Standortservice[Bearbeiten]

BwDLZ Hannover

Aufgrund der im Grundgesetz vorgeschriebenen Trennung zwischen militärischem Auftrag und ziviler Wehrverwaltung[50] unterhält die Bundeswehr auf dem Gelände des Fliegerhorstes Außenstellen ziviler Dienstleistungszentren, den sogenannten Standortservice. Diese stellen den technischen Betrieb der Anlagen sowie die Pflege und Verwaltung des Geländes mitsamt allen Gebäuden und Einrichtungen sicher und stellt diese den militärischen Nutzern zur Verfügung.

Zuständig für den Standort Celle ist das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Hannover.[3]

Militärseelsorge[Bearbeiten]

Evangelische Militärseelsorge
Katholische Militärseelsorge

Für die Durchführung der Militärseelsorge auf dem Fliegerhorst befindet sich eine vom evangelischen und katholischen Standortpfarrer ökumenisch genutzte Kapelle auf dem Gelände, in der monatlich Gottesdienste durchgeführt werden. Der ständige Dienstsitz der zuständigen Militärgeistlichen ist Hannover. Sie sind Teil des „psychosozialen Netzwerks der Hilfe“. Das Netzwerk bestehend aus den Fliegerärzten, den Standortpfarrern und anderen sozialen Einrichtungen der Bundeswehr. Es betreut hilfesuchende Soldaten bei privaten sowie dienstlichen Problemen und betreut Betroffene, deren Angehörige und eingesetzte Rettungskräfte bei einem Flugunfall oder Zwischenfall.[51]

Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften sind nicht vorhanden.[3]

Einheiten ohne fliegerischen Bezug[Bearbeiten]

Standortältester Celle[Bearbeiten]

StOÄ Celle

Der Standortälteste Celle repräsentiert den Heeresflugplatz Celle und weitere militärische Liegenschaften um Celle nach außen, vor allem gegenüber der Stadt sowie dem Landkreis Celle und der örtlichen Presse. Er ist Ansprechpartner für zivile Dienststellen und Behörden, insbesondere bei der Koordinierung der Amts und Katastrophenhilfe durch die Bundeswehr. Der Standortälteste übt Dienstaufsicht über alle Einheiten des Standortes aus und regelt Angelegenheiten von gemeinsamem Belang, beispielsweise die Nutzungszeiten für den Standortübungsplatz Scheuen und die Standortschießanlage.

Heeresfliegerstaffel 109[Bearbeiten]

HFlgStff 109

Die Heeresfliegerstaffel 109 ist Teil des in Faßberg stationierten Transporthubschrauberregiments 10 und führt die Allgemeine Grundausbildung für Wehrpflichtige und Soldaten auf Zeit durch. Weiterhin führt sie spezielle Vorbereitungslehrgänge für Bundeswehrangehörige durch, die für einen Auslandseinsatz vorgesehen ist.

Soldaten ab der Dienstgradgruppe Unteroffizier, die als Wachhabende im Wachdienst eingesetzt werden sollen, erhalten in der Heeresfliegerstaffel 109 die theoretische und praktische Ausbildung zum Wachvorgesetzten.[3]

Feldwebel für Reservistenangelegenheiten[Bearbeiten]

LKdo Nds

Diese Kleindienststelle ist Verbindungselement zu den in den Landkreisen Celle und Heidekreis wohnenden Reservisten der Bundeswehr. Zum Aufgabenbereich gehören Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen für ehemalige Soldaten sowie organisatorische Unterstützung bei Reserveübungen. Dabei arbeitet der Feldwebel für Reservistenangelegenheiten eng mit dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) zusammen.

Der Feldwebel für Reservistenangelegenheiten untersteht dem Landeskommando Niedersachsen.[3]

Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr[Bearbeiten]

VdRBw

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr ist ein staatlich geförderter Verein, der im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Bundestages die Reservistenarbeit übernimmt.

