Bad Freienwalde (Oder)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Freienwalde (Oder)
Bad Freienwalde (Oder)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Freienwalde (Oder) hervorgehoben
52.78805555555614.03083333333310Koordinaten: 52° 47′ N, 14° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 131,73 km²
Einwohner: 12.491 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 16259
16248 (OT Hohensaaten)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 03344
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 044
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Karl-Marx-Straße 1
16259 Bad Freienwalde
Webpräsenz: www.bad-freienwalde.de
Bürgermeister: Ralf Lehmann (parteilos)
Lage der Stadt Bad Freienwalde (Oder) im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Bad Freienwalde (Oder) ist eine Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg (Deutschland) und anerkanntes Moorheilbad[2].

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bad Freienwalde liegt an der Alten Oder am Nordwestrand des Oderbruchs am Übergang zum Barnimplateau. Daher rührt auch der für Brandenburger Verhältnisse extrem große Höhenunterschied von fast 150 m innerhalb des heutigen Stadtgebiets.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt hat sieben Ortsteile:

Dazu kommt noch der Wohnplatz Sonnenburg südwestlich von Altranft.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Freienwalde erfolgte als Vrienwalde im Jahr 1316. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1618 war Freienwalde als markgräfliches Lehen im Besitz der märkischen Adelsfamilie von Uchtenhagen. Danach wurde Freienwalde Domänenamt der brandenburgischen Kurfürsten. Im Jahr 1685 beschrieb Bernhard Friedrich Albinus die 1683 entdeckte Heilquelle (heute „Kurfürstenquelle“) und legte damit den Grundstein für Entwicklung des Ortes zur Kurstadt. Durch den Fund von eisenhaltigen Sanden und Alaun entstanden 1716/1718 ein Eisenhammer und ein Alaunwerk. Die Entdeckung von Tonvorkommen führte in den 1880er Jahren zur Gründung einer Schamottefabrik und von 5 Dampfziegeleien. 1866 erfolgte der Eisenbahnanschluss an die Strecke Neustadt Eberswalde – Wriezen, 1877 an die Linie nach Angermünde. Prägend für die Entwicklung der Stadt war jedoch die heutige Fachklinik und Moorbad Bad Freienwalde. Nachdem die Stadt bereits seit dem 23. Oktober 1925 die offizielle Bezeichnung Bad im Namen trug, erhielt sie am 15. Dezember 2003 die endgültige Anerkennung als Moorheilbad. Weil von wohlhabenden Berliner Juden gern als Kurort besucht, wurde Bad Freienwalde von den Nationalsozialisten in diffamierender Absicht als „Judenbad“ bezeichnet. Juden wurde das Betreten des Kurviertels verboten. In der Pogromnacht 1938 wurde von den Nazis die Synagoge in Brand gesteckt.

Während die Stadt seit 1818 bis 1952 Teil des Kreises Oberbarnim war, gehörten die heutigen Ortsteile Altglietzen, Bralitz, Hohenwutzen, Neuenhagen und Schiffmühle bis 1945 zum Landkreis Königsberg Nm. in der Neumark, die heute weitestgehend zu Polen gehört.

Von 1952 bis 1993 war Bad Freienwalde Kreisstadt des gleichnamigen Kreises, bis Oktober 1990 im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder) und danach im Land Brandenburg. Seit 1993 gehört Freienwalde zum Landkreis Märkisch-Oderland.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahre 1928 wurden die westlich und östlich vor der Stadt gelegenen slawischen Fischerdörfer Altkietz (früher Kietz) und Alttornow (früher Tornow) eingemeindet.[3]

Sonnenburg kam am 1. Januar 1957 zu Bad Freienwalde; Altranft folgte am 6. Dezember 1993.[4]

Am 26. Oktober 2003 wurden durch die Gemeindegebietsreform die Gemeinden Altglietzen, Bralitz, Hohenwutzen, Neuenhagen und Schiffmühle[5] mit den bewohnten Gemeindeteilen Wendtshof, Neukietz, Zuckerfabrik und Herrenwiese eingemeindet.

