Letschin
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Märkisch-Oderland | |
| Höhe: | 8 m ü. NN | |
| Fläche: | 141,28 km² | |
| Einwohner: |
4196 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 30 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 15324 | |
| Vorwahlen: | 033475, 033478 (Groß Neuendorf, Ortwig) | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOL, FRW, SEE, SRB | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 64 274 | |
| Gemeindegliederung: | 10 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofstraße 30a 15324 Letschin |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Böttcher (Letschin FWL) | |
| Lage der Gemeinde Letschin im Landkreis Märkisch-Oderland | ||
Letschin ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Die heutige (Groß-)Gemeinde entstand erst 2003 durch den Zusammenschluss von elf ehemals selbständigen Gemeinden, die sich bereits vorher zum Amt Letschin zusammengeschlossen hatten.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Gemeinde Letschin liegt im Oderbruch und grenzt im Nordwesten und Norden an das Amt Barnim-Oderbruch, im Osten an Polen, im Südosten und Süden an das Amt Golzow und die amtsfreie Stadt Seelow, und im Südwesten und Westen an das Amt Neuhardenberg.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Letschin gliedert sich nach der Hauptsatzung[2] in zehn Ortsteile:
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Dazu kommen noch die Wohnplätze: Ausbau, Basta, Bieruthof, Busch, Drei Kronen, Fuchsberge, Fuchsberge Ausbau, Gieshof, Graben, Groß Neuendorfer Loose, Kienitzer Loose, Kruschke, Letschiner Loose, Louisenhof, Neubarnimer Ausbau, Ortwiger Loose, Prenkeberg, Spadille, Vorwerk Mehrin, Wilhelmsauer Loose und Zelliner Loose.[3]
Geschichte [Bearbeiten]
Der Ort Letschin wurde 1336 erstmals urkundlich erwähnt. Als ursprünglich rein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, das mit Frondiensten, Kriegen und Überschwemmungen zu kämpfen hatte, entwickelte sich Letschin zu einer Gemeinde von überörtlicher Bedeutung. Es siedelten sich Händler und Handwerker an. Johann Gottlieb Koppes führte den Anbau von Zuckerrüben ein und errichtete eine Zuckerfabrik. Somit hatten die Bauern ein stabiles Einkommen, was sich positiv auf Letschin auswirkte. Es wurden Chausseen gebaut und Bahnlinien nach Wriezen, Seelow, Frankfurt (Oder) sowie Eberswalde eröffnet.
Letschin erhielt 1863 die Marktgerechtigkeit und erhielt kleinstädtischen Charakter mit Geschäften, Gaststätten, Hotels, Festsälen, Schulen und einer Druckerei.
1905 errichtete die Gemeinde für König Friedrich II. von Preußen als Dank für die von ihm veranlasste Trockenlegung des Oderbruchs ein Denkmal nach Entwurf von Hans Weddo von Glümer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Standbild von Einheimischen vor dem Einschmelzen gerettet und eingelagert. 1990 wurde es wieder aufgestellt.
Da der Ort in der Hauptkampffrontlinie zur Eroberung von Berlin im Zweiten Weltkrieg lag, wurde er im April 1945 stark zerstört. Wohngebäude, Betriebe und Geschäfte sowie das Schiff der evangelischen Kirche fielen den Kampfhandlungen zum Opfer. Während Letschin Teil des Landkreises Lebus war, gehörte der heutige Ortsteil Zelliner Loose bis 1945 zur Neumark,[4] die seitdem weitestgehend zu Polen gehört.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Die Gemeinden Solikante und Wilhelmsaue wurden am 1. Februar 1974 eingegliedert.[5] Sophienthal und Steintoch gehören seit dem 31. Dezember 1997 zur Gemeinde Letschin.[6] Am 26. Oktober 2003 folgten die Gemeinden des ehemaligen Amtes Letschin Gieshof-Zelliner Loose, Groß Neuendorf, Kiehnwerder, Kienitz, Neubarnim, Ortwig und Sietzing.[7]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Politik [Bearbeiten]
Gemeindevertretung [Bearbeiten]
Die Gemeindevertretung von Letschin besteht aus 16 Gemeindevertretern und dem Bürgermeister:[2]
- SPD: 6 Sitze
- Freie Wählergemeinschaft Letschin (FWL): 4 Sitze
- Wir im Oderbruch (WiO): 3 Sitze
- CDU: 2 Sitze
- Die Linke: 1 Sitz
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Michael Böttcher wurde am 13. Februar 2005 zum neuen hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Letschin gewählt und am 13. Januar 2013 für weitere 8 Jahre wiedergewählt.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 4. Juni 1998 genehmigt.