Die Kreisgeschäftsstelle Celle ist dabei in Zusammenarbeit mit dem Feldwebel für Reservistenangelegenheiten zuständig für die Betreuung der Mitglieder im Landkreis Celle. Sie führt regelmäßige Veranstaltungen durch und informiert ihre Mitglieder durch eine halbjährlich erscheinende Rundschrift.[3]

Sonstige Nutzung[Bearbeiten]

Bis in die 1980er Jahre nutzten vornehmlich Angehörige der europäischen Adelshäuser, insbesondere des englischen, sowie weitere Personen des öffentlichen Lebens[52] die Möglichkeit, auf den für Journalisten und Fotografen unzugänglichen Militärflugplätzen zu landen. Bekannteste Gäste auf dem Fliegerhorst Celle waren die niederländische Prinzessin Beatrix 1965[53], Elizabeth Bowes-Lyon („Queen Mum“) 1965[54], Elisabeth II. (Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland) 1967[55] und 1984[56] sowie Prinz Charles mit Diana 1987[57].

Bis in die heutige Zeit hinein wird der Heeresflugplatz Celle gelegentlich genutzt, um Truppenbesuche britischer Adeliger bei den in der Region stationierten britischen Streitkräften abzuhalten[58], sowie die traditionellen, seit Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg bestehenden Verbindungen zwischen dem Hause Windsor und der Herzogstadt Celle zu pflegen.[59]

Mit der vermehrten Auflösung bzw. Verlegung britischer Verbände aus Deutschland sinkt diese Bedeutung jedoch seit den 1990ern. Staatsoberhäupter haben den Heeresflugplatz Celle nach 1984 nicht mehr angeflogen.[56]

Ein Anfang der 1990er gestarteter Vorstoß Celler Politiker, den Flugplatz für eine generelle zivile Mitnutzung auszubauen, wurde wegen der aller Voraussicht nach fehlenden Wirtschaftlichkeit – insbesondere aufgrund der Nähe zum Flughafen Hannover-Langenhagen – nicht weiter verfolgt.[60] Eine erneute Untersuchung zehn Jahre später scheiterte am Widerstand der Bundeswehr gegen eine solche Mitnutzung.[61][62]

Bedeutung und Entwicklung[Bearbeiten]

Die Bölkow Bo-105 ist der hauptsächlich verwendete Einsatz- und Schulungshubschrauber auf dem Heeresflugplatz Celle.
Der NATO-Helikopter 90 (NH-90) soll künftig leistungsfähiger, moderner und leiser seine Dienste verrichten und damit die Bell UH-1D vollständig ablösen.

Der Heeresflugplatz Celle tritt überörtlich außerhalb der internen Medien der deutschen Heeresflieger nur sehr selten in Erscheinung. Er ist, anders als beispielsweise die Ramstein Air Base, auch kein nationaler Begriff für einen Militärflugplatz. Ziviler Flugverkehr findet auf dem Fliegerhorst grundsätzlich nicht statt.[6]

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Der Heeresflugplatz Celle stellt für die strukturschwache Region Celle[63] einen starken Wirtschaftsfaktor dar.[64] Pro Jahr werden etwa 5 Millionen Euro für Baumaßnahmen und Bauunterhalt sowie etwa 2,5 Millionen Euro für die Bewirtschaftung und den Betrieb ausgegeben (Stand 2008).[3] In der Kaserne sind über 1400 Soldaten, Beamte und zivile Arbeitnehmer beschäftigt.

Militärische Bedeutung[Bearbeiten]

Nahezu jeder jüngere Hubschrauberpilot der Bundeswehr hat zumindest Teile seiner Ausbildung in Celle absolviert.[3] Auch in den nächsten Jahren wird jeder Anwärter in Celle Station machen.

Von Celle aus starten Ausbildungs- und Einsatzflüge nach ganz Deutschland. Bedingt durch die Instandsetzungskomponente wird der Fliegerhorst von Hubschrauberverbänden der gesamten Bundeswehr angeflogen.[3]

Der dem Heeresflugplatz Celle zugeordnete Luftraum stellt in der Luftfahrt einen Verbund der militärischen Flugplätze Bückeburg, Wunstorf, Celle und Faßberg (von Südwest nach Nordost) dar. Dies ermöglicht militärischen Flugverkehr von- und zueinander unter ausschließlich militärischer Kontrolle.[6][35]

Die Nähe zu den Truppenübungsplätzen Bergen und Munster macht Celle gelegentlich zum Ausgangs- und Basispunkt nationaler und internationaler Übungen mit Beteiligung von Luftfahrzeugen.