Am 1. Januar 2009 erfolgte die Eingemeindung der zuvor selbstständigen, zum Landkreis Barnim gehörenden Gemeinde Hohensaaten.[6][7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des Gebietes von Bad Freienwalde entwickelt sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts langsamer als der Brandenburger Durchschnitt. Zwar gab es Mitte der 1940er Jahre durch die Flüchtlinge aus den Ostgebieten einen kleinen Bevölkerungsschub. Allerdings fällt seither die Einwohnerzahl. Sowohl die Statistiker des Landesamtes als auch die Bertelsmann-Stiftung sagen Bad Freienwalde bis 2030 einen weiteren Rückgang der Bevölkerung voraus.

Bad Freienwalde (Oder):
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen

Gebietsstand 1. Januar 2013
Jahr Einwohner
1875 15003
1890 17076
1925 18825
1933 18873
1939 19850
1946 18611
1950 20867
1964 19077
1971 18769
1981 17455
Jahr Einwohner
1985 17023
1989 16963
1990 16659
1991 16393
1992 16126
1993 16034
1994 15753
1995 15624
1996 15500
1997 15324
Jahr Einwohner
1998 15189
1999 15058
2000 14808
2001 14543
2002 14360
2003 14107
2004 13940
2005 13739
2006 13538
2007 13315
Jahr Einwohner
2008 13136
2009 12964
2010 12788
2011 12656
2012 12491

Die Quellen der Daten, die Grundlage der Darstellungen sind, finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[8].

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung von Bad Freienwalde besteht aus 23 Stadtverordneten und dem Bürgermeister, bei folgender Sitzverteilung:

  • Die Linke/BfB: 9 Sitze
  • CDU: 4 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • Inselgemeinden/NCC/Pro Freienwalde: 6 Sitze
  • Bürgermeister Ralf Lehmann 1 Sitz (Parteilos)

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008, Aktualisierung am 16. November 2010)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 7. Januar 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine bewurzelte grüne Eiche (mit 8 Blättern und 5 Früchten), deren Stamm von zwei kleinen silbernen Schilden mit je einem sechsspeichigen roten Rad beseitet ist.“[9] Die sechsspeichigen roten Räder entstammen dem Wappen der Familie von Uchtenhagen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften existieren mit Bad Pyrmont in Niedersachsen und Międzyrzecz (deutsch Meseritz) in Polen.

An die seit dem 3.Oktober 1990 bestehende Städtepartnerstadt mit der Stadt Bad Pyrmont erinnert ein großer Findling, der die Inschrift „Stadt Bad Pyrmont“, das Stadtwappen (ein rotes Ankerkreuz) und den Schriftzug „Partnerschaft seit 1990“ trägt. Zusammen mit dem Gedenkstein wurde auch der Pyrmonter Platz, welcher den Standort des Gedenksteines bildet, eingeweiht. Ebenfalls als Zeichen der Verbundenheit wurde in Bad Pyrmont im Jahr 2009 die historische Emmerbücke „An der Saline“ auf den Namen „Bad Freienwalder Brücke“ getauft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Haus des regional bekannten Dichters Karl Weise, die ehemalige Villa Vinea Domini, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Freienwalder Musenhof bekannt, einem geistigen Zirkel um den Geheimen Hof-, Sänitäts- und Medizinalrat Carl Julius Aegidi und seinem Sohn, den Juristen Ludwig Aegidi. Zu diesem Kreis gehörten auch Paul Heyse, Ernst Haeckel, Georg Bleibtreu, Adolph Menzel sowie später Julius Dörr und Victor Blüthgen.