Blasonierung: „In Silber auf grünem Boden ein grüner, von einer goldenen Schlange umwundener Eichenstumpf mit beiderseits drei Blättern; darauf ein goldbewehrter roter Hahn mit erhobenem rechten Fuß.“[8]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Ausstellungen & Museen [Bearbeiten]
- Alte Schmiede Groß Neuendorf
- Letschiner Heimatstuben Haus Birkenweg
- Eisenbahnmuseum Letschin
Bauwerke [Bearbeiten]
Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Letschin
Kirchen [Bearbeiten]
Die ortsbildprägende evangelische Kirche in Letschin mit dem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen, 1818/1819 errichteten und 37 Meter hohen Turm sowie viele Bauten des Letschiner Baumeisters C. Schüler wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Ruine des Kirchenschiffs wurde in den 1970er Jahren abgerissen, der unter Denkmalschutz stehende schinkelsche Kirchturm 2002/2003 restauriert.
Die Fachwerkkirche im Ortsteil Sophienthal wurde 1945 zerstört. Mit Spendenmitteln und der Hilfe örtlicher Handwerker wurde eine neue Kirche nach dem Original-Vorbild erbaut. Diese mutet mit ihren Fachwerkmauern aus rotleuchtendem Backstein wie eine Kleinausgabe der Kirche in Dippmannsdorf an. Der erste Gottesdienst fand am 28. Mai 2006 statt, nachdem Bischof Wolfgang Huber die Kirche eingeweiht hatte.
Denkmale [Bearbeiten]
- Denkmal für Friedrich den Großen von Hans Weddo von Glümer aus dem Jahr 1905
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter des Ortes [Bearbeiten]
- Gustav Haake (1838–1905), Reichstagsabgeordneter, geboren in Letschin
Persönlichkeiten, die in diesem Ort gewirkt haben [Bearbeiten]
Der Kirchenmusiker Helmut Krüger wirkte an den Kirchen von Groß Neuendorf, Kienitz und Ortwig. Seine dort gesammelten Erfahrungen veröffentlichte er 1967 in dem Buch Kleiner Chor – ganz groß.
Sonstiges [Bearbeiten]
- Die Eltern von Theodor Fontane betrieben in Letschin eine Apotheke, die heute noch existiert.
- Jüdischer Friedhof Groß Neuendorf
Belege [Bearbeiten]
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ a b Hauptsatzung der Gemeinde Letschin vom 20. November 2008 PDF
- ↑ Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Letschin
- ↑ Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900, Landkreis Königsberg (Neumark)
- ↑ Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.15 Landkreis Märkisch-Oderland PDF
- ↑ Zusammenschluß der Gemeinden Letschin, Sophienthal und Steintoch (Amt Letschin) zu einer neuen Gemeinde Letschin. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 10. November 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 8. Jahrgang, Nummer 48, 3. Dezember 1997, S.950.
- ↑ Bildung einer neuen amtsfreien Gemeinde Letschin Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 4. April 2002. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 18, 2. Mai 2002, S.501/2 PDF
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
Weblinks [Bearbeiten]
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