Zukünftige Entwicklung[Bearbeiten]

Aus Kostengründen und zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm geht die Entwicklung mehr und mehr hin zur Ausbildung im Simulator. Nur noch die absolut notwendigen Ausbildungsinhalte, die nicht simuliert geflogen werden können bzw. dürfen, werden noch im realen Flugbetrieb vermittelt. Bis Ende 2012 möchte die Bundeswehr die Heeresfliegerverbände auf die neu beschafften Muster NH-90 und Tiger umstellen. So wurde im September 2010 die Ausbildung auf der Bell UH-1D vollständig eingestellt, die verbliebenen Maschinen an den Heeresflugplatz Faßberg abgegeben, wo sie bis zur Einführung des NH-90 weiter geflogen werden.[65][66]

Autorotationen sollen weiterhin in Celle auf der Bölkow Bo-105 geflogen werden,[66] da diese mit dem Eurocopter EC-135, dem in Bückeburg stationierten Standard-Erstschulungshubschrauber für die Pilotenausbildung in der Bundeswehr, im Schulungsbetrieb nicht möglich sind.

Die Heeresfliegerinstandsetzungsstaffel 100 soll weiterhin zentral für die gesamte Bundeswehr die Instandsetzung der Hubschrauber vom Typ Bölkow Bo-105 übernehmen. Neben den Einsatzflügen der Heeresfliegerverbindungs- und Aufklärungsstaffel 100 soll am Heeresflugplatz Celle als Element der Heeresfliegerwaffenschule weiterhin Ausbildungsflugbetrieb stattfinden, da diese Aufgabe von nur einem Flugplatz, unter anderem aus Gründen der Kapazität und des Lärmschutzes, nicht bewältigt werden kann.[66]

Kritik[Bearbeiten]

Blickrichtung vom Fliegerhorst Celle-Wietzenbruch auf die ostwärts gelegenen Äcker, 1936. Heute liegen dort die vom Fluglärm betroffenen Stadtteile Heese und Westercelle.
Eine Bell UH-1D verlässt die Piste auf dem Heeresflugplatz Celle, 2008. Im Hintergrund die Stadt. Hubschrauber dieses Typs sorgten mit ihrem charakteristischen, lauten Rotorgeräusch immer wieder für Fluglärmbeschwerden.

Wie bei vielen anderen militärischen Flugplätzen auch, sind in Celle die umliegenden Ortschaften im Laufe der Zeit immer näher an den 1933, damals abseits größerer Wohnbebauung und unter anderen Vorzeichen entstandenen Fliegerhorst heran gewachsen.[67][68] Diese Entwicklung führte zu einem Konflikt zwischen den fliegerischen Nutzern des Geländes und den vom Fluglärm betroffenen Anwohnern.

Entwicklung der Fluglärmkritik[Bearbeiten]

Erste Fluglärmbeschwerden sind bereits seit Übernahme des Flugplatzes durch deutsche Heeresflieger zu verzeichnen.[69] Einen vorläufigen Höhepunkt erfuhr der Widerstand aus der Bevölkerung, als in den 1960ern Überlegungen bekannt wurden, den Fliegerhorst mit einer zweiten, in Nordwest-Südost-Richtung verlaufenden Start- und Landebahn auszustatten sowie ein Jagdgeschwader zu stationieren.[70] Anwohner, vornehmlich aus Wietzenbruch, gründeten die „Schutzgemeinschaft gegen Gefahren und Lärm des Flugbetriebes vom Flugplatz Wietzenbruch e.V.“ Der Verein reichte eine Petition beim Deutschen Bundestag ein mit dem Ziel, den Ausbau und die Stationierung zu verhindern. Dabei wurde vor allem auf den zu erwarteten Anstieg des Fluglärms verwiesen.[70]

Die Planungen waren zwischenzeitlich bereits aufgegeben worden. Nachdem das Bundesministerium der Verteidigung bestätigte, dass in Celle künftig ausschließlich Hubschrauber stationiert werden sollen, löste sich die Gemeinschaft wieder auf.