Rathaus

Museen[Bearbeiten]

  • Oderlandmuseum (Kulturgeschichte des Oderbruchs, Historie der Kur- und Badestadt)
  • Schloss Freienwalde (Gedenkstätte Walther Rathenau und Sonderausstellungen)
  • Brandenburgisches Freilichtmuseum Altranft (Regionale Lebens- und Wirtschaftsweisen in der Mark Brandenburg)
  • Haus der Naturpflege: Museum und Heuhotel, begründet von Kurt Kretschmann.

Denkmäler in Bad Freienwalde[Bearbeiten]

Siehe auch

Hauptartikel: St. Georg (Bad Freienwalde)
Hauptartikel: Schloss Freienwalde

Bad Freienwalde mit seinem historischen Stadtgrundriss sowie die das Erscheinungsbild durch die die Stadt prägende Bebauung, Straßen, Plätze und Grünanlagen verfügt über eine Reihe sehenswerter Bauten und Anlagen. Dazu gehören die Pfarrkirche St. Nikolai, die frühere Kirche und heutige Konzerthalle St. Georg, das Schloss und der Schlosspark mit so genanntem Teehäuschen, Gärtnerhaus, Sandstein- und Marmorskulpturen und der Grabstätte von Hermann Graf von Pückler, Freiherr von Groditz sowie der Kurpark, unter anderem mit eisenhaltigen Quellen, Sonnenuhr, zwei Marmorplastiken und dem Papenteich mit Insel. Das ehemalige Freihaus von Uchtenhagen in der Uchtenhagenstraße 2 beherbergt das Oderlandmuseum. Am Ort des ehemaligen jüdischen Friedhofs in der Goethestraße erinnert ein Gedenkstein mit Davidstern an die von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Bürger der Stadt. Auf dem städtischen Friedhof finden sich die Grabstätten und -steine für Ernst Seeger (1900–1970), Erich Hannemann (1900–1970), Willi Jankowski (1906–1975), Emilie Loose (1884–1956), Wilhelm Loose (1887–1967), Julius Dörr (1850–1930), Victor Blüthgen (1844–1920), Paul Hager (1859–1920), Wilhelm Hagen (1814–1890), Carl Hesse (1863–1920), Johannes Thilo (1862–1935), Rudolf Trapp (1872–1942).

Bemerkenswert sind das sowjetische Ehrenmal am Platz der Jugend, das Karl-Weise-Denkmal mit Portraitmedaillon in der Karl-Weise-Straße und die Hochwassermarke von 1947 (Findling vor dem Postamt).

Weitere als Denkmal ausgewiesene Gebäude sind:

  • Neues Postamt, Karl-Marx-Straße 18
  • Grundschule „Theodor Fontane“, Linsingenstraße 15
  • Grundschule „Käthe Kollwitz“, Weinbergstraße 4
  • ehemaliges Logierhaus „Alexandrinenbad“ (heute Albert-Schweitzer-Schule), Wriezener Straße 2
  • ehemaliges Finanzamt, Wriezener Straße 36
  • Katholische Kirche in der Goethestraße
  • Landhaus, Gesundbrunnenstraße
  • Sowjetische Ehrendenkmal, Berliner Straße
  • Villen in der Straße Heilige Hallen
  • Wohnhaus Bahnhofstraße 24
  • Wohnhaus Karl-Marx-Straße 14
  • Wohnhaus Kurze-Straße 4
  • Wohnhäuser Neue Bergstraße 1, 2, 4 und 31
  • Wohnhaus mit gründerzeitlichem Ladeneinbau, Neue Bergstraße 29
  • künstliche Ruine Sporn des Weinbergs
  • Wohnhäuser Uchtenhagenstraße 3, 13, 13a, 16, 16a, 22 und 28 (teilweise mit Hofbebauung und Grundstückeinfassung)
  • Wohnhaus mit Grundstückseinfassung, Uchtenhagenstraße 13a
  • Wohnhaus mit Hofgebäude, Wriezener Straße 83
  • Aussichtsturm Karl-Weise-Straße/Linsingenstraße

Nicht mehr in der Stadt, aber zum Stadtgebiet gehörend, sind der Bismarckturm an der Bundesstraße 167 und der ehemalige Laugentunnel zwischen Alaunwerk und Teufelssee. Daneben sind die Wegesteine am Gustav-Schüler-Weg, v.-Diemar-Weg und Kühnemann-Weg sowie am Fürstensteig beachtenswert. Unweit der Stadt, an der B 158 in Richtung Berlin gelegen, befindet sich der Bunker Wollenberg, eingetragen in die Liste der Denkmale des Landes Brandenburg.