Der Fluglärm blieb über die folgenden Jahre dennoch weiterhin in den örtlichen Medien präsent.[71][72][73][74]

Nach der deutschen Wiedervereinigung blieb für viele Jahre nur das Heeresfliegerregiment 16 mit Bölkow Bo-105 als einziger fliegerischer Verband in Celle stationiert. Die Auflösung dieses Regiments im Jahr 2003, der Einzug des Ausbildungszentrums für Hubschrauberpiloten und die damit einhergehende signifikante Steigerung der Flugbewegungen nach über zehn Jahren relativ ruhigem Flugbetrieb, rückte den Flugplatz weiter in das Zentrum kritischer Betrachtungen.[75] Die erneute Stationierung des Hubschraubertyps Bell UH-1D vom Frühjahr 2005 bis zum Sommer 2010 rief zusätzliche Proteste aus der umliegenden Bevölkerung hervor, da das Rotorgeräusch dieses Drehflüglers (im Volksmund auch „Teppichklopfer“ genannt)[76] im Vergleich zur Bölkow Bo-105 als besonders laut wahrgenommen wird.[77][78] Vor allem Anwohner, die in den „ruhigen“ Jahren Immobilien gebaut oder gekauft hatten, sind von der neuen, unerwarteten Intensität des Flugverkehrs überrascht worden.[75][77][78]

Heutige Situation[Bearbeiten]

In den angrenzenden Stadtteilen Wietzenbruch[79][80] direkt nördlich und Heese[81] nordöstlich des Flugplatzes sowie Westercelle[82] und Altencelle[83] im An- und Abflugsektor der Piste 26[66] werden seit Ende der 1980er-Jahre Neubaugebiete ausgewiesen. Zeitgleich werden zunehmend Gesetze zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm erlassen.[84][85]

Bauherren und Kaufinteressenten werden zwar über entsprechende Hinweise vor dem Erwerb[86][87] und in den Grundbüchern auf die Existenz des nahegelegenen Militärflugplatzes hingewiesen, unterschätzen vielfach jedoch die tatsächliche Lärmimmission eines aktiven Fliegerhorstes.[74][88] Insbesondere wenn Nachtflugausbildung stattfindet, wird der Fluglärm als stark störend empfunden.[77][78] Regelmäßig wird in Ratssitzungen der Stadt Celle[65][89][90] sowie umliegender Gemeinden[66][74][91] der durch den Flugplatz bedingte Lärm thematisiert. Der Niedersächsische Landtag beschäftigte sich bei seiner Sitzung vom 28. August 2009 aufgrund einer Kleinen Anfrage aus der Fraktion der GRÜNEN ebenfalls mit dem Fluglärm am Standort Celle.[92]

Seitens der Gegner des Flugplatzes werden die aktuellen Lärmschutzgesetze[85], das Recht auf Gesundheit[93] sowie die tatsächlichen und vermeintlichen Gefahren durch den Flugbetrieb (beispielsweise mögliche Abstürze von Luftfahrzeugen in bebautes Gebiet) angeführt.[74][77][78] Die Befürworter argumentieren, dass der Flugplatz bereits seit 1934 in Betrieb ist und die jetzigen Gegner im Wissen um seine Existenz[79][80][81][82][83][86][87] und unter Mitnahme von Preisminderungen beim Grundstück- oder Hauskauf[77][94] sowie einer niedrigeren Grundsteuer[94] freiwillig in die vom Fluglärm betroffenen Gebiete gezogen seien. Weiterhin führen sie die wirtschaftliche Kraft des Fliegerhorstes sowie der dort Beschäftigten an.[3][77][95] Die Kritiker mutmaßen jedoch, dass aufgrund des Ausbildungsbetriebes tatsächlich nur wenige Beschäftigte mit ihren Angehörigen in Celle und Umgebung wohnen.[77] Statistische Daten zu Pendlern und Wohnbevölkerung liegen nicht vor, offizielle Fluglärmmessungen wurden bisher nicht vorgenommen.

Reaktion der Bundeswehr[Bearbeiten]

Die Einheiten vor Ort versuchen der Kritik mit Selbstbeschränkungen zu begegnen. So werden Platzrunden ausschließlich im Süden über weitgehend unbewohntem Gebiet geflogen[96], Übungsanflüge über Westercelle, so weit wie möglich, vermieden[6], die Mittagspause überwiegend flugfrei gehalten[6][44] und in den An- und Abflugverfahren für den Platz der Überflug dicht besiedelter Gebiete verboten.[37]

Dies entlastet zwar weite Teile der umliegenden Ortschaften, führt jedoch zu einer Kanalisierung des Flugverkehrs über den noch zulässigen Strecken[37] und geht zu Lasten der Bewohner auf diesen angepassten Flugrouten.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wolfgang J. Huschke: Die Rosinenbomber: Die Berliner Luftbrücke 1948/49, ihre technischen Voraussetzungen und deren erfolgreiche Umsetzung. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1485-5.
  •  Karl Ries und Wolfgang Dierich: Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe. Planskizzen 1935–1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-613-01358-4, S. 182f..
  •  Klaus Luttermann: Die große Waldbrandkatastrophe. EFB-Verlagsgesellschaft, Hanau am Main 1984, ISBN 978-3-9800353-6-1.
  •  Joachim Dressel und Manfred Griel: Flugzeuge und Hubschrauber der Bundeswehr. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-613-01358-4.
  •  Roger G. Miller: To Save a City: The Berlin Airlift, 1948–1949. Texas a & M Univ Pr, 2000, ISBN 0-89096-967-1.
  •  Bernd Vetter und Frank Vetter: Die deutschen Heeresflieger: Geschichte, Typen und Verbände. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-613-02146-3.
  •  Fritz Garben: Fünf Jahrzehnte Heeresflieger: Typen, Taktik und Geschichte. Stedinger-Verlag, Lemwerder 2006, ISBN 3-927697-45-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heeresflugplatz Celle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f  Wolfgang J. Huschke: Die Rosinenbomber: Die Berliner Luftbrücke 1948/49, ihre technischen Voraussetzungen und deren erfolgreiche Umsetzung. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8305-1485-5, S. 184f.
  2. a b c d  Wietzenbruch – wichtiger Stützpunkt der Luftbrücke. In: Hannoversche Presse. 31. Dezember 1948.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u  Standortdienstfeldwebel Celle: Mein Standort Celle. Druckerei ABT, Bad Schussenried 2008.
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y  Traditionsbeauftragter des Heeresfliegerregiment 16: Chronik des Heeresfliegerregiment 16 und der Immelmann-Kaserne. Celle 2003.
  5. a b c d e f g h i Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatM. Klages & M. Grube: Flugplätze im Raum Celle. In: www.geschichtsspuren.de. 5. Mai 2001, abgerufen am 19. November 2010.
  6. a b c d e f g h i j k l Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMilitärisches Luftfahrthandbuch Deutschland: ETHC – Celle. In: www.mil-aip.de. Amt für Flugsicherung der Bundeswehr, 13. März 2008/18. Dezember 2008/12. März 2009, abgerufen am 7. September 2009 (pdf, englisch).
  7. Liniennetz Stadt Celle (Version vom 6. Mai 2011 im Internet Archive)
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEdgar Wiebe: Verbände u. Vereine. In: www.scheuen-celle.de. Abgerufen am 7. September 2009.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBurkhard Asmuss und Arnulf Scriba: Der Versailler Vertrag. In: www.dhm.de. Deutsches Historisches Museum, abgerufen am 7. September 2009.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatArnulf Scriba: Die Luftwaffe. In: www.dhm.de. Deutsches Historisches Museum, abgerufen am 7. September 2009.
  11. a b c d e f g h i j k l  Eduard Trochim, Stadtarchiv der Stadt Celle (Hrsg.): Entstehung und Entwicklung des Fliegerhorstes Celle-Wietzenbruch. Celle 1970/1971.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRobert Thoms: Biographie: Ernst Sagebiel, 1892–1970. In: www.dhm.de. Deutsches Historisches Museum, abgerufen am 7. September 2009.
  13.  Von der „Gummiwiese“ zum Militärflugplatz. In: Cellesche Zeitung. 13. November 1985.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatClaudia Prinz: Die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht. In: www.dhm.de. Deutsches Historisches Museum, abgerufen am 7. September 2009.