Die Liste der Denkmäler des Ortsteils und Museumsdorfes Altranft mit seinem historischen Dorfkern mit Angerbebauung, Gutshaus und ländlichem Park, Dorfkirche sowie Objekten des Freilichtmuseums befindet sich im entsprechenden Artikel. Im Ortsteil Sonnenburg steht das Gutshaus mit Park und Wirtschaftsgebäuden unter Denkmalschutz. Dieses war zeitweise der Wohnsitz des ehemaligen Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop.

Die komplette Liste eingetragener Denkmäler findet sich in der Liste der Baudenkmale in Bad Freienwalde (Oder).

Parks[Bearbeiten]

  • Kurpark mit marmorner Statue eines Stiers des Berliner Bildhauers Louis Tuaillon
  • Schlosspark mit Schloss, Teehäuschen und der Grabstelle von Hermann Graf von Pückler. Der Park wurde von Peter Joseph Lenné entworfen.

Sport[Bearbeiten]

Schanzen am Papengrund
  • Bereits 1923 wurde der erste Wintersportverein gegründet, der unter anderem Rodeln, Eis- und Skilanglauf und ab Januar 1929 die erste Skisprungschanze betrieb. Innerhalb des Stadtgebiets gibt es einen Höhenunterschied von 155 m, im thüringischen Oberhof zum Vergleich 125 m. Bad Freienwalde ist noch heute das nördlichste Skisprungzentrum Deutschlands. Am Papengrund befinden sich vier Skisprungschanzen. Im Oktober 2003 wurde eine neue Schanzenanlage eröffnet, Attraktion ist dort die neue 40-m-Schanze.[10]
  • Jährlich am 1. Mai findet der vom Sportverein Athleticon 97 Bad Freienwalde e. V. organisierte Baasee-Lauf statt, der vom Jahn-Stadion über den Brunnenweg zum Baasee und über den Sieben-Hügel-Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt führt. Bei zwei Runden ist die Strecke 25 km lang.[11]
  • Ebenfalls jährlich führt das Elite-C-Radrennen Berlin-Bad Freienwalde-Berlin durch die Stadt.

Verkehr[Bearbeiten]

In Bad Freienwalde kreuzen sich die Bundesstraßen 158 (Berlin–Angermünde/Hohenwutzen) und 167 (LebusEberswaldeWusterhausen/Dosse). Der nächste Autobahnanschluss befindet sich in Finowfurt an der A 11 und ist etwa 27 Kilometer entfernt.

Der Bahnhof Bad Freienwalde war bis in die 1960er Jahre ein regionaler Eisenbahnknotenpunkt an der Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder) mit Abzweigen nach Angermünde sowie nach Hohenwutzen. Nach der Stilllegung der beiden letzten in den Jahren 1997 beziehungsweise 1967 wird heute lediglich die Verbindung Frankfurt (Oder)–Eberswalde mit Fortführung nach Berlin-Lichtenberg von der Regionalbahnlinie RB60 der ODEG bedient.

Der Betreiber des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Bad Freienwalde ist die Barnimer Busgesellschaft.