  15. Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45 Germany (1937 Borders), S. 104–106, abgerufen am 12. September 2014
  16. Bill Taylor: Royal Air Force Germany, Midland Publishing, Hinckley/England 2003; ISBN 1-85780-034-6, Seite 22/23/206"
  17.  Flughafen Wietzenbruch erweitert. In: Hannoversche Presse. 5. Februar 1949.
  18.  Sittenlosigkeit wird angeprangert. In: Hannoversche Presse. 15. Januar 1949.
  19.  Durch das „Veronika“-Problem ist eine ernste Lage entstanden. In: Hannoversche Presse. 22. März 1949.
  20.  „Hungerharke“ errichtet. In: Cellesche Zeitung. 29. April 1988.
  21.  Luftbrückendenkmal in Celle eingeweiht. In: Cellesche Zeitung. 26. Juni 1988.
  22. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMilitary Airfield Directory, Celle, Germany, 1990. In: www.mil-airfields.de. Sven Kondrus, abgerufen am 7. September 2009.
  23.  Wieder deutsche Flugzeuge in Celle-Wietzenbruch. In: Hannoversche Presse. 30. November 1957.
  24. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatInes Zandeck: Transportverbände. In: www.bundesarchiv.de. Bundesarchiv, abgerufen am 7. September 2009.
  25.  Flugsicherungsdienste auf dem Arloh. In: Cellesche Zeitung. 13. Mai 1972.
  26. Zeitzeugenbericht von Brian Coy, ehemaliger Angehöriger der Operation Location 3 des 601st Aircraft Control and Warning Squadron in Celle
  27.  Die Amerikaner nahmen Abschied von Celle. In: Cellesche Zeitung. 13. Januar 1966.
  28. Art. 35 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Verbindung mit Art. 87a Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
  29.  Elf Noratlas bildeten Luftbrücke. In: Cellesche Zeitung. 20. Februar 1962.
  30. a b  Zwanzig Jahre Heeresfliegerstaffel 1. In: Cellesche Zeitung. 19. Dezember 1980.
  31.  Eine bemerkenswerte Bilanz der Staffel 1. In: Cellesche Zeitung. 30. November 1985.
  32.  Drei Wietzenbrucher Heeresflieger erhielten die Feuerwehr-Verdienstmedaille. In: Cellesche Zeitung. 9. Februar 1976.
  33.  Fliegerhorst Wietzenbruch. In: Cellesche Zeitung. 13. November 1985.
  34.  Klaus Brinkbäumer, Udo Ludwig, Georg Mascolo: Die deutsche Titanic. In: Der Spiegel. Nr. 21, 1999 (24. Mai 1999, online).
  35. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCharts ETHC. In: www.mil-aip.de. Amt für Flugsicherung der Bundeswehr, 18. Dezember 2008/12. März 2009, abgerufen am 7. September 2009 (pdf, englisch).
  36.  Das größte Flugzeug der Welt landete gestern in Wietzenbruch. In: Cellesche Zeitung. 3. August 1972.
  37. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVisual Approach and Departure Charts: ETHC – Celle 1. In: www.mil-aip.de. Amt für Flugsicherung der Bundeswehr, 18. Dezember 2008, abgerufen am 7. September 2009 (pdf, englisch).
  38. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHeeresfliegerwaffenschule Ausbildungszentrum C: Betriebsabsprache zur Koordinierung des Flugbetriebes am Hubschrauberübungsgelände SCHEUEN und dem Flugbetrieb am Verkehrslandeplatz CELLE-ARLOH. In: www.flugsportvereincelle.de. 12. Mai 2004, abgerufen am 7. September 2009 (pdf; 25 kB).
  39.  DFS Deutsche Flugsicherung (Hrsg.): Luftfahrthandbuch Deutschland. Langen (Hessen) 15. März 2007, ENR, S. 2.1-32.
  40.  DFS Deutsche Flugsicherung (Hrsg.): Luftfahrthandbuch Deutschland. Langen (Hessen) 20. Dezember 2007, ENR, S. 2.1-16.
  41.  DFS Deutsche Flugsicherung (Hrsg.): Luftfahrthandbuch Deutschland. Langen (Hessen) 3. Juli 2008, ENR, S. 4.1-1.
  42.  DFS Deutsche Flugsicherung (Hrsg.): Luftfahrthandbuch Deutschland. Langen (Hessen) 15. März 2007, ENR, S. 3.1-5.
  43.  DFS Deutsche Flugsicherung (Hrsg.): Streckenkarte Deutschland – Unterer Luftraum. 7. Juni 2007.
  44. a b  Department of Defense, National Geospatial-Intelligence Agency (Hrsg.): Flight Information Publication (Enroute) – Supplement Europe, North Africa and Middle East. St. Louis, Missouri 31. Juli 2008, S. B-103.