Filme[Bearbeiten]

  • Die Polizeiruf-110-Folge Blütenstaub (1972) wurde zu großen Teilen in Bad Freienwalde gedreht, so sind zum Beispiel, der Bahnhof, das alte Krankenhaus oder die Staatsbankfiliale (heute Volksbankfiliale) Drehorte gewesen. Die im Film beraubte Apotheke befand sich in der Gesundbrunnenstraße. Namentlich wurde die Stadt jedoch nicht benannt, es wird nur von einer Kleinstadt gesprochen.
  • Die ARD-Dokumentation „Rabatz-Jugendliche im Osten“ wurde 2005 in Bad Freienwalde gedreht. Sie thematisiert, wie zwei junge Abiturientinnen sich von den Nazis, in ihrem augenscheinlich malerischen Kurort, nicht unterkriegen lassen wollen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • August Alexis Eduard Graf von Haeseler auf Harnekop (1800–1889), von 1845 bis 1874 Landrat des Landkreises Oberbarnim
  • Wilhelm Hagen (1814–1890), Kaufmann und verdienstvoller Stadtrat in Freienwalde (Hagenstift in der Hagenstraße, Grabmausoleum auf dem Evangelischen Friedhof in Bad Freienwalde)
  • Heinrich Adolf Eduard Leist (1797–1867), Kommissionsrat in Wriezen, Ehrenbürgerwürde in Anerkennung für seine Tätigkeit bei der Legung der Eisenbahn von Wriezen nach Neustadt-Eberswalde
  • Felix von Bethmann Hollweg auf Hohenfinow (1824–1900), Landrat des Landkreises Oberbarnim von 1874–1885
  • Theobald von Bethmann Hollweg auf Hohenfinow (1856–1921), Landrat des Landkreises Oberbarnim von 1885 bis 1896, 1899 Regierungspräsident in Bromberg, Preußischer Minister des Inneren, 1909 bis 1917 Reichskanzler
  • Hermann Graf von Pückler, Freiherr von Groditz (1797–1892), Ober-Hof- und Hausmarschall im Dienste König Wilhelms I. ab 1861, außerdem Wirklicher Geheimer Rat, Oberstallmeister und Intendant der Königlichen Schlösser, ab 1887 als Ruheständler in Freienwalde („Haus zu den vier Linden“ = Schlossparkambulanz; Grabstätte im Schlosspark)
  • Gustav von Diemar (1814–1912), Rittmeister a. D., seit 1857 in Freienwalde, Ratsmann und Beigeordneter, lange Jahre Direktor des Gesundbrunnens, Verdienste um die Wohlfahrtspflege in der Stadt, finanzielle Unterstützung der entsprechenden Vereine
  • Victor Blüthgen (1844–1920), Dichter und Schriftsteller, bedeutender Vertreter der Kinderliteratur, seit 1881 in Freienwalde (Grabstätte auf dem Evangelischen Friedhof)
  • Emil Baeskow (1844–1933), Hofmaurer- und Zimmermeister, Ehrenbürgerwürde für seine Verdienste um die Entwicklung der Stadt in den 30 Jahren seiner Stadtverordneten- und Beigeordnetentätigkeit
  • Hans Keilson (1909–2011), Nervenarzt und Psychoanalytiker in den Niederlanden, als Arzt von 1940 bis 1945 im holländischen Widerstandskampf, nach 1945 Gründung einer Hilfsorganisation für jüdische Kriegswaisen, seit 1933 auch Schriftsteller („Das Leben geht weiter“) und Lyriker, Präsident des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland; Ehrenbürger seit dem 3. Februar 1990
  • Erna Kretschmann (* 12. November 1912 in Bollinken; † 6. Januar 2001 in Bad Freienwalde (Oder)) und Kurt Kretschmann (1914–2007)
Mehr als 50 Jahre setzten sich Erna und Kurt Kretschmann engagiert und uneigennützig für die Belange des Natur- und Umweltschutzes ein.
Kurt Kretschmann galt als der „Vater der Eule“, er entwickelte 1954 das Naturschutzsymbol, das für die DDR und seit der Wiedervereinigung für ganz Deutschland verbindlich war bzw. ist.
Auf Initiative der Eheleute Kretschmann entstand das „Haus der Naturpflege“ in Bad Freienwalde (Oder), heute ein einzigartiges Museum, in dem der Besucher unter anderem die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt studieren kann. Das Haus, das die Kretschmanns von 1960 bis 1982 betreuten, kann heute auf mehr als 100.000 Besucher verweisen.
Erna und Kurt Kretschmann waren verantwortlich für das Anlegen und Markieren von Lehrpfaden und Wanderwegen in der Umgebung von Bad Freienwalde (Oder), auf denen das heute vorhandene Wanderwegenetz basiert.
1978 hatte Kurt Kretschmann in Bad Freienwalde (Oder) den später europaweit bekanntgewordenen „Arbeitskreis Weißstorch“ ins Leben gerufen.[12]
In den 1990er Jahren hat das Wirken von Erna und Kurt Kretschmann breite öffentliche Würdigung erfahren:
1991 wurde Kurt Kretschmann zum Ehrenpräsidenten des Naturschutzbundes Deutschland gewählt;
1991 verlieh der damalige Umweltminister Platzeck dem Ehepaar Kretschmann den Umweltpreis des Landes Brandenburg;
Im November 1993 wurden Erna und Kurt Kretschmann in Bonn als Gesamtsieger im Rahmen des „Europäischen Umweltpreises 1993“ geehrt.
Beide lebten ab 1942/1945 in Bad Freienwalde (Oder) und sind seit dem 2. März 1999 Ehrenbürger der Stadt.
  • Siegfried Schumacher (* 9. August 1926 in Oderberg), Kinderbuchautor, Ehrenbürgerschaft für das schriftstellerische Schaffen und das kulturelle Wirken für Bad Freienwalde
  • Ingrid Linke (* 19. September 1938 in Bad Freienwalde), Ehrenbürgerwürde für ihr Wirken zum Erhalt und für die Sanierung der „Kleinen Kirche“, einem der bedeutendsten Bauwerke der Stadt, und dafür, dass sie seit 10 Jahren mit der jetzigen Nutzung als Konzerthalle unter ihrer ehrenamtlichen Leitung dem Haus eine neue Bestimmung gab

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Titia Hoffmeister / Reinhard Schmook: Bad Freienwalde. In: Schlösser und Gärten der Mark, Heft 8 (2. Aufl.), Berlin 1996.
  • Historischer Führer, Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Potsdam, Frankfurt (Oder), Urania-Verlag Leipzig-Jena-Berlin 1987,ISBN 3-332-00089-6
  • Bad Freienwalde. Einst und Jetzt. Bildband. Culturcon/Märkische Oderzeitung. 2009. ISBN 978-3-941092-30-3
  • Ulrich Pfeil: St. Nikolai Bad Freienwalde. Passau 1993, ISBN 3-930102-04-8 (Ein Kunstführer, in dem auf 20 Seiten die Pfarrkirche Sankt Nikolai erläutert wird. Am Ende finden sich einige Informationen über die ehemalige Hospitalkirche Sankt Georg.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Freienwalde (Oder) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Meilenstein für anerkanntes Heilbad; Märkische Oderzeitung vom 3. Mai 2012.
  3. Stadtgeschichten auf der Website der Stadt Bad Freienwalde, abgerufen am 18. September 2012.
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003.
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 1. Liste.
  7. Stand von Fläche und Einwohnern in der Infobox nach Eingemeindung von Hohensaaten. Ein mit der Eingemeindung verbundener Gebietstausch einer Straßenzeile zwischen Hohensaaten und Oderberg ist nicht berücksichtigt.
  8. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  9. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg.
  10. Sabine Raktitin: Bad Freienwaldes großer Sprung. In Märkische Oderzeitung, 24. Oktober 2003, S. 3.
  11. Website des Athleticon 97 Bad Freienwalde e. V., abgerufen am 30. April 2013.
  12. Ehrenbürger der Stadt Bad Freienwalde (Oder).