  45. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCelle Military Airfield. In: www.airports-worldwide.com. Airports-Worldwide.com, abgerufen am 7. September 2009 (englisch).
  46.  Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): Weißbuch 2006 zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr. Gratzfeld Werbeagentur GmbH, Wesseling Oktober 2006, 3.1 Auftrag, S. 65.
  47.  Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): Weißbuch 2006 zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr. Gratzfeld Werbeagentur GmbH, Wesseling Oktober 2006, 3.2 Aufgaben, S. 67.
  48.  Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): Weißbuch 2006 zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr. Gratzfeld Werbeagentur GmbH, Wesseling Oktober 2006, 3.3 Verfassungsrechtliche Vorgaben, S. 70f.
  49. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWetterstation Celle 10343 ETHC. In: www.ethc.de. Heiko Voss, abgerufen am 7. September 2009.
  50. Art. 87b Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
  51.  Fliegerarzt Heeresfliegerausbildungszentrum C (Hrsg.): Psychosoziales Netzwerk – Netzwerk der Hilfe für Celle. Celle 2007.
  52.  Wietzenbruch ein Prominentenflugplatz. In: Hannoversche Presse. 6. Oktober 1967.
  53.  Zweiter königlicher Besuch in Celle. In: Cellesche Zeitung. 3. Juli 1965.
  54.  Königin-Mutter in Celle. In: Cellesche Zeitung. 2. Juni 1965.
  55.  Königin Elisabeth II auf dem Flugplatz Wietzenbruch. In: Cellesche Zeitung. 1. Juli 1967.
  56. a b  Tausende Celler jubeln Königin Elizabeth zu. In: Cellesche Zeitung. 25. Mai 1984.
  57.  Britisches Thronfolgerpaar in Celle zu Gast – Zehntausende jubeln. In: Cellesche Zeitung. 9. November 1987.
  58.  Nebel beeinträchtigte Reisepläne von Prinz Philip. In: Cellesche Zeitung. 28. Oktober 1970.
  59.  Earl Mountbatten of Burma landete in Celle. In: Cellesche Zeitung. 15. Juni 1962.
  60.  Antrag der SPD-Ratsfraktion – „Flugplatz Wietzenbruch doppelt nutzen“. In: Celler Kurier. 3. Oktober 1990.
  61.  Interesse an Idee ziviler Flugplatz-Mitnutzung. In: Celler Kurier. 7. März 2001.
  62.  Celler Flugplatz-Träume sind geplatzt. In: Cellesche Zeitung. 24. März 2001.
  63. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFachdienst für Wirtschaftsförderung und Immobilien: EU-Strukturförderprogramm 2007–2013, Programm Stadt Celle. In: www.celle.de. Stadt Celle – Der Oberbürgermeister, 12. Juli 2007, abgerufen am 7. September 2009 (pdf; 278 kB).
  64.  Bundeswehr bleibt nach Umgliederung wichtiger Wirtschaftsfaktor für Celle. In: Cellesche Zeitung. 8. Dezember 2001.
  65. a b  Heeresflieger weisen Bürgervorwürfe zurück – „Bleiben grundsätzlich im vorschriftsmäßigen Bereich“. In: Cellesche Zeitung. 28. August 2009.
  66. a b c d e  Helikopter-Krach: Ab 2012 wird's weniger „ätzend“. In: Cellesche Zeitung. 7. November 2008.
  67. Vergleich Luftaufnahme 1949 und Foto aus der Anflugrichtung 26 heute
  68. Vergleich Landwirtschaftliche Flächen östlich des Flugplatzes 1936 und Stadtteil Heese u.a. mit den Straßen Krähenberg und Marienwerder Allee heute
  69.  Sie fliegen nicht zum Spaß. In: Cellesche Zeitung. 1. Oktober 1960.
  70. a b  Düsenflieger-Petition „erledigt“. In: Hannoversche Presse. 28. Juli 1967.
  71.  Anflugverfahren vermindert Lärmbelästigung. In: Cellesche Zeitung. 22. April 1975.
  72.  Mit purer „Lustfliegerei“ hat das alles wenig zu tun. In: Cellesche Zeitung. 18. Mai 1985.
  73.  Klärendes Gespräch mit Heeresfliegern aus Celle. In: Cellesche Zeitung. 2. Januar 1989.
  74. a b c d  Wittekop-Anlieger fordern Politik zum Handeln auf. In: Cellesche Zeitung. 1. Juli 2008.
  75. a b  Rotoren-Lärm: Ohren zu und durch. In: Cellesche Zeitung. 8. März 2003.
  76. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBell UH-1D – Typ “Teppichklopfer”. In: www.berlinonline.de. Berliner Zeitung, 14. April 1999, abgerufen am 7. September 2009.
  77. a b c d e f g Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHubschrauber über der Stadt Celle. In: www.fluglaerm-celle.de. Herbert Meyer, abgerufen am 7. September 2009.
  78. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatInitiative gegen Fluglärm durch Hubschrauber der Bundeswehr in Celle. In: forum-celle.de. Bernd Franke, abgerufen am 7. September 2009.
  79. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStadtbauamt/Stadtplanung: Bebauungsplan Nr. 10 III T der Stadt Celle „Wietzenbruch/Süd“. In: www.hannit.de. Stadt Celle – Der Oberstadtdirektor, 3. Oktober 1988, abgerufen am 7. September 2009 (pdf; 1,7 MB).
  80. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAmt für Stadtplanung, Geodaten und Bauaufsicht – Abt. Stadtplanung –: Bebauungsplan Nr. 119 der Stadt Celle „Waldviertel Wietzenbruch“. In: www.hannit.de. Stadt Celle – Der Oberbürgermeister, 19. September 2002, abgerufen am 7. September 2009 (pdf; 2,8 MB).
  81. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAmt für Stadtplanung, Geodaten und Bauaufsicht – Abt. Stadtplanung –: Bebauungsplan Nr. 137 der Stadt Celle „Marienwerderallee/Süd“. In: www.hannit.de. Stadt Celle – Der Oberbürgermeister, 1. Dezember 2005, abgerufen am 7. September 2009 (pdf; 626 kB).
  82. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAmt für Stadtplanung, Geodaten und Bauaufsicht – Abt. Stadtplanung –: Bebauungsplan Nr. 34 Wce „Wilhelm-Hasselmann-Straße“. In: www.hannit.de. Stadt Celle – Der Oberbürgermeister, 3. März 2008, abgerufen am 7. September 2009 (pdf; 1,2 MB).
  83. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAmt für Stadtplanung, Geodaten und Bauaufsicht – Abt. Stadtplanung –: Bebauungsplan Nr. 1 Ace, 10. Änderung „Föscherberg“ mit Erweiterung. In: www.hannit.de. Stadt Celle – Der Oberbürgermeister, 25. August 2003, abgerufen am 7. September 2009 (pdf; 1,2 MB).
  84. Art. 4 Gesetz zur Verbesserung des Schutzes vor Fluglärm in der Umgebung von Flugplätzen
  85. a b § 4 Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm
  86. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStadt Celle Fachbereich 5 – Stadtentwicklung – und Fachdienst 61 – Stadtplanung –: Stadt Celle Bebauungsplan 130 „Erichsgasse“. In: www.celle.de. Stadt Celle – Der Oberbürgermeister, 10. Dezember 2004, abgerufen am 7. September 2009 (pdf; 350 kB).
  87. a b B-Plan Nr. 31 „Eschenweg“ (Version vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)
  88.  Schnell aus Mamis Schoß – die lauten Flieger kommen. In: Cellesche Zeitung. 21. Juli 1990.
  89.  Antrag: „Hubschrauberlärm“. In: SPD-Fraktion im Rat der Stadt Celle. 22. August 2008.
  90.  Thun: „Wir achten auf die Überflugverbote“. In: Celler Kurier. 30. August 2009.
  91.  Lärm der Wietzenbrucher Hubschrauber beschäftigt morgen Ortsrat Westercelle. In: Cellesche Zeitung. 4. November 2008.
  92. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNds. Ministerium für Inneres, Sport und Integration Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Integration: Heeresfliegerausbildungszentrum Celle-Wietzenbruch. In: www.niedersachsen.de. Abgerufen am 7. September 2009.
  93. Art. 2 GG
  94. a b  Leser schreiben in der „CZ“. In: Cellesche Zeitung. 1. September 1990.
  95.  Hat die Bundeswehr die Aufgabe Kaufkraft zu bescheren?. In: Celler Kurier. 4. März 2001.
  96. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVisual Approach and Departure Charts: ETHC – Celle 2. In: www.mil-aip.de. Amt für Flugsicherung der Bundeswehr, 18. Dezember 2008, abgerufen am 7. September 2009 (pdf, englisch).
Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 3. Oktober 2008 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.